Regionalklasse 3, 9.Spieltag

SpVgg Geratal II - FC Einheit Bad Berka 0:0

Die Gäste traten nicht wie ein Tabellenvierzehnter auf. Nach Einschätzung des Gerataler Trainers präsentierten sie sich als die bisher beste gegnerische Mannschaft auf dem "Kickelhähnchen". Besonders die Verteidigung zeigte sich fast immer auf der Höhe, so war es nur zu verständlich, dass die Gäste das Unentschieden gegen den Tabellenführer ausgelassen wie einen Sieg feierten.

Wie immer begannen die Einheimischen druckvoll, ließen ihre Chancen aber reihenweise liegen. Hielscher z.B. schloss eine scharfe Eingabe von Dobschanetzki in der 7.Minute nur über das Tor ab und auch einige Fernschüsse brachten nichts ein. In der 2.Halbzeit vereitelte Schumann im Bad Berkaer Tor eine Hielscher-Chance mit toller Parade und Dobschanetzki traf nur das Lattenkreuz. Auf der anderen Seite hatte Wenig im Heim-Tor einen geruhsamen Nachmittag, da auch die eigene Verteidigung mit Seiffarth als Libero und Kohlschmidt als Vorstopper eine gute Arbeit ablieferte. Es zeigte sich, dass die vorhandenen Reserven qualitativ noch nicht ausreichten, um die abwesenden Roth und Huck im Angriff adäquat ersetzen zu können. Fazit: Wer seine Chancen nicht nutzt, kann ein Spiel nicht gewinnen. Positiver Aspekt der Gerataler: zu Null gespielt und wenigstens einen Punkt geholt.

Der sehr junge Schiedsrichter Greif aus Westhausen war einige Male bei harten Attacken zögerlich im Umgang mit Verwarnungen, hatte aber insgesamt keine Mühe.

Geratal: Wenig, Kohlschmidt (83.Lützkendorf), M.Hofmann, Schulz, Jaekel, Seifarth, Musch, Dobschanetzki, Stade (56.Omachonu), Hielscher, Esche (74.Heinze)

Bad Berka: Schumann, Nickel, Müller, Fertich, Schulz, Elle, Creuzburg, Märtin (81.Krey), Berning (25.Puffert), Wandner, Hille (90.Ganz)

Schieri: Greif (Westhausen)

Zuschauer: 60

(fm)

Landesklasse Süd: 9. Spieltag

SV Stahl Unterwellenborn - SpVgg Geratal 2:2 (1:1)

(kda)

Gegenüber der vom Spielerischen nicht befriedigenden Leistung vor Wochenfrist in Steinach zeigte sich die Spielvereinigung im Auswärtsspiel beim SV Stahl zwar stark verbessert, unter dem Strich aber ließ sie zwei Punkte „liegen“, soll heißen, dass man gegen die körperlich äußerst rustikal zu Werke gehenden und vom Schiedsrichter nicht ausreichend in die Schranken gewiesenen Unterwellenborner auf Grund der Spiel- und Chancenanteile hätte einen Sieg einfahren müssen.

Von Beginn an versuchten die Gäste sofort den Gegner unter Druck zu setzen. Durch hohen läuferischen Aufwand aller Feldspieler machten die Gerataler die Räume schon in der gegnerischen Hälfte eng, zwangen damit die Gastgeber zu Fehlabspielen oder unkontrolliertem Spielaufbau. Die so erkämpften Bälle wurden gekonnt zu Konter verarbeitet, die zwangsläufig zu Toren führen mussten. So hatte Fabian Heyer schon in der 6. Minute eine Riesenmöglichkeit als Gothe ihm den Ball gekonnt durch die Abwehrreihe steckte, doch legte er sich den Ball zu weit vor. In der 14. Minute eroberte der sehr agile Yasin Ben Achour den Ball in des Gegners Hälfte, legte auf Gothe ab, und dieser schoss überlegt in die linke untere Ecke zur Gerataler Führung ein. Leider versäumten es die Gäste aus der Vielzahl der Chancen weitere Tore zu erzielen. So wurden die zwei sporadischen Angriffe der Stahl- Elf gefährlich. In der 7. Minute rettete Torwart Mentzel gegen den aus strittiger Position (Abseits) startenden Stark gekonnt, kurz vor dem Halbzeitpfiff - in der 5. Nachspielminute der 1. Halbzeit! – konnte er aber nichts mehr ausrichten, als wiederum Stark völlig freistehend nach einem Schnitzer auf der rechten Abwehrseite zum Ausgleich einschoss.

