Landesklasse Süd: 5. Spieltag

SG Kaltennordheim/Fischbach - SpVgg Geratal 2:1 (1:0)

(kda)

Mit vollem Elan starteten die Platzbesitzer, um die vorwöchentliche Klatsche vergessen zu machen. Aus der Gerataler Vorgabe, den Gegner in dessen Hälfte unter Druck zu setzen, wurde nichts, zu vehement waren die Angriffe der Gastgeber. Nur mit Mühe konnte Kruse eine scharfe Eingabe noch an den Pfosten lenken (2. Minute). Die frühe Führung fiel dann auch in diese Drangperiode. Eine Eingabe vor das Tor konnte die Gästeabwehr per Kopfball nur zentral und ausgerechnet auf den Fuß des Torjägers Kerschners abwehren. Aus fünf Metern ließ dieser sich die Chance nicht entgehen (5. Minute). Es dauerte einige Zeit bis sich die Gerataler davon erholten, ab der 20. Minute bekamen sie dann Oberwasser, ohne aber ernsthaft Torgefahr zu entwickeln, da der letzte Pass oftmals nicht oder nur ungenau gespielt wurde. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste noch einmal Mentzel all sein Können aufbieten, um einen Fernschuss Kerschners an die Latte zu lenken.

Ganz anders präsentierte sich die Spielvereinigung dann in Hälfte zwei. Mit unbändigem Willen aus der Kabine gekommen, schnürte man die Kaltennordheimer regelrecht in deren Hälfte ein. Mit einer nicht alltäglichen Parade verwehrte der einheimische Torwart Brandl den Ausgleichstreffer (54.). In dieser Drangperiode vergaß man aber die Defensive, spielte ohne zusätzliche Absicherung, was in der 57. Minute bestraft werden sollte. Leutbecher erlief sich links einen Ball, passte diesen scharf nach innen und wiederum stand Kerschner punktgenau. Aus einem Gemisch von Abwehrversuch Busch und Torschuss Kerschner fand der Ball den Weg ins Tor. Die Gäste steckten dennoch nicht auf und belagerten weiter das gegnerische Tor. Aber die Genauigkeiten im Abspiel ließen nach wie vor zu wünschen übrig. Nach dem nicht unverdienten Anschlusstreffer durch Wollenschläger in der 90. Minute, auch hier hatte ein Einheimischer noch den Fuß dabei, waren die Gastgeber froh, die Nachspielzeit unbeschadet überstanden zu haben.

SG Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann, P. Salzmann, Fuß, Leutbecher (64. Steinmetz), Döll, Wolf, Markert, Kerschner, Dressler, Wilhelm, Fehringer

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (66. Keiner), Busch, Huck, Y. Ben Achour, Wollenschläger, Mielke (75. Hofmann), Brandl,Heyer, Kruse, Seyfferth (75. A. Ben Achour

Schiedsrichter: Fischer (Kreuzebra)

Zuschauer: 110

Torfolge: 1:0 Kerschner (5.), 2:0 Kerschner (57.), 2:1 Wollenschläger (90.)

Landesklasse Süd: 4. Spieltag

SpVgg Geratal – 1. Suhler SV 06 2:2 (1:1)

(kda)

An diesem Freitagabend sahen die zahlreichen Zuschauer ein gutes, rassiges Landesklassenspiel. Vielleicht kamen die technischen Feinheiten auf beiden Seiten etwas zu kurz, aber was beide Mannschaften an Willen offenbarten, war schon beeindruckend. Die Gerataler versuchten von Beginn an das schwache Pokalspiel vom Vorwochenende vergessen zu machen und starteten sehr druckvoll. Die optische Überlegenheit brachte aber nichts ein, denn die Suhler Gäste standen sehr tief und unterbanden alle Angriffsbemühungen der Einheimischen. Mit sporadischen Gegenangriffen versuchten sie ihrerseits sich der Umklammerung zu entziehen, was auch in der 18. Minute durch einen von Kühnstein über die linke Seite eingeleiteten Konter letztlich von Erfolg gekrönt war. Dessen Schuss blockte Mentzel im Gerataler Tor noch mit den Beinen ab, beim Versuch den Ball zu sichern, wurde er von einem Mitspieler noch behindert und der Torschütze Mantlik hatte keine Mühe zu vollenden. Die Mannen um Wollenschläger ließen sich nicht sonderlich schocken, drängten die Suhler weiter in deren Hälfte und Maleße war es, der mit einem satten Linksschuss aus ca. 30 Meter in den rechten oberen Winkel Torhüter Richter überraschte (25. Minute). So gestaltete sich das Spiel bis zum Halbzeitpfiff weiter. Die Gerataler drückten, mussten aber immer wieder vor Kontern auf der Hut sein.

