Landesklasse Süd: 18. Spieltag

SpVgg Geratal – 1. Suhler SV 06 0:0 (0:0)

(kda)

Um das vermeintlich Spektakuläre vorweg zu nehmen, der Vorstand der Spielvereinigung hat den bisherigen Trainer Ralf Eismann ab sofort von der Betreuung der Landesklassenmannschaft entbunden. An seine Stelle tritt mit Ehrhard Meyer ein allseits Bekannter, der nach jetzigem Stand der Dinge die Mannschaft zusammen mit Renee Kappaun bis zum Saisonende betreuen soll. Dem Vorstand der SpVgg schien diese Maßnahme notwendig, um die zunehmend auftretenden unterschiedlichen Meinungen zwischen Spielern und Trainer, die sich auch in der Verunsicherung der Mannschaft in den letzten Spielen niederschlugen, nicht weiter ausufern zu lassen. An dieser Stelle dem scheidenden Trainer einen großen Dank für sein Engagement und seine Arbeit im Verein, die sich nicht zuletzt im sportlichen Erfolg widerspiegeln. Die Mannschaft selbst zeigte gegen Suhl eine große Steigerung gegenüber den letzten beiden Punktspielen. Die vorher Unzufriedenen vielleicht aus Zufriedenheit, die Zufriedenen vielleicht aus Unzufriedenheit oder Trotz über die getroffene Entscheidung. Bleibt zu hoffen, dass die Gerataler wieder zu der Geschlossenheit zurück finden, die sie in der Vorrunde so stark gemacht hat.

Bei besten äußerlichen Bedingungen neutralisierten sich in Spielhälfte eins beide Mannschaften nahezu, bei den wenigen Torchancen waren die Gäste aus Suhl leicht im Vorteil. Kühnstein hatte zwei Chancen, bei der ersten kaufte Mentzel ihm den Schneid ab (5.), die zweite vergab er kläglich (45.). Dazwischen lag Tobias Huck mit seinem Schuss neben das Tor  (25.) als einziger Chance der Einheimischen. Was aber auffiel, war der Kampfgeist und das sichtbare Füreinander der Gerataler.

Die zweite Spielhälfte gestalteten die Platzherren überlegen. Das war das druckvolle Spiel der Hinrunde, einziger Mangel, die Chancenverwertung. Nach einem sehr gutem Zuspiel Heyers hatte Maik Hofmann in der 48. Minute die Führung auf dem Fuß, doch umständlich vergab er diese. Auch Keiner, übrigens nach seinem im Kaltennordheimer Spiel erlittenen Nasenbeinbruch und anschließender Operation mit einer Maske spielend, und Heyer brachten in der 53. bzw. 54. Minute sogenannte Hundertprozentige nicht am hervorragend haltenden Richter im Suhler Tor unter. Zusammen mit Keiner´s Chance in der 73. Minute hätte es 2:0 oder gar 3:0 stehen müssen. Von den Gästen war in dieser Spielhälfte recht wenig zu sehen, vielleicht auch eine Folge dessen, dass sie zu Hause schlechte Trainingsbedingungen hatten und bisher auch noch kein Pflichtspiel absolvieren konnten. Bis zum Schlusspfiff des unauffällig leitenden Schiedsrichters Reichenbächer versuchten die Gerataler den Siegtreffer zu erzielen, doch es blieb beim torlosen Remies.

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (39. Gothe), Huck, Y. Ben Achour (80. Zachert), Wollenschläger, Mielke, Keiner, Hofmann (56. A. Ben Achour), Franz, Heyer, Kruse

1.Suhler SV 06: Richter, Joost, Braun, Arnold, Greiner, Müller, Rienecker (68. Herzog), Seyfarth (82.Leipziger), Weiß, Reich (60. Volkmar), Kühnstein

Schiedsrichter: Reichenbächer (Erfurt)

Zuschauer: 200

Torfolge: Fehlanzeige

Regionalklasse, Staffel 3, 17. Spieltag
SpVgg Geratal II - SV 1883 Schwarza 5:2 (2:1)