In Hälfte zwei das gleiche Bild. Geratal machte Druck, Unterwellenborn versuchte mit körperbetontem Spiel dagegen zu halten. Der gerade eingewechselte Robin Keiner erzielte so in der 56. Minute die erneute Führung nach herrlichem Zuspiel Heyers, der über die rechte Seite kommend, den Ball gefühlvoll auf den Torschützen flankte. In der 61. Minute hätte Heyer selbst „den Sack zu machen können“. Einen langen Ball der Gastgeber fing der herauslaufende Mentzel ab, schlug seinerseits einen weiten Ball in die gegnerische Hälfte. Da Brandl im Abseits stehend nicht in das Spiel eingriff, konnte Heyer den Ball ohne die irritierten Abwehrspieler annehmen und allein aufs gegnerische Tor laufen. Doch anstatt mit dem mitgelaufenen Keiner den Konter in Ruhe auszuspielen, entschloss er sich zu einem Torschuss, der das Ziel hoch verfehlte. Schade, denn fast im Gegenzug (64. Minute) nutzen die Gastgeber einen Absprachefehler zwischen Bärwinkel und Mentzel an der Strafraumgrenze zum Ausgleich. Zwischen beiden Unentschlossenen mogelte sich Perthun und hob den verwaisten Ball ins Tor. Dadurch kam bei den Geratalern Unsicherheit und bei den Gastgebern ein Aufbäumen auf, dass in den letzten Spielminuten für die bis dato souverän aufspielenden Gäste noch ein Zittern um wenigstens einen Punkt auslöste.

SV Stahl Unterwellenborn: Lanz, Reichmann, Baldauf, Göllnitz (62. Heubach), Langhammer, Müller-Sachs, Pertun, Gretsch, Buschmann (78. Spitzner), Stark, Reichmann

SpVgg: Mentzel, Rösler, Y. Ben Achour (68. Priefer), Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke (49. Keiner), Brandl, Franz, Heyer (73. Hofmann), Kruse, Gothe

Schiedsrichter: Drobe (Hermsdorf)

Zuschauer: 124

Torfolge: 0:1 Gothe (14.), 1:1 Stark (45.), 1:2 Keiner (56.), 2:2 Perthun (64.)

Regionalklasse 3, 8. Spieltag
FSV Grün-Weiß Blankenhain - SpVgg Geratal II 0:4 (0:2)
 
Der Tabellenerste ließ auch diesmal nichts anbrennen und gewann das Auswärtsspiel beim Tabellensiebenten souverän. Der Gastgeber war in allen Belangen unterlegen, vor allem technische Mängel erstaunten den Gast und seine ca. 30 mitgereisten Anhänger. Es hatte anfangs den Anschein, als ob die Blankenhainer nur das Unentschieden verteidigen wollten, kein Angreifen des ballführenden Gastes, nur defensives Reagieren. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe Bärwinkel, der im Mittelfeld klug Regie führte, einen Doppelpass mit Musch spielte und aus vollem Lauf ins Tor traf (0:1). Geratal nutzte danach seine Chancen nicht, Hielscher scheiterte am Torwart, Roth traf nur die Latte. Erst als Hielscher einen Querpass gekonnt durchließ, konnte Roth flach abschließen (0:2, 24.). Obwohl 17 Aktive mitreisten schon wieder ein Torwartproblem! Senglaub verletzte sich ohne Fremdeinwirkung (Bänderriss?) und Heinze nahm seinen Posten ein (40.). Er konnte sich in der 2.Halbzeit lediglich einmal auszeichnen, als er dem allein gelassenen Klein gegenüber stand. Ansonsten hatte er einen ruhigen Nachmittag. Stade kam für Roth, der wegen Probleme mit der Leiste vorsichtshalber aussetzte und Jaekel für den erkältungsgeschwächten Esche. Ersterer wies seine Gefährlichkeit als Freistoßspezialist mit einem 20m-Knaller aus halblinker Position nach (0:3, 69.). Auch Hielscher krönte seinen emsigen Einsatz mit einem frechen Solo durch die Blankenhainer Abwehr (0:4, 72.). Insgesamt ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg des Spitzenreiters gegen einen über weite Strecken ängstlich reagierenden Gastgeber. Der gut leitende Schiedsrichter Kraut aus Rudolstadt hatte mit dem Spielverlauf keine Mühe.
Blankenhain: Kühnel, Eckstein, Reuße, Grün, Gießner, Wähner, Schröder, Eisentraut, Klein, Günel, Pitkamin,
Geratal II: Senglaub (40.Heinze), Kohlschmidt, Stöckel, Schulz, Bärwinkel, Esche (70.Jaekel), Musch, Hofmann, Dobschanetzki, Hielscher, Roth (46. Stade)
Tore: 0:1 Bärwinkel (14.), 0:2 Roth (24.), 0:3 Stade (69.), 0:4 Hielscher (72.)
Schieri: Kraut (Rudolstadt)
Zuschauer: 100

