SpVgg Geratal II - FSV Mellenbach/Sitzendorf 2:0 (0:0)
Im Spitzenspiel der Kreisliga Süd konnte die Spielvereinigung Geratal ihren Verfolger auf Distanz halten und den Vorsprung auf 11 Punkte ausbauen. Damit wurde ein weiterer großer Schritt in Richtung Kreisoberliga getan.
Im ersten Umlauf verdiente sich die Begegnung nicht das Prädikat "Spitzenspiel". Zu aufgeregt agierten beide Mannschaften. Minutenlange Fehlpässe auf beiden Seiten prägten das Spiel. Abspielversuche im Mittelfeld erreichten nur die jeweiligen Gegenspieler und so wurde der Ball von der jeweiligen Trikotfarbe Rot auf Grün und wieder zurück "gespielt". Ein zerfahrenes Spiel war die Folge. Die erste Torchance hatte Mellenbach, als Trefflich und Linke Steinbrücks Abschluss am Überqueren der Torlinie hinderte (14.). Auf der Gegenseite dauerte es eine Weile, ehe Torgefahr erarbeitet wurde. Welsch flankte in die Mitte, doch Ben Achours Kopfball aus günstiger Position ging daneben (22.). Irritationen kurz danach als ein schöner, platzierter Freistoß Lipperts aus 35 Metern durch Freund und Feind hindurch im Toreck einschlug. Leider berührte kein anderer Spieler den Ball, der als indirekter Freistoß angezeigt war, so dass der Treffer nicht gegeben wurde (32.). Ein Eckball, von rechts stets platziert von Lippert getreten, fiel Hielscher im Torraum vor die Füsse, doch der schoß nur den Torwart an (38.). Einen Abpraller vom Torwart nach Hielschers Schuss konnte Welsch nicht verwerten (42.) und als Torhüter Niehle einen weiten Ausflug zur Angriffsabwehr unternahm, warf sich Hüttl in den Versuch von Welsch, ins leere Tor zu treffen (44.).
Der zweite Umlauf wurde, zumindest was das Geratal angeht, konstruktiver angegangen, was auch der Aufstellungsumstellung geschuldet war. Priefer rückte vom letzten Mann ins Mittelfeld, was dem Angriffsspiel mehr Druck verlieh. Doch zuerst vereitelte Yurolmaz eine Möglichkeit, als er sich in den scharfen Schuss Steinbrücks warf (46.). Einen sehr schönen Diagonalpass in den freien Raum erlief sich Hielscher, scheiterte jedoch am Torhüter (53.). Trefflich war bei einem Distanzschuss, wiederum von Steinbrück, zur Stelle (55.). Bei einem erneuten Angriff der Hausherren kam der aufgerückte Yurolmaz im Strafraum an den Ball. Statt selbst abzuschließen schob er nochmals quer auf Hielscher. Der traf zwar ins Tor, aber aus knapper Abseitsposition heraus (60.). Weitere Möglichkeiten ließen Welsch aus vollem Lauf (61.) und Hielscher mit dem Kopf nach Linke-Ecke liegen (69.). Dann fiel doch noch der Führungstreffer. Breitling passte auf rechts, von dort kam der Ball wieder in die Strafraummitte und schließlich vollendete Priefer aus Nahdistanz (1:0, 72.). Die Gastgeber machten weiter Druck, um nachzulegen und hatten nun auch mehr Platz, da Mellenbach seinerseits eine Resultatsverbesserung anstrebte. Völlig unnötig der gelb-rote Karton, den sich Ben Achour in den letzten Spielminuten wegen wiederholtem Foulspiel abholte (83.). Hielscher scheiterte zunächst am Keeper (88.) und Welsch traf den Kasten nicht (91.). Der eingewechselte Rechtsverteidiger Barchewitz spielte diagonal in den linken Freiraum, Welsch legte quer auf Hielscher und diesmal traf er (2:0, 93.)
SpVgg Geratal II: Trefflich, Yurolmaz, Ben Achour, Möller, Dobschanetzki, Priefer, Hielscher, Welsch, Breitling (77. Barchewitz), Linke, Lippert
FSV Mellenbach/Sitzendorf: Niehle, Steinbrück, Büchner, Hüttl, Biehl (65. Löw), Miclo, Vater, Möller (46. Näder), Liebmann, Rößner, Sommer (80. Müller)
Tore: 1:0 Priefer (72.), 2:0 Hielscher (93.)
Schiedsrichter: Eckardt (Bad Berka)
Zuschauer: 100

