Regionalklasse 3, 26. Spieltag

SV 09 Arnstadt II - SpVgg Geratal II

(fm) Die zweite Vertretung zeigte im neuerlichen Auswärtsspiel eine solide Leistung. Aber ich wiederhole mich, eine solche reicht für drei Punkte auswärts nicht aus. Obwohl die Deckung und das defensive Mittelfeld gut stand, Dobschanetzki rechts hinten zeigte eine seiner besten Leistungen in diesem Spieljahr, wurden nicht genug Chancen herausgespielt. Yasin Ben-Achour im offensiven Mittelfeld trickste drei Gegenspieler aus und spielte den öffnenden Pass auf Priefer. Dieser schien bereits weit genug vom Tor abgedrängt zu sein, brachte aber den Ball aus spitzem Winkel noch unter (0:1, 6.). In der Folgezeit wurden die Gastgeber klar beherrscht, aber der beruhigende Vorsprung konnte nicht erlangt werden.

Im zweiten Umlauf drehten die Platzbesitzer mehr auf, ohne jedoch ernsthaft Gefahr auszustrahlen. Wie es immer ist, kamen sie zu einer fast einzigen Chance, die auch noch verwertet wurde. An der Außenlinie im defensiven Mittelfeld verließen sich zwei Gerataler Spieler aufeinander, der Gegner gewann den Ball, schlug ihn in die Mitte und dort wiederholte sich das Gleiche nochmals. Diesmal landete der Ball aber leider im Tor (1:1, 65). Wenig im Gerataler Tor konnte sich bei einigen Schüssen noch auszeichnen.

In der Folgezeit konnten keine weiteren Chancen erspielt werden, so dass auch diesmal der Dreier verfehlt wurde. Es fehlten die Ideen und das zwingende Spiel nach vorn, obwohl besonders Priefer im Angriff rackerte und das Mittelfeld auch gut besetzt war.

Dem Schiedsrichtergespann ist keine Schuld zuzuschieben, obwohl einige Entscheidungen nicht immer den Auffassungen beider Seiten entsprachen. Manchmal hatte man das Empfinden, der Schieri ist Anhänger der "englischen", harten Spielweise, denn vieles ließ er durchgehen, bestrafte dann auch noch den Gefoulten, wenn der sich beschwerte.

SV 09 Arnstadt meldet auf seiner Website zu diesem Spiel:

Ein sechzig Minuten auf schwachem Niveau stehendes Ilmkreisderby nahm nach dem Ausgleich der Hausherren Fahrt auf und brachte die Gäste noch an den Rand einer Niederlage. Zuvor passierte allerdings kaum Nennenswertes, beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend, die Strafräume verkamen zur Tabuzone. Dabei begann die Partie vielversprechend. Nach einer Rechtsflanke Lukas Glass kam Lukas Bommersbach im Strafraum in Ballbesitz, blieb aber zweimal in aussichtsreicher Position hängen (1.). Fast im direkten Gegenzug spielte Yasin Ben Achour einen Zuckerpass genau in den Lauf des startenden Oliver Priefer, welcher noch Keeper Toni Wunder umkurvte und den Ball zur frühen Führung versenkte (3.). Dieses Tor schien das Spiel der Einheimischen zu lähmen, die kaum Torgefahr ausstrahlten. Die meisten Angriffe blieben auf Grund von Fehlabspielen und mangelndem Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen im Ansatz stecken, dazu wirkte man zu statisch in seinen Aktionen, zu wenig Bewegung in den vorderen Reihen verhinderten zwingende Tormöglichkeiten, so gehörte Tobias Krieghoffs 25 m Kracher, den Gästetorwart Sebastian Wenig im Nachfassen parierte, noch zu den torgefährlichsten Szenen im ersten Durchgang. Aber auch die auf Konter lauernden Gerataler waren am Strafraum mit ihrem Latein meist am Ende, lediglich Thomas Muschs Schlenzer, den Toni Wunder entschärfte bedeutete Torgefahr (13.). Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Mit der Einwechslung Sebastian Kunz und des nach dreijähriger Abstinenz sein Comeback gebenden Felix Rosenkranz erhielt jedoch das Spiel der Hausherren mehr Schwung und Zielstrebigkeit. Eine gefühlvolle Rechtsflanke Florian Vesters erwischte Lukas Bommersbach per Kopf nicht voll (55.), der energisch nachsetzende Rosenkranz legte den Ball auf Kunz, der mit einem platzierten, trocken abgezogenen Schuss aus 17 m Torwart Wenig zum Ausgleich überwandt (65.). Danach schien die Partie zu kippen. Nun gewannen die Arnstädter vermehrt die Zweikämpfe, erzeugten Druck und brachten die vorher kaum geforderte Gästedeckung in Schwierigkeiten. Nachdem Marco Hillebrands Schuß aufs lange Eck zum Eckball geklärt wurde, faustete Wenig den folgenden Kopfball Hillebrands aus der Gefahrenzone (70.), nur hauchdünn zischte Krieghoffs Freistoßknaller aus 18 m am Tor vorbei (81.), schließlich versagte der Unparteiische Krieghoffs Treffer wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung (84.). So blieb es bei der Punkteteilung mit der am Ende wohl beide Teams nicht unzufrieden waren.

SV 09 II : Wunder, Reimann, Manthey, Vester (58. Rosenkranz), Glass (46. Kunz), Popig, Bommersbach, Krieghoff, Merten, Hillebrand (75. Kästner), Langer

Geratal II : Wenig, Seyferth, Jäckel, Musch (85. Stade), Stöckel, Dobschanetzki, Knoch (75. Belger), Heinze, Y. Ben Achour, S. Huck, Priefer (74. Hielscher)

Zuschauer : 50

Schieri : Matthäs (Pößneck)

Torfolge : 0:1 Priefer (3.), 1:1 Kunz (65.)