6.Spieltag: 1.Kreisklasse
SpVgg Geratal III - Blau-Weiß Niederwillingen 2:3 (1:0)
 
Obwohl die Gäste nach Ausfall von mehreren etatmäßigen Spielern mit einer "Notelf" antraten, machten sie den Geratalern, vor allem in der 2.Halbzeit, mit ihrem kämpferischen Einsatz das Leben schwer. Den Torreigen eröffneten die Gastgeber in der 18.Minute, als Bulko an der Strafraumgrenze abzog (1:0). Weitere Chancen konnten durch Wedekind und Boldt nicht genutzt werden, da ihre Schüsse das Tor verfehlten bzw. der Gasttorwart seinen Job machte. Auch einige Niederwillinger Weitschüsse verfehlten das Tor.
 
Kurz nach der Pause verlor Kirst den entscheidenden Zweikampf und der Weitschuss von Patrick Lange schlug in den Winkel des Gastgebertores ein (1:1, 47.). Den erneuten Führungstreffer markierte Wedekind mit einem herrlichen Volley-Schuss nach einer Flanke von Reiprich (2:1, 58.). Nun erhöhten die Gäste ihren Angriffsdruck und konnten mit einem Doppelschlag durch den allein gelassenen Kuck in der 80. und, nach einem Fehler Bittmanns, in der 81. Minute diesmal durch Phillipp Lange den Sieg erringen. (fm)
 
Geratal III: Diemar, Boldt, Bittmann, Kirst, Siegfried, Rüdiger, Gerlach, Bulko (45.Reiprich), Wedekind, Stiebitz, Priefer (60.Langenhan)
 
Niederwillingen: Linke, Iffland, Ph.Lange, Stengel, Kleiber (46.Schmidt), K.Lange, P.Ullbrich, P.Lange, Rost, M.Ullbrich (88.Knauf), Kuck
 
Torfolge: 1:0 Bulko (18.), 1:1 Lange (47.), 2:1 Wedekind (58.), 2:2 Kuck (80.), 3:2 Lange (81.)
 
Schieri: Dornheim (Kirchheim/Elleben)
 
Zuschauer: 35

Regionalklasse 3,  6.Spieltag

SG Traktor Eichel II - SpVgg Geratal II 1:2 (0:2)

Auf dem ungewohnt kleinen Platz, die Strafräume endeten fast am Spielfeldrand, suchte der Gastgeber mit kampfstarkem Spiel den Erfolg. Erwartungsgemäß begannen die Gäste wieder wie die Feuerwehr. In der 3. Minute wuchtete Esche einen Eckball von Stade mit dem Kopf zum 0:1 in die Maschen. Danach gab es noch einige gute Gelegenheiten, z.B. durch Kohlschmidt in der 32. Minute, als sein Schuss in Folge einer schönen Kombination nur die Latte traf. Die Spieler aus Teichel suchten ausschließlich mit weiten Schlägen aus der Verteidigung heraus ihre Stürmer, die im Abschluß technische Schwächen offenbarten. Das Kombinationsspiel der technisch besseren Gäste wurde durch die Platzherren häufig nur mit Foulspiel unterbunden. So entwickelte sich ein Spiel mit vielen Unterbrechungen, in dem Teichel in der 1.Halbzeit wenig Torchancen hatte.  Kohlschmidts energisches Durchsetzen auf der linken Seite konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte S.Huck sicher (0:2, 42.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff prüfte dann noch Esche mit einem satten Freistoßknaller K.Erbse im Teicheler Tor (44.).
Nach der Pause, indem die Gastgeber noch nicht einmal Getränke bereitstellten, zogen sie das Spiel häufiger an sich, so dass beidseitige Chancen entstanden. Sie wollten mit ihrer Kampfkraft die Wende herbeiführen. In der 70. Minute wurde wieder ein Ball aus der Gastgeberabwehr nach vorn geschlagen, dieser wurde immer länger und Vodermayer kann ihn gerade noch so über seinen Kasten lenken. Eine Minute später gingen Vodermayer und Belger nicht konsequent zu einem wieder langen Ball, der Teicheler Zehner setzte sich durch und schoss völlig freistehend aus 10 Metern über das Tor. Bei dieser Aktion verletzte sich Vodermayer am Knie. Da zum wiederholten Mal kein Ersatztorwart vorhanden war, musste der gelernte Stürmer Lützkendorf ins Tor und machte seine Sache insgesamt sehr gut, denn die Gastgeber witterten jetzt natürlich ihre Chance. In der 84. Minute wurde nicht konsequent gestört, "Lütze" kam zu Hilfe und sein Einsatz wurde als Foul gesehen. Am Strafstoß von Poser war er noch dran, konnte ihn aber nicht um den Pfosten lenken (1:2). Die Versuche der Gastgeber, das Spiel noch zu kippen, wurden jetzt intensiviert und es wurde richtig spannend. Die Gerataler Abwehr hielt aber, auch durch den eingewechselten Yorulmaz, den Angriffen stand. Bedingt durch die vielen Unterbrechungen wurden 4 Minuten nachgespielt. In dieser Zeit startete der eingewechselte Schulze ein Solo aus dem Mittelfeld, setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch, umkurvte auch noch den Torwart und konnte dann den Ball, da etwas abgedrängt, doch nicht im Tor unterbringen. Nettes Detail am Rande: Obwohl das Schiedsrichtergespann komplett einem Verein angehörten, liefen alle drei mit unterschiedlichen Dressen auf. (fm)
Teichel II: Erbse, Vetter, Mächtig, Gölitz, Rieth (12.Böttner), Poser, Zehner, Kämmer (78. Pfeifer-Leg), Streichardt, Ständner (65. Heinel), Schmidt
Geratal II: Vodermayer (70.Lützkendorf), Jaekel, Belger, Schulz, Heinze, Kohlschmidt, A.Ben-Achour (43.Schulze), Esche, Stade, Roth (65.Yurolmaz), S.Huck
Tore: 0:1 Esche (3.), 0:2 Huck (42.), 1:2 Poser (85.)
Schieri: Goretzky (Ranis)
Zuschauer: 122

