SpVgg Geratal II - FSV Martinroda II 1:0 (1:0)
Das herrliche Frühlingswetter und das Lokalderby lockte viele Zuschauer in den Geraberger Sportpark. Diese sahen ein intensives Spiel mit verdientem Ausgang, legt man die Chancen zugrunde. Das Schiedsrichtergespann hatte keine leichte Aufgabe, hätte bei rechtzeitigerem konsequenten Eingreifen vermutlich einige strittige Szenen verhindern können (lediglich eine Verwarnung). Die Gäste beeindruckten durch ihr körperbetontes, teilweise sehr hart und grenzwertig geführtes Spiel die Gerataler. Ausdruck dessen waren zwei verletzungsbedingte Wechsel auf Seiten der Heimmannschaft und weitere angeschlagene Spieler.
Das Spiel begann zerfahren, die ersten zehn Minuten mussten sich die Akteure erst einmal finden. Das zeigte sich z.B. als Linke mit einem langen Pass angespielt wurde, Martinrodas Torhüter Nimmow gedanklich auch noch nicht recht anwesend war, doch letztlich einen frühen Treffer verhindern konnte (2.). Die Gäste versteckten sich nicht, sondern störten früh den Gerataler Spielaufbau. Querpässe in der Abwehr, Rückspiele auf den Torwart und dann weite Bälle nach vorn prägten über einige Zeit das Spiel der Gastgeber. Ein solcher Pass erreichte Welsch, der aus spitzem Winkel den Torwart anschoss, der abprallende Ball wurde nochmals von Nimmow pariert, doch dann stand der wieder sehr gut und engagiert spielende Breitling goldrichtig und schob aus fünf Metern den Ball über die Torlinie (1:0, 18.). Weitere Möglichkeiten ähnlicher Art, wieder scheiterte Welsch an Nimmow und diesmal im Nachschuss auch Breitling, konnten nicht verwertet werden (22.). Auf der Gegenseite meldete sich Baranowski mit einem Weitschuss, der jedoch über das Ziel ging (25.). Torjäger Baranowski war bei Yurolmaz in guten und sicheren Händen, ließ aber einige Male seine durchaus noch vorhandenen Qualitäten aufblitzen, ohne jedoch Trefflich im Gerataler Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Eine weitere Chance bot sich, als Priefer ein scharfes Anspiel überlegt passieren lies, so dass Möller außen freie Bahn hatte und nach innen zog, aber sein flacher Anschluss zischte knapp am langen Pfosten vorbei (31.). Dann wurde Sterzing doch noch verwarnt, da der Schiedsrichter dessen häufiges Foulspiel nicht mehr ignorieren konnte (39.). Eine Martinrodaer Möglichkeit ergab sich, als ein Gästespieler aus der eigenen Hälfte mit dem Ball am Fuss startete, nicht angegriffen wurde und bis in den Gerataler Strafraum durchstartete, dann aber verließ ihn der Mut und anstatt selbst abzuschließen versuchte er ein Querabspiel auf seinen Mitspieler, der in Bedrängnis nicht traf (43.).
Für die 2.Halbzeit hatten sich die Martinrodaer einiges vorgenommen. Sie drängten die Gastgeber in ihre Hälfte und bestimmten zeitweilig das Spiel. Baranowski drehte sich unter Bedrängnis drei Mal um seine Achse, so dass den Gegenspielern schwindlig wurde, schoss aber dann über das Tor (52.). Welsch erlief sich wieder einen Pass in die Tiefe, flankte nach innen, aber Nimmow war vor Linke zur Stelle (55.). Eine weitere Möglichkeit ergab sich für die Gäste, als ein Eckball knapp vor das Tor geschlagen wurde, ein Mitspieler noch mit dem Fuss zur Stelle war, aber der Ball nur über die Torauslinie rollte (60.). Die Gerataler hatten jetzt Schwerstarbeit in der Verteidigung zu verrichten. Nach vorn ging wenig. Sie zeigten sich vom Martinrodaer Pressing und Kampf beeindruckt. Es gelang ihnen allerdings, diese Phase zu überstehen und die letzten Spielminuten wieder zu bestimmen. Welschs Torschuss aus aussichtsreicher Position war zu schwach, um Nimmow zu gefährden (78.). Linke setzte sich schön durch, sein Heber ging jedoch über den herausstürzenden Torwart und das Gehäuse (84.). Welsch traf erneut nicht, als er allein auf und davon war (86.) und auch Bulkos Möglichkeit brachte nur einen ungenutzten Eckball ein (88.).
SpVgg Geratal II: Trefflich, Yurolmaz, Dobschanetzki (14. Barchewitz), Seeber, Breitling, Behr, Möller, Priefer (66. Bulko), Eberling, Linke, Welsch
FSV Martinroda II: Nimmow, Kalinowski, Melchert, Schupp, Bode (81. Mahmoud), Schneider, Wolf, Berlt, Baranowski, Sterzing, Koch (76. Elle)
Tor: 1:0 Breitling (18.)
Schiedsrichter: Hochhaus (Griesheim)
Zuschauer: 150

