Regionalklasse 3: 21. Spieltag

SpVgg Geratal 2 – SpVgg Kranichfeld

(kda)

Mit einem hochverdienten Sieg setzte die 2. Mannschaft der Spielvereinigung Geratal ihren Aufwärtstrend eindrucksvoll fort. Bis auf  ca. 15 Minuten, zwischen der 20. und 35. Minute verlor die Mannschaft etwas die Übersicht, zogen die Priefer, Musch und Lippert gekonnt ihr Spiel auf, so dass Torchancen und Tore reichlich zu verzeichnen waren.Das Spiel, das mit einer Schweigeminute in Gedenken einer kürzlich verstorbenen Mutter eines Spielers der SpVgg begann, sah von Beginn an eine Heimmannschaft, die gewillt war hier und heute als Sieger den Platz zu verlassen.

Landesklasse Süd: 15. Spieltag

SpVgg Geratal – SV Falke Sachsenbrunn 6:1 (3:1)

(kda)

Bei miserablen äußeren Bedingungen (Sturm, Regen und ungewohnte Kälte) entledigte sich die Spielvereinigung mit Bravour der letzten Hinrundenaufgabe der Herbstsaison. Die Gäste, vergangene Woche mit einem Sieg gegen Unterwellenborn gestärkt, hatten nur immer dann eine Chance, wenn die Jänicke- Schützlinge das Spiel etwas schleifen ließen. Aber auch in solchen Situationen kam niemals die Gefahr auf, irgendwie das Spiel aus der Hand geben zu können.

Von Beginn an zeigten die Gerataler, wer Chef auf dem Platz ist. Ohne den verletzungsbedingt fehlenden Keiner, wieder mit Abwehrorganisator Kruse und auch Mentzel im Tor erspielten sie sich hochkarätige Chancen, die sie bis zum 3:0 auch konsequent nutzten. Ein Lattenkreuz- Freistoß von Yasin Ben Achour in der 4. Minute setzte einen ersten Akzent. Fabian Heyer nutzte wenig später nach einer Hofmann- Ecke und Kopfballablage Brandls auf den Torschützen seine Chance zum 1:0 (13.). Sein erstes von drei Toren erzielte Rick Brandl in der 19. Minute (2:0) nach einem herrlichen Rückpass von Tobias Huck - im Übrigen waren Brandl und Huck irgendwie an allen Toren beteiligt - das zweite, wieder im Zusammenspiel mit Huck, in der 23. Minute (3:0). Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielten die Gäste nach einem Abstimmungsproblem in der Gerataler Abwehr per Konter das 1:3 durch Loebel (43.).

Sollten die Gäste in der Halbzeit noch einmal Hoffnung geschöpft haben, machte Brandl diese in der 47. Minute zunichte als er eine Huck- Heyer- Kombination zum 4:1 (47.) vollendete. Mit dieser komfortablen Führung im Rücken wurde nun das Spiel clever kontrolliert. Immer dann, wenn die Gäste glaubten Oberwasser zu bekommen, wiesen die Mannen um Kruse, Wollenschläger und Huck selbige in die Schranken. Huck, Maleße, der von Beginn an spielende und seine Sache gut erledigende Hofmann und Yasin Ben Achour hatten ausreichend Chancen, das Ergebnis höher ausfallen zu lassen. Dies war letztlich Oliver Busch nach einer Mielke- Ecke und Direktabnahme Brandls mit dem 5:1 (86.), als er am linken Pfosten stehend den Ball über die Torlinie drückte, und Fabian Heyer in der 89. Minute (6:1) nach Durchstecker Brandls vorbehalten.

Mit Tabellenplatz 4, 27 Punkten, 38:16 Toren und zwei, drei Niederlagen zu viel (Steinbach-Hallenberg, Kaltennordheim und Struth-Helmershof) lässt es sich gut überwintern. Hoffen wir nur, dass es dem Trainergespann Jänicke/Röser besser als ihren Kollegen in den vergangenen Jahren gelingt, die Mannschaft aus dem Winterschlaf zu erwecken.

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (78. Mielke), Busch, Huck, Y. Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger, Brandl, Hofmann, Heyer, Kruse

SV Falke Sachsenbrunn: Mittenzwei, Müller, Koehler, Schwabbacher, Loebel, Zetzmann (46. Gerlof), Jonscher, Göhring, Lehr, Hottenroth, Schmidt (83. Hörnlein)

Schiedsrichter: Runknagel (Barchfeld)

Zuschauer: 100

Torfolge: 1:0 Heyer (13.), 2:0 Brandl (19.), 3:0 Brandl (23.), 3:1 Loebel (43.), 4:1 Brandl (47.), 5:1 Busch (86.), 6:1 Heyer (89.)