Einige "Alte Herren" des ThSV 1886 Geschwenda haben sich rangehalten, um ihrem Mannschaftskameraden Martin als Bratwurstbrater in Geschwenda vor der schlechten Witterung ein Dach über dem Kopf zu bauen. Dank der Unterstützung einiger Geschwendaer Unternehmen konnte dieser Verkaufsstand mit geringen Mitteln ansprechend und funktionell gestaltet werden. Damit wird gleichzeitig einer Forderung des Gesundheitsamtes Rechnung getragen, nach der ein Bratrost überdacht sein muss.

 

Landesklasse Süd: 6. Spieltag

SpVgg Geratal – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 4:1 (3:1)

(kda)

Das auf Wunsch der Gäste, Kirmes in ihrem Heimatort, auf den Freitagabend verlegte Spiel erwies sich sowohl vom Spielerischen als auch von der Zuschauerzahl her als ein Renner für die gastgebende Spielvereinigung. Wann hat man in den letzten Jahren in Geraberg außer bei Derbys schon mal eine solche Zuschauerzahl erlebt? Und da sind wir auch beim Spielerischen. Das was die Mannschaft in den zurückliegenden Spielen und auch wieder am Freitag geboten hat, lockt eben zahlreiche Zuschauer an, weil es Fußball, speziell im Offensivbereich, über dem Niveau der Landesklasse ist. Wie im Spiel gegen die „Strüther“ das Spiel nach vorne gebracht wurde, mal direkt diagonal, mal über Doppelpass, mal über sehenswerte Kombinationen, wie sich spielerisch auch aus brenzligen Situationen befreit wurde, das nötigt dem Betrachter schon Bewunderung ab, und lässt nur hoffen, dass das noch länger so geht.

Von Beginn an setzten die Gerataler ihren Gast unter Druck. Es war auf Grund der geführten Angriffe nur eine Frage der Zeit, wann die Gästeabwehr das erste Mal geknackt war. Schon in der 17. Minute brannte es nach einer Brandl- Heyer- Aktion lichterloh vor dem Gästetor, in der 24. Minute lies Marian Mielke eine erste „Rakete“ ab, die noch nicht das Ziel erreichte, doch in der 25. Minute war es soweit. Der sehr agile Fabian Heyer wagte aus 25 m halblinks einen satten Schuss aufs Tor, den Rothamel prallen lassen musste, und Brandl vollstreckte reaktionsschnell. In der 30. Minute fiel das 2:0 durch Hannes Wollenschläger. Eben noch hatten die Gäste einen Freistoß in Nähe des Gerataler Strafraums, der Ball wurde abgefangen und blitzschnell über die Stationen Yasin Ben Achour, Heyer und Wollenschläger in Kontermanier vor das Gästetor gebracht und zum Tor veredelt. Das zwischenzeitliche 2:1 durch Thorwarth (38. Minute), der „bewacht“ von drei Geratalern in Ruhe einen Flankenball mit der Brust annehmen, sich drehen und den Ball ins Tor schießen konnte, sorgte kaum für Unruhe, denn schon in der 41. Minute stellte Mielke mit seiner zweiten „Rakete“ nach Vorarbeit von Brandl den alten 2- Tore- Abstand wieder her.

Auch wenn anfangs der zweiten Hälfte der Faden ein bisschen verloren schien, in der 53. Minute gab es ein großes Durcheinander vor dem Mentzel- Tor, bestand keine Gefahr hinsichtlich des Spielausgangs, da  wieder genügend Chancen herausgespielt wurden. Y. Ben Achour hätte in der 54. Minute erhöhen können, S. Huck setzte einen Ball am langen Pfosten vorbei und in der 73. Minute lief Hannes Wollenschläger nach einem Musterpass von Hofmann allein auf Rothamel zu und markierte gekonnt das 4:1. Man (Wollenschläger, 82. Minute) gönnte sich sogar den Luxus, einen Foulelfmeter, an Huck verursacht, zu verschießen. Das tat aber dem sehr guten Gerataler Spiel keinen Abbruch.

Ohne Punktverlust und mit berechtigtem Selbstvertrauen kann die Mannschaft die nächsten schweren  Aufgaben in Sonneberg, zu Hause gegen Martinroda, in Steinach und in Unterwellenborn angehen. Dann wird sich weisen, wo sie wirklich steht.

SpVgg: Mentzel,  Busch, Y. Ben Achour (72. S. Huck), Maleße, Wollenschläger, Mielke, Brandl (54. Kruse), Hofmann, Eismann, Franz, Heyer (75. Priefer)

SV 08 Struth-Helmershof: Rothamel, L. Kirchner, Reich, R. Kirchner (62. Keller), Thorwarth, Eckhardt, Keßler (36. Häfner), Chasseur, Huhn, Happich, Kratsch (54. Preiss)

Schiedsrichter: Eichler (Erfurt)

Zuschauer: 260

Torfolge: 1:0 Brandl (25.), 2:0 Wollenschläger (30.), 2:1 Thorwarth (38.), 3:1 Mielke (41.), 4:1 Wollenschläger (73.)

