SpVgg Geratal – SV Motor Altenburg​​​   1:2 (0:0)

(Kda) Wenn man dem Spiel der Gerataler etwas Positives zusprechen kann, dann dass man seit -zig Spielen wieder einmal ein Tor erzielte, auch wenn es nur ein Starfstoßtor war. Ansonsten gab es zu den letzten Spielen kaum Änderungen: Wieder Niederlage, wieder kaum Torgefahr, wieder fehlten Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen. Es ist gut, dass die Saison zu Ende gegangen ist, man wieder Kräfte tanken, Verletzungen auskurieren und sich auch mental neu orientieren kann. Schade nur, dass die Mannschaft sich nicht durch einen versöhnlichen Abschluss selbst für die insgesamt wieder hervorragende Saison belohnt hat. Und das gegen einen Gegner, der sich zwar mit allen erlaubten und teilweise unerlaubten Mitteln dem drohenden Abstieg entgegenstemmte aber spielerisch fürwahr keine Bäume ausriss. 

In der ersten Spielhälfte passierte nicht viel. Einen versuchten Hartung-Heber fing der generische Torwart ab (23.), Rinns Versuch über die rechte Seite war auch kein Erfolg gegönnt (29.). Dazwischen musste Kott Kopf und Kragen riskieren, um einen schlampigen Rückpass seiner Vorderleute zu bereinigen (25.). Nach der Halbzeit ging zunächst auf der Gerataler Seite noch weniger, auch wenn sich Trainer Huck durch den Wechsel Giesslers ins Tor und Kott in den Angriff mehr Offensivfußball erhoffte, aber erst nach der Einwechslung Steven Möllers und dem Umstellen Brandls auf eine Offensivposition entstand ernstere Gefahr. Da hatten die Gäste aber schon mit ihrem ersten ernsthaft vorgetragenen Angriff die Führung erzielt. Über rechts erfolgte ein Grundliniendurchbruch mit Rückpass auf den Torläger Heuschkel, der sich Möglichkeit nicht entgehen ließ (49.). Durch diesen Treffer und dem zeitweiligen Rückstand Eisenbergs in Gotha erhielt die Partie Spannung. Umso mehr als sie in der 82. Minute auch noch das Torverhältnis gegenüber Eisenberg egalisierenden konnten. Wieder führte ein Durchbruch über die rechte Seite mit Querpass, diesmal auf Gentsch, zu dieser Chance. Die Schlussphase gehörte aber den Geratalern. Ob es nun an dem besseren Zusammenspiel im Angriff lag oder einfach auch der Tatsache geschuldet war, dass Altenburg ab der 58. Minute in Untezahl spielte und der Krafteverschleiß zu hoch war, sei dahin gestellt. Kühne wurde in der 78. bei einem Durchbruch am Trikot gehalten, hier sah der Schiedsrichter, der sich offenbar dem niveaulosen Spiel anpassen wollte, ebenso nichts wie in der 92. Minute, als Kühne erneut im Strafraum gefoult wurde. Aber zwei Strafstöße wollte er anscheinend nicht geben, kam er doch schon in der 90. Minute nicht umhin, ein Foul an Kühne zu ahnden. Den Strafstoß setzte Kott sicher in die Maschen. Doch da hatte Eisenberg schon den Ausgleich in Gotha erzielt.

Aufstellung:

SpVgg Geratal: Kott, Barchewitz, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Seeber, Seyfferth, Rinn (46. Giessler), Hartung (58. St. Möller), Gerhardt, Kühne 

SV Motor Altenburg: Mühlmann, Seidel (61. Ast), Müller, Kroeber, Kühn, Peters, Gentsch (88. Teichmann), Rolle, Weisse (65. Korent), Heuschkel, Kokott

Schiedsrichter: Hofmann (Großneuhausen)

Zuschauer: 110

Torfolge: 0:1 Heuschkel (49.), 0:2 Gentsch (82.), 1:2 Kott (90., FE)

 

SpVgg Geratal II - FSV GW Blankenhain​ 3:1 (1:1)

