Saisonrückblick 1.Mannschaft 2011/12


Die erfolgreichste Saison

Die zweite Saison der SpVgg Geratal war zugleich die erfolgreichste des Fußballs dieser Region in der Fußball-Landesklasse Süd. Nur der Aufstieg wurde knapp verpasst.

  • Aufsteigende Tendenz bei der SpVgg Geratal - so wie auch hier in dieser Szene aus dem Hildburghausen-Spiel mit Kruse, Y. Ben Achour und Busch (v. l.). Foto: König
 
Geraberg/Geschwenda - Am Ende einer langen Saison - vor den Punktspielen waren zwei Landespokal-Runden angesetzt - schrammte die 2010 gegründete SpVgg Geratal knapp am Aufstieg in die Verbandsliga vorbei. Trotzdem war diese Spielzeit mit Positiv-Superlativen gespickt: Mit 86 Treffern erzielte die Mannschaft die meisten Tore der Staffel, kassierte mit 25 die wenigsten Gegentore der gesamten Thüringer Landesklasse und hatte mit 61 Plustoren auch das beste Torverhältnis aller 48 Landesklasse-Teams. Dazu kommen noch nie erreichte 63 Punkte, der Sieg in der Fairplay-Wertung und mit Robin Keiner der zweitbeste Torschütze der Staffel (23 - hinter Kerschner aus Kaltennordheim/29). Das war zu Beginn der Saison nicht vorauszusehen gewesen.

Großer Frühjahrscoup

Der Punktspielstart im Sommer 2011 fiel noch etwas holprig aus. Nach dem 0:1 im sechsten Spiel gegen Struth-Helmershof war die SpVgg als 11. der Tabelle sogar zweistellig - das aber zum ersten wie zum letzten Mal. Das neue Trainergespann mit Walter Jänicke und Mario Röser musste offensichtlich seine Handschrift dem nahezu unveränderten Spielerkader erst "einlesen". Aber man schloss bereits die Hinrunde als sehr guter Vierter ab. Den ganz großen Coup landeten die Männer aus dem Geratal dann in der zweiten Halbserie. Nicht wie in den vergangenen Jahren, als nach der Winterpause stets geschwächelt wurde, sondern mit nahezu konstant guten Leistungen schöpfte die Mannschaft trotz recht engen Spielerkaders ihre Möglichkeiten nahezu aus. Es gab nur wenige Ausnahmen, etwa die Auswärtsniederlagen in Suhl (0:2), beim FC Sonneberg (0:1) und in Steinbach-Hallenberg (0:1). Aber die kosteten letztlich den Aufstieg.

Wie die Statistik schon sagt war die Abwehr eine wichtige Stütze. Dieses Bollwerk war nur schwer zu knacken - angefangen von Torhüter Lipsius, dem nach dem Weggang von Mentzel von Vodermayer assistiert wurde, über Abwehrchef Kruse, dessen Ruhe und (mitunter etwas zu viel) Abgeklärtheit viel zur Stabilität der Abwehr beitrugen, bis hin zu den Verteidigern Busch, Bärwinkel, Maleße, Seyfferth, A. Ben Achour und Seeber (neben Musch einer der wenigen, die den Sprung aus der Regional- in die Landesklasse schaffen wollten). Vor dieser Abwehr zog Kapitän Wollenschläger als "Sechser" manch gegnerischem Spielaufbau rechtzeitig den Nerv. Assistiert von Franz, Mielke, und Hofmann sowie je nach Taktik einem weiteren Akteur aus der hinteren Reihe wurde hier Entscheidendes für den Spielaufbau getan.

Richtige Spielanlage

Hier nun taten sich insbesondere Y. Ben Achour - dessen zwingenden Dribblings immer für Gefahr sorgten -, Tobias Huck - nach wie vor mit dem richtigen Blick für den "tödlichen" Pass - und auch Rick Brandl - versorgte nicht nur seinen Kumpel Keiner mit finalen Pässen - hervor. Zusammen steuerten sie stolze 23 Tore bei. Im Angriff waren Robin Keiner und Fabian Heyer eine Bank. Ersterer mehr als Vollstrecker, während Heyer zwar in dieser Saison nicht so torgefährlich wie gewohnt wurde, aber immens wichtig für Balleroberung und -behauptung wurde.

Die Spielanlage war exakt auf diesen Kader zugeschnitten. Dafür gebührt den Trainern Dank - auch wenn das von wenigen Zuschauern mitunter anders gesehen und auch vom Spielfeldrand lautstark kundgetan wurde. Überhaupt könnten die Zuschauerzahl höher und die Unterstützung von außen größer sein! Im Gegensatz dazu hörte man bei Geratals Auftritten in Geisa (10:0) und Sachsenbrunn (7:0) von den Gastgebern dennoch kein negatives Wort über deren eigene Spieler.

Bis auf Marian Mielke (Mäbendorf) zeichneten sich bisher keine Abgänge ab. Dafür arbeitete der Verein an einigen durchaus namhaften Neuzugängen aus der Region. kda/rd

eingesetzte Spieler: Heyer 30, Wollenschläger 29; Maleße, T. Huck, Keiner je 28, Kruse 27, Busch, Bärwinkel, Hofmann je 26, Franz 25; Brandl, Y. Ben Achour je 24, Lipsius 23, Mielke 21, Seyfferth 18, A. Ben Achour 12, Mentzel 7, Seeber 4, Vodermayer 3, Musch 2

Tore: Keiner 23, Brandl 12, Heyer 8, T. Huck, Franz je 7, Maleße, Busch je 5, Hofmann, Y. Ben Achour je 4, Wollenschläger, Bärwinkel je 3, Kruse, A. Ben Achour je 1