Saisonrückblick 2011/2012 SpVgg Geratal II

Regionalklasse Staffel 3

Vom Vereinsvorstand wurde vor Beginn des Spieljahres ein einstelliger Tabellenplatz als Saisonziel für die Zweitvertretung der Spielvereinigung als ehrgeiziges Ziel vorgegeben, galt es doch, an den vierten Platz des Vorjahres anzuknüpfen. Vor allem dank einer hervorragenden Rückrunde konnten die Erwartungen erfüllt werden. Hinzu kommt die Torjägertrophäe für Marcel Hielscher, der mit 29 Toren bei 28 Einsätzen diese Wertung in der Staffel 3 souverän anführt.

Die Spieler um die Trainer Nicky Schulz und Jens Barchewitz starteten gut in die Punktspiele, holten gegen den späteren Aufsteiger Stadtilm zu hause souverän drei Punkte (4:1) und konnten im nächsten Kreisderby auch Gräfinau-Angstedt bezwingen (4:0). Vier Niederlagen in Folge, von denen die bei Rennsteig (5:2), einschließlich Feldverweis für Torwart Wenig, die schmerzlichste war, ließen das Team zwischenzeitlich auf Tabellenplatz 12 abrutschen. Ein Sieg in Kromsdorf (0:2) mit 11 Mann einschließlich Spielertrainer beendete die Halbserie. Auf einem 10.Tabellenplatz mit 17 Punkten und einem negativen Torverhältnis von 28:34 Toren ging es in die Winterpause.


Die erfolgreichste Saison

Die zweite Saison der SpVgg Geratal war zugleich die erfolgreichste des Fußballs dieser Region in der Fußball-Landesklasse Süd. Nur der Aufstieg wurde knapp verpasst.

  • Aufsteigende Tendenz bei der SpVgg Geratal - so wie auch hier in dieser Szene aus dem Hildburghausen-Spiel mit Kruse, Y. Ben Achour und Busch (v. l.). Foto: König
 
Geraberg/Geschwenda - Am Ende einer langen Saison - vor den Punktspielen waren zwei Landespokal-Runden angesetzt - schrammte die 2010 gegründete SpVgg Geratal knapp am Aufstieg in die Verbandsliga vorbei. Trotzdem war diese Spielzeit mit Positiv-Superlativen gespickt: Mit 86 Treffern erzielte die Mannschaft die meisten Tore der Staffel, kassierte mit 25 die wenigsten Gegentore der gesamten Thüringer Landesklasse und hatte mit 61 Plustoren auch das beste Torverhältnis aller 48 Landesklasse-Teams. Dazu kommen noch nie erreichte 63 Punkte, der Sieg in der Fairplay-Wertung und mit Robin Keiner der zweitbeste Torschütze der Staffel (23 - hinter Kerschner aus Kaltennordheim/29). Das war zu Beginn der Saison nicht vorauszusehen gewesen.

Großer Frühjahrscoup

Der Punktspielstart im Sommer 2011 fiel noch etwas holprig aus. Nach dem 0:1 im sechsten Spiel gegen Struth-Helmershof war die SpVgg als 11. der Tabelle sogar zweistellig - das aber zum ersten wie zum letzten Mal. Das neue Trainergespann mit Walter Jänicke und Mario Röser musste offensichtlich seine Handschrift dem nahezu unveränderten Spielerkader erst "einlesen". Aber man schloss bereits die Hinrunde als sehr guter Vierter ab. Den ganz großen Coup landeten die Männer aus dem Geratal dann in der zweiten Halbserie. Nicht wie in den vergangenen Jahren, als nach der Winterpause stets geschwächelt wurde, sondern mit nahezu konstant guten Leistungen schöpfte die Mannschaft trotz recht engen Spielerkaders ihre Möglichkeiten nahezu aus. Es gab nur wenige Ausnahmen, etwa die Auswärtsniederlagen in Suhl (0:2), beim FC Sonneberg (0:1) und in Steinbach-Hallenberg (0:1). Aber die kosteten letztlich den Aufstieg.

Wie die Statistik schon sagt war die Abwehr eine wichtige Stütze. Dieses Bollwerk war nur schwer zu knacken - angefangen von Torhüter Lipsius, dem nach dem Weggang von Mentzel von Vodermayer assistiert wurde, über Abwehrchef Kruse, dessen Ruhe und (mitunter etwas zu viel) Abgeklärtheit viel zur Stabilität der Abwehr beitrugen, bis hin zu den Verteidigern Busch, Bärwinkel, Maleße, Seyfferth, A. Ben Achour und Seeber (neben Musch einer der wenigen, die den Sprung aus der Regional- in die Landesklasse schaffen wollten). Vor dieser Abwehr zog Kapitän Wollenschläger als "Sechser" manch gegnerischem Spielaufbau rechtzeitig den Nerv. Assistiert von Franz, Mielke, und Hofmann sowie je nach Taktik einem weiteren Akteur aus der hinteren Reihe wurde hier Entscheidendes für den Spielaufbau getan.