4.Spieltag: Regionalklasse, Staffel 3

TSV 1928 Kromsdorf - SpVgg Geratal II

Der Ausflug der Gerataler ins Weimarer Land endete mit einem Auswärtssieg, obwohl es ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel war. Wie gewohnt, traten die Gäste anfangs auf Gaspedal. Maleße startete ein langes Solo über halblinks in Richtung Kromsdorfer Tor, sein Schuss aus 25 m wurde abgeblockt und fiel Hielscher direkt vor die Füsse, der nicht lange fackelte und zum 0:1 einschoß (10.). Vorausgegangen war ein Zweikampf im Mittelfeld, in deren Folge der Kromsdorfer Fischer mit vermutlich ausgekugeltem Schultergelenk verletzt den Platz verlassen musste. In der Folgezeit vergaben die Gäste noch einige Chancen zur Resultatsverbesserung. Musch schoß einen Freistoß in die Mauer (28.). Huck setzt sich auf der rechten Seite durch, aber seine nicht platziert geschlagene Flanke fing der Torwart sicher. Dann kamen die Gastgeber auf, deren Stürmer Reimann mehrfach für brenzlige Situationen sorgte. In der 33. Minute rettete der als Libero eingesetzte Heinze in letzter Sekunde, dann ging ein Schuss aus der Drehung aus 16 Metern knapp neben das Tor (42.) und kurz danach vergab er eine hundertprozentige Chance kläglich, als er allein auf das Gerataler Tor zulief, auch Deltow im Kasten austeigen ließ und dennoch aus kürzester Distanz über das Tor zielte (45.).
Nach dem Pausentee setzte sich Reimann nochmals in Szene, als er wiederum halblinks völlig frei vor dem Gästetor auftauchte und aus 7 Metern knapp den Winkel verfehlte (48.). In der 51.Minute reklamierten die Gäste eine, aus ihrer Sicht, Fehlentscheidung des Schiedsrichters Hartung aus Rudolstadt, der ein Foul von Deltow sah, das einen Strafstoß zur Folge hatte. Peter Töpfer verwandelte sicher in die linke untere Torecke zum 1:1 (51.). Im Gegenzug zog Schulze über Rechts in den Strafraum, wurde zu Fall gebracht und Huck stellte mit dem fälligen Strafstoß den alten Abstand wieder her (1:2, 52.). Danach bemühten sich die Gastgeber einige Male um Resultatsverbesserung. Ein Freistoß fast von der Grundlinie zischte knapp an der langen Ecke vorbei (76.) und ein weiterer Freistoß aus zentraler Position aus 30 Metern hielt Deltow sicher (85.). Auch die Gäste hatten noch ihre Chancen. Eine Flanke von Schulze wurde noch zum Prüfstein für den Kromsdorfer Keeper, da sie gefährlich auf das lange Eck gezogen war. Auf Grund der Verletzung und weiterer Spielunterbrechungen ließ der Schiedsrichter 5 Minuten nachspielen. In dieser Zeit nutzte Hielscher die Uneinigkeit von Torwart und Verteidiger nach einem langen Ball aus und stellte per Kopf den Endstand her (1:3, 95.)
Geratal 2: Deltow, Kohlschmidt (GK wegen Reklamieren), Heinze (GK wegen Unsportlichkeit), Schulz (57. Dobschanetzki, GK wegen Foulspiel), Maleße, Stöckel, Musch (75.Stade), A.Ben Achour (GK wegen Foulspiels), Esche (46.Schulze, GK wegen Foulspiel),  Hielscher, S.Huck
Kromsdorf: Georg, Schröter, Weidensee, Symalzek, Fischer (14. Schneider), Töpfer (GK wegen Foulspiel), Reimann, Nottrodt, Marzyninke, Felsinger (GK wegen Reklamieren, 80. Richter), Ochsenfarth
Tore: 0:1 Hielscher (10.), 1:1 Töpfer (FE, 51.), 1:2 Huck (FE, 55.), 1:3 Hielscher (90+5)
Schiedsrichter: Hartung (Rudolstadt)
Zuschauer: 80


5.Spieltag: Regionalklasse, Staffel 3

SpVgg Geratal II – SSV Blau Gelb Mellingen 1:0 (0:0)

(kda)

Das Beste vorweg, 3 Punkte gesichert und in der Spitzengruppe der Staffel 3 etabliert! Nach dem Wie fragt schon nächste Woche keiner mehr. Gegen einen Gegner, der sich maximal drei Chancen im ganzen Spiel erarbeitete, hätte bei sehr guten äußeren Bedingungen mehr herausspringen müssen, auch wenn einige Stammkräfte aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten.

Optisch sah das Spiel der Gerataler gefällig aus, doch zu oft waren die Angreifer Silvio Huck und Tobias Roth auf sich allein gestellt, die anderen Mannschaftsteile rückten nur sporadisch und zu langsam nach, so dass der „Zweite Ball“ kaum genutzt werden konnte. Die wenigen echten Chancen, Roth nach Zuspiel Esche in der 8. Minute, Omachoru nach Esche- Flanke 21. Minute, wurden alle eine Beute des sehr sicheren Mellinger Torwarts Rex oder Roth vertändelte den Ball selbst (25. Minute), nach dem er wunderbar von A. Ben Achour in die Tiefe geschickt wurde.

In der zweiten Spielhälfte verflachte das Spiel immer mehr, einzig die Aktion in der 56. Minute als Anas Ben Achour von links vors Tor flankte und Tobias Roth freistehend den Ball aus Nahdistanz zum 1:0 unterbrachte, und zwei Chancen in der Nachspielzeit durch Schmitt und Lützkendorf sind erwähnenswert. Je mehr die 22 Akteure abbauten, umso deutlicher setzten sich das Schiedsrichtergespann und hier besonders der 1. Assistent in Szene. Wenigstens sie sorgten für Belebung auf dem Platz, angefangen von nicht nachvollziehbaren Spielunterbrechungen bei beiden Mannschaften, über zweifelhafte Kartenentscheidungen bis zur Beleidigung der Trainerbank war alles im Repertoire. Bei allem Verständnis, dieses Auftreten ist unakzeptabel.