(fm) Das Spitzenspiel der Staffel, Erster gegen Zweiter, ließ gute Fussballkost erwarten. Bis auf 20 Minuten in der 2. Halbzeit hatten die Gäste dem Spitzenreiter aber nichts entgegen zu setzen. Genau wie im Hinspiel war ein Unterschied, besonders im Kombinationsspiel, zu erkennen. Die Abwehr stand im Wesentlichen sicher, die Bälle wurden gezielt gespielt und im Mittelfeld war zum Teil technisch anspruchsvoller Fussball mit Kurzpass und Direktablage zu sehen. Silvio Huck im Gerataler Angriff rackerte unermüdlich, setzte nach, gewann Zweikämpfe und mischte die gegnerische Hintermannschaft auf. Oliver Priefer kämpfte und gab keinen Ball verloren, wodurch sich ebenfalls Chancen ergaben. Schließlich beschäftigte auch Marcel Hielscher mit seiner Schnelligkeit die Schwarzaer Abwehr. Er setzte mit einem genauen Pass Huck in Szene, der mit einem Heber den siebzehnjährigen Ersatztorwart Paul Kolbe überlistete (1:0, 3.Minute). In der Folgezeit gingen Huck und Hielscher mit ihren vielen Chancen leichtsinnig um und auch Esche konnte seinen Freistoß nicht im Tor unterbringen. Der ständige Druck auf das Schwarzaer Tor musste zwangsläufig zu einem weiteren Treffer führen. Den erzielte Hofmann, der sich im Zweikampf  durchsetzte und flach ins lange Eck vollendete (2:0, 18.Min.). Im Mittelfeld zogen die Ben Achour-Brüder die Fäden. Ein technisch feines Zusammenspiel von Yasin Ben Achour und Huck setzte dieser knapp neben das Tor (31.Min.) und Priefers Schuss aus spitzem Winkel verfehlte das Ziel ebenfalls (37.Min.). Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff war von den Gästen überhaupt nichts zu melden. Dann kam es zu einem Rempler von einem Gästespieler an SpVgg-Torwart Deltow im Strafraum, nachdem dieser den Ball sicher aufgenommen hatte. Beim Weglaufen fuhr Deltow den Fuss aus, so dass der Schwarzaer Spieler zu Fall kam. Gelbe Karte und Strafstoß war die Folge. Völlig unnötig! Nico Thiele ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen (2:1, 44.Min.).

Der Anschlusstreffer baute die Gäste auf und vermutlich war auch die Halbzeitansprache entsprechend. Jetzt gingen die Schwarzaer aggressiver zu Werke, störten früh und nahmen die Zweikämpfe an. Der Tabellenerste kam ins Wanken und konnte häufig nur auf Kosten von Freistößen klären. Einen solchen zog Nico Thiele scharf aufs Tor, Ronny Pezold war zur Stelle und versenkte die Kugel mit dem Kopf ins kurze Eck (2:2, 57.Min.). Jetzt war die Moral der Gerataler gefragt. Nach 20 Minuten Zittern besannen sie sich wieder ihrer Stärken, wozu das erneute Führungstor durch Marcel Hielscher, der ein Luftduell mit dem Schwarzaer Torhüter gewann, erheblich Anteil hatte (3:2, 62.Min.). In der Folgezeit überrannten die Gastgeber den Tabellenzweiten wieder ein ums andere Mal und erspielten sich weitere Chancen. Die Gäste schienen in dieser Spielphase überfordert und liefen nur hinterher. Thiele hob die Abseitsstellung auf. Der eingewechselte Sebastian Wenig scheiterte noch am Torwart, aber Hofmann netzte überlegt ein (4:2, 82.Min.). Weitere Möglichkeiten ließen Wenig, Priefer und Y. Ben Achour liegen. Den Endstand stellte Yasin Ben Achour her, der den Überzahlangriff von drei Heimspielern abschloss (5:2, 87.Min.).

SpVgg Geratal II: Deltow, A.Ben Achour, Y.Ben Achour, Dobschanetzki, Esche (46.Belger), Hielscher (65.Wenig), Hofmann, S.Huck, Jaekel, Priefer, Stöckel

Schwarza: Kolbe, Bresicke, Riedel (34.Bierwirth), Pezold, Vogel, Marr, Thiele, Just, Kröckel, Mann, Schütte

Torfolge: 1:0 S.Huck (3.), 2:0 Hofmann (18.), 2:1 Thiele (44.), 3:2 Hielscher (62.), 4:2 Hofmann (82.), 5:2 Y.Ben Achour (87.)

Schieri: Fehn (Kromsdorf)

Zuschauer: 100

SpVgg Geratal II - SG An der Lache Erfurt I  5:2 ( 2:1)

Man muss den Gästen hoch anrechnen, dass sie trotz kurzfristigem Ausfall mehrerer Spieler anreisten, obwohl sie dadurch ohne Wechselspieler und unter Mitwirkung ihres Trainers spielen mussten. Auf dem leicht überfrorenen Geläuf des Geraberger Kunstrasenplatzes war es schwer, technisch ausgerichteten Fussball zu spielen. Die Hausherren versuchten trotzdem, ihre Chancen herauszuspielen und den Ball nicht unkontrolliert nach vorn zu schlagen. Auch die Gäste hielten gut mit und bereiteten der Abwehr Probleme. Ein Pass in den Strafraum brachte den Erfurter Dietze in aussichtsreiche Position. Wenig stürzte heraus und brachte ihn ungeschickt zu Fall. Den fälligen Strafstoss von Lange konnte er unten links aus der Ecke kratzen, aber Schiedsrichter Nico Hoffmann ließ wegen zu frühen Verlassens der Torlinie wiederholen. Spieler(trainer) Geißler vollendete den erneuten Versuch (0:1, 10.). Dobschanetzki spielte einige Male seine Schnelligkeit aus, doch seine Eingaben von der Grundlinie brachten zunächst nichts ein. Gästekeeper Schöpe schlug den Ball zu seinem Abwehrspieler, der jedoch den Zweikampf mit dem quirligen Y.Ben Achour verlor, so dass dieser platziert flach ins Eck abschließen konnte (1:1, 26.). Priefer setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, seine schöne Hereingabe zog Hielscher aus Bedrängnis aber aus Nahdistanz neben das Tor (34.). Aber kein Spiel ohne Treffer von Marcel Hielscher. Y. Ben Achour passte genau in den Lauf und diesmal schob Hielscher überlegt am Torhüter vorbei (2:1, 41.).

