SpVgg Geratal II - VfB Apolda 0:3 (0:1)
Geratal kann gegen Apolda nicht gewinnen. Auch im vierten Aufeinandertreffen seit 2010 blieben sie nicht siegreich. In diesem Spiel manifestierte sich nicht die Tabellennachbarschaft sondern der Fünf-Punkte-Vorsprung vor diesem Sonntag. Dabei hatten zunächst die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Priefer mit guter Einzelleistung, doch ungenauem Abschluss (7.), Welschs Lattenschuss (26.) und Hielschers Torschuss knapp daneben (29.) hätten das Match in eine andere Richtung lenken können. Erst mit Doepels Fernschuss, den Lipsius ohne Mühe fangen konnte, begann das Apoldaer Angriffsspiel (31.). Die Hausherren spielten sicher und konzentriert. Fast wie aus heiterem Himmel der Führungstreffer der Gäste. Nach einem Eckball wurde der Ball nicht konsequent geklärt und prallte im Strafraum als "Flipperkugel" hin und her, bis er schließlich zu Weilepp kam, der ihn im Fallen über die Linie schob (0:1, 39.). Das verunsicherte das Heimteam und stärkte andererseits die Gäste. Diese ließen nun den Ball sicher in ihren Reihen laufen und präsentierten sich als technisch gutes Team. Nach einem Foul von Barchewitz wurde der folgende, von Doepel getretene, Freistoß vom Strafraumeck abgefälscht und verfehlte das Ziel nur knapp (44.).
Nach dem Seitenwechsel wollte Geratal noch etwas reißen. Das Bemühen war zu erkennen, doch die Umsetzung blieb Stückwerk. Es dauerte zu lange, bis Angriffe aufgebaut wurden. Viel wurde hinten herum gespielt, der Druck nach vorn verflachte. Welschs Freistoß pfiff knapp vorbei (55.), einen solchen auf der Gegenseite hielt Lipsius mit reaktionsschneller Parade (57.). Hielscher stand plötzlich frei vor Müller im Apoldaer Tor, brachte die Kugel aber nicht an ihm vorbei (60.). Apolda präsentierte sich abgebrühter und technisch sicher, gewann auch meist die "zweiten Bälle". Durch die Angriffsversuche der Hausherren ergaben sich für Apolda Räume. Der wieder stark spielende Kellner musste in letzter Not vor Weilepp klären (73.) und Mägdefessel schoss knapp über den Kasten (75.). Einen erneuten Angriff über rechts bekamen die Gerataler nicht in den Griff und Hädrich hatte zentral keine Mühe (0:2, 84.). Bei einem weiteren Abwehr-Blackout, bei dem sich alles auf den Ballführenden konzentrierte und ihn doch nicht vom Spielgerät trennte, konnte dieser quer zu dem allein gelassenen Hädrich schieben (0:3, 89.). Ein Freistoß und zwei Eckbälle in Folge in der Nachspielzeit brachte keine Resultatsverbesserung.
SpVgg Geratal II: Lipsius, Yurolmaz, Barchewitz, Welsch, Dobschanetzki, Bäuerle, Hielscher, Blümke-Eichhorn (62. Ph.Möller), Kellner, Priefer, Zentgraf
VfB Apolda I: T.Müller, Mägdefessel, Pohl (70. Darnstedt), Reichmann, Runge, Doepel, Weilepp, Zinke (80.Prüger), P.Müller, Ludwig, Hädrich
Tore: 0:1 Weilepp (39.), 0:2, 0:3 Hädrich (84., 89.)
Schiedsrichter: Möller (Rudolstadt)
Zuschauer: 40

 