Kaum aus der Kabine gekommen, hatten die Gäste wieder mit einem Konter Erfolg. Wohlfarth entwischte in der 48. Minute der aufgerückten Gerataler Abwehr, Mentzel zögerte einen Augenblick mit dem Herauslaufen und die Eingabe verwandelte Greiner aus Nahdistanz. Doch auch durch den abermaligen Rückstand ließen sich die Hausherren nicht entmutigen und drängten vehement auf den Ausgleich. Heyers präzisen Schuss in den linken Winkel fischte Richter in großem Stil heraus (60.), Buschs Kopfball in der 62. Minute konnte der Suhler Schlussmann halten, doch gegen Brandls Nachschuss nach sehr guter Vorarbeit und hartem Schuss von der Strafraumgrenze Yasin Ben Achour`s, den Richter nur prallen lassen konnte, war dieses Bemühen in der 68. Minute von Erfolg gekrönt. Nach dem Ausgleich wollten die Gerataler mehr, hatten auch durch Heyer und Brandl noch Chancen, mussten aber selbst noch die eine oder andere kritische Situation überstehen, speziell ab der 87. Minute, als Schieri Annemüller Martin Franz - hier berechtigt -, aber ansonsten nicht überzeugend pfeifend, selbigen mit Gelb-Rot vom Platz schickte. Unterm Strich war der Spielausgang gerecht.

Wenn auch vielleicht die Feinheiten im Gerataler Spiel etwas zu kurz kamen, der Wille und die Moral haben gestimmt!

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (69. Hofmann), Busch, Huck, Wollenschläger, Mielke (55. Y. Ben Achour), Brandl, Franz (87. GR), Heyer, Kruse, Seyfferth (59. A. Ben Achour)

1. Suhler SV 06: Richter, Löser, Braun (77. Herzog), Müller, Rienecker, Wohlfahrt, Greiner (81. Wank), Stößel (37. Heisch), Kühnstein, Arnold, Mantlik

Schiedsrichter: Annemüller (Schleusingerneundorf)

Zuschauer: 200

Torfolge: 0:1 Mantlik (18.), 1:1 Maleße (25.), 1:2 Greiner (48.), 2:2 Brandl (68.)

Regionalklasse 3, 14. Spieltag

SpVgg Geratal II – Arnstadt 09 II  0:6 (0:3)

Quelle: Freies Wort

Im vorgezogenen Spiel der Fußball-Regionalklasse (Staffel 3) gegen die auswärts bisher punktlose Arnstädter Reserve schien es, als ob einige Akteure der SpVgg II nicht verstanden hätten, dass ein Spiel zuvorderst mit Einsatz und Kampf bestritten werden muss und dass man nahe an einem Abstiegsplatz steht. Dass Mannschaften, die in der Tabelle hinter den Geratalern liegen, die Punkte nicht freiwillig herschenken, sollte jedem langsam klar werden! Dass Gegentore nach individuellen Fehlern fallen oder der Gegner sehr glückliche Tore erzielt, kommt vor. Aber wie sich die Mannschaft nach dem 0:1 durch den von keinem zu stellenden Voigt (12.) präsentierte, war nicht nachvollziehbar. Da war kein Aufbäumen, kein Aufmuntern und vor allem kein Stemmen gegen die Niederlage. Man spielte brav und bieder, stets durchsetzt mit haarsträubenden Fehlern, das Pensum herunter und erreichte bei weitem nicht das eigentliche Leistungsvermögen.

Anders die Gäste. Angetrieben von Verbandsligaspieler Leischner und dem nicht nur wegen seiner vier Tore überragenden Voigt (aber auch die SpVgg hatte mit Bärwinkel und Brandl zwei Spieler aus der Landesklasse dabei) suchten die Arnstädter konsequent ihre Chance. Sicher hatten sie bei manchem ihrer Tore auch Glück, doch das hat nur der Tüchtige, und das war eindeutig Arnstadt.

Dem frühen 0:1 ging ein Einwurf der Gerataler an der Mittellinie voraus, der per Pressschlag den Weg in Richtung eigenes Tor exakt auf den Fuß von Voigt fand (12.). Ein Ballverlust im Mittelfeld brachte Voigt halblinks in Position, dieser fand auf dem Weg Richtung Tor den völlig frei stehenden Leischner - 0:2 (20.). Dann versuchte Musch einen Freistoß abzublocken - der Querschläger fiel Voigt auf den Fuß, und der schoss direkt aus 14 m zum 0:3 (25.) ein.