1.Kreisklasse: 9.Spieltag,

FSV Stadtilm II - SpVgg Geratal III  3:1 (0:1)

Noch ehe sich die Stadtilmer versahen, da lagen sie schon in Rückstand. Nach einem Angriff der Einheimischen lief ein blitzschneller Konter und Tillack nutzte das geschickt zum 0:1 (5.). Die Stadtilmer machten danach mehr Druck, doch die herausgespielten Chancen wurden zunächst vergeben. Bedauerlich war, dass Hoffmann unglücklich mit Gästekeeper Bittmann zusammenstieß und der ins Krankenhaus musste (30.). In der 48. Minute war Göhringer im Nachsetzen zum 1:1 erfolgreich. Julian Schiel erzielte mit einem Freistoß das 2:1 (53.). Dann war es Patrick Schiel, der einen Freistoß in den Strafraum schlug, Döring verlängerte mit dem Kopf und Hoffmann drückte das Leder mit der Brust zum 3:1 über die Torlinie (59.). Weitere Möglichkeiten wurden vom Gastgeber vergeben, was am Ende den Sieg rechtfertigte.

Stadtilm II: Gössinger, Winter, Walther, Rieß, Göhringer (75.Pflugradt), Graube, Körner (53.Döring), Gnielka (48.Rost), J.Schiel, P.Schiel, Hoffmann

Geratal III: Bittmann (31.Kamitz), Müller (67.T.Hofmann), Kirst, Boldt, Reiprich, Siegfried, Witting, Langguth, Bulko, Wedekind, Tillack

Schieri: Nussmann (Großbreitenbach)

Zuschauer: 80

Quelle: TA vom 13.10.2010

Landesklasse Süd: 8. Spieltag

SpVgg Geratal I – FSV Martinroda  2:0 (2:0)

(kda)

Effektivität bestimmte das vor einer imposanten Zuschauerzahl in Geschwenda stattfindende Landesklassederby gegen den Ortsnachbarn aus Martinroda. Nach 16 Spielminuten war der Endstand erreicht, doch auch danach sahen die zahlreichen Zuschauer ein recht unterhaltsames Spiel, das insgesamt, auch unter Berücksichtigung der schwierigen Platzverhältnisse, gutes Landesklassenniveau von beiden Mannschaften aufwies.

Wer sich als Zuschauer zum Spielbeginn verspätete, sah den Führungstreffer nicht. Nach handgestoppten 27 Sekunden versenkte Yasin Ben Achour einen Torwartabpraller zum 1:0. Vorausgegangen war eine Eismann- Flanke von links, die Fabian Heyer technisch gekonnt mit der Brust annahm und aus 16m mit großer Schärfe aufs Tor schoss, Martinrodas Torwart Trefflich konnte den Ball nur abklatschen und der Torschütze stand goldrichtig. Mit der schnellen Führung im Rücken spielte die Spielvereinigung nun munter auf. Abwechselnd über die Flügel oder als Steilpass in die Tiefe kommend, ließ man den Gästen kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Einer dieser Angriffe konnte nur durch Foul gestoppt werden, den fälligen Freistoß aus ca. 25m halblinks legte sich in der 16. Minute Oliver Busch zurecht. Es hatte sich wohl bis in den Nachbarort herumgesprochen, dass seine Schüsse schmerzhaft sein können, denn die aus Trefflich- Position richtig formierte Mauer wurde löchrig als der scharf getretene Ball auf sie zuflog. Und so schlug der Ball unhaltbar für den Gästetorwart links unten ein. 2:0! Im Bewusstsein der Führung machten die Gerataler nun nicht mehr allzu viel, überließen den Gästen mehr und mehr das Spiel, setzten auf Konter. Das ermöglichte zum Ende der ersten Spielhälfte dem Martinrodaer Reuß Chancen, die aber am Spielstand nichts änderten.