SpVgg Geratal - SG FC BW Dachwig/Döllstedt 3:1 (1:0)

(Kda) Nicht nur von der Papierform (3. gegen 2.) war dies ein Spitzenspiel. Was beide Mannschaften an technischen Feinheiten, taktischen Raffinessen und auch an kämpferischem Potenzial in dieser Partie zeigten, war absolut höchstes Verbandsliganiveau. Hinzu kamen noch eine Vielzahl von Torchancen auf beiden Seiten, ein Eigentor der Gäste, ein Fauxpas des Keepers der Gerataler und ein Schiedsrichtergespann, das dem Spiel voll gewappnet war.
Die Gerataler störten schon sehr früh den gegnerischen Spielaufbau. Ein solch aggressives Pressing führte dazu, dass der Dachwiger Heim aus seiner halbrechten Abwehrposition den Ball zu seinem Torwart zurück spielen wollte, der Ball sich aber zum Entsetzen der Gäste ins Tor senkte (8.). Das war zwar das in jedem Spiel gewollte schnelle Führungstor der Gerataler, aber die Dachwiger eben ein anderes Kaliber. Sie machten nicht die Räume auf, boten dennoch ein druckvolles Spiel nach vorne. Die Gerataler Defensive war immer gefordert, verteidigte mit jedem Körperteil und was Dobrocki und Brandl allein mit Antizipation von gegnerischen Spielideen wegfischten, war überdimensional. So überstand man Trübenbachs Schuss (19., Kott reagierte großartig) wie mehrere Freistöße um den Strafraum herum als auch Schüsse aus Nahdistanz, die durch Brandl noch per Kopf (37.) und Bärwinkel mit vollem Körpereinsatz (40.) entschärft werden konnten. Dazwischen hatte Rinn, diesmal auf der rechten Angriffseite aufgeboten, da sich Heyer beim Aufwärmen verletzte, in der 30. Minute nur den rechten Pfosten getroffen und Braunschweig mit einem Freistoß knapp über das Tor geschossen.
Als in der 58. Minute Braunschweig mit einem weiteren Freistoß, den er flach rechts neben der Mauer vorbei ins Tor befördern konnte, das 2:0 erzielte, schienen die Dachwiger Angriffsbemühungen ein wenig eingestutzt. Doch Kott ließ mit seinem Abgrätschen des Dachwiger Preller, bei dem er zu spät war, und dem folgenden erfolgreichen Strafstoß durch Trübenbach (65.) wieder die volle Angrifsswucht der Gäste entfachen. Allein bis zur 70. Minute hätten die Gäste mit zwei weiteren Chancen den Ausgleich erzielen können. Bei der ersten zog Walter den Ball knapp neben das Tor (68.), die zweite durch Trübenbach entschärfte Kott (69.). Im Bemühen, den Ausgleich erzielen zu können, boten jetzt die Gäste aber auch die Konterräume an. Eberling spielte eine solche Kontersituation auf Thorwarth an, der lief völlig allein auf den gegnerischen Torwart zu und brachte den Ball rechts an ihm vorbei ins Tor (70.). Trotz des erhöhten Rückstandes ließen die Dachwiger in ihren Angriffsbemühungen nicht nach, die Männer um Dobrocki waren immer gefordert, hatten zum Glück aber auch immer mindestens ein Körperteil zwischen Pass oder Torschuss. Bei konsequentem Ausnutzen der Konterchancen hätten aber auch andererseits die Platzherren den Sack zu machen können (81., Thorwarth nach Vorarbeit Rinn, 84., Distanzschuss Braunschweig, den Topf großartig pariert, 91., Kopfball Thorwarth).

Aufstellung:
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Hatzky (68. Ben Achour), Bärwinkel, Wollenschläger, Brandl, Rinn, Thorwarth, Eberling (78. St. Möller), Braunschweig
SG FC BW: Topf, Gerke, Reinemann, Walter, Preller, Boxler (46. Kutschki), Hummel, Stein, Heim, Trübenbach, Skaba

Schiedsrichter: Östreich (Schmölln)

Zuschauer: 170

Torfolge: 1:0 Heim (8., ET), 2:0 Braunschweig (58.), 2:1 Trübenbach (65., FE), 3:1 Thorwarth (70.)