Dazwischen lagen durchaus einige Bemühungen der Hausherren, aber durch Einzelaktionen und viele Fehlpässe war Arnstadt II nicht beizukommen. Pech hatten sie, als sie einen Treffer berechtigt wegen Abseits nicht anerkannt bekamen (36.).

Es gab auch kein - wie sonst oft zuvor - Aufbäumen nach der Pause. Im Gegenteil, nach dem 0:4 (51.) und 0:5 (54.) - wieder glücklich, weil ein Gerataler angeschossen wurde bzw. der Innenpfosten nachhalf - gaben sich die Gastgeber völlig auf. Sie gelangten kaum noch gezielt in den Arnstädter Strafraum und mussten in der 80. Minute noch das 0:6 durch Voigts viertes Tor hinnehmen. Arnstadt II gewann völlig verdient. kda

Geratal II: Vodermayer; Yorulmaz (33. Seeber), Bärwinkel, Brandl, Langguth, Musch, Priefer, Hielscher (46. S. Huck), T. Schulz, Heinze (69. Lützkendorf), Stöckel

Arnstadt 09 II: Wunder; Finke, T. Trefflich (69. P. Trefflich), Güntner, Popig, Hehling (60. S. Trefflich), Leischner, Voigt, Frank, Langer, Bräutigam

Schirie: H. Eckardt (Bad Berka)

Zuschauer: 71

Tore: 0:1 Voigt (12.), 0:2 Leischner (20.), 0:3 Voigt (25.), 0:4 Hehling (51.), 0:5 Voigt (54.), 0:6 Voigt (80.)

Landesklasse Süd: 3. Spieltag

FC Lok Saalfeld - SpVgg Geratal 1:2 (0:0)

(kda)

Völlig verdient hat die Spielvereinigung Geratal das Punktspiel beim Landesklassenaufsteiger in Saalfeld gewonnen und damit gezeigt, dass sie die richtigen Schlussfolgerungen aus der vorwöchentlichen Niederlage gezogen hat. Von der ersten Spielminute an war der Wille zu spüren, dass man hier und mit dem vorhandenen Personal die Punkte mit auf die Heimreise nehmen wollte. Absprachegemäß mit Lipsius im Tor wurde über die Mittelachse Kruse, Wollenschläger und Brandl das Spiel gut organisiert, auch wenn in der ersten Halbzeit wenig Chancen erarbeitet wurden, was im Übrigen für den Gastgeber gleichermaßen zutraf. So neutralisierten sich die Mannschaften gegenseitig.

Effektiver wurde das Spiel nach der Halbzeitpause. Ab der 47. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst versiebte „Fips“ Heyer nach guter Vorarbeit Brandls, dann hatte quasi im Gegenzug der Saalfelder Neumann aus 15 Meter völlig freie Schussbahn, der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei. Den folgenden Abschlag von Lipsius nahm Brandl auf, drang energisch in den gegnerischen Strafraum ein, sein Schuss wurde abgeblockt, der Nachschuss von Maleße fand den Weg in die Maschen (50.). Kurze Zeit später gelang den Einheimischen, begünstigt durch einen Stellungsfehler in der Gerataler Defensive, der Ausgleich. Über rechts entlang der Grundlinie kommend, konnte die scharfe flache Eingabe von Lipsius nur abgeklatscht werden, mehrmals wurde der Ball vor der Torlinie abgewehrt bis letztlich doch Neumann (53.) die Kugel über die Linie brachte. Doch davon ließen sich die Jänicke- Schützlinge nicht sonderlich beeindrucken. Schon in der 59. Minute jagte Hannes Wollenschläger einen abgewehrten Brandl- Freistoß aus ca. 20 Metern an die Latte des Saalfelder Tores, und wenn das Duo Keiner/ Hofmann seine Möglichkeit in der 73. Minute besser ausgespielt hätte, wäre man schon hier verdientermaßen wieder in Führung gegangen. So war es Rick Brandl vorbehalten, den Lohn in Form eines Tores für sein engagiertes Spiel zu erhalten. Eine butterweiche Flanke von Mielke nickte Brandl in der 78. Minute zur erneuten Führung ins Netz. Die Gastgeber versuchten in den letzten Minuten zwar den Ausgleich zu erzielen, doch gegen die von Kruse gut organisierte Abwehr war nichts mehr möglich, im Gegenteil ergaben sich noch für die Gäste Konterchancen, die zu einem höheren Auswärtssieg hätten führen können.