In Hälfte zwei sahen die Zuschauer den gleichen Spielablauf. Die Gäste mussten, wollten sie eine Resultatverbesserung, das Spiel an sich reißen, was ihnen auch optisch gut gelang, die Platzherren beschränkten sich aufs Kontern. Dabei ergaben sich für beide Seiten gute Chancen. So traf Tobias Huck in der 55. Minute mit einem Kopfball die Latte, Mentzel musste nicht nur in der 57. Minute gegen Felix Hartung reagieren, sondern auch in der Folgezeit all sein Können aufbieten, um die passable Führung zu verteidigen. Sehr strittig wurde es dann in der 58. Minute. Tobias Huck schoss nach einem Hofmann- Rückpass von rechts aus ca. 12m aufs Tor, Trefflich konnte nur in Schussrichtung abklatschen, der weiter gelaufene Huck brachte im zweiten Versuch den Ball im Tor unter. Aber statt des 3:0, sah der Linienrichter beim Nachschuss eine Abseitsstellung eines anderen Gerataler Spielers, die, wenn überhaupt, in keinem Zusammenhang mit der Torwart- Torschütze- Position zu sehen war. Das wär´s gewesen. So entwickelte sich in der letzten halben Stunde ein Spiel mit vielen Nickligkeiten und Fouls, bei denen der Schiedsrichter zwar meistens pfiff, aber die regelentsprechenden Sanktionen speziell bei den Gästen vergaß. Ein taktisches Foul durch Ziehen am Trikot ist nun mal eine Gelbe Karte, mit mehr Konsequenz hätte das für ein solches Derby ansonsten faire Spiel, das trifft auch erfreulicherweise auf die Zuschauerlager beider Mannschaften zu, ruhiger zu Ende gebracht werden können.

Somit erwartet die Gerataler am nächsten Samstag (9.10.10; 14:00 Uhr) im vorgezogenen Spiel in Steinach der momentane Tabellenzweite im Kampf um die Tabellenspitze der Landesklasse Süd. Steinach ist eine Reise wert, unterstützen wir unsere Mannschaft!

SpVgg: Mentzel, Busch, Huck (83. Priefer), Y. Ben Achour (44. Hofmann), Maleße (59. Bärwinkel), Wollenschläger, Mielke, Franz, Heyer, Kruse

FSV Martinroda: Trefflich, St. Hartung, Blaschzog, Schumacher, Reuß, Wolf, Berlt, Machts, Kellner, Mbolo, F. Hartung (73. B. Vana)

Schiedsrichter: Menzel (Gompertshausen)

Zuschauer: 400

Torfolge: 1:0 Y. Ben Achour (1..), 2:0 Busch (16.)