Die Gäste kamen tatenfreudig aus der Kabine und setzten die Gerataler unter Druck, so dass zeitweilig die Zuordnung in der Abwehr verloren ging. Der letzte Mann Stöckel verstolperte, aber Dietze konnte allein vor dem Tor nicht netzen. Wenig zeichnete sich bei einem langen Freistoß aus, der von Kahnert per Kopf gefährlich auf das Tor gezirkelt wurde. Dann war es erneut Priefer nach gutem Durchsetzungsvermögen, dessen flach hereingezogener Rückpass von der Grundlinie von Omachonu aus vollem Lauf im Tor untergebracht wurde (3:1, 57.). Die Gäste hatten eine weitere Chance durch Dietze, als der Abschlag seines Torhüters von Stöckel per Kopf in die falsche Richtung verlängert wurde. Aber keine Resultatsveränderung. Heinze hatte einen Geistesblitz und schob seinen Pass überlegt durch Freund und Feind hindurch in den Lauf von Esche, der überlegt zum 4:1 abschloß (66.). Priefer setzte sich erneut in Szene, aber die Wiederholung der 57.Minute klappte nicht ganz, denn Y.Ben Achour traf nur den Pfosten. Auf der anderen Seite konnte Wenig unter Bedrängnis einen Eckball nicht unter Kontrolle bringen. Lange vollendete mit dem Kopf aus dem Gewühl heraus (4:2, 72.). Den Schlußpunkt dieses Spiels setzte diesmal Priefer selbst nach einer schönen Doppelpass-Kombination mit Y.Ben Achour (5:2, 76.) fm

SpVgg Geratal II: Wenig, Schmitt (46.Esche), Stöckel, Kohlschmidt (46.Omachonu), Seyfferth, Heinze, Hofmann (46.Schulz), Dobschanetzki (46.Jaekel), Y.Ben Achour, Hielscher, Priefer

An der Lache: Schöpe, Kahnert, Greiner-Well, Glöckner, Schmidt, Friedemann, Geißler, Schuchardt, Bergmann, Lange, Dietze

Torfolge: 0:1 Geißler (10. FE), 1:1 Y. Ben Achour (26.), 2:1 Hielscher (41.), 3:1 Omachonu (57.), 4:1 Esche (66.), 4:2 Lange (72.), 5:2 Priefer (76.)

Schiedsrichter: N.Hoffmann (Arnstadt)

VfL 06 Saalfeld - SpVgg Geratal 3:1 (2:0)

(kda)

Den ohne Zweifel personell arg gebeutelten Geratalern, Keiner, Brandl und Busch fehlten verletzungsbedingt aus der Anfangsformation der Vorwoche, gelang es in Saalfeld wiederum nicht, ihr in der Vorrunde so konsequent vorgetragenes Spiel aufzuziehen. Anstatt aus einer sicheren Balleroberung, das funktionierte noch einigermaßen, diagonal über die Außenpositionen den Erfolg zu suchen, versuchten sie teils durch „Klein-Klein“, teils durch halbherzige, zu flach geschlagene Flanken zum Erfolg zu kommen. Man merkte die Verunsicherung einem jeden Spieler an, wo einfach mal der Distanzschuss zu probieren gewesen wäre, wurde wieder und wieder auf den Nebenmann abgespielt, und wenn es doch Torchancen gab, diese teilweise kläglich vergeben. Zu allem Überfluss gesellten sich in der Defensive auch noch haarsträubende individuelle Fehler, die die schnelle Führung der Saalfelder bedeuteten. Bei einem Saalfelder Freistoß stand Ehle im Gerataler Strafraum mutterseelenallein und hatte keine Mühe platziert zum 1:0 (9. Minute) einzuköpfen und nur fünf Minuten später bekam der selbe Spieler von Franz einen kapitalen Fehlpass vor die Füße gespielt, den er sich nicht entgehen ließ und das 2:0 nach nur 14 Minuten erzielte. Das trug nur noch mehr zur Verunsicherung bei den Gästen bei. Zwar mühte man sich redlich um eine Resultatverbesserung, optisch hatte man auch Feldüberlegenheit, doch Tore konnten nicht - weil man einfach nicht aufs Tor schoss, sondern immer wieder den Nebenmann suchte – oder wollten nicht fallen, da die Saalfelder vielbeinig den Torraum abriegelten und somit die paar ernsthaften Versuche noch abblockten (22. Minute Zachert, 29. Minute Huck).