(kda) Das letzte Heimspiel in der Aufstiegssaison 2016/17 sah die 2. Mannschaft der Gerataler als verdienten Sieger und damit auch als Mannschaft des vorderen Mittelfeldes die Saison abschließen. Letztlich ein schöner Erfolg wenn man bedenkt, dass der Kader doch sehr oft von der Ersten in Anspruch genommen werden musste. Mit der "reinen" 2. Mannschaft auflaufend (die 1. spielte zeitgleich in Teistungen) ging man sehr schnell durch Steven Möller in Führung. Ein Schuss von ihm wurde noch leicht abgefälscht und fand so den Weg ins Tor. Im Gefühl, dass das eine sichere Sache sei, stellte man aber danach das Spielen ein, der starke Gast nutzte die sich nun bietende Chance, übernahm die Herrschaft auf dem Spielfeld und erzielte folgerichtig auch den Ausgleich. Die Kabinenansprache von Trainer Schulze muss wohl gewaltig gewesen sein, denn mit Beginn der zweiten Hälfte fand wieder druckvolles Aufbau- und Angriffsspiel seitens der Gastgeber statt. Das fand Niederschlag in der erneuten Führung (Hielscher, 58.) und in einerVielzahl weiterer Chancen wovon letztlich Priefer in der Nachspielzeitden Sieg fest machte.

Aufstellung:

SpVgg Geratal II: Lipsius, Barchewitz, Bäuerle, St. Möller (85. Yorulmaz), Priefer, Hielscher, Breitling (83. Trefflich), Hofmann, Lippert (57. Blümke-Eichhorn), Kellner, Zentgraf

FSV GW Blankenhain: Appelstiel, Tappe, Gruen (69. Rast), Simla, Reusse, Sorge, Voll, Saul, Hause, Schaft, Anding

Schiedsrichter: Keller (Unterwellenborn)

Zuschauer: 35

Torfolge: 1:0 St. Möller (8.), 1:1 Gruen (18.), 2:1 Hielscher (58.), 3:1 Priefer (90.+2)

SpVgg Geratal II : SG FSV Oberweißbach I 2.1 (2:1)
Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich zwischen den Tabellennachbarn ein Spiel mit verschiedenen Phasen. Anfangs turbulent mit guten Torszenen wurde den Temperaturen besonders im zweiten Umlauf Tribut gezollt. Die Gastgeber drängten zeitweilig den Gegner in dessen Hälfte, dann waren wieder die Gäste überlegen. Letztendlich gewannen die Gerataler dank ihres Kampfgeistes, die auch die kritischen Momente zum Spielschluss hin überstanden. Während Priefer, der am Vortag mit Möller und Barchewitz, schon 85 Minuten in der 1.Mannschaft im Einsatz war mit guter Leistung aufwartete, musste St. Möller schon bald vom Platz genommen werden.
Die Oberweißbacher kamen besser ins Spiel und hatten gleich zu Beginn ihre Chancen. Ein Kopfball im Mittelfeld in die falsche Richtung brachte schon Gefahr für das Lipsius-Gehäuse (2.) und der Gerataler Torhüter musste in letzter Not mit dem Fuss gegen den schnellen Glocke klären (3.). Wieder ein verunglückter Kopfball brachte Frank im Strafraum an den Ball, der ihn nur noch veredeln musste (0:1, 7.). Nachdem sich die Hausherren geschüttelt hatten, hatten auch sie ihre Möglichkeiten. Bäuerle bediente Hielscher, doch diesmal blieb Kunz im Gästetor Sieger (9.). Mit ihren schnellen und direkten Spielzügen brachten die Gäste mehrfach Gefahr für das Gerataler Tor. Barchewitzs Handspiel vor dem Strafraum wurde mit Freistoß geahndet, den Glocke vors Tor brachte, doch zwei Mitspieler verfehlten (11.). Ein schöner Spielzug brachte den Ausgleich. Breitling spielte diagonal Hofmann an, der vor dem Tor Linke fand (1:1, 20.). Sofort wurde nachgelegt. Bei Hofmanns sauberen Pass in den Strafraum behinderten sich Kunz und Krätzig, Hielscher stand richtig und schob ein (2:1, 23.). Danach bestimmte Geratal das Spiel, ohne weitere Treffer zu erzielen. Oberweißbach versuchte mit gelegentlichen Nadelstichen sein Glück, auch hier ohne zählbares Ergebnis.
In der 2. Halbzeit fiel es allen Spielern zunehmend schwer, in der Hitze konstruktiv zu spielen. Wieder prüfte Glocke Lipsius, doch mit einer Superparade verhinderte dieser das Tor (47.). Danach drängte Geratal die Gäste 20 Minuten in ihre Hälfte, aber diese blockten mit einer vielbeinigen Abwehr alle Versuche ab. Es mangelte an Torschüssen. Nun kamen wieder die Oberweißbacher. Röpell kämpfte vier Gegenspieler nieder ehe Dobschanetzki sich in den Torschuss warf (61.). Alle Mannschaftsteile der Gastgeber waren nun mit Abwehraufgaben gebunden. Erst in der 79. Minute konnte sich Hofmann bei einem Konter gegen drei Verteidiger durchsetzen, dann allerdings sprang der Ball zu weit vom Fuss, so dass der Torwart nicht mehr eingreifen musste (79.). Auch Linke konnte ein Anspiel des erstmalig nach seiner langen Verletzung, vorerst als Feldspieler, eingewechselten Trefflich nicht verwerten (89.).
SpVgg Geratal II: Lipsius, Barchewitz, St.Möller (14. Dobschanetzki), Linke, Hielscher, Blümke-Eichhorn (65.Ostermann), Breitling, Hofmann (87. Trefflich) 
Priefer, Bäuerle, Kellner
SG FSV Oberweißbach I: Kunz, Röpell, Probst, Oesteritz (59. Fuhrmann), Krätzig, Wisser, Frank, Glocke, Beyer, Anding, Boehm
Tore: 0:1 Frank (7.), 1:1 Linke (20.), 2:1 Hielscher (23.)
Schiedsrichter: Schindler (Bad Berka)
Zuschauer: 50