SpVgg Geratal II: Vodermayer, Jäckel, T. Schulz, Belger, Stöckel, Heinze, Esche, A. Ben Achour, Omachoru (70. Schmitt), S. Huck (Schmidt), To. Roth (70. Lützkendorf)

SSV Blau Gelb Mellingen: Rex, Bachmann, Lippold, Hinkeldein, Becker, Anders, Achermann, Hyna (54. Böhme), Wenzel, Albrecht, Putsche (62. Bieber)

Schiedrichter: Hahn (Arnstadt)

Zuschauer: 70

Unter dem Titel Als ein Flitzer das Spielfeld kreuzte" veröffentlichte die Thüringer Allgemeine im Rahmen ihrer Serie über Fussball-Schiedsrichter am 28.02.2011 folgenden Beitrag.

 

Schiedsrichter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports. Mit Jubelgesängen werden sie nur selten konfrontiert. Beschimpfungen und Kritik prägen oft ihren Sportalltag. Wahrgenommen werden sie nur dann, wenn strittige Entscheidungen gefällt werden. Pfeift ein Schiedsrichter ohne Fehl und Tadel, steht er selten im Blickpunkt. Thüringer Allgemeine stellt Schiedsrichter vor:

Heute: Oliver Wießer von der SpVgg Geratal.

Seit wann sind Sie Schiedsrichter?

Ich bin seit der Saison 2008/ 2009 Schiedsrichter.

Wie kamen Sie dazu?

Ich bin ein sehr großer Fan der Spielvereinigung Geratal (damals noch ThSV 1886 Geschwenda) und da war ich immer viel auf dem Sportplatz, nicht nur zu Spielen. So hatte ich da schon viel Kontakt zu Spielern und Vorstand. Dann bin ich einfach gefragt worden, ob ich denn nicht Schieri werden möchte. Da habe ich gerne zugesagt, weil ich mich mit dem Verein identifiziere.

Was ist das Schöne an diesem Job?

Mir gefällt, dass ich mit den anderen Schieris und Freunden unterwegs bin und auf dem Platz Referee sein kann.

Was ist weniger schön?

Manchmal kommt man zu den Vereinen und es ist nichts vorbereitet — und daher kann man dann erst später anpfeifen.

Wie viel Prozent der Regelverstöße entdecken Sie?

Man möchte eigentlich jeden Regelverstoß erkennen, aber wie viele wissen: Das geht nicht, man erkennt nicht alle.

Haben Sie schon einmal eine Entscheidung revidiert?

Nein, das musste ich bislang noch nie machen.

Poltern alle Trainer gleich?

Es gibt welche die meckern weniger und andere etwas mehr — das ist eben so.

Wie bereiten sie sich auf ein Spiel vor?

Ich schaue, wo ich lang fahren muss und dann werfe ich vielleicht auch noch einen Blick ins Regelbuch. Dann sehe ich mir noch an, was es für ein Spiel ist – Punktspiel, Pokalspiel, Erster gegen Zweiten oder Erster gegen Letzten.

Gibt es bestimmte Rituale?

Eigentlich keine, aber vielleicht irgendwann einmal...

Wie viele Spiele pfeifen Sie in der Saison etwa?

Ich zähle nicht mit, aber es sind bestimmt so 2O bis 25 — als Schieri und Assistent.

Wie halten Sie sich für Ihren Schieri-Job fit?

Ich treibe ein bisschen Sport und informiere mich über die neuen Regeln.

Sind Sie mit den Spielern per Du oder siezt man sich auf dem Platz?

Auf dem Platz siezt man sich, vor oder nach dem Spiel ist das dann alles offener.

Was war Ihr kuriosestes Erlebnis als Schiedsrichter?

Bei einem meiner Spiele hatte ich einen „Flitzer“, der als Frau verkleidet und zudem noch ganz schön angetrunken war. Später stellte sich heraus, das war für ihn ein Teil seiner Aufnahme in einen Biker-Club.

Würden Sie an den Fußball- Regeln etwas ändern? Wenn ja, was?

Meiner Meinung nach denken sich Leute die Regel mit Grund aus. Man lernt sie dann als Schiedsrichter so wie sie sind und führt sie auch so aus, ob sie Sinn machen oder nicht. Es gibt schließlich Fachleute, welche die Fußballregeln jede Saison aufs Neue überprüfen und dann gibt es gegebenfalls eine Regeländerung.

Gibt es einen Schiedsrichter, den Sie bewundern?

Ganz klar: Pierluigi Collina.

Für wen schlägt in der Bundesliga Ihr Herz?

FC Bayern München.

Gespräch: Tanja Köhler


Unter dem Titel Auf dem Platz den Ball vergessen" veröffentlichte die Thüringer Allgemeine im Rahmen ihrer Serie über Fussball-Schiedsrichter am 23.10.2010 folgenden Beitrag.

Schiedsrichter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports. Mit Jubelgesängen werden sie nur selten konfrontiert. Pfeift ein Schiedsrichter ohne Fehl und Tadel, steht er selten im Blickpunkt. Thüringer Allgemeine stellt Schiedsrichter vor:

Heute: Tobias Nimbs von der SpVgg Geratal.

Seit wann sind Sie Schiedsrichter und waren Sie aktiver Fußballer?

Ich bin seit der Saison 2005/2006 Schiedsrichter, hatte bis dahin nie mit Fußball zu tun.

Wie kamen Sie dazu?

Ich war damals immer mit Freunden unterwegs und wir haben alles zusammen gemacht. Als sie sagten, sie wollen Schiedsrichter werden, hab ich gesagt: „Okay, ich mach‘ mit, aber ich kann nichts versprechen“.

Sie sind sehr jung, wie ist da die Akzeptanz der Männer?