Regionalklasse 3: 15.Spieltag
SpVgg Geratal II - SG Wipfra/Marlishausen I  7:2 (2:1)
Da beide Mannschaften nicht (mehr) im Pokal vertreten sind, bot es sich an, die (Winter-)Begegnung des 15.Spieltages vorzuziehen. Statt Schnee und Matsch herrlichste Fussballbedingungen auf dem "Kickelhähnchen" zur kreisinternen Begegnung Tabellen-Erster gegen -Letzter. Erinnerungen an das Derby gegen Gräfinau-Angstedt wurden geweckt, als die Gäste mit langen Bällen und schnellem Konterfussball über Nicolai und Sven Reißland die Gastgeberabwehr mehrmals in Verlegenheit brachten. Letzterer setzte einen Schuss an die Latte (7.) und Nicolai schloss konsequent ab, als Stöckel den Ball falsch einschätzte und im Kopfballduell nur zweiter Sieger war (0:1, 13.). In der Gerataler Elf vermisste man den dominanten Mittelfeldregisseur als ruhigen Ballverteiler. So wurde in den Anfangsminuten nur reagiert anstatt das Spiel zu bestimmen. Die Gäste mit ihren langen Bällen und gefährlichen Konterangriffen brachten ein ums andere Mal Unruhe ins Gerataler Spiel, wobei die Verteidigung nicht immer gut aussah. In der 34. Minute endlich der Ausgleich. S.Huck setzte sich an der Torlinie durch, passte nach innen und Torjäger Hielscher verwandelte flach (1:1, 34.). Jetzt wachten die Gerataler endlich auf und versuchten, ihre technischen Fähigkeiten ins Spiel zu bringen. Einen Freistoß aus 25 Metern von Musch konnte Itzenplitz im Wipfraer Tor gerade noch ans Torkreuz lenken (42.). Eine Minute später setzte sich wiederum Huck an der Seitenaus-Linie durch, passte nach innen und Hielscher vollendete flach ins Eck (2:1, 43.).
Auch in der zweiten Halbzeit behielten die Gäste ihre Kontertaktik bei. Damit wurden sie auch einige Male gefährlich. Geratal spielte ebenfalls mit langen Bällen ihre Stürmer an. Ein solcher Ball erreichte Huck, der sein Solo über 30 m mit einer Tor krönte (3:1, 50.). Mit fortschreitender Spieldauer besannen sich die Gastgeber ihrer Spielstärke und die Kraft der Gäste ließ nach. Jetzt wurde es doch noch das vorher erwartete Spiel entsprechend des Tabellenstandes. Eine Ecke wurde zu kurz abgewehrt und Yasin Ben-Achour schoß zum 4:1 ein (58.). Der selbe Spieler schloss eine schöne Kombination sicher ab (5:1, 67.) und der eingewechselte pfeilschnelle Dobschanetzki krönte sein Solo mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel (6:1, 70.). Das Torfestival setzte Roth nach erfolgreichem Durchsetzen von Dobschanetzki fort (7:1, 74.). Ein fataler Torwartfehler, Wenig kullerte ein nicht so scharf geschlagener Freistoß von Fahrenberger durch die Hände, beschloss den Torreigen. Obwohl es anfangs den Anschein hatte, wurde es wieder nichts mit dem ersten Punkt für die SG und die SpVgg festigte die Spitze mit einer Auswechselbank, von der andere Vereine träumen.
Geratal II: Wenig, Kohlschmidt, Stöckel, Schulz, Musch (65. Dobschanetzki), Roth, S.Huck, Y.Ben-Achour, Seyfferth (52. A.Ben-Achour), Hielscher (70. Stade), Gothe
SG Wipfra/Marlishausen: Itzenplitz, Stöcklein, Schonert, Gressler, J.Reissland, Geissler, Licht, Winkler, Fahrenberger, Nicolai (65. Linke), Sv. Reissland
Schieri: Krönert ( Martinroda)
Zuschauer: 125

1.Kreisklasse, 7.Spieltag
SV Deube Großliebringen - SpVgg Geratal 3  1:1 (1:0)
TA vom 28.9.:
Die Einheimischen wollten ihren ersten Saisonsieg landen. Danach sah es auch lange Zeit aus. Von Beginn an wurde das Tor der Gäste belagert, aber die ganze Ausbeute waren zunächst lediglich zwei Abseitstreffer durch Groth und Frühmark, die zu Recht keine Anerkennung fanden. Schiedsrichter Horn aus Arnstadt pfiff korrekt und so ergaben sich auch immer wieder Freistoßmöglichkeiten. In der 39. Minute fiel die Führung für Großliebringen. Specht marschierte auf der rechten Seite bis zur Grundlinie und seine Eingabe drückte Erdmann aus Nahdistanz zum 1:0 über die Torlinie.
Auch nach der Pause blieben die Gastgeber noch eine ganze Weile am Drücker. In der Schlussviertelstunde drängten die Gäste auf den Ausgleich. Sie hatten aber auch Glück, das Möller für die Gastgeber nur die Latte traf und Frühmark beim Nachschuss an Torwart Diemar scheiterte (85.). In der Schlussminute fiel dann doch noch der Ausgleich. Bittmann jagte einen Freistoß aus großer Entfernung zum 1:1 ins Dreiangel (90.).

Großliebringen: Schindler, Moeller (90.Schütze), Specht, Voigt, Elsässer (68.Heusinger), Zimmermann, Groth, Hartmann, Erdmann (80.Höpping), Fruehmark, Dornheim

Geratal 3: Diemar, Bittmann, Boldt, Siegfried, Rüdiger, Reiprich (55.Kamitz), Stiebitz, Langenhan, Zink (48.T.Hofmann), Wedekind, Menger
 
Tore: 1:0 Erdmann (39.), 1:1 Bittmann (90.)
 
