Landesklasse Süd: 26. Spieltag

SpVgg Geratal - SV EK Veilsdorf  1:1 (0:0)

(kda) Auch im zehnten Spiel der Rückrunde gelang der Spielvereinigung kein voller Erfolg. Obwohl diesmal von Trainer Meyer, wie von ihr gefordert, offensiver aufgestellt, erspielte sich die Mannschaft weniger erfolgsversprechende Chancen als beim letzten Heimspiel gegen Unterwellenborn. Viel zu langatmig, nur sporadisch schnell in die Tiefe und dann auch Chancen erspielend, wenig Laufbreitschaft zeigend, zwischen Angriff und Verteidigung klaffte oftmals ein Riesenloch, war dem alten Kontrahenten aus  Veilsdorf nicht wirklich gefährlich beizukommen. Diese zeigten wie man mit schnellem Umkehrspiel über wenige Stationen gefährlich werden kann.

Schon in der 7. Minute brannte es lichterloh vor dem Mentzel- Tor. Schuss – Abpraller – Nachschuss – Abpraller – Nachschuss (zum Glück) am Tor vorbei, ließ den Atem der einheimischen Fans stocken. Immer wieder versuchten sie, vor allem Tuchenhagen suchend, durch nadelstichartig vorgetragene Angriffe den Torerfolg. Dem hatte die Spielvereinigung in der ersten Halbzeit wenig, eigentlich nur eine Chance in der 26. Minute entgegenzusetzen, als sich Heyer und Hofmann mittels Doppelpass in den gegnerischen Strafraum spielten, Letzterer den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte.

Die zweite Spielhälfte war trotz des noch erkämpften Ausgleiches seitens der Heimmannschaft nicht besser. Positiv war, dass sich die Männer um Wollenschläger gegen die drohende Heimniederlage stemmte, denn die Veilsdorfer gingen nicht nur völlig verdient in der 71. Minute durch Schneider in Führung, sie hatten schon in der 63. Minute eine Riesenchance als Busch einen Nachschuss nach Mentzel- Abpraller von der Torlinie beförderte, und auch zum Ende des Spiels eher die erneute Führung auf dem Fuß. Bezeichnend auch, wie die Gästeführung fiel. Ein Veilsdorfer Eckball von rechts war so scharf geschlagen, dass er an Freund und Feind vorbei bis zur gegenüberliegenden Seitenlinie flog, dort aber nicht von einem einheimischen Spieler gesichert wurde, da man viel zu phlegmatisch reagierte, sondern ein Veilsdorfer den Ball wieder in den Strafraum schlug, wo der Torschütze ungedeckt zur Führung einköpfen konnte. Wie schon erwähnt, gelang wenigstens noch der Ausgleich. Der nach langen Zeiten eingewechselte Brandl zeigte nach Bärwinkel- Flanke in der 79. Minute per Kopfball wie es geht. Wie überhaupt die Einwechslungen mehr Bewegung in das Spiel der Gastgeber brachten, ohne freilich nennenswerte Chancen, da zu oft der Ball von den Mitspielern beruhigt anstatt schnell und raumgreifend gespielt wurde und wo sich ein Torschuss anbot, der Mitspieler als Alibi gesucht wurde. Mit dieser Spielweise ist auch in den verbleibenden Spielen (zweimal auswärts gegen Abstiegsbedrohte, zweimal zu Hause gegen Spitzenmannschaften) kaum ein Blumentopf, sprich Dreier zu holen. So wird das nichts!

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (62. Mielke), Busch, Zachert (62. Gothe), Huck (76. Brandl), Bärwinkel, Wollenschläger, Keiner, Hofmann, Heyer, Kruse

SV EK Veilsdorf: Brand, Otto, Kreussel, Thiel, Wirsing, Hoefer, Goldschmidt (84. Westhaeuser), Langguth (89. Keller), Tuchenhagen, Frischmuth (52. Schneider), Erdenbrecher

Schiedsrichter: Runknagel (Barchfeld)

Zuschauer: 140

Torfolge: 0:1 Schneider (71.), 1:1 Brandl (79.)