Landesklasse Süd: 27. Spieltag

SV Neuhaus-Schierschnitz - SpVgg Geratal I 1:1 (0:0)

(kda) Nach langer Zeit hätte es für die Spielvereinigung wieder mal für einen Sieg reichen können und das vor allem auf Grund der gezeigten Leistung in der zweiten Spielhälfte verdient. Fast, denn der Schiedsrichter und auch die einheimischen Spieler ließen den knappen 1:0 Sieg der Gerataler durch schon an grob unsportlich grenzendes Handeln nicht zu. Näheres hierzu in der Chronologie.

Auf dem etwas holprigen Rasen der „Biene“ fanden zunächst die Einheimischen schneller zu ihrem Spiel. Mehrfach stockte den zahlreich mitgereisten Gästefans der Atem,

als Schmidt und vor allem der sehr agile Gläser mehrere hochkarätige Schuss- und Kopfballchancen hatten. Nur sporadisch kamen die Gäste in Hälfte eins vor das gegnerische Tor. In der 7. Minute waren es Heyer und Hofmann, die sich per Doppelpass gekonnt vor das Meusel- Tor spielten, und kurz vor der Halbzeit Keiner. Die Spielanteile drehten sich in Hälfte zwei. Durch schon lange vermisstes Pressing und teilweise sehr gut herausgespielte Chancen übernahmen die Gerataler das Zepter, scheiterten jedoch zunächst am Torwart (Franz, 61. Minute) oder dem Aluminium (Bärwinkel, 69. Minute, Freistoß aus 25 Meter an die Latte). Es war allen Spielern anzumerken, dass sie die Serie der Erfolglosigkeit beenden wollten. Keinen Ball verloren gebend, ließen sie den Gastgebern kaum Möglichkeiten, sich zu entfalten. Und was dennoch gestattet wurde, fing entweder Mentzel gekonnt ab, oder versiebten die Gastgeber unkonzentriert. Dann kam die 77. Minute. Der gerade eingewechselte Brandl behauptete im gegnerischen Strafraum den Ball, beim Versuch, ihm den Ball abzunehmen, traf sein Gegenspieler Brandls Bein, berechtigter Foulelfmeter! Tobias Huck verwandelte trocken links unten zur Führung. Die Gastgeber lösten daraufhin den Libero- Posten auf, dadurch ergaben sich Konterchancen. Die dickste hatte Robin Keiner in der 88. Minute als er von Heyer einen Grundlinienpass bekam, sich drehend aus Nahdistanz auf das Tor schoss, aber Meusel noch irgendwie reagieren konnte. Hier hätte der Sack zugemacht werden können. Und dann das im Eingang erwähnte Szenario! Zunächst blieb Brandl in der 2. Minute der Nachspielzeit nach einem Foul in Höhe des gegnerischen Strafraumes liegen, der Schiedsrichter ahndete das Foul nicht, ließ auch beim anschließenden Seitenaus keine Behandlung zu. Auf Rufen von außen, das Spiel durch absichtliches Ins-Aus- Spielen des Balles sportlich fair zu unterbrechen, reagierten die Einheimischen nicht, starteten in Überzahl Richtung Geratal- Gehäuse. Beim Versuch, mit aller Macht noch den Ausgleich zu erzwingen, wurde durch den Schiedsrichter ungeahndet noch Wollenschläger verletzt und letztlich in der 93. Minute noch der Ausgleich (Löffler) erzielt. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters und Fairness der Einheimischen  hätte es der erste Sieg in der Rückrunde werden können. Doch nach dieser gezeigten Leistung sollte sich die Spielvereinigung hierüber nicht übermäßig ärgern, moralisch haben sie allemal gewonnen.

SV Neuhaus-Schierschnitz: R. Meusel, K. Meusel, Motschmann, A. Löffler, S. Gelhaar, M. Gelhaar, Gläser Gelbricht, Ehnes, Schmidt (75. T. Löffler), Stellmacher

SpVgg: Mentzel,  Maleße, Busch, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke (71. Brandl), Keiner, Hofmann (63. Y. Ben Achour), Franz, Heyer

Schiedsrichter: Köhler (Tanna)

Zuschauer: 170

Torfolge: 0:1 Huck (77. FE), 1:1 T. Löffler (90. + 3)