SC Leinefelde - SpVgg Geratal 2:5 (1:2)

(Kda) Die vorwöchige Zwangspause im Ligaalltag hat der Spielvereinigung nicht geschadet! Das ist das Fazit des Spieles beim, nach momentaner Sicht, ersten Absteiger aus der Verbandsliga. Dessen scheinen Leinefelder sich auch bewusst zu sein, denn sie präsentierten sich weitaus stärker als manch ein Gegner aus vorderen Tabellenpositionen. Dennoch gelang es den Geratalern wiederum eindrucksvoll, ihr Konzept durchzusetzen. Und das trotz arger Personalprobleme und, dass sie seit langem aus einem Rückstand das Spiel gestalten mussten. Auffällig dabei, dass nicht nur Thorwarth und Heyer die Torgaranten sind, versucht der Gegner sie aus dem Spiel zu nehmen, springen andere in die Bresche!
Von Beginn an entwickelte sich ein munteres, gutklassiges Spiel, an dem auch der Schiedsrichter mit seiner Spielleitung einen großen Anteil hatte. Die Gastgeber versuchten mit langen Bällen die Gerataler unter Druck zu setzen, nutzten die sogenannten zweiten Bälle. Ein solcher führte in der 21. Minute dann auch zur Führung als Madeheim trocken aus 20 Meter halbhoch abzog und der Ball links neben dem Pfosten einschlug. Doch schon kurz darauf kam die Antwort der Gäste. Ein Schuss Heyers kurz vor dem Strafraum wurde abgeblockt, Thorwarth hob den Abpraller über die Verteidigung hinweg auf Eberling, der wiederum mit einem Heber den Ball über den Torwart ins Netz beförderte (24.). Nach mehreren Angriffsversuchen auf beiden Seiten waren es die Gerataler, die sich in der 37. Minute nach einem mustergültigen raumöffnenden Pass Hatzkys auf den rechts gestarteten Rinn, dessen genauer Flanke auf den Kopf Thorwarths belohnten. Aus Nahdistanz nickte der "Lange" zur Führung ein. Eine Kostprobe seiner Fähigkeiten gab Leinefeldes Winterpausen-Neuzugang Kaszubowski mit einem wuchtigen Kopfball kurz vor der Pause ab, Kott parierte gedankenschnell!
Mit der Führung im Rücken und dem Bemühen der Leinefelder, nicht als Verlierer vom Platz gehen zu müssen, boten sich dann in der zweiten Halbzeit den Gästen die Räume, die sie für ihr erfolgreiches Spiel benötigen. Sehr variabel gestalteten sie ihr Angriffsspiel, dabei die Defensive nur einmal vernachlässigend, das Missverständnis zwischen Wollenschläger und Rinn führte kurzzeitig zur Resultatsverkürzung (58., Reinhold), nachdem zuvor ein langer Ball auf Thorwarth, dessen Ballbehauptung und -ablage auf Hatzky und sein Schuss aus ca. 11 Meter zum dritten Gerataler Tor (55.) einschlug. Als nochmals Hatzky mit einem überlegten Schuss knapp vor der Strafraumgrenze das vierte Tor erzielte (73.) - sehr gut die Vorarbeit Heyers - war der Kampfgeist der Hausherren gebrochen. Hatzky selbst hatte in der 77. Minute Pech, sein Schuss aus halblinks ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Den Endstand erzielte Braunschweig in der 82. Minute mit einem 25-Meter-Schuss über den zu weit vor dem Tor postierten Reimann. Heyer musste kurz vor dem Ende angeschlagen das Feld verlassen, was Trainer Huck noch einmal einen Verbandsligaeinsatz bescherte. Das Ausnutzen seiner Chance in der 89. Minute wäre des Guten zu viel gewesen und hätte den starken Gegner brüskiert.

Aufstellungen:
SC Leinefelde: Reimann, Reinhold, Dahlke, Kuentzelmann (59. Bachmann), Madeheim, Kaszubowski, Burghardt (59. Gerbig), Machatschek, Schmalstieg (75. Wummel), Jahn, Rittmeier
SpVgg Geratal: Kott, Dobrocki, Hatzky, Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer (87. Huck), Brandl, Rinn, Thorwarth, Eberling, Braunschweig

Zuschauer: 102

Schiedsrichter: Hillig (Niederspier)

Torfolge: 1:0 Madeheim (21.), 1:1 Eberling (24.), 1:2 Thorwarth (37.), 1:3 Hatzky (55.), 2:3 Reinhold (58.), 2:4 Hatzky (73.), 2:5 Braunschweig (81.)