Anfang haben viele gedacht, dass sie es mit so einem jungen Schiedsrichter können, aber den Zahn hab ich denen schnell gezogen.

Was ist das Schöne an diesem Job?

Dass es ohne Schiedsrichter keinen Fußball gäbe, dass jeder, der zuschaut, immer mehr weiß, als der Schiedsrichter selbst und wir wissen es besser.

Was ist weniger schön?

Dass die Zuschauer immer alles besser sehen als der Schiedsrichter.

Wie viel Prozent der Regelverstöße entdecken Sie als Schiedsrichter?

Man weiß ja, dass nie alles erkannt werden kann, denn auch wir sind nur Menschen. Dennoch würde ich sagen, dass ich 90 Prozent erkenne.

Haben Sie schon einmal eine Entscheidung revidiert?

Nicht das ich wüsste, denn das sieht nach außen immer nicht so toll aus.

Meckern alle Trainer gleich?

Ganz und gar nicht. Es gibt Trainer, die ruhig und sachlich mit einem reden. Es gibt auch Menschen, die mich das gesamte Schimpfwort-Vokabular, das sie kennen, hören lassen.

Wie bereiten sie sich auf ein Spiel vor?

Ich lese am Sonntag zuvor, wo ich hin muss, die Tasche ist gepackt und ab dann lasse ich es auf mich zukommen.

Gibt es bestimmte Rituale?

Nein, außer dass man sich auf der Fahrt zum Spiel unterhält.

Wie viele Spiele pfeifen Sie in der Saison etwa?

Über den Daumen sind das so an die 20 Spiele.

Wie machen und halten Sie sich für Ihren Schieri-Job fit?

Ich laufe ab und zu. Da ich die ganze Woche beim Bund bin, gehört ja Sport zum Alltag.

Sind Sie mit den Spielern per Du oder siezt man sich auf dem Platz?

Mit dem Anpfiff bin ich mit allen per Sie. Sobald ich aber abpfeife, dann ist das alles wieder anders, man kennt ja den ein oder anderen Spieler.

Was war Ihr schönstes oder kuriosestes Erlebnis als Schiedsrichter?

Schön war, dass mich meine Familie zu meinen ersten Spielen oft begleitet hat. Kurios (peinlich) war — wenn ich mich recht erinnere — dass ich und 22 Mann auf dem Feld stehen und ich hab den Ball vergessen.

Würden Sie an den Fußball-Regeln etwas ändern? Wenn ja, was?

Ich denke, dass es dafür Leute gibt, die sich das alles ausdenken. Eines würde ich ändern, wie mein Freund und Kollege Paul Hegenbarth schon anmerkte — wenn der Tormann einen Stürmer im Strafraum als letzter Mann foult, sollte es nur Elfmeter geben und nicht noch die „Rote Karte“, denn er ist bestraft genug.

Für wen schlägt in der Bundesliga Ihr Herz a) Schiedsrichter b) Mannschaft?

Wenn ich bei Freunden Fußball schaue, und sie mich fragen, für wen ich denn sei, sag ich immer: „Ich bin für die Unparteiischen“. Ein echter Fan bin ich von Dr. Markus Merk und Herbert Fandel, die beiden besten Schiedsrichter, die ich in Deutschland bis jetzt kenne.

Fragen: Tanja Köhler-Fabig

 


Unter dem Titel „Test auf Strümpfen bestanden“ veröffentlichte die Thüringer Allgemeine im Rahmen ihrer Serie über Fussball-Schiedsrichter am 4.9.2010 folgenden Beitrag.

Paul Hegenbarth aus Geschwenda ist einer der jüngsten Fussball-Schiedsrichter des Ilmkreises

Schiedsrichter sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports. Mit Jubelgesängen werden sie nur selten konfrontiert. Beschimpfungen und Kritik prägen oft ihren Sportalltag. Wahrgenommen werden sie nur dann, wenn strittige Entscheidungen gefällt werden. Pfeift ein Schiedsrichter ohne Fehl und Tadel, steht er selten im Blickpunkt. Thüringer Allgemeine stellt Schiedsrichter vor.

Heute: Paul Hegenbarth (17) aus Geschwenda, Anwärter für die 1. Kreisklasse

Seit wann sind Sie Schiedsrichter und waren Sie aktiver Fußballer?

Ich bin seit der Saison 2008/ 2009 Schiedsrichter und habe bis 2009 im Juniorenbereich Fußball gespielt.

Wie kamen Sie dazu?

Ich wollte schon immer Schiedsrichter werden, Als ich von Tobias Nimbs gefragt wurde, ob ich Lust dazu hätte, habe ich ja gesagt und die Theorieprüfung mit 96 von 100 Punkten bestanden.

Sie sind sehr jung, wie ist da die Akzeptanz der Männer?

Recht gut, das Alter spielt bei der Akzeptanz meiner Person als Schiedsrichter keine Rolle.

Wie war das mit dem verlorenen Sportschuh?

Beim Ausdauertest habe ich einen Schuh verloren, weil der Schnürsenkel gerissen war. Da hab ich den zweiten ausgezogen, bin in Strümpfen weiter gelaufen und habe die Normzeit trotzdem geschafft.

Was ist das Schöne an diesem Job?

Dafür zu Sorgen, dass die Spiele fair ablaufen und man die schwarzen Schafe aussortiert.

Wieviel Prozent der Regelverstöße entdecken Sie als Schiedsrichter?

Ich denke, man kann als Schiedsrichter nicht vollkommen sein, man ist ja auch nur ein Mensch. Aber 90 Prozent erkennt man schon.

Haben Sie angesichts reklamierender Spieler oder Trainer schon einmal eine Entscheidung revidiert?

Nein, natürlich nicht!

Poltern/Meckern alle Trainer gleich?