Landesklasse Süd: 10. Spieltag

SpVgg Geratal – SV Germania Ilmenau 0:0

(kda)

Bei besten äußeren Bedingungen, eingebettet in das Kirmeswochenende in Geschwenda, und vor einer ansprechenden Zuschauerzahl standen sich in einem Pflichtspiel nach langem wieder einmal beide Mannschaften gegenüber. Die Achtung und den Respekt voreinander merkte man den Akteuren auf beiden Seiten an, bis auf ein paar wenige, oft taktischen Zwängen geschuldeten Fouls hatte dieses Spiel recht wenig von einem "Derby", wo es hüben und drüben auch mal knirscht. Zu inaktiv zeigten sich die Gäste, konzentrierten sich weitestgehend aufs Abwehren, ein Mittelfeld fand kaum statt und die Angreifer hingen notgedrungen in der Luft, machten es der Gerataler Defensive dadurch relativ einfach. Sicherlich lag es auch daran, dass dem Spiel recht bald anzumerken war, dass diejenige Mannschaft, die zuerst ein Tor schießt als Sieger vom Platz gehen würde. Von den Spielanteilen und den erarbeiteten Chancen ging das Spiel allemal an Geratal, doch letztlich blieb nur ein Punkt!

Die Spielvereinigung übernahm nach Anpfiff sofort das Zepter. Schon in der dritten Minute hämmerte Busch einen 25 Meter- Freistoß in die Ilmenauer Mauer, der Nachschuss von Franz brachte nichts ein. Huck jagte kurze Zeit später einen Fernschuss übers Tor. Dazwischen waren die Ilmenauer zu einem frühen Wechsel gezwungen, da Kirstens Knieverletzung wieder aufbrach. Der eingewechselte Amarell machte seine Sache aber gut. In der 42. Minute tauchte Ilmenau erstmals gefährlich vor dem Gerataler Tor auf, als Fernando sich gekonnt auf der linken Seite gegen mehrere Gegner durchsetzte und einen Rückpass auf Jüngling spielte, dieser aber die Chance nicht nutzen konnte. Als hätte es dieses Signals bedurft, drehten die Gastgeber vor der Pause noch einmal mächtig auf. Der im gesamten Spiel äußerst agile Robin Keiner scheiterte in der 42. Minute mit einem Schuss, Huck köpfte in der nächsten Situation auf die Torlatte und Fabian Heyer hatte ebenfalls kurz vor dem Halbzeitpfiff keinen Erfolg.

Dieses Engagement brachten die Mannen um Abwehrorganisator Kruse ohne Zeitverzug mit in die zweite Spielhälfte. Quasi im Zwei- Minuten- Takt boten sich den Geratalern Chancen. Nach einer Franz- Flanke schoss Heyer aus kurzer Entfernung den Ball aufs linke obere Eck, doch Kott fischte diesen mit einer tollen Reaktion noch aus dem Winkel (47.), bei einem Gewühl um den Ilmenauer Strafstoßpunkt gleich mehreren Spielern (49.), dann durch einen Ilmenauer "Abrutscher" im Torraum (51.) und schließlich scheiterte Keiner mit einem Drehschuss an Kott. Robin Keiner wuselte sich in der 61. Minute gekonnt an der rechten Grundlinie in Richtung Ilmenauer Tor, sein Rückpass wurde aber (handverdächtig) geblockt. Nach einem Ilmenauer Freistoß (71.) hatte der aufgerückte Dobrocki mal sowas wie eine Chance, ansonsten versuchten sich die Einheimischen im Tore schießen. Die letzte Chance bot sich wiederum Keiner, doch dessen Ball tanzte erneut auf der Latte.

Während der Ilmenauer Trainer W. Kühn das Spiel seiner Mannschaft als "linienlos", zwar von einer guten Abwehrleistung geprägt, aber von mehr Kampf und Krampf getragen sah, und mit dem Punktgewinn mehr als zufrieden war, bemängelte W. Jänicke hauptsächlich die Chancenverwertung seiner Schützlinge. Für ihn war in diesem Spiel mehr drin als ein Punkt.

SpVgg Geratal: Lipsius, Busch, Huck, Y. Ben Achour (89. Seyfferth), Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke (73. Maleße), Keiner, Franz, Heyer (84. Hofmann), Kruse

SV Germania Ilmenau: Kott, Kristen (10. Amarell), Jüngling, Rinn, Dobrocki, Fanev (75. Metzmacher), Pilz, Fernando, Döring, Milyanov (57. Walch), Gerhardt

Schiedsrichter: Stöcklein (Ummerstadt)

Zuschauer: 270

Torfolge: entfällt

Landesklasse Süd: 14. Spieltag

FSV 06 Eintracht Hildburghausen - SpVgg Geratal 3:0 (2:0)

(kda)

In einem an echten Torchancen recht armen Spiel war für die Spielvereinigung unterm Strich nichts zu holen. Ob die zu den Vorwochen abfallende Leistung dem im Wettspielbetrieb ungewohnten Kunstrasenplatz, der übertriebenen Härte der Hildburghäuser (Kartenverhältnis wegen Foulspiel 4:1), dem beim Stand von 2:0 in der 54. Minute ausgefallenen, durchaus berechtigten Elfmeterpfiff für die Gerataler oder einfach nur dem Ergebnis der Vorwoche geschuldet war, lässt sich nur vermuten. Optisch vor allem in der zweiten Spielhälfte klar überlegen, wurden kaum zwingende Chancen herausgespielt und das was gegen die kompakt stehende Hildburghäuser dennoch erarbeitet wurde, ging am Tor vorbei oder wurde weit über selbiges geschossen.