Mit diesem Erfolg sollte die Mannschaft für das kommende Pokalheimspiel gegen den Verbandsligisten Wismut Gera (Sonntag, 4. September, 14:00 Uhr in Geschwenda) gut gerüstet sein, auch in diesem Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Ein Weiterkommen und damit die Zulosung einer der großen Mannschaften Thüringens im Pokal sind allemal drin.

FC Lokomotive Saalfeld: Avdija, Schulz, Glombik (89. Fliegner), Konopf, Weiße, Sablowski, Gessner, Rudolph, Neumann (81. Medero), Deike (71. Smirat), Heilmann

SpVgg: Lipsius, Maleße, Busch, Wollenschläger, Mielke, Keiner (79. Musch), Brandl (89. Seeber),Franz, Heyer (65. Hofmann), Kruse, Seyfferth

Schiedsrichter: Läsker (Pößneck)

Zuschauer: 150

Torfolge: 0:1 Maleße (50.), 1:1 Neumann (53.), 1:2 Brandl (78.)

Regionalklasse 3, 12. Spieltag

SpVgg Geratal II – Unterwellenborn II 1:1

Quelle: Freies Wort

Wieder kein Dreier in Geschwenda

Auch im sechsten Spiel hintereinander gelang der SpVgg Geratal II in der Fußball-Regionalklasse (Staffel 3) kein Sieg.

Dabei ähneln sich Woche für Woche die Szenarien: Man nimmt sich viel vor, gerät aber, meist durch einen Standard, in Rückstand - und dann ist die Moral im Eimer. Erst nach der Gardinenpredigt zur Pause besinnt man sich neu.

So war das auch diesmal. Obwohl die SpVgg II durch Brandl, der Spielpraxis sammeln sollte, verstärkt wurde, gewann Unterwellenborn II zunächst meist die Zweikämpfe und ließ keinen geordneten Spielaufbau zu. Und obwohl beim Gast nicht viel nach vorn lief, ging er in Führung: Nach einem Handspiel von Yurolmaz verging beim Versuch, die Mauer zu stellen, die Zeit: Rechts und links waren aus Sicht des Torwarts und der Abwehrspieler verschiedene Begriffe. Und bevor Wenig seine Position eingenommen hatte, zog Gabel direkt ab und der abgefälschte Ball war im Netz (18.). Danach fehlte der SpVgg II die nötige Besonnenheit. Einzelaktionen und jede Menge Eckstöße (am Ende 10:2) brachten nichts ein, und auch einige Hochkaräter konnten nicht verwertet werden (Hielscher).

Nach dem Wechsel wurde der Rasen der Gerataler Hälfte geschont. Fast alles spielte sich vorm Gästetor ab. Es gab auch jede Menge Chancen, die aber entweder nicht konsequent bzw. exakt genug abgeschlossen oder vom starken Gästetorwart zunichte gemacht wurden. Schließlich kam der unermüdliche Hielscher doch noch zum Erfolg. Nach einem Steilpass startete er ein Solo, umspielte auch den Torwart und traf zum 1:1 (84.). Leider war die Zeit zu knapp, um das Spiel noch zu drehen. Vielmehr kam der Gast kurz vor Schluss noch zu einem Tor, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Nun muss der Sieg beim nächsten Heimspiel am Samstag gegen Schlusslicht SV 09 Arnstadt II her!

Geratal II: Wenig; Kohlschmidt, Yorulmaz, Seyfferth, Brandl, Langguth, Priefer (75. Heinze), Hielscher, Seeber, Schulz, S. Huck (69. Dobschanetzki)

Unterwellenborn II: Lange; Palmowski, Gabel, Bärschneider, Weedermann, Erdmann, Unbehaun, Völke (88. Bauer), Gretsch, Meyer, Spitzner

Schieri: Hahn (Arnstadt)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Gabel (18.), 1:1 Hielscher (84.)