 

FC Wacker Teistungen - SpVgg Geratal​​   1:0 (0:0)

(Kda) Wie sich doch die letzten Spiele gleichen! Mit der dritten  Niederlage in Folge und was letztlich auch in Teistungen den Ausschlag für die nicht genutzte Chance, doch noch Vizemeister Thüringens werden zu können (Fahner wurden am „Grünen Tisch“ 4 Punkte aberkannt), führte - es fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive. Dass auch noch wieder in der Nachspielzeit die Niederlage hingenommen werden musste – das Heimspiel gegen Fahner Höhe lässt grüßen – ist nur sekundär, denn auch mit einem Unentschieden im äußersten Thüringer Zipfel hätten die Gerataler eher vage Chancen sich doch noch gegen den Kontrahenten aus Dachwig um diesen begehrten Platz durchzusetzen. Zwar wieder mit ein paar Mann mehr im Kader, hielten sich die heraus gearbeiteten Chancen in Grenzen und was vor allem augenscheinlich war, die nominellen Offensivkräfte haben Lade- bzw. Schießhemmungen. Von den fünf erwähnenswerten Tormöglichkeiten hatte allein Seeber, hinten rechts spielend, drei und Thorwarth nicht eine!

Bei besten äußeren Bedingungen kontrollierte die Spielvereinigung bis Mitte der zweiten Spielhälfte das Spiel und erarbeitete sich auch Chancen. Seeber hätte nach einer Ecke, völlig frei am langen Pfosten stehend, die Führung köpfen können (10.), doch sein Ball strich ebenso am Tor vorbei wie Heyers Schuss aus halbrechter Position (13.). In der 40. Minute köpfte Kühne nach Heyer- Flanke zunächst den Torwart anund setzte den Nachschuss dann ans Außennetz. Dazwischen lagen aber auch zwei hochkarätige Teistunger Möglichkeiten, die Kott jeweils aus Nahdistanz parieren konnte (30., 32.). Deren Führungstreffer vereitelte Seeber, der am linken Pfosten vor einem einschussbereiten Wolanski den Ball noch wegschlug (45.).

Nach der Pause hätte der aufgerückte Seeber die Führung erzielen müssen, sein Schuss ging aber weit über das Tor (46.). In dem Bemühen, das Spiel zu ihrem Gunsten zu entscheiden, stellte Trainer Huck mit der Einwechslung von Seyfferth auf mehr Offensive, da dadurch Brandl mit in die vorderen Reihen rückte. Aber nicht vorne ergaben sich mehr nennenswerte Möglichkeiten, Kühne hatte nach Heyer-Freistoß mit Kopfballablage Thorwarth eine (64.) und Seeber noch einen Kopfball (67.), sondern hinten wurden nun Räume für den Gegner offenbart, die Kott mehrmals weit vor dem eigenen Strafraum bereinigen musste. Zu allem Überfluss dann auch das Gegentor – einen Freistoß setzte einer der Wolanskis aus rund 30 Meter in der Nachspielzeit direkt in den rechten Winkel. Aber wie gesagt, ein Unentschieden hätte auch nicht viel gebracht!