Sehr schnell wurde dem Betrachter klar, warum die Gastgeber noch kein Spiel verloren hatten. Kompromißlos, teilweise mit einer unfairen Härte wartete man auf das Spiel der Gäste, um selbst überfallartig Konterangriffe zu starten. Solch eine Situation über links vorgetragen ging in der 7. Minute noch glimpflich aus, da Sell den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte. In der 12. Minute führte dies zu einem Foulelfmeter als Franz an der vorderen Strafraumgrenze Körperkontakt zu einem Gegenspieler hatte und den sich Rottenbach zur Führung nicht entgehen ließ. Immer wieder platzten die Hausherren mit solchen Vorstößen in die Gerataler Bemühungen, ihr Spiel in den Griff zu bekommen. In der 24. Minute nach einem abgefälschten Ball noch Glück habend, mussten die Jänicke- Schützlinge nach einer Doppelpasskombination über die linke Seite so auch das 2:0 durch Schleicher in der 29. Minute hinnehmen.

Unverkennbar die Bemühungen der Gäste in der zweiten Halbzeit. Maleße versuchte mit einem Fernschuss in den rechten Winkel (51.), Y. Ben Achour (52.) und Franz (53.) aus spitzem Winkel den gegnerischen Torwart zu überwinden - kein Erfolg. Diesen hatten die Gäste auch nicht in der 54. Minute als der Schiedsrichter einen ähnlichen Körperkontakt wie in der 12. Minute nicht für sie als elfmeterreif wertete. Unverdrossen und mit Brandl auf noch mehr Offensive setzend, suchten sie weiter ihre Chancen (64. Huck, 75. Keiner), doch letztlich fehlte meistens die Präzision sowohl im Zuspiel als auch beim Abschluss. Und wie es in solchen Spielen oft kommt, kam es auch hier. Die Gastgeber nutzten begünstigt durch eine Unstimmigkeit in der engeren Gerataler Abwehr die einzige Chance in Hälfte zwei. Das 3:0 durch Sell (78.) machte die bis hierhin bestehenden Hoffnungen, eventuell das Spiel noch drehen zu können, zunichte.

FSV 06 Eintracht Hildburghausen: Klemm, Heinrich, Schelhorn, Bolz, Wagenschwanz, Eichhorn, Sell (84. Gleicke), Doetsch, Rottenbach (80. Stanz), Schleicher, Kirchner (68. Gottwald)

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße (58. Brandl), Busch (64. Seyfferth), Huck, Y. Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Franz (83. Hofmann), Heyer

Schiedsrichter: Müller (Schmiedefeld)

Zuschauer: 105

Torfolge: 1:0 Rottenbach (12., FE), 2:0 Schleicher (29.), 3:0 Sell (78.)

Landesklasse Süd: 9. Spieltag

SV Stahl Unterwellenborn - SpVgg Geratal 1:3 (0:1)

(kda)

Völlig verdient erzielten die Gerataler in Unterwellenborn einen Auswärtssieg, auch wenn sich schon Parallelen zum vorjährigen Spiel gegen die Stahl- Mannschaft auftaten, als man noch den Ausgleich hinnehmen musste. Anders als vor Jahresfrist machten die Gäste aber nach dem späten Anschlusstreffer der Einheimischen diesmal den Sack zu.

Aus einer kompromisslosen Defensive, Kruse wieder als Organisator und abwechselnd Busch oder Seyfferth gegen den starken Hohmuth agierend, ließ man dem Gastgeber kaum ernsthafte Entfaltungsmöglichkeiten. Da diesmal auch das Passspiel weitaus besser klappte als vor Wochenfrist, schufen sich die Gerataler aus einer leichten Abwartehaltung gute Konterchancen. So gelang auch die recht frühe Führung durch Robin Keiner (7. Minute), der, mit einem langen Bärwinkel- Pass angespielt, keine Mühe hatte den Unterwellenborner Torwart zu überwinden. Auch im Anschluss tauchten die Gästestürmer immer wieder nach diesem Strickmuster gefährlich vor dem Tor auf, lediglich in der 19. und 27. Minute gelangen den Einheimischen druckvolle Angriffe. Nach einem knapp am rechten Pfosten vorbeigeschossenen Freistoß Bärwinkels ging man in die Kabine, um nach der Halbzeitpause genauso souverän das Spiel zu bestimmen. Erneut Keiner erhöhte dann auch verdientermaßen zum 2:0 (56.) als er einen von Huck auf der rechten Seite durch die Verteidigung "gesteckten" Ball am Torwart vorbei in die linke Ecke schlenzte. Nun verwaltete man das Spiel gekonnt, lockte den Gegner, um Raum für Konter zu haben und nutzte diesen postwendend. Hofmann hatte in der 81. Minute solch eine Chance, scheiterte aber am Torwart. Ein Freistoß der Gastgeber in der 83. Minute aus 20 Meter machte das Spiel noch einmal interessant. Kowalleck schoss flach und von der rechten Mauer noch abgelenkt, fand der Ball unhaltbar für Lipsius den Weg ins Tor. Die Gastgeber witterten nun Morgenluft, doch quasi die nächste Gerataler Aktion nahm ihnen den Wind aus den Segeln. Busch schlägt aus der Tiefe einen langen Ball auf Heyer. Bei dem Abwehrversuch eines Unterwellenborner Spielers knapp hinter der Mittellinie, wird der Ball durch diesen noch per Kopf verlängert und "Fips" Heyer lässt sich, allein auf den Torwart zulaufend, die Chance nicht entgehen (85. Minute). Als kurz darauf Langhammer vom gut agierenden Schiedsrichter mit Gelb-Rot eliminiert wurde, war das Spiel endgültig entschieden. Der als Feldspieler eingewechselte Robert Mentzel hatte in der 90. Minute durch einen sehr guten Kopfball sogar noch die Chance, das Resultat zu erhöhen.