Richtige Spielanlage

Hier nun taten sich insbesondere Y. Ben Achour - dessen zwingenden Dribblings immer für Gefahr sorgten -, Tobias Huck - nach wie vor mit dem richtigen Blick für den "tödlichen" Pass - und auch Rick Brandl - versorgte nicht nur seinen Kumpel Keiner mit finalen Pässen - hervor. Zusammen steuerten sie stolze 23 Tore bei. Im Angriff waren Robin Keiner und Fabian Heyer eine Bank. Ersterer mehr als Vollstrecker, während Heyer zwar in dieser Saison nicht so torgefährlich wie gewohnt wurde, aber immens wichtig für Balleroberung und -behauptung wurde.

Die Spielanlage war exakt auf diesen Kader zugeschnitten. Dafür gebührt den Trainern Dank - auch wenn das von wenigen Zuschauern mitunter anders gesehen und auch vom Spielfeldrand lautstark kundgetan wurde. Überhaupt könnten die Zuschauerzahl höher und die Unterstützung von außen größer sein! Im Gegensatz dazu hörte man bei Geratals Auftritten in Geisa (10:0) und Sachsenbrunn (7:0) von den Gastgebern dennoch kein negatives Wort über deren eigene Spieler.

Bis auf Marian Mielke (Mäbendorf) zeichneten sich bisher keine Abgänge ab. Dafür arbeitete der Verein an einigen durchaus namhaften Neuzugängen aus der Region. kda/rd

eingesetzte Spieler: Heyer 30, Wollenschläger 29; Maleße, T. Huck, Keiner je 28, Kruse 27, Busch, Bärwinkel, Hofmann je 26, Franz 25; Brandl, Y. Ben Achour je 24, Lipsius 23, Mielke 21, Seyfferth 18, A. Ben Achour 12, Mentzel 7, Seeber 4, Vodermayer 3, Musch 2

Tore: Keiner 23, Brandl 12, Heyer 8, T. Huck, Franz je 7, Maleße, Busch je 5, Hofmann, Y. Ben Achour je 4, Wollenschläger, Bärwinkel je 3, Kruse, A. Ben Achour je 1

Regionalklasse 3, 28. Spieltag
SpVgg Geratal II - TSV 1928 Kromsdorf  5:2 (1:1)


Bei schönstem Fussballwetter tasteten sich die Mannschaften zunächst ab. Die Gastgeber hielten den Ball in den eigenen Reihen, die Gäste massierten ihre Deckung, so dass eine Viertelstunde nichts passierte. Ein erstes Achtungszeichen setzte der Kromsdorfer Reimann, nicht nur der älteste, sondern auch der an diesem Tag beste Spieler auf dem Platz, als er Wenig prüfte (14.). Dann machte Dobschanetzki "den Robben", als er in dessen Manier von außen nach innen zog. Aber seinen scharfen Abschluss ins untere Eck erreichte Torwart Krüger gerade so (15.). Einen langen Ball in die Spitze bekam Heinze im Verteidigungszentrum nicht unter Kontrolle, so dass Fiedler allein vor Wenig den Ball im Tor unterbringen konnte (0:1, 18.). Die Gäste waren in den ersten 30 Minuten die klar bessere Mannschaft. "Wach werden!" erscholl mehrmals von der einheimischen Trainerbank.

 

Landesklasse Süd: 30. Spieltag

SV Falke Sachsenbrunn  - SpVgg Geratal 0:7 (0:6)

(kda)

Auch im letzten Punktspiel der Saison, in dem es im indirekten Vergleich mit Sonneberg  um die Tabellenspitze ging,  entledigte sich die Spielvereinigung mit Bravour beim Absteiger der Aufgabe. Auch wenn aus dem ganz großen Coup nichts wurde, Gratulation und Glückwunsch für die bisher einmalige Landesklassensaison!

Fußballtor als Geschenk zum Kindertag

Nachwuchsförderung soll auch weiterhin durch die Heimatvereine große Beachtung finden. Dementsprechend übergaben heute die beiden Vereinspräsidenten Jens Langguth (SV 08 Geraberg) und Olaf Bartholome (SpVgg Geratal) gemeinsam ein Fußballtor an den Kindergarten "Regenbogen". Das Geschenk der beiden Sportvereine zum morgigen Kindertag wurde durch die Kinder mit großem Jubel sofort in Beschlag genommen.

Foto: Unmittelbar nach der Geschenkübergabe durch Jens Langguth (mi) und Olaf Bartholome (re) in Anwesenheit des Bürgermeisters Günther Irrgang.