FSV Martinroda - SpVgg Geratal 0:5 (0:1)

(Kda) Eine imposante Zuschauerzahl konnte sich am Abend des Gründonnerstag am "Eier suchen" bzw. "Eier ins Nest legen" beteiligen. In der Coburger Ecke ist dies übrigens am Vortag des Karwochenendes Brauch.
Ich will bewusst nicht von Geschenken schreiben, die die Gerataler den "Sandhasen" da ins Nest gelegt haben, denn Geschenke sollten Freude bereiten - über die 5 Gegentore dürfte sich der Gastgeber mitnichten gefreut haben. Aber auch nicht davon, dass die Martinrodaer den Ortsnachbarn etwas geschenkt haben, denn das würde die an diesem Abend hervorragende Spielweise der Gerataler schmälern. Die Gastgeber haben es nicht freiwillig hergegeben, es wurde Ihnen durch eine tadellose kämpferische und taktische Spielweise abgerungen!
Und das ist um so höher einzustufen, wenn man um die personellen Probleme der Spielvereinigung, noch kurzfristig fiel noch Rick Brandl aus der Anfangsformation und damit musste der sensible Bereich der Innenverteidigung umgestellt werden, weiß.
Beide Seiten hatten eine gehörige Portion Respekt voreinander, zu eng bzw. zu deutlich waren die Ergebnisse der Derbys in der Vergangenheit. Den Gästen gelang es aber von Beginn an, den Spielaufbau der Martinrodaer schon sehr früh und mit allen Mannschaftsteilen zu stören, und eigene Offensivakzente zu setzen, als dann auch noch das "obligatorische" schnelle Führungstor durch Hatzky (22.) fiel, waren die Räume für das arteigene Gerataler Spiel da. Vielleicht hätte die Situation kurz vor dem Halbzeitpfiff, als der ansonsten zwar insgesamt kleinlich aber dennoch gut leitende Schiedsrichter eine verwirrende Entscheidung traf und damit den Gästen die Chance zum zweiten Tor nahm, die kleine Unsicherheit im Gerataler Spiel, die sich nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden Ben Achours kurzzeitig breit machte, beendet, aber dann hätten wir eventuell auch nicht eine solch imposante 2. Halbzeit gesehen. Was da aus einer absolut sicheren Defensive heraus an Angriffswucht durch Thorwarth, Heyer, Hatzky, Braunschweig und Co. Bach im gegnerischen Tor entgegen drückte, ist mit den vier weiteren Toren nur hälftig wider gespiegelt. Die Tatsache, dass Kott in der 90. Minute den einzigen gefährlichen Torschuss (Menz) halten musste, ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Martinrodaer Angriffsspiel nicht stattfand - es wurde seitens der Gerataler nicht zugelassen!

Aufstellung:
FSV Martinroda: Bach, Fuhrmann, Schlott, Holland-Moritz, Schmidt, Hertel, Berlt (46. Griebel), Six, Linse, Habichthorst (61. Bosse), Menz
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Hatzky (74. Seeber), Ben Achour (31. Priefer), Bärwinkel, Wollenschläger (89. Brandl), Heyer, Rinn, Thorwarth, Braunschweig

Zuschauer: 685

Schiedsrichter: Drößler (Gotha)

Torfolge: 0:1 Hatzky (22.), 0:2 Thorwarth (62.), 0:3 Thorwarth (71.), 0:4 Thorwarth (85.), 0:5 Heyer (87.)