SV Stahl Unterwellenborn: Lanz, Bratke (67. Heubach), Göllnitz, Arper, Lerche, Langhammer (86. GRK), Müller-Sachs, Buschmann (62. Gretsch), Hohmuth, Reichmann, Kowalleck

SpVgg Geratal: Lipsius, Busch, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Keiner (79. Hofmann), Franz, Heyer (87. Mentzel), Kruse, Seyfferth (68. Y. Ben Achour)

Schiedsrichter: Postel (Erfurt)

Zuschauer: 54

Torfolge: 0:1 Keiner (7.), 0:2 Keiner (56.), 1:2 Kowalleck (83.), 1:3 Heyer (85.)

Landesklasse Süd: 13. Spieltag

SpVgg Geratal – FSV Ulstertal Geisa 12:0 (7:0)

(kda)

Eher mit gemischten Gefühlen ob der Erfahrungen, die die Spielvereinigung im Vorjahr gegen einen in der Tabellensituation ähnlich platzierten Gegner (VfL Saalfeld) gemacht hat, ging man in dieses Duell gegen den Tabellenletzten aus der Rhön. Doch dies erwies sich recht schnell als unbegründet. Zu unbedarft und in dieser Aufstellung keineswegs landesklassetauglich präsentierten sich die Gäste. Eine eventuell beabsichtigte verstärkte Defensivhaltung seitens der Gäste wurde durch das sehr schnelle Führungstor von Wollenschläger (1. Minute), begünstigt durch einen krassen Torwartfehler, erst gar nicht möglich. Und bis auf den ab und an mal auf der Außenbahn an den Ketten ziehenden Hoffmann waren alle Geisaer Spieler individuell den Geratalern unterlegen. Für diese wiederum spricht, dass sie trotz der haushohen Überlegenheit nicht nach dem Motto „Jeder darf mal“ einzeln versuchten zu brillieren, sondern konsequent Fußball spielten, sprich den Nebenmann suchten, kombinierten und mit sehenswertem Flügelspiel Chance um Chance erarbeiteten. So fielen die Tore kontinuierlich, teilweise wunderbar herausgespielt, teilweise auch mit etwas „Dusel“. Da fiel es auch nicht weiter ins Gewicht, dass das eine oder andere Tor mehr hätte fallen können. Am treffsichersten erwies sich diesmal Florian Heyer mit 3 Toren. Er setzte mit dem 2:0 (13.) nach präziser Keiner- Flanke und einem Nachschuss zum 4:0 (16.) die ersten „Pflöcke“. Dazwischen legte er in der 14. Minute mit einer Rechtsflanke den Ball für Tobias Huck auf, der am langen Pfosten stehend, den Ball nur noch zum 3:0 über die Linie drücken brauchte. Eine ähnliche Situation, nur von der anderen Seite mit Maleße als Flankengeber und Yasin Ben Achour als Vollstrecker führte in der 25. Minute zum 5:0 und nur drei Minuten später köpfte Robin Keiner nach Grundlinienpass von Franz auf Wollenschläger und dessen Verlängerung nach innen unbedrängt in die Maschen. Den Halbzeitstand realisierte Oliver Busch, der nach einer kurz ausgeführten Ecke die Eingabe Franz`s aus Nahdistanz unter die Latte beförderte (44.). Das muntere Spielchen ging in der zweiten Halbzeit weiter. Obwohl sich für die Gäste ein zweistelliges Debakel abzeichnete, gelang es ihnen nicht, die Defensive zu verstärken, bzw. spielte die Spielvereinigung zu clever und zielstrebig und hatte auch bei den folgenden Toren das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Heyers vierter Treffer zum 8:0 (54.) war eher ein Kullerball, der den Weg ins Tor fand, Keiners 9:0 (69.) war ein Lattenkopfball Wollenschlägers vorausgegangen und das 10:0 durch Franz per Foulelfmeter erzielt (77.) war der konsequenten Regelauslegung des Schiedsrichters geschuldet - Huck war beim Kopfballversuch gefoult worden - was nicht jeder Schiedsricher bei einem solchen Spielstand macht. Die Treffer 11 (79.) und 12 (81.) entsprangen wieder dem Kombinationspiel. Franz erzielte den ersteren nach Pass von Keiner und Seyfferth brachte am linken Pfosten stehend nach einer Busch- Flanke den Ball nach innen zu Huck, der den Schlusspunkt setzte.

Unterm Strich bleibt festzustellen, dass die Gerataler gegen eine „nicht präsente“ Geisaer Mannschaft, es gab übrigens nicht eine Karte im Spiel, eine sicherlich nicht so schnell wiederkehrende Chance konsequent genutzt haben. Das Augenmerk aller sollte auf das nächste Spiel in Hildburghausen gerichtet sein!