Regionalklasse 3, 4.Spieltag

Blankenhain – SpVgg Geratal II 2:1

Quelle: Freies Wort

Eigentlich nur eine Halbzeit richtig präsent

Verstärkt durch die Ben Achour-Brüder wollte Geratal beim Tabellenführer der Fußball-Regionalklasse, Staffel 3 mindestens einen Punkt holen. Die Gastgeber spielten konsequent "Kick and Rush". Der stämmige Libero Giessler und seine Nebenleute schlugen jeden Ball lang nach vorn, in der Hoffnung, dass die flinken Klein, Gotsche und Gehre etwas daraus machten. Der Spielvereinigung gelang es nicht, die Hausherren mit spielerischen Mitteln unter Druck zu setzen. Die Gastgeber begannen selbstbewusst. Ihre schnellen Spitzen zogen in Tornähe sofort ab. Als sich im Torraum der Gerataler eine Spieleransammlung aufbaute, in die Gotsch hinein schoss, lenkte Dobschanetzki die Schussbahn unglücklich ab, so dass Wenig ins Leere griff (1:0, 7.). Die Gäste verfielen in den Fehler, ebenfalls hohe Bälle zu schlagen, die aber eine leichte Beute der groß gewachsenen Blankenhainer wurden. Hier fehlten die Anspielstationen. Dadurch wurde der Ball zu lange gehalten und ging verloren. Vom Gästesturm war in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen. Hielscher und Huck rackerten, wurden aber oft schlecht angespielt oder konnten sich nicht durchsetzen. Direkte Freistöße landeten in der Mauer, Eckbälle kamen hoch und unplatziert.

In der zweiten Halbzeit wurde flach gespielt und kombiniert. Huck setzte sich an der Außenbahn durch, mit seinem straffen Abschluss traf er aber nur Giesslers Kopf (47.). A. Ben Achour schoss knapp über das Tor (49.). Nach einer Ecke von Huck traf er mit dem Kopf die Latte (58.). Ein Freistoß aus der Blankenhainer Hälfte erreichte den Strafraum, die Kopfballabwehr von Schulz missglückte und Gehre hatte allein gelassen aus zehn Metern keine Mühe (2:0, 73.). Als ein Gerataler Angriff über mehrere Stationen ausgespielt wurde, war Seeber im Nachschuss erfolgreich (2:1, 81.). Die Gastgeber versuchten mit allen Mitteln, den knappen Vorsprung zu retten. Schiedsrichter Hartung zeigte einige unklare Entscheidungen auf beiden Seiten, die zu drei Verwarnungen wegen Reklamierens für die Gerataler führten.

Blankenhain: Möller, Kühnemund (27. Miersch), Reusse, Gruen, Giessler, Wähner, Dübler, Trinkler, Klein, Gotsch (89. Heckmann), Gehre (90. Telle)

Geratal II: Wenig, Kohlschmidt, A. Ben Achour, Langguth (46. Schulz), Musch, Dobschanetzki (46.Bulko), Hielscher, Y.Ben Achour, Seeber, S.Huck, Stöckel

Schieri: Hartung (Rudolstadt)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Gotsch (7.), 2:0 Gehre (73.), 2:1 Seeber (81.)

Regionalklasse 3, 11.Spieltag

TSG Kaulsdorf - SpVgg Geratal II 3:1 (2:0)

Quelle: Freies Wort

Geratal II begann wieder mal furios: In den ersten fünf Minuten gab es 4:0 Ecken für den Gast, und das TSG-Tor wurde beim Abschluss nur knapp verfehlt. Leider folgte auf der Gegenseite die kalte Dusche, als Weber per Kopf einen 25-m-Freistoß von Lindow zum 1:0 einnickte (8.).

Auf dem holprigen, vom Vorspiel schon gezeichneten Platz hatten die Gerataler mit ihrem technisch geprägten Spiel Probleme. Kaulsdorf dagegen zeigte sich mit erfolgreicherem Zweikampfverhalten überlegen. Nachdem Priefers Abschluss einer Kombination mit Musch daneben gegangen war (15.), wirkte das 2:0 von Krieck - per Kopf über den herausstürzenden Vodermeyer hinweg, nachdem sich zuvor Kohlschmidt und Belger am Strafraum gegenseitig behinderten - wie ein Nackenschlag (17.). Meist verzettelte sich der Gast in Einzelaktionen, die spätestens beim dritten Gegenspieler zu Ende waren. S. Huck war krankheitsbedingt gehandicapt, Hielscher kam nicht wie gewohnt ins Spiel. Yorulmaz bekam einen Torschuss ins Gesicht, musste ausgewechselt werden.

Nach der Pause nahmen die Gäste die Zweikämpfe besser an und spielten zielgerichteter nach vorn. Mitten in diese Bemühungen hinein gelang indes Röppischer ein "Tor des Monats" (53.), als er einen Freistoß nach Handspiel von Seyfferth aus 20 m über die Mauer in den Winkel zirkelte (53.). Danach lag noch das 4:0 in der Luft, ehe Geratal II sich nochmals aufraffte und mit einem Tor per Handstrafstoß belohnt wurde (67.). Das gab weiteren Auftrieb, aber die sicher stehende Kaulsdorfer Abwehr brachte den Vorsprung ins Ziel.