SpVgg Geratal - SV Rositz 5:0 (2:0)

(Kda) Gegen einen Gegner, der in der Vorwoche den unmittelbaren Tabellennachbarn Schweina recht klar mit 3:0 abfertigte, konnte die Spielvereinigung ihren Aufwärtstrend bestätigen. Wie in der Begegnung in Heiligenstadt wieder mit einer fehlerfreien Defensivleistung aufwartend, ständig wurden mit hohem Einsatz gegnerische Bemühungen im Mittelfeld unterbunden, setzten die Spieler um Kapitän Wollenschläger nun auch ihre Torchancen effektiv um. Um so erfreulicher, dass Fabian Heyer und David Thorwarth hier wieder in Erscheinung treten konnten.
Schon sehr früh wurden die Gästeambitionen hier mit einer verstärkten Defensive Punkte mitnehmen zu können zerschlagen. Eine Ecke von Hatzky nutzte am langen Pfosten stehend Heyer per Kopf zum 1:0 (4.). Als dann auch noch der Rositzer Götze in der 11. Minute einen weiten Abschlag Kotts, nachfolgender Kopfballverlängerung Thorwarths und dem kräftigen Zutuns Ben Achour ins eigene Tor beförderte, war die Gästetaktik über den Haufen geworfen. Ständig aus allen Mannschaftsteilen über die Flügel kombinierend, zwangen die Gastgeber auch im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte die Gäste in die Defensive, ohne jedoch das Ergebnis zu erhöhen.
Das gelang ihnen dann in der zweiten Hälfte. Nach zwei guten Möglichkeiten durch Maleße (46.) und Heyer (51.) gelang nach einem von Kott an der Mittellinie ausgeführten Freistoß auf den halbrechts stehenden Heyer und dessen straffen Schuss in die linke Ecke in der 63. Minute das 3:0. Der nächste Ballbesitz führte durch einen doppelten Doppelpass von Heyer mit Thorwarth aus der gleichen Position in der Folgeminute zum 4:0. Und als ob sich Heyer bei seinem Passgeber revanchieren wollte, servierte er mit einer flachen Eingabe von rechts Thorwarth den Ball so maßgerecht, dass dieser aus Nahdistanz den Endstand herstellen konnte (83.). Zuvor hatte der über das gesamte Spiel engagiert spielende Ben Achour mit einer feinen Einzelaktion kein Glück (67.). Sollten im Bericht gegnerische Chancen vermisst werden, die gab es nicht!
Nach dieser souveränen Leistung scheinen die Gerataler für das Derby am kommenden (Grün)Donnerstag in Martinroda gewappnet!

Aufstellung:
SpVgg Geratal: Kott, Maleße (70. Behr), Dobrocki, Hatzky (60. Braunschweig), Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Rinn, Thorwarth
SV Rositz: Fleissner, Eckert, Demmrich, Kummer (55. Ronas), Kahnt, Funke, Götze, Nierlein (46. Budelmann), Latowski, Undeutsch, Vogt (68. Fischer)
Schiedsrichter: Schowtka (Jena)

Zuschauer: 110

Torfolge: 1:0 Heyer (4.), 2:0 ET Götze (11.), 3:0 Heyer (63.), 4:0 Heyer (64.), 5:0 Thorwarth (83.)

SG SSV GW Gräfenthal - SpVgg Geratal II 0:1 (0:1)
Drei Punkte bleiben drei Punkte und in der Gesamtbilanz ist es egal, wie sie zustande gekommen sind. Im Detail aber fragt sich der Beobachter schon, was mit dem Tabellenführer der Kreisliga Süd los ist. Seit der Winterpause kommen die Jungs nicht so richtig in Tritt und dieses Spiel war ein Beispiel dafür. Auch wenn es fast logisch ist, dass bei dieser Tabellenkonstellation jeder Gegner mit massiver Abwehr spielt, vermisst man die bisherigen Stärken der Spielvereinigung, schnelle technische Spielzüge, Angriffsdruck usw. Ein einziges Aufblitzen alter Spielstärke führte zum Treffer, alles andere blieb Stückwerk. Kein Gerataler Spieler vermochte seine vorhandenen Möglichkeiten abzurufen. Die Gräfenthaler versuchten sich mit langen Bällen auch offensiv, brachten Trefflich im Gästetor aber nicht einmal in Bedrängnis.
Die ersten zehn Minuten gingen klar an die Gerataler, die die Gastgeber in ihrer Hälfte einschnürten. Seebers Diagonalpass konnte Linke ausichtsreich nicht verwerten (5.). Weitere Versuche unterband die gegnerische Abwehr. Danach kamen die Gräfenthaler etwas besser ins Spiel. Schünzel wurde nach außen abgedrängt, brachte das Spielgerät aber noch aufs Tor, aber kein Problem für Trefflich (18.). Als sich endlich einmal ein Spielzug über rechts entwickelte, setzte sich Breitling quer zum Strafraum gut durch und bediente Welsch, der sicher verwandelte (0:1, 29.). Unbegreiflicherweise passten sich die Gäste dem einfachen Spiel der Gastgeber an, hohe Bälle nach vorn und irgendjemand wird schon an den Ball kommen. Oft waren es aber gegnerische Spieler und das Ganze ging in die andere Richtung von vorn los. So verging die Spielzeit und nichts aufregendes passierte.
Priefer hatte mal einen Lichtblick, als er den Ball in den freien Raum spielte, wo Linke hin spurtete, aber zu umständlich agierte, so dass ein Verteidiger die gute Situation zunichte machte (66.). Gräfenthals Wieczorek gelangte im Strafraum in Ballbesitz, da mehrere Gästeverteidiger inkonsequent handelten, aber auch hier kam nichts zählbares heraus (69.). Linkes Solo lies noch einmal kurz auf Resultatssteigerung hoffen, aber sein Abschluss war zu schwach (76.) und auch bei einem Freistoß Seebers aus der eigenen Hälfte war der Keeper schneller am Ball als Linke (82.). So blieb es beim knappen Sieg.
SG SSV GW Gräfenthal: Kramer, Krauß, Wiezcorek (78. Walter), Stauche, Weise, Müller, Wozniakowski, Reitz, Becker, Schünzel (78. Hofmann), Haag
SpVgg Geratal II: Trefflich, Dobschanetzki, Yurolmaz, Barchewitz (63. Möller), Grill, Priefer, Welsch, Breitling, Kellner (75. Bulko), Linke, Seeber
Tor: 0:1 Welsch (29.)
Schiedsrichter: Fischer (Kaulsdorf)
Zuschauer: 60