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße (54. Mielke), Busch, Huck, Y. Ben Achour, Bärwinkel (63. Seyyferth), Wollenschläger, Keiner, Franz, Heyer (75. Brandl), Kruse

FSV Ulstertal Geisa: Wiegand, Mueller, Hoffmann, Speck, Hildebrandt, Köhler, Hellmann, Moeller, Hübsch, Günther

Schiedsrichter: Lossius (Sondershausen)

Zuschauer: 140

Torfolge: 1:0 Wollenschläger (1.), 2:0 Heyer (13.), 3:0 Huck (14.), 4:0 Heyer (16.), 5:0 Y. Ben Achour (25.), 6:0 Keiner (28.), 7:0 Busch (44.), 8:0 Heyer (54.), 9:0 Keiner (69.), 10:0 Franz (77. FE), 11:0 Franz (79.), 12:0 Huck (81.)

Landesklasse Süd: 8. Spieltag

SpVgg Geratal – 1. FC Sonneberg 2004 1:0 (1:0)

(kda)

Im vierten Heimspiel der Saison erkämpfte sich die Spielvereinigung Geratal den ersten vollen Punktgewinn. Die Betonung liegt hier ausdrücklich auf Kampf, denn was die Jänicke- Schützlinge zeigten, war weit weg von der spielerischen Leistung des vergangenen Wochenendes in Veilsdorf. Vielleicht war dies dem Ausfall von Huck (Urlaub), Franz (Beruf) und auch noch Kruse (Verletzung) geschuldet. Da die Gäste aus der Spielzeugstadt auch nicht ihrem aktuellen Tabellenstand gerecht wurden, in der ersten Halbzeit versuchten sie sporadisch spielerische Akzente zu setzen, in Hälfte zwei agierten sie ebenfalls niveaulos, sahen die für die Witterungsverhältnisse dennoch zahlreichen Zuschauer weitestgehend Kampf und Krampf als Spiel.

Nach gegenseitiger Abtastung kam ab der 15. Minute das Spiel langsam in die Gänge. Immer öfter versuchten die Gäste sich Chancen zu erspielen, fanden aber in der kompromisslosen Gerataler Defensive, Seyfferth spielte hier für Kruse und Anas Ben Achour kümmerte sich intensiv um Büchner, ihren Meister. Auf der anderen Seite waren es wieder Heyer und Keiner, die für ein wenig Unruhe vor dem Sonneberger Tor sorgten. Viele gutgemeinte Anspiele auf beide blieben aber auch hier schon auf Grund von zu spätem oder ungenauem Abspiel auf der Strecke. So gelang auch nur durch eine Standardsituation in der 40. Minute die Führung durch Robin Keiner, der einen von Mielke aus linker Außenposition getretenen Freistoß per Fuß an den rechten Sonneberger Innenpfosten zirkelte.

Leider war`s das an nennenswerten Chancen, denn in der zweiten Spielhälfte verflachte das Spiel noch mehr. Hin und wieder bemühten sich die Gäste um den Ausgleich, doch deren Mittel waren zu schlecht. Die Gerataler beschränkten sich aufs Ergebnishalten, und die Zuschauer blieben nur, um zu sehen, ob das auch gelingt. Fazit: 3 Punkte, Spiel abhaken, bei den Zuschauern für ihren Langmut bedanken!

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße, Busch, A. Ben Achour (63. Hofmann), Y. Ben Achour (46. Brandl), Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Keiner, Heyer (90. Mentzel), Seyfferth

1. FC Sonneberg 2004:Heß, Röhr, Schug (50. Heubach), Dorst, Motschmann, Wild, Winkler, Büchner (64. Steiner), Raeder, Schreck, Funke

Schiedsrichter: Schemann (Sömmerda)

Zuschauer: 120

Torfolge: 1:0 Keiner (40.)

Landesklasse Süd: 12. Spieltag

SV 08 Steinach - SpVgg Geratal 1:1 (0:0)

(kda)

Durch eine beeindruckende moralische und kämpferische Leistung nahm die Spielvereinigung mehr als verdient einen Punkt aus dem altehrwürdigen Fellberg- Stadion in Steinach mit nach Hause. Wie die Mannen um Kapitän Wollenschläger speziell die sehr rüden Attacken der Steinacher in der zweiten Spielhälfte und die daraus resultierenden Auswechslungen von Heyer und Huck, vor allem aber den äußerst umstrittenen Foulelfmeter zum Ende der Spielzeit wegsteckten und ihrerseits noch den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit erzielten, nötigt Hochachtung ab!

Die erste Halbzeit begann mit einem und in dieser Spielhälfte einzigen Torschuss der Steinacher (Sesselmann, 3. Minute), der das Tor weit verfehlte. Ansonsten hatten die Gäste das Sagen auf dem Platz, was sich auch in erarbeiteten Chancen niederschlug. In der 18. Minute traf Kruse aus nach einer Ecke leider nur den linken Pfosten. Zusammen mit einer vielversprechenden Chance von Tobias Huck (25.) und einem weiteren Pfostentreffer von Robin Keiner hätten die Gerataler mit einer Führung in die Halbzeitpause gehen müssen.