Schieri: Horn (Arnstadt)
 
Zuschauer: 40

Landesklasse Süd: 15. Spieltag

SV 08 Steinach - SpVgg Geratal    0:0 (0:0)

(kda)

Auf Grund des Ausscheidens beider Mannschaften aus dem ODDSET- Thüringen- Pokal konnte das Spiel des letzten Punktspieltages 2010 vom 6.12. vorgezogen werden. Aus der Tabellenkonstellation heraus war dies das absolute Spitzenspiel der Landesklasse Süd, trafen doch der Zweite und der Erste aufeinander. Um es vorweg zu nehmen, spitzenmäßig war das Wetter, die Zuschauerzahl und, wenn man es positiv betrachten will, dass die Gerataler ihr Ziel, in Steinach nicht verlieren zu wollen und damit die Tabellenspitze behaupten zu können, erreicht haben. Ansonsten war es Fußball zum Abgewöhnen. Sicherlich war die Spielfläche – holpriger Rasen mit vielen Einschlägen aus vorausgegangenen Spielen – einem technisch brillanten Spiel abträglich, dennoch konnten beide Mannschaften ihren gegenseitigen Respekt voreinander über das gesamte Spiel nie ablegen, konzentrierten sich im Wesentlichen auf das Tore verhindern als auf einen konstruktiven Spielaufbau, versuchten mit Kampf und teilweise Krampf mehr die Partie nicht zu verlieren als für sich zu entscheiden.

Die Steinacher erzielten bis auf eine Ausnahme Torgefährlichkeit nur über Freistöße oder Ecken, meistens auf der anfälligen linken Gerataler Abwehrseite heraufbeschworen. Hier tat sich speziell Martin Paul hervor, der gefährlich angeschnittene Freistöße in Richtung Geratal- Tor schlug, die aber allesamt von seinen Kollegen nicht verarbeitet werden konnten. Die Gäste schafften es noch nicht einmal bis in die torgefährliche Zone, da durchaus vielversprechende Konteransätze durch teilweise katastrophale finale Pässe ihr Ziel nicht erreichten und somit die Konterqualitäten gar nicht ausgespielt werden konnten. Und so plätscherte das Spiel mit jeweils je einer halbwegs erfolgversprechenden Chance für beide Mannschaften pro Halbzeit so dahin. In der 23. Minute schoss Maleße von links Richtung Tor, kein Problem für Moeller, in der 42. Minute versuchte der Steinacher Barthelmann eine Direktabnahme aus 18m halbrechts, die aber in der Nähe der Eckfahne ihr Ziel verfehlte. In der 46. Minute kam wieder Maleße zum Torschuss und in der 57. Minute hatte der Steinacher Sommer die wohl einzige ernsthafte Tormöglichkeit, als er von links in den Strafraum einbrechend auf Mentzel zulief, aber den Ball am rechten Pfosten vorbei schob. Das waren alle Chancen in diesem „Spitzenspiel“. Was die zahlreichen Zuschauer dennoch zum Bleiben bewog, war der Kampf und die Ungewissheit ob sich nicht doch noch ein Ball irgendwie im Tor verirrt, egal bei wem. Dass es ein kampfbetontes Spiel war, zeigte sich in sieben gelben Karten – allesamt für Foulspiel, 4 für Steinach, 3 für die Gäste – und der Tatsache, dass Oliver Busch, der sich intensiv um den Tschechen Stepanek kümmerte, mit mehr als den normalen Blessuren, u.a. einen Ellenbogenschlag ins Gesicht, durch diesen traktiert wurde.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass die Gerataler so lang wie möglich ungeschlagen bleiben wollen, doch sollte man locker bleiben, das Fußballspiel als Spiel, so wie in den vorangegangen Spielen dargeboten, sehen. Nur wenn man sich auf die Mittel besinnt, die nachweislich in der Mannschaft stecken, kann man erfolgreich sein, und was in Steinach völlig ab ging, Fußball auch für die zahlreichen Fans zu spielen, die bei jedem Spiel zuschauen und damit auch teilweise weite Strecken auf sich nehmen.