1. SC 1911 Heiligenstadt - SpVgg Geratal 0:1 (0:1)

(Kda) Souveräner als es das Ergebnis erscheinen lassen mag, löste die Spielvereinigung die Partie auf dem Heiligenstädter Kunstrasenplatz. Nicht nur deshalb, weil sie den Platzherren kaum Gestaltungsmöglichkeiten erlaubte - nach der schnellen Führung kontrollierten sie bis zur 60. Minute gänzlichst das Spiel, nach der 70. wieder, sondern weil sie auch, im Gegensatz zu den Vorwochen, aus einem sehr präsenten Mittelfeld heraus für mehr Torgefahr sorgten.
Das Spiel begann nach dem Geschmack der Gerataler - frühe Führung!
Einen Abschlag Kott`s verlängerte Thorwarth mit dem Kopf nach halblinks in den Lauf von Hartung, der ging noch zwei, drei Schritte und knallte den Ball aus 10 Metern rechts oben ins Tor (5.). Immer wieder aus einer sicheren Abwehr, die den Gegner absolut kontrollierte, angetrieben (Wollenschläger, Brandl) wurden vor allem über Thorwarth Angriffe eingeleitet, die nur knapp am Erfolg scheiterten (Hartung (23.), Heyer (25.) oder Thorwarth selbst (42.).
Im sicheren Gefühl, aus der Führung heraus hier nichts "anbrennen" zu lassen, wechselte man die Seiten und gestaltete die erste Viertelstunde ähnlich souverän. Thorwarth aus Nahdistanz (49.) und Wollenschläger mit einem Distanzschuss (51.) setzten Akzente. Doch das Auslassen der Chancen schien die Platzherren zu beflügeln, denn zwischen der 60. und 70. Minute hatten die Mannen um Brandl und Dobrocki plötzlich mehr zu tun, ohne dass sich nun Kott ernsthaft hätte bemühen müssen. Freilich war auch ein bisschen Glück dabei, dass aus einem allgemeinen Gestochere nahe des Strafstoßpunktes sich nichts nennenswertes entwickelte (65.), den einzig richtigen Torschuss setzten die Heiligenstädter erst in der 82. Minute. Mit einem Zuspiel von Wollenschläger auf Linke (74.) und dessen Schussversuch wurde den Hausherren signalisiert, dass man ab jetzt gewillt sei, wieder das Zepter zu schwingen. Die größte Chance auf das zweite Tor und damit den Sieg sicher zu machen, hatte kurz vor Ende Hatzky, der einen Grundlinienpass auf Heyer und dessen Rückpass an die Strafraumgrenze direkt abschloss, wobei der Gastgebertorwart sein Können unter Beweis stellen musste, in dem er den Ball aus dem linken Winkel kratzte (88.).

Aufstellung:
1. SC 1911 Heiligenstadt: Sternadel, Eib, Kränzel, Papst (70. Cvitanovic), Basdekis, Werner, Launert (45. Weber), Peric, Lerch, Jakob, Möhlhenrich
SpVgg Geratal: Kott, Dobrocki, Ben Achour (68. Hatzky), Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Rinn, Thorwarth, Hartung (59. Linke), Braunschweig

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Stegmann (Eisenach)

Torfolge: 0:1 Hartung (5.)