Die zweite Halbzeit glich der ersten. Die Gäste aus dem Geratal versuchten das Blatt zu wenden, ohne aber ihr Spiel zu verändern. Dadurch besaß man zwar wieder Feldüberlegenheit, aber zählbares kam nicht heraus. Zweimal hatte Heyer die Chance Tore zu erzielen, bei der ersten jagte er den Ball aus 8m in den Himmel, bei der zweiten wurde der Schuss noch vor der Linie geblockt. So kam es wie es kommen musste, einen der wenigen Saalfelder Entlastungsangriffe erlief sich Ehle auf der halblinken Seite, sah Torwart Mentzel zu weit vorm Tor postiert und hob den Ball gekonnt aus ca. 25 m über diesen hinweg zum 3:0 (84. Minute) in die Maschen. Damit war das Spiel entschieden. Bezeichnenderweise erzielte André Maleße in der 90. Minute das Ehrentor genau in der Art und Weise, an der es dem Gerataler Spiel gemangelt hat, einem Fernschuss aus 23 m flach in die rechte untere Ecke.

Nicht die bis dato punktlosen Saalfelder haben die Spielvereinigung geschlagen, sondern diese sich selbst. Es war kein „Wir- Gefühl“ zu spüren, wo der Eine den Anderen aufmuntert, kein Vertrauen in die eigene Stärke, dagegen ein gegenseitiges Schuldzuweisen. So stellen sich keine Erfolgserlebnisse ein. Zwar ist der alte Herberger Spruch von den elf Freunden schon lange überholt, aber mit elf Individualisten lässt sich eben auch kein Spiel gewinnen.

SpVgg: Mentzel,  Maleße, Zachert (46. Hielscher), Huck, Wollenschläger, Mielke, Eismann, Franz (22. Esche, 59. Y. Ben Achour), Gothe, Heyer, Kruse

VfL 06 Saalfeld: Jockiel, Wiefel, Rockstroh, Kälz, Nickoll, Rosenbusch (74. Alaj), Ehle, Arper, Hille, Palmowski, Schubert (80. Ajeti)

Schiedsrichter: Drobe (Hermsdorf)

 Zuschauer: 124

Torfolge: 1:0 Ehle (9.), 2:0 Ehle (14.), 3:0 Ehle (84.), 3:1 Maleße (90.)

Testspiel: SpVgg Geratal I – SV Falke Sachsenbrunn 3:2 (1:2)

(kda)

Am Freitagabend - aus Beleuchtungssicht lag zum Glück eine dünne, reflektierende Schneeschicht, ansonsten wäre das Spielfeld sehr spärlich ausgeleuchtet gewesen, da nicht alle Strahler funktionierten, aus Sicht der Standsicherheit der Akteure hart an der Grenze des Machbaren, vor allem was die gepflasterte Auslaufzone um das Spielfeld herum betraf - trafen die Gerataler auf dem Kunstrasenplatz auf eine hervorragend eingestellte Mannschaft aus der Regionalklasse. Von Beginn an übernahmen die Einheimischen das Zepter, hatten große Feld- und Spielanteile und auch ausreichend hochkarätige Chancen, aber lediglich Oliver Busch konnte im Anschluss an eine Ecke mittels Kopfball einen Treffer erzielen (1:0, 16. Minute). Was da an Chancen vergeben wurde, ging schon nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut, daher auch keine Aufzählung der „Sünder“. Umso effektiver die Gäste, sie verstanden es über die gesamte Spielzeit hinweg sehr gut, mit genau gespielten Pässen in die Tiefe die Gerataler Abwehr immer wieder in Verlegenheit zu bringen. Zwei dieser Vorstöße brachten ihnen zur Halbzeit die zwischenzeitliche Führung (1:1, 27. Löbel und 1:2, 34. Schwabbacher), wobei bei letzerem Treffer die komplette Gerataler Mannschaft zu abendlicher Stunde „eingenickt“ schien, da ein eigener Freistoß vor des Gegners Strafraum zum Kontertor führte.

In Hälfte zwei wurde seitens der Einheimischen umfangreich gewechselt, um auch den sogenannten Anschlusskadern eine Chance zu geben. Positiv, die Spielanteile verschlechterten sich nicht, wobei aber doch zu spüren war, dass, obwohl noch zwei Treffer erzielt wurden, die Chancen weniger wurden. Der glückliche Ausgleich fiel durch ein Eigentor eines Sachsenbrunners (73. Minute), der den auf der Torlinie tänzelnden Ball noch versuchte zu spielen, den Siegtreffer besorgte in der 78. Minute Marian Zachert durch einen Flachschuss aus ca. 20 m.

Beide Trainer sahen das Spiel ihrer Mannschaften auf dem schwierigen Geläuf als gelungen an, für die Gerataler kommt es nun aber darauf an, eine „gestandene“ Formation im Defensivbereich zu finden, die in den letzten Spielen offerierte, scheint noch nicht das Optimum zu sein.