Kaulsdorf: Wolf; Müller, M. Bauer, Krieck (90. Fischer), Weber (88. Esefeld), Walther, F. Bauer, Röppischer, Lindow, Merkl, Blume

Geratal II: Vodermayer; Kohlschmidt (84. Schulz), Yorulmaz (30. Dobschanetzki), A. Ben Achour, Seyfferth, Musch, Priefer, Hielscher, Belger, S. Huck (60. Heinze), Seeber

Schieri: Götze (Arnstadt)

Zuschauer: 180

Tore:  1:0 Weber (8.), 2:0 Krieck (17.), 3:0 Röppischer (53.), 3:1 Heinze (67. Handstrafstoß)

Regionalklasse 3, 3.Spieltag
Spvgg Geratal II- Traktor Teichel II 3:2

Über weite Strecken hatte das Spiel wenig mit Fußball zu tun. Fehlentscheidungen des Schiedsrichters und Kampf prägten die Partie. Der Erfolg der Gastgeber war verdient, denn 
was die Gäste boten war nur selten regionalklassentauglich. Das Spiel begann mit einer schnellen Gästeführung (Schumacher, 1.), begünstigt durch eine nicht geahndete Abseitsstellung. 
Die Gerataler verkrafteten diese Fehlentscheidung erstaunlich ruhig und waren um den Ausgleich bemüht. Hofmann wählte, statt selbst aus Nahdistanz zu schießen, ein Abspiel auf Hielscher, der, davon völlig überrascht, die Chance nicht nutzte (6.). Als Hielscher gefoult wurde, verwandelte Huck den Strafstoß sicher (1:1, 13.). Dann fand bis zur 42. Minute, als Dobschanetzkiaus 25 Metern abzog und den Pfosten traf, kaum Fußball statt.


Spannender wurde es in der zweiten Halbzeit. Zunächst rettete Wenig mit einer Glanzparade (47.). Nach einem taktischen Foul an Musch nahe der Mittellinie erfolgte ein Freistoßpfiff.
Alles orientierte sich auf die Ausführung des Freistoßes durch die Gerataler, doch der Schiedsrichter gab den Freistoß für Teichel. Die Gäste führten ihn blitzschnell aus
und gegen deren Überzahl im Angriff konnte Langguth nur per Foul retten. Das war für ihn Gelb-Rot (53.). Kurz darauf erzielten die Gäste die erneute Führung (Brückner 55.), begünstigt
durch einen Stellungsfehler auf der rechten Gerataler Abwehrseite. Mit aller Macht bemühten sich die Einheimischen umeine Resultatverbesserung. Der Ausgleich gelang
Hielscher per Kopfball nach Flanke von Musch (2:2, 70.). Hielscher schlug dann gleich noch einmal zum 3:2 zu (74.). Die Gerataler Führung mobilisierte die Gäste. Wenig und seine Vorderleute
hatten nun Schwerstarbeit zu verrichten, die sie mit Bravour erledigten. Das ständige Anrennen der Gäste brachte aber auch Konterchancen. Hier hätten Bulko, Hofmann
und Musch cleverer agieren können. Einen Distanzschuss auf das leere Gästetor, selbst der Torhüter stürmte am Ende mit, verhinderte Hartung durch Handspiel und sah dafür Rot.
So konnten die Gastgeber den Sieg zwar etwas glücklich, aber dennoch nicht unverdient über die Nachspielzeit retten. kda

Geratal II:Wenig, Kohlschmidt, Langguth (53. Disqualifikation), Musch, Dobschanetzki, Hofmann, Hielscher (83. Heinze), Seeber, S. Huck (73. Jaekel), Stöckel,Yorulmaz (63. Bulko)

Teichel II: Dörnfeld, Hartung (90. Platzverweis), Rauch, Goelitz, Schmidt, Reiche (81. Schachtschabel), Schumacher, Brückner, Kirchner (78. Böttner), Ritzau (46.Heinel), Kaemmer

Schieri: Wiegand (Stadtilm) 

Zuschauer: 70

Tore: 0:1 Schumacher (1.), 1:1 Huck (14. Foulelfmeter), 1:2 Brückner (55.), 2:2 Hielscher (70.), 3:2 Hielscher (74)