SG Unterloquitzer SV - SG FSV Gräfenroda II 2:4 (1:3)
Die österliche und ferienbedingte Zwangspause wurde intensiv mit Training zum besseren Spielverständnis genutzt.
Nach dem verunglückten Rückrundenstart (3:6 Punkte) sollte ein Ruck durch die gesamte Mannschaft gehen, was am gestrigen Sonntag durchaus zu erkennen war. Die Last der Jungs, ob der Bürde über die Schwere des Spiels wurde im Vorfeld genommen, appellierend auf die bereits gezeigten intelligenten Spielweisen der Hinrunde zeigten die Gerataler Jungs von Anbeginn, wer Herr auf des Gegners Platz ist. Geschockt der Platzverhältnisse auf Naturrasen (die Jungs waren Kunstrasen gewohnt) wurden die Vorgaben von der ersten Minute an umgesetzt.
Die Abwehr der Gerataler ist aus taktischen Gründen und der Schwere des Spiels umgestellt worden, Bartholome als rechter Verteidiger für Zehne, vorweggenommen, die Rechnung ging auf. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurden schnelle Angriffe über Thiem und Nüchter gestartet und dem Gastgeber aus Unterloquitz keine Luft zur Erholung gelassen. Die Angriffsbemühungen des Gastgebers wurden meistens vor der Strafraumgrenze abgefangen oder waren sichere Beute für unseren Tormann. Immer wieder, getrieben über die Abwehr durch Klawitter, Barth und Bartholome über die agilen Thiem und Nüchter konnten sich unsere Stürmer in Szene setzen, die Chancen aber nicht genutzt werden. In der 12. Spielminute Jubel auf Gerataler Seite, ein Zuspiel von Nüchter aus dem Mittelfeld heraus auf halbrechts zu Bellanger konnte eiskalt mit einem "Sonntagsschuss" vollendet werden. Dies gab weitere Sicherheit und Motivation, was alle am Spielfeldrand sehen konnten.
S. Klawitter fing einen Angriff des Gastgebers auf Höhe der Mittellinie ab und bediente den auf halblinks startenden Thiem mustergültig. S. Thiem nahm allen Mut zusammen, drosch aus halblinks das Spielgerät unhaltbar ins linke Eck ein (23. Min.). Weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt. Eventuell mit den Gedanken in der Halbzeitpause wurde die Abwehrarbeit komplett eingestellt, so dass Unterloquitz den Anschlusstreffer erzielen konnte (29. Min.). Wachgerüttelt auf Grund des Anschlusstreffers wurde der Modus Konzentration wieder hochgefahren und mit dem Halbzeitpfiff der Abstand auf zwei Tore wieder hergestellt werden, N. Bellanger mit Flachschuss ins linke untere Eck.
Im 2. Abschnitt erhöhte n die Jungs aus dem Geratal den Druck weiter, Chancen im Minutentackt (Bellanger, Nüchter, Bartholome, Barth) ergaben sich, wurden aber kläglich vergeben. 46. Spielminute, Schussversuch von Thiem, unhaltbar abgefälscht von Schirmer, Jubel bei unseren Jungs, Spielstand 4:1 für die Gerataler. Bereits zu diesem Zeitpunkt war allen Mitgereisten klar, der Dreier geht ins Geratal. Auch die mitgereisten Ergänzungsspieler konnten sich auszeichnen, was überzeugend war. In der 58. Spielminute, Ebenbild der 29. Spielminute, Gedanken beim Schlusspfiff, Abwehrarbeit eingestellt, Resultatsverkürzung der Unterloquitzer auf 2:4. Mit Kampfgeist stemmten sich die Gerataler der letzten Bemühungen des Gastgebers entgegen und gingen als verdienter Sieger vom Platz.
Aufstellungen: Unterloquitz: L. Fiedler, N. Lautenschläger, J. Kramer, M. Fuchs, L. Wiefel, A. Schirmer, S. Franke, E. Fuchs
Gräfenroda/Geratal: N. Dörfler, S. Klawitter, L. Barth, R. Bartholome, S. Thiem, N. Nüchter (E. Elle), N. Bellanger, J. Bussemer (D.Zehne)