Aufstellung:

FC Wacker Teistungen: Ballüer, Konrad, Schulze, Maciej Wolanski, Mateusz Wolanski, Eckert, Michal Wolanski, Busse, Mariusz Wolanski, Lindemann (79. Morina), Lutterberg

SpVgg Geratal: Kott, Maleße, Behr, Dobrocki, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Seeber (69. Hartung), Thorwarth, Gerhardt, Kühne (72. Seyfferth)

Zuschauer: 90

Schiedsrichter: Schott (Treffurt)

Torfolge: 1:0 Michal Wolanski (90.+2)

 

SpVgg Geratal – SC 03 Weimar  ​0:2 (0:1)

(Kda) Mit der zweiten Heimniederlage in Folge hat sich die Spielvereinigung endgültig im Kampf um den Meistertitel verabschiedet. Unter Betrachtung der Spielerausfälle zum Saisonende durchaus nachvollziehbar und mit der gleichzeitigen Niederlage von Ehrenhain dennoch das zweite Jahr in Folge auf dem „Treppchen“ der Thüringer Verbandsliga einkommend, nötigt dieses Abschneiden in der vierten Verbandsligasaison schon Respekt ab! 

So auch das Spiel gegen Weimar. Mit nur 4 bis 5 aufbietbaren Stammspielern, selbst Trainer Huck musste in die Anfangsformation, um die auf der Wechselbank sitzenden Spieler der 2. Mannschaft nicht für das Spiel der 2. Mannschaft zu blockieren, boten die Mannen um Ersatzkapitän Brandl speziell in der 2. Halbzeit eine starke Leistung, waren hier eindeutig dominant und hatten mehrere Möglichkeiten, denAusgleich der sehr zeitigen Weimarer Führung - die noch ungeordnete, weil völlig anders aufgestellte Gerataler Defensive musste schon in der 4. Minute durch einen Weimarer Pass in die Schnittstelle und dem erfolgreichen Eins-Zu-Eins von Jäpel gegen Kott die Gästeführung hinnehmen - zu erzielen. Leider halt erst in der zweiten Spielhälfte, die erste war Sommerfußball pur. Bis auf die erwähnte Gästeführung taten die Gäste nicht mehr, brauchten auch nicht, denn auch die Hausherren hatten lediglich nur einen ernsthaften Versuch nach einem flach herein gespielten Freistoß Heyers, der für ein wenig Verwirrung vor dem Gästetor sorgte.  

Kühne setzte sich in der 61. Minute gleich gegen mehrere Weimarer durch, wurde leider beim Schussversuch noch gestört. Als Weimar merkte, dass es brenzlig zu werden drohte, starteten sie einen ähnliche Aktion wie in der 4. Minute. Doch diesmal (76.) war Kott der Sieger und hielt damit Geratal im Rennen. Abermals Kühne wurde bei einem erneuten Versuch nach Flachpass abgeblockt (81.) und leider knallte ein Brandl-Freistoß aus 30 Meter nur an den linken Winkel (85.). Ein eher unbeabsichtigtes Handspiel Seebers an der rechten Strafraumgrenze ahndete der Schiedsrichter mit Handelfmeter. Nach den vielen Diskussionen im Fußball um Hand oder nicht, war auch diese Entscheidung sehr hart. Kann man, muss man aber nicht pfeifen, Herr Drößler, auch die Gäste haben diese Aktion nicht moniert! Schon gar nicht, wenn man die Spiel- und Chancenanteile Weimars und der Gerataler bewertet und mit Fingerspitzengefühl entschieden hätte. So erzielte Hummel in der 87. Minute die Entscheidung. 

Aufstellung:

SpVgg Geratal: Kott, Maleße (72. Barchewitz), Dobrocki, Bärwinkel (27. St. Möller), Heyer, Brandl, Seeber, Huck (4. Priefer), Hartung, Gerhardt, Kühne

SC 03 Weimar: Adamiuc, Sachs, Boden, Pabst, Wipf, Laue (80. Unverricht), Jäpel, Lange (55. Rosenhan), Schmidt-Barbo, Hummel, Häußler

Zuschauer: 126

Schiedsrichter: Drößler (Gotha)

Torfolge: 0:1 Jäpel (4.), 0:2 Hummel (87., HE)

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