Regionalklasse 3, 10. Spieltag

SpVgg Geratal II - SV 1883 Schwarza 1:2

Quelle: Freies Wort

Wieder einmal scheiterte Geratal an sich selbst. Gegen einen kämpferischen (6 Gelbe Karten) und defensiv eingestellten Gegner fand man keine Mittel, die technische Überlegenheit umzumünzen. Geratal war über die gesamte Spielzeit überlegene, in der zweiten Halbzeit wurde fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte gespielt, dennoch gewannen die Gäste durch Standards. Die Platzbesitzer starteten mit einem Offensivfeuerwerk. Hucks Geschoss strich über das Tor (5.). Dann setzte sich A. Ben Achour im Mittelfeld durch, passte auf Huck und diesmal war sein Abschluss erfolgreich (1:0, 7.). Schwarza brauchte 20 Minuten, ehe man sich gefangen hatte und ins Spiel kam. Die Gerataler Angriffsversuche wurden von der aufmerksamen Deckung zunichte gemacht. Lediglich ein wegen Abseits nicht gegebenes Tor von Hielscher war die Ausbeute (31.). Ein verlängerter Eckball wurde von Bierwirth mit dem Kopf zum 1:1 ins Tor befördert (34.). Mit der Hereinnahme von Belger für einen Verteidiger versuchte Geratal, den Angriffsdruck zu verstärken. Mit einem weiteren Abseitstor von A.Ben Achour nach einem Gestochere in Tornähe begann die zweite Halbzeit (48.). Der erstmalig nach langer Verletzung eingesetzte Priefer konnte noch nicht seine Offensivqualitäten zeigen. A. Ben Achour zielte zu ungenau, als er frei stehend angespielt wurde (55.). Auch Belgers Schussversuche stoppte Kazmierczak im Tor (66.). Die Platzbesitzer fanden einfach keine Mittel, die mit Mann und Maus verteidigenden Gäste zu überwinden. Stöckel foulte zentral vor dem Strafraum einen Angreifer und den Freistoß zirkelte Pezold zum 1.2 über die Mauer (69.).

Geratal: Vodermayer, Schulz (46. Belger), Stöckel (76. Dobschanetzki), Yurolmaz, Langguth, Seeber, Kohlschmidt, S. Huck, Hielscher, Priefer, A. Ben Achour

Schwarza: Kazmierczak, Dehmel, Bresigke, Pezold, Säuberlich, Schneider, Evensen (83. Ramirez), Bierwirth (46. Zoch), Trautner, Keilhauer, Schütte

Schieri: Bischof (Zella-Mehlis)

Zuschauer: 40

Tore: 1:0 Huck (17.), 1:1 Bierwirth (34.), 1:2 Pezold (69.)

Regionalklasse 3, 13. Spieltag

Kromsdorf – SpVgg Geratal II 0:2

Quelle: Freies Wort

Vor ihrem letzten Punktspiel in diesem Jahr in der Fußball-Regionalklasse-Staffel 3 standen Geratals Zweiter wegen Krankheit, Verletzung und weil die Landesklasse-Mannschaft zeitgleich spielte nur zehn Spieler zur Verfügung. Gezwungenermaßen mutierte Nicky Schulz zum Spielertrainer und konnte auf dem Feld beweisen, was er sonst vom Spielfeldrand predigte. Unter dieser Voraussetzung lief die Mannschaft mit einer "Jetzt erst recht"-Einstellung auf und machte ihre Sache sehr gut.

Auf dem holprigen Nebenplatz wurden keine Kabinettstückchen, sondern beiderseits einfacher, kampfbetonter Fußball geboten, wobei Kromsdorf technische Mängel offenbarte. Die Gäste zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und waren auch fußballerisch überlegen.

Zunächst prüfte Hielscher per Kopf nach Eckstoß von S. Huck den 43-jährigen TSV-Torwart Daller (6.). Der machte auch eine Großchance für S. Huck zunichte, der von Belger geschickt worden war (18.). Kromsdorf agierte zu umständlich beim Abschluss, als der Ball beim Abwehrversuch versprang (23.). Nach Freistoß Priefers traf Hielscher per Kopf den Pfosten (33.). In der 36. Minute dann der erste Kromsdorfer Torschuss, jedoch am Kasten vorbei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ballerte Ochsenfahrt nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze über das Tor (42.).