Es ist von Trainer zu Trainer unterschiedlich. Es gibt viele, mit denen man sich gut unterhalten kann. Gegen eine gesunde Kritik ist ja nichts einzuwenden.Aber es gibt viele unerträgliche Trainer, welche die Atmosphäre unnötig anheizen.

Wie bereiten sie sich auf ein Spiel vor?

Ein Blick ins Regelheft vor dem Spiel schadet nichts und die Tasche wird im Laufe der Woche gepackt. Sonst lasse ich es auf mich zukommen.

Wie viele Spiele pfeifen Sie in der Saison etwa?

Ich habe in der Saison 2009/ 2010 insgesamt 54 Spiele geleitet bzw. an der Seitenlinie mitgeleitet.

Wie machen und halten Sie sich für Ihren Schieri-Job fit?

Ich gehe ab und an Joggen, aber sonst nichts Besonderes.

Sind Sie mit den Spielern per Du, oder siezt man sich auf dem Platz?

Auf dem Platz nur „per Sie“.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Schiedsrichter?

Die erste berechtigte „Rote Karte“, die ich einem Spieler zeigen musste.

Würden Sie an den Fußball-Regeln etwas ändern? Wenn ja, was?

Wenn der Tormann als letzter Mann den Stürmer im Strafraum foult, sollte es nur Elfmeter geben und keine „Rote Karte“. Weil ich der Meinung bin, dass der Torhüter damit genug bestraft wird.

Für wen schlägt in der Bundesliga Ihr Herz?

Für den Schiedsrichter Dr. Felix Brych.

Fragen: Thomas Höpfner

Landesklasse Süd: 5. Spieltag

SV Wacker Bad Salzungen - SpVgg Geratal 1:2 (1:2)

(kda)

Als Reaktion auf die vermeidbare Pokalniederlage in Bischleben zeigten sich die Gerataler in der Abwehr umformiert. Kruse spielte wieder im Abwehrzentrum und als neuen Mann stellten die Trainer Paul Kohlschmidt als Verteidiger auf. Leider mussten sie auch Rick Brandl und Robin Keiner ersetzen, die sich unter der Woche beim Training verletzten. Die Mannschaft selbst zeigte sich wie in den vorherigen Punktspielen durchaus selbstbewusst und ihrer Mittel sicher.

Kruse als absolut letzten Mann aufzustellen, war, wie es sich sofort zeigte, eine weise Entscheidung, da die Salzunger auf dem unebenen Platz nur mit langen Bällen operierten. Anfangs hatten die Gäste sowohl mit der Spielweise als auch mit dem Geläuf so ihre Schwierigkeiten. Daraus resultierten Abstimmungs-probleme, die zu ersten Chancen für die Einheimischen und letztlich auch zum Tor durch Völker in der 12. Minute führten. Den Rückstand verkrafteten die Gerataler schnell, zogen ihrerseits ein Spiel mit langen Pässen auf, von dem hauptsächlich die beiden Jüngsten, Hofmann und Heyer, auf Grund ihrer Schnelligkeit profitierten. Auf diese Art und Weise ergab sich für beide jeweils eine Chance in der 18. und 22. Minute, bevor in der 29. Minute Florian Heyer einen langen Ball Maleße´s erlief und mit einem trockenen Schuss den Salzunger Schlussmann zum 1:1 überwand. Ähnlich, nur mit den Akteuren Busch (Passgeber) und Hofmann (Vollstrecker) fiel in der 35. Minute das 2:1 für die Gäste. Somit hatte das Spiel schon vor dem Halbzeitpfiff dem Verlauf nach das entsprechende Resultat.

In Hälfte zwei operierten die Gerataler gewohnt druckvoll, wollten mit dieser Spielweise schnell den Abstand vergrößern. Es ergaben sich auch eine Vielzahl von Chancen, so in der 48. Minute nach einer Hofmann- Huck- Kombination, in der 51. Minute durch einen Kopfball des aufgerückten Kohlschmidt oder in der 66. Minute, als Maleße einen Rückpass von Heyer bekam, aber ein weiteres Tor sollte nicht fallen. Und so kam es wie es in solchen Spielen meistens kommt, der Gegner wird stärker gemacht und man zittert sich über die letzten Spielminuten. Dabei rissen die Salzunger bei weitem keine Bäume aus, erarbeiteten sich aber größere Feldanteile und auch die eine oder andere Chance. Erleichterung herrschte auf der Gästebank, als Torwart Mentzel in der 76. Minute einen Kopfball des Salzunger Lemke um den Pfosten „guckte“, reagieren hätte er wohl nicht mehr können. Einzig Hofmann, der im gesamten Spiel eine enorme Laufarbeit absolvierte, hatte noch in der 84. Minute eine nennenswerte Angriffsaktion, ansonsten waren die Gerataler mit Abwehrarbeit beschäftigt, und alle glücklich, dass der souverän und äußerst umsichtig leitende Schiedsrichter Backhaus (kam ohne Karten aus) das Spiel pünktlich abpfiff.

So kommt es am Freitag, 17.9., um 17:30 Uhr in Geraberg zum Spitzenspiel zwischen der Spielvereinigung und den bis heute ebenfalls ungeschlagen Struth-Helmershöfern, das sicherlich eine große Zuschauerkulisse verdient hat.