Als ob die Steinacher in der Halbzeitpaus mehr als Wasser und Tee bekommen hätten oder sie sich der "Wiedergutmachung" ihrer letztjährigen "Nichtaufstiegsniederlage" am letzten Spieltag gegen die Gerataler bewusst wurden, sie hackten in den ersten Hälfte der zweiten Halbzeit auf alles ein was ein Gerataler war. Dies brachte für die Hausherren aufgrund eines in dieser Phase noch konsequent leitenden Schiedsrichters drei Gelbe Karten zwischen der 49. und 55. Minute und drei Torchancen ein. Der eingewechselte Hopf schoss in der 54. Minute übers Tor und bei einem Distanzschuss in der 57. Minute (Sesselmann), der knapp am Pfosten vorbeizischte, hatten die Gäste genauso Glück wie bei einem weiteren Schussversuch von Paul in der 68. Minute. Damit sind aber auch schon die realen Steinacher Chancen aufgezählt. Ab der 60. Minute fand wieder Spiel statt und die Spielvereinigung erarbeitete sich weitere Chancen. Heyer legte auf Franz eine verheißungsvollen Ball auf (63.) und eine Minute später beteiligten sich gleich mehrere Gerataler am Powerplay in Höhe des Elfmeterpunktes und veranstalteten ein "Scheibenschießen" - leider ohne Erfolg. Und dann begann die Phase der "Sehschwierigkeiten" des Schiedsrichters. Zunächst sah er ein Foul von Ross an Heyer an der Mittellinie nicht, welches zur Auswechslung letzteren führte, um wenig später mit seinem ersten Assistenten gemeinsam nicht den Täter des rüden und rotwürdigen Von-Hinten-In-Die-Beine-Treten-Fouls gegen Huck (ebenfalls Verletzung) zu sehen - alle Zuschauer auf der Hangseite und auch die Steinacher Spieler selbst sahen dabei Groeger. Und letztlich sah er ein Foul an der linken Gerataler Strafraumgrenze, das erstens ob der Intensität eins war und zweitens überhaupt im Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Pflügner sicher (87.). Zum Glück sah der Schiedsrichter aber, dass es aufgrund der vielen Unterbrechungen Nachspielzeit geben musste. Angefangen von Kruse mit einem Distanzschuss in der 90. Minute, einem abgeblockten Versuch Keiners in der 92. Minute, der anschließenden, von Maleße genau auf den Kopf von Oliver Busch geschlagenen Ecke und dessen wuchtigen Kopfballtreffers zum Ausgleich in der selben Minute, nutzten die Gerataler diese willensstark zum Ausgleich.

SV 08 Steinach: Moeller, Pflügner, Wenske, Telser, Ross (72. Petermann), Sommer, Sesselmann, Groeger, Walther (52. Hopf), Paul (88. Lorenz), Wachsmuth

SpVgg Geratal: Lipsius, Busch, A. Ben Achour (77. Maleße), Huck (85. Mielke), Y. Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger, Keiner, Franz, Heyer (71. Brandl), Kruse

Schiedsrichter: Paull (Hirschberg)

Zuschauer: 250

Torfolge: 1:0 Pflügner (87., FE), 1:1 Busch (90.+2)

Landesklasse Süd: 7. Spieltag

SV EK Veilsdorf - SpVgg Geratal 0:5 (0:2)

(kda)

Völlig verdient nahmen die Gerataler aus Veilsdorf einen vollen Punkterfolg mit nach Hause. Zu der schon in den letzten Spielen gezeigten kämpferischen Einstellung, die für teilweise drückende Überlegenheit in den Spielen sorgte, gesellte sich am Samstag endlich wieder einmal die Gefährlichkeit und Effektivität in der Offensive. Ausschlaggebend hierfür waren besonders Robin Keiner und Fabien Heyer, die sehr früh für die nervliche Befreiung aller Gerataler Spieler sorgten. Ersterer mit der Art und Weise wie er das erste Tor erzielte - nach einem Pressschlag an der Mittellinie wird der Ball lang auf ihn gespielt und er spielt noch den gegnerischen Tormann an der Strafraumgrenze aus (15.) - und, nach einer weiteren Großchance in der 35. Minute, dann in der 39. Minute direkt einen Abpraller von der Strafraumgrenze ins Tor netzte, und Heyer als ein ständiger Unruheherd in der Veilsdorfer Abwehr. Und so entwickelte sich ein Spiel, das wir von unseren Jungs lange nicht mehr gesehen haben. Der jeweiligen Situation entsprechend wurden von der nahezu fehlerfreien Defensive, Veilsdorf hatte in der 33. Minute seine erste Torchance und im weiteren Verlauf maximal vier, mal mit langen Diagonalpässen, mal mit Grundlinienkombinationen der Angriff eingeleitet. Neben den etatmäßigen Stürmern Heyer und Keiner sorgte hierbei Tobias Huck in der zentralen Position und von den Außenseiten Mielke und Franz immer wieder für Torgefahr. Letzterer hatte dann auch in der 40. Minute die Chance mit dem dritten Tor schon frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen, scheiterte aber am einheimischen Torwart. So hoben sich die Jänicke- Schützlinge das für die 2. Halbzeit auf.

