SpVgg Geratal - SV Stahl Unterwellenborn 3:3 (2:2)

(kda) Momentan steht sich die Mannschaft selbst im Weg, um erfolgreicher Fußball zu spielen. Was die Einen aufbauen, reißen die Anderen durch Unkonzentriertheit, Leichtfertigkeit und teilweise auch Selbstüberschätzung wieder ein. Das trifft derzeit auf Jeden in der Mannschaft zu, auch wenn es von Spiel zu Spiel durchaus Differenzierungen gibt. Das von Trainer Meyer ausgegebene Konzept, aus einer verstärkten Defensive heraus die Null hinten zu halten, und mit nur einer Spitze (Heyer, unterstützt durch Huck) im Heimspiel zu agieren, ging bis auf zwei Ausnahmen in der ersten Halbzeit voll auf. In der 8. Minute setzte sich Eismann über die rechte Seite gekonnt durch, passte auf Huck und dessen abprallender Schussversuch netzte der sehr agile Heyer zur 1:0 Führung ein.

 Alles wäre gut, wenn da nicht immer wieder unerklärliche Schlafwageneinlagen in der Defensive passieren würden. So nutzten die Gäste eine solche in der 17. Minute als Mario Reichmann, durch einen heimischen Ballverlust unweit der Mittellinie begünstigt, an der Strafraumgrenze von einem Mitspieler angespielt wurde und gekonnt in einer Eins- Zu- Eins- Situation sowohl Kruse als auch den herauslaufenden Mentzel keine Chance ließ und den Ausgleich erzielte. Erneut Heyer brachte die Gastgeber ins Spiel zurück, als er in der 36. Minute eine an der Mittellinie auf Abseits gestellte gegnerische Abwehr überwand, allein aufs Tor lief  und am Gästekeeper vorbei zur erneuten Geratal- Führung einschob. Doch die Freude darüber dauerte nur wenige Minuten. Einen katastrophalen Fehlpass Maleßes nahm erneut Mario Reichmann auf, lief in Richtung linker vorderer Strafraumecke und erkannte, dass an Kruse und dem völlig unmotiviert herauslaufenden Mentzel vorbei, der Ball mit einem Lupfer im Tor unterzubringen ist. Kurz vor der Halbzeit das 2:2!

Dessen nicht genug! Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wieder eine solche Situation. Einen völlig harmlosen Ball verlor Busch an der Mittellinie, blitzschnell und vor allem geradlinig agierten die äußerst effizienten Unterwellenborner, spielten den Ball auf Müller-Sachs und der ließ Mentzel zum 2: 3 (50.) keine Chance. Damit musste Meyer das Spiel umstellen und brachte mit Zachert und Mielke, später Hofmann, Leute, die das Angriffsspiel durchaus belebten. In den letzten dreißig Minuten versuchten die Gastgeber das Spiel noch zu wenden. Zunächst Franz (67.) mit einer ungenutzten Grundlinieneingabe von rechts, dann Bärwinkel mit selbiger von links (74.) vom Gegner (Kowallek) zum 3:3 „veredelt“, setzten Achtungszeichen. Immer wieder tauchten Heyer, Franz, Bärwinkel und Co. vor dem gegnerischen Gehäuse auf, doch zählbares sollte dabei nicht mehr entstehen, da entweder der finale Pass nicht ankam, der Schussversuch an der vielbeinigen Abwehr scheiterte oder der junge Lanz im Gästetor gekonnt dies verhinderte.

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (61. Zachert), Busch, Huck (78. Hofmann), Y. Ben Achour (61. Mielke), Bärwinkel, Wollenschläger, Eismann, Franz, Heyer, Kruse

SV Stahl Unterwellenborn: Lanz, P. Reichmann, Benz, Bratke, Lerche, Langhammer, Müller-Sachs (78. Wolter), Perthun, Stark (67. Buschmann), M. Reichmann (82. Heubach), Kowallek

SpVgg: Mentzel, Rösler, Y. Ben Achour (68. Priefer), Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke (49. Keiner), Brandl, Franz, Heyer (73. Hofmann), Kruse, Gothe

Schiedsrichter: Laube (Vachdorf)

Zuschauer: 120

Torfolge: 1:0 Heyer (8.), 1:1 M. Reichmann (17.), 2:1 Heyer (36.), 2:2 M. Reichmann (42.), 2:3 Müller-Sachs (50.), 3:3 ET Kowallek (74.)