SV Wacker Bad Salzungen: Zipperer, Schottmann, Damaske (73. Weyh), Hoppe, Johne, Hlawtschke, Zweigelt, Gross, Hlawatschek, Völker (65. Lemke), Patz

SpVgg: Mentzel, Kohlschmidt, Busch, Huck, Maleße, Wollenschläger, Mielke, Hofmann (90. Y. Ben Achour), Franz (78. Gothe), Heyer (88. Priefer)

Schiedsrichter: Backhaus (Steinheuterode)

Zuschauer: 200

4. Spieltag 1. Kreisklasse

Geratal 3 - Osthäuser SV 6:1 (2:0)

Das einseitige Spiel wurde von den einzigen Highlights der Gäste eingerahmt, in der 1. Minute ein satter Torschuss, der Diemar im Gerataler Tor zur Parade forderte und dem Ehrentreffer in der 90. Minute, als die Gastgeber schon gedanklich in der Kabine waren. Ansonsten spielten nur die Hausherren und nutzten noch nicht mal alle Chancen, z.B. einen Strafstoß nach Foul an Roth in der 7. Minute, den Stade verschießt. Die überalterte Gastmannschaft war überfordert und gab sich mit fortdauerndem Spielverlauf auf. Die Tore erzielten Zink mit einem Solo (1:0, 9.), Roth nach Pass von Langenhahn (2:0, 28.), Zink nach Ballstafette über Stade und Roth (3:0, 48.) zweimal Bulko nach Zuspiel von Zink (4:0, 59. und 5:0, 83.) und Langguth (6:0, 85.). Unschön die 75. Minute, als Rüdiger wegen Nachtretens die Rote Karte sah und in der anschließenden Diskussion auch noch ein Osthäuser Spieler mit Gelb-Rot wegen Meckerns das Spielfeld verlassen musste (75.).
 
Geratal: Diemar, Bittmann, Rüdiger (75.RK), Bolt, Langenhahn, Ermer (68.Langguth), Reiprich (46. Siegfried), Stade, To.Roth (68.Menger), Zink, Bulko
 
Zuschauer: 50
 
Schiedsrichter: Bussemer (Martinroda)

2. Hauptrunde ODDSET- Landespokal

SG Bischleben/Möbisburg - SpVgg Geratal 5:3 (1:1)

(kda)

In der 2. Hauptrunde des Thüringenpokals musste die Spielvereinigung Geratal gegen die SG Bischleben/Möbisburg auf deren Platz antreten. Wie aus den Vorjahren gewohnt - man spielte zwei Saisons in der Landesklasse in einer Staffel - fand das Spiel mit über 250 Zuschauern, darunter viele mitgereiste Gäste, vor einer ansehnlichen Kulisse statt. Dieser wurde speziell in der 2. Halbzeit typischer Pokal- Fußball geboten, Spannung, Hektik, Tore, Schiedsrichterentscheidungen, die vornehmlich Diskussionsstoff für das Gästelager boten, und ein Spielausgang, der nicht dem Verlauf entsprach aber für Pokalspiele nicht untypisch ist.

In der ersten Spielhälfte brauchte es ca. 20 Minuten bis sich beide Mannschaften auf die Platzbedingungen (sehr holpriger, tiefer Rasen) eingestellt hatten, wobei das Spiel durchaus temposcharf von beiden Mannschaften geführt wurde, es bis auf die Verletzung und nachfolgende Auswechslung von Yasin Ben Achour kaum Unterbrechungen durch Freistöße oder Einwürfe gab. Jeweils eine Chance auf beiden Seiten waren zu registrieren, ehe Rick Brandl in der 35. Minute sich an der Mittellinie den Ball erkämpfte, in Richtung Strafraum lief, den links postierten Fabian Heyer anspielte, dieser in den Strafraum eindrang und aus halblinker Position in die lange Torecke vollendete. Diese Führung spielte die Spielvereinigung bis zur 44. Minute clever aus. Doch hier pfiff der Schiedsrichter ein Foul an Brandl in der Nähe der Mittellinie gegen die Gäste, der schnell ausgeführte Freistoß kam letztlich zum Bischlebener Heinrich, der zum 1:1 ausglich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff denkbar ungünstig.

Die Gäste aus dem Geratal kamen aber unbeeindruckt aus der Kabine zurück, hatten zwar Glück als in der 48. Minute gleich zwei einheimische Spieler an einem Querpass vor dem Mentzel- Tor vorbeirutschten, bestimmten ansonsten das Spiel. In der 51. Minute trat Robert Gothe von links einen Freistoß, die Ruppigkeiten auf dem Platz nahmen zu, so angeschnitten in den gegnerischen Strafraum, dass Robin Keiner nur noch den Kopf zur erneuten Führung hinhalten brauchte. Die Freude währte nicht lange, denn in der 53. Minute pfiff der Schiedsrichter eine klare Abseitsstellung Sander´s nicht ab, und so erzielte dieser das 2:2. Die Gäste wollten nun unbedingt den Sieg, hatten klare Feldvorteile und auch Chancen zur erneuten Führung. Busch hämmerte in der 61. Minute einen Freistoß aus 30m an den linken Pfosten und lag mit einem erneuten Versuch in der 75. Minute goldrichtig, doch Hoffmeister im Bischlebener Tor konnte den Ball noch über die Latte bugsieren. Einen der gelegentlichen Konter der Einheimischen, zwischenzeitlich war Becker wegen eines üblen Fouls an Gothe mit Rot vom Platz geschickt worden, konnte der wieder indisponierte Robert Rösler nur durch Halten im eigenen Strafraum unterbinden, worauf Heinemann in der 78. Minute per Foulelfmeter die Führung zum 3:2 erzielte. Doch nur fünf Minuten später erzielte Rick Brandl nach einem Foul an Keiner im Strafraum per Elfmeter den 3:3 Ausgleich. In dem Bemühen noch vor einer evtl. Verlängerung den Sieg mit in das Geratal nehmen zu können, stürmten die Gäste vehement, vernachlässigten dabei aber trotz personeller Überzahl die Abwehr, und die Gastgeber konnten zweimal wieder über ihre linke Angriffsseite entscheidende Vorstöße setzen. In der 84. Minute als Friedrich von dieser Position auf Sander flanken konnte und dieser per Kopf das 4:3 markierte und in der 87. Minute als der aufgerückte Tobias Huck vorne seine Chance nicht nutzen konnte, postwendend ein langer Ball auf den links enteilten Heinrich gespielt wurde, dieser nach innen zu Sander passte, der den Endstand herstellte.

