Thüringenliga, 4. Spieltag

 

SpVgg Geratal - FSV Wacker 03 Gotha 7:1 (3:0)

 

(Kda) Offensichtlich hat der Spielvereinigung die Pflichtspielpause gut getan. Nicht nur zur besseren Integration des von Suhl kurz vor Schluss der Wechselperiode gekommenen Alexander Mantlik, auch was die Zielstrebigkeit und Schnelligkeit des Handelns in der Offensive betrifft. Sicher bedingt durch Mantlik konnte die Offensive druckvoller aufgestellt werden, Zentgraf als Nebenmann wie auch Kühne und Heyer schienen davon zu profitieren, wurde von Beginn an die Gothaer Hintermannschaft beschäftigt und mit dem schnellen 1:0 durch Zentgraf (10.) nach Pressing der gesamten Angriffs- und Mittelfeldreihe gegen die Gothaer Hintermannschaft, der erhofften schnellen Balleroberung und des sofortigen Spiels eben Mantlik´s in die Schnittstelle auf Zentgraf, ergaben sich auch die Räume, die die Gerataler benötigen. Die an diesem Tag eher überforderten Gäste kamen so gut wie nicht ins Spiel, zu groß war der Druck der Einheimischen, der sich diesmal zu Freude der Zuschauer, mit 132 fast Rekord, in Toren äußerte. Einen von Kott an seiner Strafraumgrenze ausgeführten Freistoß verlängerte Wollenschläger auf halbrechts zu Mantlik und der fackelte nicht lange, jagte den Ball aus 16 Meter links oben in den Winkel (2:0, 22.). Dass er ein wahrer Vollstrecker ist, zeigte er beim 3:0 (36.). Anspiel, Drehung, Torschuss - alles eins! Und hätte Kühne in der 26. Minute mit seinem Schuss im Fallen bzw. in der 44. mit seinem Lupfer mehr Glück gehabt, hätte er sich schon in der ersten Spielhälfte als Torschütze eintragen lassen können. Das hob er sich für die zweite Hälfte auf, die sofort nach dem Wiederanpfiff mit einem weiteren Gerataler Treffer begann. Zentgraf profitierte von einer zu kurzen Torwartabwehr gegen Wollenschlägers Schussversuch und hat keine Mühe, den Ball im verwaisten Gothaer Tor unterzubringen (46.). Zwar musste Kott in der 47. Minute gegen einen mit langem Ball geschickten Gothaer retten, doch insgesamt war es für ihn bis auf den „Aufreger“ Foulstrafstoß für Gotha und einziges Gegentor am heutigen Tag ein geruhsamer Nachmittag. Als ob der Schiedsrichter ein Erbarmen mit den Gästen gehabt hätte, sie mussten in der 68. Minute das fünfte Tor - Kühne setzte sich über links bis in den Strafraum durch und hat endlich auch mit seinem Schussversuch Erfolg - hinnehmen, zeigte er in der 80. Minute auf den Elfmeterpunkt. Ein Gothaer war an der rechten Strafraumgrenze zu Fall gekommen, der Linienrichter bedeutete zwar per Handzeichen, dass der Spieler wieder aufstehen möge, machte auch keinerlei Anzeichen per Fahne, dass dies ein Foul gewesen wäre, ließ sich aber schlussendlich von seinem Schiedsrichter überstimmen. Den Strafstoß verwandelte Meisel sicher. Nun gaben die Einheimischen noch einmal richtig „Gas“. Der seit Monaten (Jahren) verletzte Keiner nutzte sein Debüt in der 83. Minute, besorgte aus rechter Position das sechste Gerataler Tor und Kühne veredelte seine nimmermüde Partie noch mit seinem zweiten Treffer (85.) als er am langen Pfosten stehend von einer Wollenschläger-Mantlik-Kombination über rechts profitierte und den Ball nur noch über die Linie zu schieben brauchte.

Insgesamt machte die Spielvereinigung einen sehr frischen (mentalen) Eindruck. Mit Mantlik und dem genesenen Keiner hat man mehr Offensivoptionen, die den Zentgraf, Kühne, Heyer den psychischen Druck zu nehmen schien. Auch dadurch muss nicht zwangsläufig Brandl in die Offensive rücken, was sich in dem Spiel gegen Gotha im Abwehrverbund mit Bischof, Seeber (Behr) und Dobrocki als Sicherheit heraus stellte.

 

Aufstellung:

SpVgg Geratal: Kott; Seeber (19. Behr), Bischof (70. Maleße), Brandl, Dobrocki, Schmidt, Wollenschläger, Heyer, Kühne, Mantlik, Zentgraf (57. Keiner)

 

FSV Wacker 03 Gotha: Apitius, Rajkowski, Stein, Zielasko, Holland-Moritz, Bonsack, Meisel, Pufe (62. Simin), Zickler, Weide, El Antaki

 

Zuschauer: 132

 

Schiedsrichter: El-Hallag (Jena)

 

Torfolge: 1:0, 4:0 Zentgraf (10., 46.), 2:0, 3:0 Mantlik (22., 36.), 5:0, 7:1 (Kühne, 68., 85.), 5:1 Meisel (81., FE), 6:1 Keiner (83.)