SpVgg: Mentzel, Busch, Huck, Hoffmann, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Priefer, Heyer, Kruse, Musch,  Y. Ben Achour, T. Schulz, Zachert, Gothe, Dobschanetzki, Hielscher

SV Falke Sachsenbrunn: Mittenzwei, Angermann, Köhler, Schwabbacher, Löbel, T. Müller, Steffan, Langbein, Hörnlein, Lehmann, Hottenroth, Kirchner, Ph. Müller, Jonscher, Schmidt

Schiedsricheter: Götze (Rudisleben)

Zuschauer: 30

Torfolge: 1: 0 Busch (16.), 1:1 Löbel (27.), 1:2 Schwabbacher (34.), 2:2 ET Hottenroth (73.), 3:2 Zachert (78.)

 

Regionalklasse 3, 16.Spieltag

FSV Blau-Weiß Stadtilm - SpVgg Geratal II 1:2 (0:1)

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Heileck (Erfurt) verließen die Stadtilmer mit hängenden Köpfen den Platz. Sie verlangten dem Tabellenführer alles ab, doch mit der Chancenverwertung war diesmal nicht viel los. Ganz anders dagegen die Gäste. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz erwischten sie einen Traumstart. Gerade drei Minuten waren gespielt, da schlug Silvio Huck einen Freistoß in den Strafraum und Zachert erzielte aus der Drehung das 0:1 wobei Torwart Wischnewski noch am Ball war. Nur zwei Minuten später verfehlte Hielscher den Stadtilmer Kasten (5.). Doch die Gastgeber fanden schnell ins Spiel zurück und setzten den Spitzenreiter jetzt unter Druck. Nach Pass von Schiel marschierte Körner allein aufs Tor, schob an Gästekeeper Deltow vorbei, doch vor der Linie wurde noch mit letztem Einsatz zur Ecke geklärt (8.). Dann war es Manuel Döring, der aus guter Position am mit Fußabwehr klärenden Deltow scheiterte (18.). Nur zwei Minuten später schlitterte Körner an einer Eingabe vorbei. Eine weitere Möglichkeit in der 28. Minute: Körner hob den Ball nach einem langen Pass von Linse über den herausstürzenden Torwart, aber der nachsetzende Göhringer schoss seinen Gegenspieler an und damit wurde eine weitere klare Chance vergeben.

War es in der ersten Halbzeit noch eine ansehnliche Partie, verflachte diese im zweiten Spielabschnitt vor 160 Besuchern zusehends. Wieder waren es die Gäste, die zunächst auf sich aufmerksam machten. Praktisch vom Anstoß weg marschierte Silvio Huck in Richtung Blau-Weiß-Gehäuse, schoss aber knapp übers rechte Dreiangel. Auf der Gegenseite verpasste Körner eine Eingabe von Döring knapp (55.). Nach einer feinen Einzelleistung von Zachert konnte Wischnewski mit Fußabwehr gedankenschnell klären (61.). Etwas überraschend fiel das 0:2. Hielscher erwischte ein geschicktes Zuspiel und ließ Torwart Wischnewski keine Abwehrchance, schob überlegt ins lange Eck (64.). Jetzt setzten die Stadtilmer noch einmal alles auf eine Karte und hatten die Chance zum Anschlusstreffer (67.). Linses 20-Meter-Freistoßaufsetzer lenkte Deltow jedoch gekonnt um den Pfosten. Dann war es wiederum der agile Zachert, der mit einem schönen Schuss am gut reagierenden Wischnewski scheiterte (81.). Dann endlich Jubel im Stadtilmer Lager: Nach einem Freistoß kam Weber an den Ball und seine Ablage drückte Döring zum 1:2 über die Linie (83.). Der Torschütze sah dann noch kurz vor Schluss wegen wiederholtem Foulspiels Gelb-Rot. Die Gäste waren am Ende in dieser kampfbetonten, aber auch nicht unfairen Partie einfach cleverer und gewannen nicht unverdient.         wd

FSV BW Stadtilm: Wischnewski, Schlieter, Hartrumpf, J. Hoffmann (78. Assinner), Körner, Graube (60. Weber), Ehrhardt, Schiel (72. Kläre), M. Döring, Göhringer, Linse.

Geratal II: Deltow, Kohlschmidt, Stöckel, Schulz (64. Schmitt), Dobschanetzki, Yasin Ben Achour (84. Wenig), Zachert, Hielscher (90. Omachonu), S. Huck, Seyfferth, Anas Ben Achour.

Quelle: TA vom 28.2.2011

Schieri: Heileck (Erfurt)

Torfolge: 0:1 Zachert (3.), 0:2 Hielscher (64., 1:2 Döring (83.)

 

Testspiel SpVgg Geratal III - Germania Ilmenau II  0:4 (0:2)

Der Gastgeber hatte zu diesem Spiel auf dem Geraberger Kunstrasenplatz große Besetzungssorgen. So ging der Sieg des Staffelersten der Kreisliga auch in der Höhe in Ordnung, da dieser noch mit seinen vielen Chancen schluderte. Hinzu kam, dass C. Senglaub im Tor trotz Verletzung großartige Paraden zeigte. Den Torreigen eröffnete Volytsky aus einem Strafraumgemenge (22.).  Kurz vor der Pause erzielte Kott nach schönem Doppelpass mit Rassmann das 2.Tor (42.). Danach ergab sich der Gastgeber seinem Schicksal, so dass Rassmann im Anschluss an einen Eckball treffen (54.) und eine scharfe Hereingabe alleinstehend in die Torecke abschließen konnte (72.). 