Die Spieler der Spielvereinigung Geratal sollten die erste Niederlage im siebenten Pflichtspiel nicht sonderlich dramatisch nehmen, Schwerpunkt ist nun mal die Meisterschaft, die Verantwortlichen dennoch aus diesem Spiel die offensichtlichen Schwachpunkte in der Abwehr analysieren und hier gegebenenfalls auch mal mit einer personellen Umbesetzung reagieren.

SpVgg: Mentzel,  Busch, Rösler, Huck, Y. Ben Achour (13. Keiner), Wollenschläger, Mielke, Gothe (80. Maleße), Brandl, Franz, Heyer (66. Hofmann)

SG Bischleben/Möbisburg: Hoffmeister, Perec, Greßler, Hochmuth, Heinrich, Schmidt, Heinemann, Sander (90. Neumann), Friedrich, Loose (88. Kühne), Becker (75. RK)

Schiedsrichter: Nimptsch (Wundersleben)

Zuschauer: 256

Landesklasse Süd: 4. Spieltag

SpVgg Geratal – FSV 06 Eintracht Hildburghausen 1:0 (1:0)

(kda) Das aufgrund der Feierlichkeiten zum 130jährigen Jubiläum des TSV 1880 auf den Freitagabend vorgezogene und nach Elgersburg verlegte Spitzenspiel der Landesklasse Staffel Süd (1. gegen 3.) fand trotz widriger Witterungsbedingungen vor einer recht ansehnlichen Zuschauerkulisse und bei bester Versorgung einen würdigen Rahmen. Die Gerataler wurden der Spitzenreiterposition trotz des Ausfalls Kruse´s (privat) und Hofmann´s (verletzt) weitestgehend gerecht, gewann hoch verdient, am Ende aber dennoch mit Glück. Hildburghausen, ebenfalls zwei Ausfälle (berufsbedingt), zeigte nur sporadisch wie gefährlich man aufspielen kann.

Die erste Hälfte der 1. Halbzeit spielte sich mehr oder weniger zwischen beiden Strafräumen ab, lediglich Kirchner auf der einen und Mielke auf der anderen Seite versuchten sich in Torschüssen. Von den Spielanteilen und Ballbesitzen waren die Gerataler aber schon hier stärker. Auch zeigte sich im Vergleich zum Spiel in Suhl, dass mit Tobias Huck als Abwehrchef diese ruhiger und abgeklärter operierte. Ab der 20. Minute entwickelten die Gerataler mehr Torgefahr, folgerichtig gingen sie in der 28. Minute durch einen herrlichen (Hinter)kopfball Heyers nach gefühlvollem Freistoß von Franz in Führung. Mehr Höhepunkte gab es in dieser Spielhälfte nicht.

Ganz anders dann in der zweiten Halbzeit, hier zeigten die Einheimischen von Beginn an, dass sie weitere Tore wollten. Pressing schon in des Gegners Hälfte zwang die Hildburghäuser zu Fehlern, die immer wieder zu Ballverlusten führten und besonders durch Brandl, der hinter den Spitzen hervorragend operierte und Yasin Ben Achour, der bis zu seiner Kopfverletzung einen guten, offensiv interpretierten „Sechser“ abgab, zu gefährlichen Situationen und Zuspielen in Richtung Hildburghäuser Tor genutzt wurden. Doch die teilweise hochkarätigen Chancen wurden nicht genutzt. In der 56. Minute rutschte Eismann an einem Querpass Heyer´s im Torraum vorbei, in der 63. Minute verzog Keiner freistehend vor Keeper Klemm nach einem Brandl- Pass. Dieser Umklammerung versuchten sich die Gäste verstärkt durch Fouls (insgesamt 7 gelbe Karten) zu entziehen, was u.a. zu einem Foulelfmeter, an Brandl in der 75. Minute verwirkt, führte. Doch auch Routinier Tobias Huck zeigte Nerven, nach dem im Suhler Spiel vor Wochenfrist schon Franz und Brandl unsicher waren, und fand in Klemm seinen Meister. Statt mit einer sicheren Führung das Spiel zu Ende zu bringen, witterten die Gäste Morgenluft. Spätestens als Gothe in der 80. Minute auch nicht den Ball alleinstehend an Klemm vorbei ins Tor schießen konnte, spielten die Hildburghäuser Alles oder Nichts. In der 83. Minute musste T. Huck einen Ball von der Linie schlagen, in der 87. Minute holte Mentzel per Faustabwehr einen Kirchner- Freistoß aus dem Winkel und in der 89. Minute war es der junge Heyer, der einen Kopfball des aufgerückten Hildburghäuser Torwarts von der Linie holte. Man hörte förmlich bei den Geratal- Verantwortlichen und Fans den berühmten Stein plumpsen, als Schiedsrichter Torsten Landgraf aus Thal bei Ruhla das Spiel abpfiff, ein Punktverlust hätte aufgrund der ausgelassenen Chancen den Verlauf auf den Kopf gestellt.

SpVgg: Mentzel,  Busch, Huck, Y. Ben Achour (84. Rösler), Wollenschläger, Mielke (88. Maleße), Keiner (76. Gothe), Brandl, Eismann, Franz, Heyer

FSV Hildburghausen: Klemm, Schneider, Schelhorn, Bolz, Wagenschwanz, Hummel, Dötsch, Holl (69. Rogowski), Rottenbach (82. Hammerschmidt), Kirchner, Hofmann (46. Flick)

Schiedsrichter: Landgraf (Thal)

Zuschauer: 180