Halbzeit zwei begann wieder mit einer Kromsdorf-Chance, als Felsinger vier Meter vor Wenig an den Ball kam, aber Geratals Torwart ließ sich nicht überlisten (46.). Es folgten Chancen nach einem Rückpass von S. Huck (58.) und durch Kohlschmidts Solo sowie ein Lattenkracher bei Töpfers 20-m-Freistoß (65.) und eine weitere Großchance für Ochsenfahrt, die Wenig klärte (80.). Die letzten zehn Minuten hatten es dann in sich. Zunächst pfiff der sonst gut leitende Referee aus Stadtilm ein Handspiel Dobschanetzkis im eigenen Strafraum nicht. Im direkten Gegenzug wurde Hielscher im Strafraum von den Beinen geholt, diesmal ertönte der Pfiff. Heinze vollstreckte den Strafstoß zum 0:1 (83.). Jetzt berannte Kromsdorf mit Wut im Bauch das Gästetor. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gerataler hielten aber dagegen, und in der Nachspielzeit umkurvte Musch mehrere Gegenspieler und passte überlegt quer, so dass Hielscher aus 5 m nur noch zum 0:2 einzuschieben brauchte. Ein ganz wichtiger Dreier für die Moral von Geratal II! fm

Kromsdorf: Daller; Willing, Töpfer, Kießling, Schröter, Sellge, Orlamünde, Heß, Tritschel, Felsinger (71. Martynenko), Ochsenfahrt

Geratal II: Wenig; Kohlschmidt, N. Schulz, Musch, Dobschanetzki, Priefer, Hielscher, Seeber, Belger, Heinze, S. Huck

Schieri: Wiegand (Stadtilm)

Zuschauer: 20

Tore: 0:1 Heinze (83.Foulstrafstoß), 0:2 Hielscher (90.+3)

Regionalklasse 3, 9. Spieltag

Rennsteig – SpVgg Geratal II 5:2

Quelle: Freies Wort

Mit dem Sieg hat der Aufsteiger den fünften Tabellenplatz der Staffel 3 erfolgreich verteidigt. Vor der stattlichen Kulisse von 280 Zuschauern begannen die Gäste wie die Feuerwehr und nutzten ihre erste Chance durch Musch mit einem Flachschuss aus zehn Metern in die rechte Ecke zum 0:1 (2.). Die Gastgeber waren offensichtlich noch nicht richtig bei der Sache. Danach legten beide Teams ein enormes Tempo vor. Mit einem leicht abgefälschten Schuss aus 18 Metern nutzte Linz die erste Chance der Rennsteigler zum 1:1 (15.).

Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Mannschaften zwischen den Strafräumen bis Eger im Gästestrafraum gefoult wurde und Kühn den Strafstoß zum 2:1 verwandelte (44.). Die Gäste mühten sich bei ihren Angriffen immer wieder, ihren Torjäger Hiltscher in Szene zu setzen, welcher der Rennsteigabwehr schwer zu schaffen machte. Mit herrlichem Freistoß aus gut 25 Metern halbrechter Position zum 3:1 in den linken Dreiangel setzte Möller das erste Achtungszeichen nach der Pause, das gleichzeitig die Vorentscheidung bedeutete (53.). Die Rennsteigler zogen sich nun etwas zurück und ließen die spielstarken Gäste kommen, um aus einer sicheren Abwehr heraus über Möller und Eger schnelle Konter zu starten. Bei einer solchen Attacke wurde Möller zum Spurt in Richtung Tor geschickt und im Strafraum durch Torwart Wenig von den Beinen geholt. Wenig sah Rot, Möller verwandelte den Strafstoß selbst zum 4:1 (63.). Für Wenig ging der eingewechselte Dobschanetzki ins Tor, der einen Schuss von Linz aus 20 Metern zum 5:1 durch die Beine gleiten ließ (67.). In der Schlussphase steckten die Gastgeber zurück, so dass die zehn Gerataler recht gut mitspielten und durch Wagner, der nach einer Hereingabe von rechts das Leder ins eigene Tor abfälschte, auf 5:2 verkürzten (73.). Zu einer weiteren nennenswerten Chance kamen sie jedoch nicht. Wegen Reklamierens wurde Rennsteigtrainer Jürgen Bohne in der zweiten Halbzeit durch Schiedsrichter Wenzel von der Trainerbank verwiesen. vo

Rennsteig: Macholeth, H. J. Krämer, Engelhardt (46. Möller), Rose, Schreiber, Linz (69. Wagner), Kühn, Eger (86. M. Schmidt), Ritter, Volk, Rudolph

Geratal: Wenig (63. Platzverweis), Schulz, Stöckel, Yurolmaz (54. Dobschanetzki), Langguth, Seeber, Kohlschmidt, Musch, Hoffmann, S. Huck, Hielscher

Schieri: Wenzel (Großobringen)

Zuschauer: 280

Tore: 0:1 Musch (2.), 1:1 Linz (15.), 2:1 Kühn (44. Foulstrafstoß), 3:1 Möller (53.), 4:1 Möller (63. Foulstrafstoß), 5:1 Linz (67.), 5:2 Wagner (73. Eigentor)