SpVgg Geratal III: C.Senglaub, O.Senglaub, Ermer, Bittmann, Siegfried, Hofmann, P.Eschrich (46.Hegenbarth), Bulko, Langguth, Stiebitz, A.Eschrich (46. Kamitz)

Germania Ilmenau II: Lange, Gerhardt, Vana, Häber, Kirsten (46. Baumbach), Alexy, Volytsky, Schneider, Polowy, Rassmann, Kott (46. Kitzing)

Torfolge: 0:1 Volytsky (22.), 0:2 Kott (42.), 0:3 Rassmann (54.), 0:4 Rassmann (72.)

Schieri: Kretzer (Ichtershausen)

Zuschauer: 15

SpVgg Geratal I – RSV Fortuna Kaltennordheim 1:3 (0:1)

(kda)

Den Rückrundenstart in die Frühjahrssaison der Landesklasse Süd hatten sich die Gerataler anders vorgestellt. Vertrauend auf eine passable Vorbereitung und mit dem sehr guten Abschlussspiel vor wochenfrist gegen Bischleben/Möbisburg wollte man unbedingt erfolgreich, sprich mit 3 Punkten starten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die in der Vorwoche vom Ortsnachbarn Martinroda arg gebeutelten Gäste aus der Rhön wollten sich nicht noch einmal so „zerlegen“ lassen, spielten aus einer verstärkten Abwehr heraus, waren von Beginn an hellwach und ließen durch sofortiges Pressing den Einheimischen kaum Zeit zur kontrollierten Ballannahme und –weiterleitung. Das, und die eventuell bei dem Einen oder Anderen im Unterbewußtsein gespeicherte („Wir haben dort gewonnen und die haben letzte Woche 8 Tore bekommen“) Sorglosigkeit, denn wie sonst lässt sich die bisher nicht gekannte und über weite Strecken des Spiels offenbarte Verunsicherung, Kampf-, Mut- und Hilflosigkeit fast aller Gerataler Spieler erklären, führte zu einem Spiel, das die Gäste verdient gewannen.

Zwar versuchte Maleße in der 8. Minute, den insgesamt sehr stark haltenden Klatennordheimer Torwart Salzmann mittels eines Hebers zu überlisten, hatte Keiner in der 20. Minute eine Chance, bei der er besser nach innen abgelegt hätte als selber aufs Tor zu schießen, oder der Hofmann- Kopfball in der 23. Minute übers Tor, doch schon in der 19. Minute brannte es vor dem Mentzel- Tor lichterloh, als nach einem Gäste- Freistoß insgesamt 3 Nachschüsse jeweils von der eigenen Torlinie geschlagen werden mussten, bevor die Gäste in der 27. Minute nach einer Freistoßflanke auf Markert, der schneller als die Abwehr reagierte, in Führung gingen. Vielleicht aufgrund der in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Spielanteile verdient, hatten die Gerataler in der 42. Minute die Chance durch einen Strafstoß nach Foul im Strafraum an Mielke den Ausgleich noch vor der Pause zu erzielen. Aber Robin Keiner scheiterte an Salzmann.

Ohne dass das Gerataler Spiel nun insgesamt besser wurde, die Fehlpassquote war auch in Spielhälfte zwei extrem hoch, hatten die Einheimischen zumindest bis zur 79. Minute den größeren Spielanteil. In diese Zeit fielen auch der Ausgleich durch Busch (Kopfball nach Ecke) in der 63. Minute, ein fulminanter Gothe- Schuss, der noch von der Torlinie geholt wurde, und ein „Rückpass“ von Wollenschläger 5 m vorm Tor, der keinen Mitspieler erreichte, einfacher selbst ins gegnerische Tor zu schießen war. Doch danach brach alles zusammen. Kaltennordheims Routinier Kerschner, bis dato kaum torgefährlich, weil durch Kruse gut abgeschirmt, narrte 6 Gerataler Spieler in Höhe der linken Strafraumecke und vollendete für Mentzel unhaltbar zur erneuten Gästeführung (79. Minute). Von diesem Schlag erholten sich die Männer aus dem Geratal nicht mehr wirklich. Busch knallte noch einen seiner bekannten Freistöße aufs Tor, doch Salzmann parierte auch diesen, und Keiner feuerte noch mal übers Tor, in der 90. Minute mussten sie sogar noch das 1:3 durch Fuß hinnehmen, der völlig allein aufs Gerataler Tor zu laufen konnte und flach an Mentzel vorbei einschoss.

Allen Spielern, und dazu gehören auch die nicht eingesetzten bzw. nicht berücksichtigten, sollte klar sein, dass so eine indiskutable Leistung von den Fans und Zuschauern nicht ein zweites Mal toleriert wird. Wobei die Spieler in solchen Situationen von außen Unterstützung und Aufmunterung brauchen und nicht Häme oder gar Beleidigung.