SG SV Thuringia Königsee - SpVgg Geratal II 1:2 (1:2)
Wieder ein glanzloser Arbeitssieg der Gerataler, angesichts des aktuell einsatzbereiten Spielerkaders aber durchaus anerkennenswert. Hervorhebenswert Yurolmaz und Barchewitz mit soliden Partien.
Die Rechnung der Gäste ging auf, aber nur bis zur 20. Minute. Denn da stand es 0:2 und alles schien auf einen klaren Sieg hinzudeuten. Nach dem zweiten Treffer allerdings stellten die Gerataler das Fussballspielen ein und ein unansehnlicher Kick mit Vorteilen der Königseer folgte. Die Offensive der Gäste war grundlos nicht mehr erkennbar. Weite Bälle in den Raum zugunsten des im Angriff aufgebotenen, schnellen Dobschanetzki, blieben aus und Welsch fand über die ganze Spielzeit nicht statt. Dabei lief es eigentlich von Beginn an ganz gut für den Tabellenführer. Bereits in der 4. Minute löste sich Dobschanetzki von seinen Bewachern und lupfte den Ball gekonnt aus 20 Metern über den Torwart ins Tor (0:1, 4.). Der mit einem Superpass von Möller angespielte Welsch hatte freie Schussbahn, verstolperte aber diese Chance (8.). Klasse das zweite Tor. Seeber schlug einen Freistoß aus der Nähe der Mittellinie in Richtung Königseer Tor. Fast alle gingen davon aus, dass der Ball neben dem langen Pfosten ins Aus geht, nicht so Yurolmaz, der aus spitzem Winkel und Nahdistanz das Spielgerät unter die Latte hämmerte (0:2, 18.).
Ab da hatten die Gerataler auf Freizeit umgeschaltet. Das brachte die Einheimischen wieder ins Spiel. Deren Nr. 10, Chemnitz, bei allen ruhenden Bällen zur Stelle, schlug einen präzisen Eckball in den Strafraum, die Verteidigung reagierte zu salopp und Züllich erzielte mit dem Fuss den Anschlusstreffer (1:2, 20.). Welsch hatte noch eine Möglichkeit, verfehlte aus dem Stand aber knapp das Ziel (28.). Ein erneuter Eckball, von Chemnitz getreten, erreichte nach Kopfballversuchen Runau am Strafraumeck, aber dessen Schuss traf ebenfalls nicht das Tor (32.).
Auch im zweiten Umlauf war Königsee die bestimmende Mannschaft. Geratal spielte erstaunlicherweise befangen und wenig selbstbewusst. Zielstrebige Spielzüge blieben Mangelware. Dobschanetzki blieb bei seinem Solo hängen (47.). Eine als Flanke gedachte Hereingabe senkte sich auf das Gerataler Tornetz (55.). Dobschanetzki gewann den Zweikampf mit einem Verteidiger, sein Abschluss war aber zu schwach, als das er gefährlich wurde. Seine Mitspieler setzten auch nicht nach (57.). Trefflich kam aus seinem Tor und konnte knapp vor dem Angreifer den Ball ins Aus befördern, musste aber danach behandelt werden (60.). Breitling hatte eine Chance zur Resultatsverbesserung, als er nach einem Freistöß S.Möllers wegen Foul an Dobschanetzki aus 10 Metern danebenschoss (73.). Die Königseer scheiterten letztendlich an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Beispielhaft wieder ein Eckball von Chemnitz, den Tröbs nicht verwertete (87.) und der Nachschuss nach einem weiteren Freistoß von Chemnitz (90.). In der Nachspielzeit fiel ein Querschläger eines Gerataler Spielers noch auf die Querlatte des eigenen Gehäuses (93.).
SG SV Thuringia Königsee: Klein, Enders (72. Steiner), Sommer, Morow, Schulze, Schnabelrauch, Chemnitz, Züllich, Reise, Tröbs, Runau (72. Rossberg)
SpVgg Geratal II: Trefflich, Yurolmaz, Barchewitz, S.Möller, Dobschanetzki, Welsch, Breitling, Kellner, Belger (83. Giessler, 92. Lange) Ph.Möller, Seeber
Tore: 0:1 Dobschanetzki, 0:2 Yurolmaz (18.), 1:2 Züllich (20.)
Schiedsrichter: Großmann (Unterloquitz)
Zuschauer: 40, davon 10 aus dem Geratal