Wer nun dachte, dass Veilsdorf in Hälfte zwei das Spiel noch wenden könne, wurde enttäuscht. Die Gerataler behielten das Zepter in der Hand. Zum Einen reichte die Veilsdorfer Leistung an dem Tag zu nicht mehr, zum Anderen gestatteten die Gäste ihnen nicht mehr, Bärwinkel schaltete mit Tuchenhagen den nominal gefährlichsten Veilsdorfer komplett aus ! Nach guten Chancen von Maleße (46.), einem Freistoß Hucks, der knapp das Ziel verfehlte (49.) und Heyer (55.) war es wiederum das Duett Huck - Heyer, die in der 65. Minute für die Vorentscheidung sorgten. Huck schlägt von der linken Seite der Mittellinie einen Diagonalpass auf Heyer, der sich, völlig unbegrängt auf das gegnerische Tor zulaufend, die Chance nicht entgehen lässt. Durch eine feine Kombination über die rechte Seite - Anas Ben Achour behauptet im Mittelfeld gekonnt gegen mehrere Gegenspieler den Ball, passt nach rechts auf den mittlerweile eingewechselten Brandl, der zieht bis auf die Grundlinie und spielt einen genauen Pass auf den Torschützen, der nur noch den Fuß hinhalten braucht - krönt Tobias Huck mit dem 4:0 (73.) seine gute Leistung. Nachdem Rick Brandl in der 80. Minute noch scheiterte, setzte Hofmann in der 87. Minute mit dem 5:0 den Schlusspunkt. Er profitierte hierbei von einem Missverständnis gleich mehrerer Veilsdorfer Abwehrspieler.

SV EK Veilsdorf: Reimpell, Kreussel (71. Thiel), Mitzenheim, Wirsing, Otto, Goldschmidt, Tuchenhagen, Diller (58. Schneider), Trier, Erdenbrecher (52. Frischmuth), Westhaeuser

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße (69. BuschA. Ben Achour, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Keiner (64. Brandl), Franz, Heyer (75. Hofmann), Kruse

Schiedsrichter: Schröder (Jena)

Zuschauer: 215

Torfolge: 0:1 Keiner (15.), 0:2 Keiner (39.), 0:3 Heyer (65.), 0:4 Huck (73.), 0:5 Hofmann (87.)

Landesklasse Süd: 11. Spieltag

SpVgg Geratal – SV Neuhaus-Schierschnitz 2:0 (1:0)

(kda)

Wieder mit einer soliden Abwehrleistung, aber mit einer im Vergleich zur Vorwoche effektiveren Chancenausnutzung aufwartend, blieb die Spielvereinigung im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und kletterte damit in die vordere Tabellenregion.

Nach gut zwanzig Minuten hatten sich die Gastgeber auf die etwas robuste, vom jungen Schiedsrichter Wüst nicht immer konsequent geahndete, Spielweise der Neuhaus-Schierschnitzer eingestellt und tauchten erstmals gefährlich vor dem Gästestrafraum auf. Bis dahin wurde auf beiden Seiten viel Stückwerk geboten. Die Gäste, sehr defensiv aufgestellt, attackierten schon im Mittelfeld konsequent, ließen dadurch der Spielvereinigung wenig Entfaltung nach vorne. Mit Einzelaktionen von Robin Keiner - sehr gut seine Aktion in der 23. Minute als der Gästetorwart nur durch eine Reflexreaktion die Gerataler Führung verhindern konnte -, Geburtstagskind Fabian Heyer - sehr gekonnt das Abdecken des Balles -, Yasin Ben Achour und Tobias Huck versuchten die Einheimischen dennoch zum Erfolg zu kommen. Dies gelang dann auch in der 37. Minute als Yasin Ben Achour mit einem gut getimten Pass Bärwinkels entlang der linken Seitenlinie an der Grundlinie mehrere Gästespieler narrte und schlitzohrig Keeper Meusel überwand. Damit wurden die nie erlahmenden Bemühungen der Gerataler noch vor der Pause belohnt.

Dem kräftezehrenden Abwehrspiel Tribut zollend, mussten die Gäste in Halbzeit zwei mehr Gelegenheiten für die Gerataler zulassen. Nun auch aus dem gewohnten Kombinationsspiel heraus boten sich sehr gute bis 200prozentige Torchancen. Y. Ben Achour verzog in der 48. Minute links neben das Tor, Tobias Huck jagte eine super Keiner- Flanke von links aus 16 Meter zentral himmelhoch übers Tor (54.) und Busch scheiterte nach einer Franz- Ecke mit seinem Kopfball äußerst knapp am Torerfolg (56.). Dazwischen (49.) lag eine Aktion von Motschmann, die den bis dato beschäftigungslosen Lipsius erstmals all sein Können aufbieten lassen musste, um den ob der Chancen und Spielanteile unverdienten Ausgleich zu verhindern. Eine neuerliche Ecke, die Mannen um Eckenschütze Franz wählten in diesem Spiel eine wesentlich aggressivere Variante, sah zunächst Busch energisch, aber legal an der Torraumgrenze den herauslaufenden Meusel attackieren, den abprallenden Ball verwandelte Robin Keiner aus zirka 10 Meter sicher (57. Minute). Mit dieser Führung gestalteten die Gastgeber das Spiel nun überzeugend. Aus einer sicheren Abwehr heraus, wiederum war Kruse der ruhende Pol, gestaltete man das Spiel nach Belieben. Nach einer "sehenswerten" Abwehraktion von Schmidt, er köpfte den Ball ans eigene Latteneck, "gönnte" man sich sogar einen von Bärwinkel verschossenen Foulelfmeter (85.). Mit einem verheißungsvollen Huck- Kopfball nach Flanke von Busch wurde der Chancenreigen für dieses Spiel geschlossen.