SpVgg Geratal - FSV Wacker Nordhausen II 0:0

(Kda) Es gibt solche und solche Null-Zu-Null-Spiele. Das in Heiligenstadt war zum Vergessen, dass gegen den Spitzenreiter der Verbandsliga, seitens der Gerataler mit einer Steigerung um 100% zur Vorwoche, auch wenn noch nicht alles optimal lief, wird im Gedächtnis bleiben! Ein Spiel, das einfach keinen Verlierer verdient hatte, denn auf einem hohen Verbandsliganiveau versuchten beide Mannschaften mit technischen Mitteln den Kontrahenten zu besiegen, kaum gab es Fouls, schon gar nicht irgendwelche brutale. Die Chancen waren auch nahezu gleich verteilt, sicherlich der Lattenknaller von Thorwarth in der 4. Minute der Nachspielzeit die hochkarätigste des Spiels, aber Kotts Rettung in der 77. Minute oder Behrs Klärung über das eigene Tor vor dem am langen Pfosten stehenden Mogge (83.) hätten auch die Nordhäuser als Sieger vom Platz gehen lassen können.
Anfangs merkte man den Platzherren schon eine gewisse Verunsicherung an. Da hatte man die Regionalligareserve aus Nordhausen zu Gast, eh schon bestückt mit technisch sehr gut ausgebildeten Spielern, verstärkt durch den in der Vorwoche vom "Chef" nach unten beorderten Bildirici, und mit einem Sieg gegen den Mitfavoriten "Fahner Höhe" anreisend, und selbst eine indiskutable Leistung in der Vorwoche gezeigt und auch noch Bärwinkel und Hartung zu ersetzen. Doch wie sich die Mannen um Brandl und Wollenschläger in das Spiel hineinarbeiteten, ab der 60. Minute mehr und mehr von einer reagierenden zu einer agierenden Mannschaft wurde, nötigt Respekt ab und sollte bei gleich bleibender Einstellung auch für die nötigen Punkte in den kommenden Spielen sorgen.

Aufstellung:
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Schmidt, Wollenschläger, Heyer (89. Maleße), Brandl, Seeber, Thorwarth, Kühne (46. Ben Achour), Braunschweig (76. Rinn)
FSV Nordhausen II: Bertram, Bildirici, Lela, Bergmann,Schwerdt, Vopel, Hägler (90. Schneider), Ernst, Klaus (65. Halilic), Mogge, Kovac

Zuschauer: 140

Schiedsrichter: Schott (Treffurt)

1. SC 1911 Heiligenstadt-SpVgg Geratal 0:0

(kda) Wenn es für beide Mannschaften nur zwei Tormöglichkeiten zu attestieren gibt, noch dazu in der 42. bzw. 43. Minute die jeweils ersten, ist eigentlich alles gesagt - es war ein Kick zum Abgewöhnen! Die Heiligenstädter konnten es zum Glück nicht besser, die Gerataler waren weit von ihrem gewohnten Kombinationsspiel entfernt. Und das lag nicht nur daran, dass der Gegner es nicht zugelassen hätte, es waren ganz einfach zu viele ungenaue, nicht abgestimmte Abspiele. Daran änderte sich auch nichts als durch Umstellung Mitte der zweiten Halbzeit mehr Offensivpersonal nach vorne beordert wurde.
Die erste Halbzeit zeigte ein Spiel zwischen den Strafräumen. Balleroberung und Ballverlust bei beiden Mannschaften prägte das Geschehen. Mit Dobrocki, Brandl, Behr und Bärwinkel stand die Defensive recht sicher und Kott hatte als Torwart mit die meisten Ballkontakte, da oft vorwärts die Ideen fehlten und die Ballsicherung im Vordergrund stand. Erstmals in der 42. Minute, und hier bezeichnenderweise Brandl, näherte man sich dem gegnerischen Strafraum ernsthaft. Sein 25 Meter Schuss aus halbrechter Position sah den bis dato beschäftigungslosen Sternadel auf dem Posten. Im Gegenzug zeigten auch die Hausherren, dass sie aufs Tor schießen können. Doch auch hier war der Torwart ohne Probleme.
Identisch lief die zweite Spielhälfte ab - magere Torgefahr! Die einzige aber auch größte Chance hatte Thorwarth. Durch einen exakten Flachpass in die Schnittstelle der Heiligenstädter Abwehr angespielt, scheiterte er leider am Torwart. Als dann Kott in der 83. Minute einen letzten Versuch der Gastgeber (Dragicevic) meisterte, "verständigte" man sich auf dieses trostlose Unentschieden - mehr hatte das Spiel aber auch bei 83 Zuschauern!!! nicht verdient.

Aufstellung:
1. SC 1911 Heiligenstadt: Sternadel, Heinevetter, Werner, Peric, Lerch, Wiedenbruch, Berger (46. Kränzel), Wilhelm (75. Rhoese), Möhlhenrich, Lubojanski (85. Merfert), Dragicevic
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Brandl, Bärwinkel, Schmidt, Wollenschläger, Heyer, Hartung (68. Rinn), Braunschweig (56. Kühne), Thorwarth

Schiedsrichter: Leitschuh (Barchfeld)