Regionalklasse 3, 29.Spieltag

SV 09 Arnstadt II - SpVgg Geratal II  4:3 (3:2)

(fm) Diejenigen Zuschauer, die die berühmte akademische Viertelstunde zu spät anreisten, hatten schon die meisten Tore der Partie verpasst. Bereits in der 3.Spielminute schaltete Tobias Roth am schnellsten, als er nach dem Abwehrversuch eines Balles im Strafraum, bei dem sich mehrere Arnstädter Spieler behinderten, die Kugel mit dem Fuss im leeren Tor unterbrachte (0:1, 3.). Schon kurz danach glich der schnelle Machts, mit dem die Gerataler ihre Mühe hatten, nach einem indirekten Freistoß von Leischner aus (1:1, 7.) und köpfte nach einem Eckball sogar seine Mannschaft in Führung (2:1, 10.). Wo Torhüter Wenig mit den Gedanken war, als er den Rückpass von Heinze mit den Händen aufnahm, weiß er wohl nur selbst. Kein Spiel ohne Hielscher-Tor. Der schlug wieder zu und stellte per Kopf nach Seeber-Freistoß alles wieder auf Null (2:2, 12.). Huck verpasste den Kasten mit einem Kopfball (21.).

Landesklasse Süd: 27. Spieltag

SpVgg Geratal – SV 08 Steinach 3:1 (3:0)

(kda)

Das immer wieder mit Spannung erwartete Spiel gegen den alten Kontrahenten aus dem „Wald“ hielt was es versprach. Die Gastgeber zeigten sehr guten Kombinationsfußball, diesmal speziell in der ersten Spielhälfte mit einer hohen Effektivität. Die Gäste versteckten sich keineswegs, hatten durch gute Einzelaktionen durchaus Torchancen. Und auch aus dem „Kuriosenkabinett“ wurde etwas geboten – ein Foulelfmeter für die Einheimischen und Franz´s Eigentor!

Landesklasse Süd: 29. Spieltag

SpVgg Geratal  - FSV 06 Hildburghausen 3:1 (2:0)

(kda)

Im Kampf um die Tabellenspitze gestaltete die Spielvereinigung gegen den alten Kontrahenten Hildburghausen speziell in der ersten Halbzeit ein ansehnliches, gut strukturiertes und mit vielen sehr gut herausgespielten Chancen versehenes Spiel. Vielleicht war es den Geratalern gerade in der ersten Spielhälfte zu einfach gemacht worden, ihre Überlegenheit zu groß, dass sie es in der zweiten Halbzeit zu großen Teilen etwas schleifen ließen. Zum Glück gab es wieder einen Keiner, der in unnachahmlicher Manier das Spiel fest machte!

Regionalklasse 3, 27.Spieltag
SV Stahl Unterwellenborn II - SpVgg Geratal II  4:3 (2:1)


(fm) So ist das mit den Serien im Fussball, mal enden sie, mal setzen sie sich fort. Das Samstagspiel zu mittäglicher Stunde war vor allem eins, sehr fair und ruhig, keine Verwarnungen, keine Meckerei. Andererseits zeugte das auch von relativ gemütlichem Herunterspielen zweier Partner aus dem Tabellenmittelfeld. Die vielen Tore wurden meist durch individuelle Fehler begünstigt, Geratal kommt drei mal wieder heran. Zur Chronologie:

Landesklasse Süd: 28. Spieltag

FSV Ulstertal Geisa - SpVgg Geratal  0:10 (0:4)

(kda)

Souverän entledigte sich die Spielvereinigung des Spiels beim bisher sieglosen Tabellenletzten der Landesklasse Süd. Zugegebenermaßen dauerte es ca. 15 Minuten bis die Gerataler so richtig den Rhythmus fanden, aber das lag wohl eher am „Kopf“, kurz vor Spielbeginn mussten sie eine medizinische Notversorgung inklusive Rettungshubschraubereinsatz auf dem Sportplatz mitverfolgen, bzw. der fehlenden Gegenwehr der Gastgeber als am eigenen Unvermögen. Die Gastgeber zeigten erst nicht viel und nach dem Ausscheiden von Hildebrandt auf Geisaer Seite passierte von diesen gar nichts mehr. So waren Tore nur eine Frage der Zeit, schließlich wurden es zehn, was man erst mal bewerkstelligen muss.

Landesklasse Süd: 26. Spieltag

SV Neuhaus-Schierschnitz  - SpVgg Geratal   2:5 (1:3)

(kda)

Bis auf wenige Minuten zeigte sich die Spielvereinigung auf der „Biene“ in Neuhaus-Schierschnitz recht souverän. Wenn da nicht immer wieder die vermaledeite Chancenverwertung wäre, könnten die Fans und Offiziellen sehr geruhsame Spiele verbringen. Was da vergeben wurde, geht schon weit über die sprichwörtliche Kuhhaut!

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