SV 08 Steinach: Moeller, Pflügner, Wenke, Telser, Ross, Stepanek, Sommer, Groeger (64. B. Sesselmann), Köhler-Thees (89. Hayn), Paul, Barthelmann (84. N. Sesselmann)

SpVgg: Mentzel,  Busch, Rösler, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Maleße (62. Y. Ben Achour),  Brandl (83. Gothe), Hofmann (66. Heyer) Kruse

Schiedsrichter: Meisel (Jena)

Zuschauer: 430

Regionalklasse 3, 7.Spieltag
SpVgg Geratal II - TSV 1864 Magdala 3:2 (2:1)
(fm) Bei schönstem Herbstwetter sahen die zahlreichen Zuschauer ein interessantes Spiel, in dem die Gäste teilweise sehr "rustikal" zu Werke gingen, was vom Schiedsrichter nicht konsequent unterbunden und dadurch eine ungesunde Härte zugelassen wurde. Z.B. "übersah" er zwei Tätlichkeiten von Magdalaer Seite und beließ es auch bei wiederholtem Foulspiel bei Ermahnungen. Dieses Spiel gehörte nicht zu seinen Besten.
Die Partie begann mit einem kuriosen Treffer. Ein Gerataler Angriff wurde abgewehrt, der Ball kam zu Kohlschmidt, der aus 35 Metern eine Bogenlampe auf das Tor zog. Magdalas Torhüter Paumer sah ganz schlecht aus, als sich die Kugel vor der Latte und durch seine Hände ins Tor senkte (1:0, 6.Min.). Bereits zwei Minuten später zeichnete er sich aber aus, als er Stades Schuss abwehrte. Roth schaltete am schnellsten und erzielt per Fuß das 2:0 (8.Min.). Anas Ben-Achour verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung und wurde durch Seyfferth ersetzt (17.). Auch auf Gerataler Seite musste Deltow im Tor nach längerer Abwesenheit seine Nervosität ablegen. Ihm unterliefen einige Patzer, die aber ohne Folgen blieben und mit fortschreitendem Spielverlauf zeigte er wieder alte Stärke, in dem er mehrmals glänzend reagierte. Im Angesicht des vermeintlich sicheren Beherrschens des Gegners zog beim Gastgeber wieder der Schlendrian ein, so dass der Gast zu Chancen kam, z.B. ein Lattenschuss von Rudolph (35.) sowie bei mehreren Eckbällen. So kam, was kommen musste. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Brandt, wieder nach einer Ecke, per Kopf den Anschlusstreffer (2:1, 44.)
In der 59.Minute war es wiederum Roth, der nach einer Ecke den zweiten Versuch im Tor unterbringen konnte (3:1, 59.). Einen wuchtigen Freistoß des eingewechselten Stöckel konnte der sich steigernde Paumer erst im dritten Nachfassen entschärfen. Magdalas Angriffe konnten häufig nur zur Ecke geklärt werden. Eine Serie von Eckbällen brachte dann das 3:2. Deltow konnte noch reaktionsschnell den Treffer verzögern, aber Höhnke schaltete im Gewühl am schnellsten (3:2, 71.). Damit war der Endstand hergestellt, denn auch mehrere Freistöße brachten nichts mehr ein. Durch diesen Arbeitssieg gegen kämpferische Gäste erreichte auch die 2.Gerataler Mannschaft die Tabellenspitze.
Geratal: Deltow, Jaekel, Belger (46.Stöckel), Schulz, Heinze, Kohlschmidt, A.Ben-Achour (17. Seyfferth), Stade, Roth, S.Huck, Musch (78.Schmitt)
Magdala: Paumer, Moench, Schmidt, Vopel, Worbs, Brandt, Rudolph, Höhnke, Winter (85. Kreissl), Parsch, Eberhardt (69.Haase)
Tore: 1:0 Kohlschmidt (6.), 2:0 Roth (8.), 2:1 Brandt (44.), 3:1 Roth (59.), 3:2 Höhnke (71.)
Schieri: Möller (Remda)
Zuschauer: 150

G-Junioren erreichen 2.Platz in den Kreisjugendspielen

Acht Mannschaften des Ilm-Kreises bei den G-Junioren zu einem Turnier gab es schon lange nicht mehr. Dies zeugt von den großen Bemühungen der Vereine um den Nachwuchs. Gespielt wurde zunächst in zwei Vorrunden-Gruppen, wobei es folgende Platzierungen gab:

Gruppe A:

1. Langewiesen        5:1     9

2. Ilmenau               5:4     6

3. Plaue                  3:3     3

4. Haarhausen         1:6     0

 

Gruppe B:

1. Martinroda         15:1   9

2. Gehren               6:4   6

3. Arnstadt             3:5   3

4. Gräfinau             0:14  0

Im Spiel um Platz sieben gewann Gräfinau-Angstedt gegen Haarhausen mit 2:0. Mit dem gleichen Resultat erkämpfte sich die JSG Arnstadt Rang fünf gegen Plaue. Im Spiel um Rang drei gewann Gehren knapp mit 1:0 gegen Germania Ilmenau. Im Finale stand es nach der regulären Spielzeit 0:0. Auf Grund des schlechten Wetters wurde auf eine Verlängerung verzichtet und ein Neun-Meter-Schießen mit je fünf Schützen durchgeführt. Hier erwies sich Langewiesen treffsicherer und gewann mit 2:1 Toren.