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße (75. Seyfferth), Busch, Huck, Y. Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger (65. A. Ben Achour), Keiner, Franz, Heyer (83. Hofmann), Kruse

SV Neuhaus-Schierschnitz: Meusel, S. Gelhaar, M. Gelhaar, Motschmann, Gelbricht, Zorn, Ehnes, Löffler, S. Schmidt (86. Riefenstahl), Stellmacher, Vetter (1. L. Schmidt) (80. Büchner)

Schiedsrichter: Wüst (Bad Frankenhausen)

Zuschauer: 140

Torfolge: 1:0 Y. Ben Achour (37.), 2:0 Keiner (57.)

Landesklasse Süd: 6. Spieltag

SpVgg Geratal – SV 08 Thur. Struth-Helmershof 0:1 (0:0)

(kda)

Die zahlreichen Zuschauer sahen auf dem Geschwendaer "Kickelhähnchen" ein Spiel, das viele Klischees, die es um den Fußball gibt, bediente. So z.B., dass nicht die Feldüberlegenheit oder die Ballkontakte über einen Sieg entscheiden, sondern wer die Tore macht, oder auch, wer hundertprozentige Tore nicht macht, wird am Ende bestraft! All das und noch vieles mehr traf für das Gerataler Spiel zu. Und am Ende fuhren die Gäste mit einem Sieg nach Hause, der zwar sehr schmeichelhaft, aber auf Grund ihrer Cleverness und dem Gerataler Unvermögen nachzuvollziehen war.

Bei bestem Fußballwetter begannen die Einheimischen sehr druckvoll, verlagerten weitestgehend das Spiel in die Hälfte der Gäste. Doch der Ballbesitz allein brachte kaum torgefährliche Situationen. Dort, wo der profane Torschuss das bessere Mittel gewesen wäre, wurde wieder und wieder der Ball und die Verantwortung auf den Nebenmann abgegeben und da, wo man über eine genaue Eingabe die Abwehr hätte in Bedrängnis bringen können, wurde teils aus unmöglichen Winkeln und teils ungenau geschossen. Nur selten war der finale Pass getimt und die Laufwege der Stürmer eingespielt. Langsam machten sich die Gäste nach zwei Gerataler Chancen, Heyer verpasste eine Maleße Eingabe (21.) und Kopfballversuch Seyfferths nach Maleße- Flanke (22.), frei und starteten ihrerseits florettartig gefährliche Konter auf das, absprachegemäß, von Lipsius gehütete Tor. So musste er in der 31. Minute einen Schuss Keßlers mit allem Können entschärfen und in der 42. Minute bei einem ebensolchen Versuch die Gästeführung abwehren.

Das Bild änderte sich in der zweiten Spielhälfte nur dahingehend, dass nun die Gerataler Angriffe gefährlicher wurden, jetzt gab es die Hundertprozentigen. Zunächst hatte Heyer in der 55. Minute, als er von Yasin Ben Achour wunderbar freigespielt wurde, eine solche, und auch Franz`s Flanke in der 71. Minute wurde nicht gewinnbringend verwertet. Anstatt einer Gerataler Führung zu diesem Zeitpunkt mussten die Zuschauer mit ansehen, wie die Strüther durch einen auf den langen Pfosten geschlagenen Freistoßball, der von Häfner auf die Torraumlinie zurück geköpft wurde und von Hofmann unbedrängt über die Torlinie bugsiert wurde, in Führung gingen. Die ohnehin personell starke Defensive der Gäste wurde nun noch aufgestockt, was die Gerataler Bemühungen um den Ausgleich oder gar Sieg noch mehr erschwerte. Dennoch hatten die Einheimischen hierbei Riesenchancen. Brandl setzte völlig frei stehend einen Kopfball zu hoch an (74.) und in der 78. Minute brachte man eine Powerplay- Situation, in der allein drei, vier Gerataler die Chance hatten, den Ball im Tor unterzubringen, nicht erfolgreich zu Ende. Und so kam es wie eingangs beschrieben. Schade, denn die Möglichkeiten zum ersten Heimspielsieg waren gegeben.

SpVgg Geratal: Lipsius, Maleße, A. Ben Achour, Huck (79. Bärwinkel), Y. Ben Achour (72. Hofmann), Wollenschläger, Mielke, Franz, Heyer (69. Brandl), Kruse, Seyfferth

SV 08 Struth-Helmershof: Rothamel, Pfannstiel, L. Kirchner, Hofmann, Plötner, Eckhardt, Keßler (56. Häfner), Chasseur, Huhn (68. Thorwart), Happich, Kratsch (87. R. Kirchner)

Schiedsrichter: Nadstawek (Erfurt)

Zuschauer: 150

Torfolge: 0:1 Hofmann (72.)