SpVgg: Mentzel, Maleße, Busch, Huck, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Brandl (80. Jaekel), Hofmann (64. Gothe), Heyer (56. Zachert), Kruse

RSV Fortuna Kaltennordheim: Salzmann, Fuß, Doell, Wolf, Markert, Grams (16. Ruppert), Fehr, Kerschner, Steinmetz (27. Weyh), Dressler, Fehringer

Schiedsrichter: Kißling (Wasungen)

 Zuschauer: 150

Torfolge: 0:1 Markert (27.), 1:1 Busch (63.), 1:2 Kerschner (79.), 1:3 Fuß (90.)

Nachhole-Punktspiel SC Weimar 1903 II- Geratal II  3:0 (0:0)

Am Platz hat diese schwache Vorstellung nicht gelegen! Auf dem Kunstrasen in Weimar herrschten für diese Jahreszeit sehr gute Spielbedingungen, so daß ein hochklassiges Spitzenspiel zu erwarten war. Leider konnten die Gerataler diese Erwartungen nicht erfüllen. Vielleicht nahmen sie die Begegnung nach dem 8:0-Testspielsieg auf die leichte Schulter, denn der Mannschaft fehlte der Biss und die Leidenschaft, in Weimar zu punkten. Sie wirkte irgendwie verschlafen oder hatten einige Spieler einen schweren Vorabend? Das Mittelfeld und der Angriff blieben unter ihrem Niveau und aus der Abwehr heraus gelang nicht viel, da der Ball sofort wieder verloren wurde. Der Gastgeber war energischer in den Zweikämpfen und gedanklich frischer. In der 1.Halbzeit konnte Weimar drei gutklassige Chancen (Lattentreffer, Pfostenschuss) nicht verwerten, so dass mit einem schmeichelhaften Unentschieden die Spielhälften getauscht wurden.
Dann kam es wie befürchtet. Ein Freistoß über die Mauer wurde von dem am langen Pfosten stehenden S. Zelßmann per Fuß ins Tor befördert (1:0, 55.). Die Kopfballschwäche der Gäste ermöglichte die beiden anderen Tore, beide Male nach ruhenden Bällen. Grosser nach Freistoß (2:0, 63.) und Fredrich nach Ecke (3:0, 82.) machten per Kopf alles klar. Die klarsten Chancen wurden von den Geratalern nicht genutzt. S.Huck wurde schön angespielt, schoß aber freistehend neben das Tor und Hielscher waren seine eigenen Beine im Weg, als er alles richtig gemacht und schon den Torhüter umspielt hatte, dann aber verstolperte, so dass ein Abwehrspieler doch noch an den Ball kam. Man kann nur im Sinne der Spielvereinigung hoffen, dass dieser Denkzettel zur rechten Zeit kam. Ein Selbstläufer ist der 1.Tabellenplatz nicht.

Geratal II: Deltow, Seyfferth, Jaekel, Schulz, Esche (60. Dobschanetzki), Kohlschmidt, Musch (75. Schmitt), A. Ben Achour, Heinze (70. Belger), Hielscher, Huck

Torfolge: 1:0 S.Zelßmann(55.), 2:0 Grosser (63.), 3:0 Fredrich (82.)

Schieri: Hartung (Bad Blankenburg)

Testspiel: SpVgg Geratal I – SG Bischleben/Möbisburg I 5:1 (2:0)

(kda)

Zum Abschluss der Vorbereitungen auf die Frühjahrssaison gastierte die Nord-Landesklassenmannschaft aus Bischleben/Möbisburg in Geraberg, eine von zwei Mannschaften, gegen die die Gerataler in den Pflichtspielen der Saison 2010/11 verloren haben (2. Runde im Landespokal). Wieder mit Rick Brandl im Angriff und mit Tobias Huck für den fehlenden Kruse auf der Libero- Position zeigten die Einheimischen auf dem glatten Geläuf ein Spiel, das nahtlos an die im Herbst gezeigten Leistungen anknüpfte. Drangvoll und vor allem diesmal erfolgreich offerierten die Männer um Kapitän Wollenschläger schnellen, ständig wechselnd zwischen Kurzpassspiel und steil über die Außenpositionen vorgetragenen Fußball. Huck organisierte seine Nebenleute Busch und Priefer bzw. Gothe lautstark, im Verbund mit Wollenschläger und Y. Ben Achour ließ man die Gäste aus der Landeshauptstadt kaum zur Entfaltung kommen, obwohl diese mit Tobias Friedrich (früher CZ Jena, 1.FC Gera) und dem ehemaligen Ilmenauer Nico Heinrich operierten. Im Angriff zerrte Brandl ständig an den Ketten, setzte durch seine Übersicht immer wieder seine Offensivkollegen ein oder war selbst torgefährlich. So in der 4. Minute (1:0) als er sich gegen mehrere Abwehrspieler durchsetzte und die frühe Führung erzielte, bzw. in der 59. Minute, als er einen Freistoß aus 20 m halblinks direkt zum 3:0 verwandelte. Nutznießer Brandls war vor allem Robin Keiner, der im Gegensatz zum Freitagspiel eiskalt und äußerst effizient agierte. Sein 2:0 in der 17. Minute nach einer Heyer-Ecke stellte die Halbzeitführung dar, das 4:0 in der 61. Minute nach einer sehenswerten Kombination mit Brandl und Hofmann erzielt und das 5:0 (79.) nach Steilpass von Brandl an dem heraus eilenden Gäste-Torwart vorbei, waren Beleg dafür. Die Gäste konnten in der 86. Minute das Resultat durch den eingewechselten Meisel etwas freundlicher gestalten, nachdem sie vorher zwei-, dreimal am Gerataler Tormann Mentzel in aussichtsreichen Positionen scheiterten.