Die Medaillen für alle Spieler der drei erstplatzierten Mannschaften sowie je eine Urkunde für jede Mannschaft wurden zur Siegerehrung vom SV Gehren übergeben.

(Quelle TA vom 2.10.2010)

Landesklasse Süd: 7. Spieltag

1.FC Sonneberg 2004 - SpVgg Geratal 1:1 (0:0)

(kda)

Die Erwartung, dass man den 1. FC auf heimischem Gelände an die Wand spielen könnte, hegte wohl seitens der Spielvereinigung niemand. Zu respektvoll erinnerte man sich an die vielen Landesklassenduelle gegen die „Sunbarger“ und auch die eine oder andere Niederlage. Dass die Mannschaft das Fußballspielen verlernt haben konnte, glaubte man trotz der unterschiedlichen Tabellenkonstellation nicht.

Von Beginn an setzten die Einheimischen die Spielvereinigung unter Druck. Speziell Büchner und Wild waren kaum zu stellen, daraus ergaben sich Chancen, die durch Mentzel (4. Büchner und 17. Wild) in gekonnter Manier entschärft oder mit Glück (23. Büchner-Außenpfosten) überstanden wurden. Die Gäste hingegen hatten mehr mit dem nassen, glitschigen Geläuf zu kämpfen, den finalen Pass zu temperieren viel schwer, so verlief der eine oder andere vielversprechende Angriff im Aus. Die in den vergangenen Spielen stark aufspielenden Spitzen Hofmann und Heyer kamen nicht ins Spiel, was auch das Resultat einer durch Motschmann bestens organisierten Abwehr war. Erst in der 30. Minute hatte die Spielvereinigung durch den, für den verletzten Brandl, eingewechselten Tobias Huck den ersten gezielten Torschuss.

In Hälfte zwei zunächst das gleiche Spiel. Bei der Spielvereinigung waren nur sporadisch gute Spielzüge zu sehen, immer wieder verlor man durch ungenaues oder nicht temperiertes Zuspiel die Bälle, was durch die Sonneberger sofort zu durchaus nennenswerten Chancen genutzt wurden, die mit Glück und Mentzel noch überstanden wurden. Doch in der 64. Minute nutzte Markus Büchner eine der vielen Möglichkeiten und erzielte die durchaus verdiente Führung für die Einheimischen. Für die Spielvereinigung spricht, dass sie sich danach nicht dem Schicksal ergeben hat, sondern ihrerseits nun versuchte, die Gastgeber vom eigenen Strafraum fernzuhalten und das Spiel noch zu drehen. Nahezu postwendend (67. Minute) gelang dann auch Marian Mielke durch einen fulminanten Schuss aus ca. 25m der Ausgleich. Dieses probate Mittel wurde auf dem schwierigen Geläuf viel zu selten eingesetzt. Die letzten zwanzig Minuten verliefen zwar mit leichten optischen Vorteilen für die Gäste, aber am Ende war man dennoch froh, einen Punkt in Sonneberg geholt zu haben.

Die Prophezeiung, dass die richtungsweisenden Spiele erst noch kommen, war nicht aus der Luft gegriffen. Das hat sich in Sonneberg schon bewahrheitet. Man muss entsprechend der gegebenen Situation auch mal ein „unschönes“ Spiel (lange Bälle, Fernschüsse, anstatt Kombinationen und Ball-ins-Tor-tragen-wollen) aufziehen, letztlich heiligt der Erfolg die Mittel.

 

1.FC Sonneberg: Heß, Röhr, Motschmann, Wild, Winkler (77. Dorst), Büchner, Raeder, Fischer, Schreck, Zuleger, Kob

SpVgg: Mentzel, Busch, Y. Ben Achour, Maleße, Wollenschläger, Mielke, Brandl (21. T. Huck), Hofmann Franz (83. Rösler), Heyer (90. Lützkendorf), Kruse

Schiedsrichter: Annemüller (Schleusingerneundorf)

Zuschauer: 120

Torfolge: 1:0 Büchner 64.), 1:1 Mielke (67.)