SV Stahl Unterwellenborn II - SpVgg Geratal II

Regionalklasse 3, 27.Spieltag
SV Stahl Unterwellenborn II - SpVgg Geratal II  4:3 (2:1)


(fm) So ist das mit den Serien im Fussball, mal enden sie, mal setzen sie sich fort. Das Samstagspiel zu mittäglicher Stunde war vor allem eins, sehr fair und ruhig, keine Verwarnungen, keine Meckerei. Andererseits zeugte das auch von relativ gemütlichem Herunterspielen zweier Partner aus dem Tabellenmittelfeld. Die vielen Tore wurden meist durch individuelle Fehler begünstigt, Geratal kommt drei mal wieder heran. Zur Chronologie:

Die Gastgeber kommen über die linke Seite, Dobschanetzki und Belger schießen sich im Fünfmeterraum direkt neben dem Tor gegenseitig an, so dass M.Baerschneider aus kürzester Distanz einnetzen kann (12.). Die Antwort der Gerataler lässt nicht lange auf sich warten. Lippert flankt, Kugler im Tor stürzt heraus, doch Huck bringt das Spielgerät aus 10 Metern irgendwie ins Tor (17.). Die Gäste machen sich das Leben selbst schwer, indem sie den Ball zu lange halten und bei Gegenangriffen die Zuordnung verloren geht. Dadurch haben sie zu tun, die Situationen noch zu retten und bringen nach vorn nicht viel zustande. Viel zu wenig herausgespielte Torchancen und fast keine Distanzschüsse prägen deren erste Halbzeit. Ein ums andere Mal dringen die Gastgeber in die gegnerische Hälfte ein. Besonders Müller-Sachs und Erdmann "machen Betrieb" während ihr Torjäger Spitzner von Belger gut bewacht wird. Müller-Sachs erläuft sich einen Pass in den Raum. Der letzte Mann Stöckel grätscht neben dem linken Pfosten und ein solches Geschenk läßt sich so ein routinierter Spieler nicht entgehen - Foulstrafstoß. M.Baerschneider tritt an, Vodermayer ist noch in der richtigen Ecke, doch er erreicht den platzierten Ball nicht (34.). Im ersten Umlauf hat Hielscher noch die Gelegenheit, eine Flanke von Huck zu verwerten, sein Abschluss trifft aber nicht das Tor (37.). Eine Minute später prüft Palmowski aus spitzem Winkel Vodermayer, der kann mit den Fäusten klären (38.). Kurz vor der Pause spitzelt Stöckel in letzter Sekunde dem einschussbereiten Palmowski den Ball vom Fuss (43.).

Die Gäste kommen motiviert ob ihrer Rückrundenserie aus der Kabine. Rechts setzt sich Musch durch und wieder einmal steht Hielscher am langen Pfosten goldrichtig, um den Ball den Torwart durch die Hände zu köpfen (46.). Im Bemühen, "schön" zu kombinieren anstatt konsequent zu spielen nimmt Kohlschmidt zentral den Ball mit der Brust an, der fällt Meyer vor die Füsse, der sofort flach ins Eck abzieht (60.). Jetzt lassen die Gerataler die Köpfe hängen und prompt fehlt es wieder an der Zuordnung in der Abwehr. Unterwellenborn spielt direkt und schnell, so dass drei Mann frei sind, von denen Spitzner verwertet (63.). Nach einer Phase der Niedergeschlagenheit übernimmt Geratal dann die Initiative. Roth und Huck versuchen noch erfolglos den Kasten zu treffen. Dobschanetzki setzt seine Schnelligkeit nach vorn ein, gibt den Ball nicht verloren und flankt auf Roth, doch der Torwart ist auf der Hut (77.). Dann dribbelt wieder Torjäger Hielscher auf rechts, flankt in den Strafraum und der eingewechselte Roth kann überlegt den Anschlusstreffer markieren (82.). Nun haben die Gastgeber alle Zeit der Welt, die ins Aus gehenden Bälle wieder ins Spiel zu bringen. Bei einem Abwehrversuch im U-Wellenborner Strafraum sehen die Gerataler ein Handspiel, doch der Pfiff bleibt aus (90.). Nach drei Nachspielminuten ist die Ungeschlagen-Serie der Gerataler Geschichte, doch Marcel Hielscher hat wieder getroffen.

SV Stahl Unterwellenborn II: Kugler, Palmowski, Wolter, M. Bärschneider, Langhammer, Erdmann, Hille, Müller-Sachs, Meyer, D.Bärschneider, Spitzner

SpVgg Geratal II: Vodermayer, Kohlschmidt, Yurolmaz, Bulko, Musch, Dobschanetzki, Hielscher, Lippert, Belger, Huck, Stöckel

Tore: 1:0 M. Bärschneider (12.), 1:1 Huck (17.), 2:1 M.Bärschneider (FE, 34.), 2:2 Hielscher (47.), 3:2 Meyer (60.), 4:2 Spitzner (63.), 4:3 Roth (82.)

Schieri: Kofahl (Niederroßla)

Zuschauer: 53