Unter dem Strich versöhnte dieses Testspiel mit manchen nicht befriedigenden Spielen der Vorbereitung, lässt für den Punktspielauftakt nächsten Samstag gegen Kaltennordheim hoffen, denn alles andere als ein voller Erfolg gegen die Mannen aus der Rhön wäre indiskutabel.

SpVgg: Mentzel, Busch, Huck, Hofmann, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Priefer (46. Gothe), Heyer, Y. Ben Achour (46. Zachert), Brandl

SG Bischleben/Möbisburg: Hoffmeister (46. Sünkel), Perec, Helzig, Heinrich, Münzberg, Friedrich, Müller, Loose, Greßler, Rezler (14. Meisel), Heinemann (46. Sander)

Schiedsrichter: Hoffmann (Arnstadt)

Zuschauer: 50

Torfolge: 1: 0 Brandl (4.), 2:0 Keiner (17.), 3:0 Brandl (59.), 4:0 Keiner (61.), 5:0 Keiner (79.), 5:1 Meisel (86.)

Testspiel SpVgg Geratal I – DVV Coburg 0:1 (0:1)

In einem weiteren Vorbereitungsspiel trafen die Gerataler auf eine spielstarke Mannschaft aus Coburg, die schon unter Beweis stellten, dass sie vergleichsweise in einer höheren Klasse spielen als unsere Jungs. Auf schwer zu bespielendem Untergrund, kurz vor Spielbeginn fielen ca. 5 cm Neuschnee und über das gesamte Spiel hinweg hat es weiter durchgängig geschneit, fanden die Gäste mit schnellen Aktionen in die Tiefe das probatere Mittel um erfolgreich zu sein. Die Einheimischen versuchten vor allem in der ersten Spielhälfte mit Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen, was in der Vorwärtsbewegung zu ungenauen, weil nicht berechenbaren Zuspielen, und in der Abwehr zu äußerst heiklen Situationen führte. In dieser Spielhälfte hatten die Gäste eindeutig mehr Spielanteile und Chancen, auch wenn das einzige Tor des Spiels eher glücklich fiel. Der Coburger Stahnke schoss in der 25. Minute aus ca. 25 m halblinks aufs Mentzel-Tor, ein Abwehrspieler bekam den Ball beim Versuch den Schuss zu blocken an den Rücken und der Ball senkte sich für Mentzel unerreichbar ins Netz.

Anders in Hälfte zwei. Nun versuchten die Mannen um Wollenschläger ein „längeres“ Spiel, was sofort mehr Druck brachte und auch die Spielanteile ausgewogen werden ließ. Der Anteil an torverheißenden Chancen indes konnte nicht entscheidend verändert werden. Lediglich Tobias Huck setzte 2 Kopfbälle Richtung Coburger Tor, beide gingen aber über die Latte. Im Gegenteil, der Coburger Reich hatte kein Glück, aber wenigstens eine bessere Treffgenauigkeit, als er in der 69. Minute ebenfalls einen Kopfball an das Lattendreieck setzte. Einen „Höhepunkt“ gab es noch in der 90. Minute als nach einer Rangelei zwischen dem Gerataler Frantz und dem Coburger Simitgi beide vom unauffällig leitenden Schiedsrichter Otto des Feldes verwiesen wurden.

Unterm Strich war es ein Spiel, das auch auf Grund der widrigen Bodenverhältnisse eher dem Konditionsaufbau als einer spielerischen Verbesserung diente, das eine andere Taktik offenbarte - Kruse zeigte sich in der Libero-Position, Huck war der Spielmacher - und das mit dem 48jährigen Kappaun als einzigen Wechselspieler auf Seiten der Spielvereinigung Rückschlüsse auf die momentane Personalsituation zulässt.

SpVgg: Mentzel, Busch, Huck, Franz, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Priefer, Heyer, Zachert, Kruse

DVV Coburg: Volk, Leffer, Stahnke, Saglam, Giller (60. Pawellek), Reich, Simitgi, Stöhr, Krug, Sener, Schuberth

Schiedsricheter: Otto (Suhl)

Zuschauer: 30

Torfolge: 0:1 Stahnke (25.)