Zuschauer: 83

Wachsenburg Haarhausen I - SpVgg Geratal II 2:3 (0:1)
Die Zweite kommt gut aus der Winterpause. Das Auswärtsspiel wurde in Ichtershausen in einer schmucken Spielstätte mit gutem, trockenen aber dennoch rutschigem Untergrund ausgetragen und sah Chancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber setzten vor allem auf ihren erfahrenen Jens Lippert, der vom Torabschlag an immer wieder gesucht wurde. Allerdings wurde der durch die "Privatbewachung" von Christian Zentgraf weitgehend abgemeldet und setzte sich dann durch seinen Platzverweis selbst ins Abseits. Die Gästeabwehr um Libero Tom Barchewitz mit Sven Seeber und dem wieder seine ganze Erfahrung ausspielenden Devlet Yurolmaz stand meist sicher. Martin Kellner räumte davor ab und Oliver Priefer bediente die Vorderleute. Maik Hofmann über rechts und Justin Blümke-Eichhorn links setzten sich einige Male in Szene, Fabian Kühne mittig und Marcel Hielscher als Spitze spielten mehrfach ihre Schnelligkeit aus.
In der ersten Halbzeit mit dem böigen Wind im Rücken spielte Geratal beherzt nach vorn. Zuerst aber hatte Haarhausen eine Möglichkeit zu treffen, doch Ritz schoss nach genauem Zuspiel Lipperts knapp übers Tor (3.). Dann dauerte es eine Viertelstunde ehe die Gastgeber weitere gute Torchancen herausspielten, aber Geratals Abwehr hielt. Diese ihrerseits spielten ihre schnellen Spitzen an, die anfangs noch nichts verwertbares vorweisen konnten, da der letzte Pass nicht so richtig ankam oder der Schiedsrichter auf Abseitsstellung erkannte. Erst als Hofmann wieder einmal in den Lauf Kühnes in der Mitte spielte, ließ der sich nicht lange bitten und vollendete (0:1, 28.). Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause.
Der zweite Teil begann wie der erste. Haarhausen im Vorwärtsgang und Schwerarbeit für Geratals Abwehr. Barchewitz klärte in letzter Sekunde vor Lippert (50.) und Maik Lipsius musste zwei Mal hintereinander eingreifen (61.). Auf der Gegenseite trieb Hielscher den Ball über rechts, setzte sich mit drei Gegenspielern auseinander hatte dann aber nicht mehr den Blick für den Mitspieler und Günther im Tor hatte mit seinem Abschluß keine Mühe (63.). Wieder ein gekonnter Pass Priefers in die Tiefe erreichte Blümke-Eichhorn und der erhöhte die Gästeführung (0:2, 67.). Das stachelte aber den Ehrgeiz der Gastgeber an. Vier Minuten später eskalierte die Situation. Elstner entwischte seinem Gegenspieler und schob flach aus der Nähe ein (1:2, 71.). Zentgraf verletzt am Boden, Barchewitz wurde von zwei Haarhäusern neben dem Tor am Boden liegend wegen des Balles bedrängt. Rudelbildung! Die Folge war Rot. Barchewitz Nase blutete und Lippert sah den Karton. Noch einmal witterten die Gastgeber Morgenluft. Mit Windunterstützung schlug Ritz einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum, wo Zielke unbedrängt einnickte (2:2, 78.). Auch Elstner versuchte sich noch einmal (79.). Wieder auf der Gegenseite kombinierten sich die Gäste gut durch die Abwehr, doch diesmal standen sich drei Spieler vor dem Abschluss selbst im Weg (82.). Der Führungstreffer wurde dann wieder sehr gut herausgespielt. Priefer sah den links aufrückenden Yurolmaz, der überlegt quer den mittig mitgelaufenen Kühne bediente, der verwandelte(2:3, 86.). Die fünfminütige Nachspielzeit brachte nichts mehr ein.
Wachsenburg Haarhausen: Günther, Brandau, Straube, Peschke, Ritz, Klippstein,Zielke, Lippert (7.RK), Elstner, Mäuer (63.Jonetz-Menzel), Lapp (84.Bauer)
SpVgg Geratal II: Lipsius, Barchewitz, Yurolmaz, Seeber, Kellner, Zentgraf (73. Ph.Möller), Priefer, Hofmann, Blümke-Eichhorn, Kühne, Hielscher 
Tore: 0:1, 0:3 Kühne, 0:2 Blümke-Eichhorn, 1:2 Elstner (71.), 2:2 Zielke (78.)
Schiedsrichter: Stern (Weimar)
Zuschauer: 60

SpVgg Geratal I - FSV Gräfinau-Angstedt 8:1 (2:1)

(Kda) Nach langem Hin und Her, der eigentliche Testspielpartner Teichel sollte an diesem Wochenende gegen Gräfinau ein Nachholspiel bestreiten, sagte trotz Absetzung dieses Pflichtspieles letztlich die Freundschaftsbegegnung ab, sprang der Kreisnachbar dankenswerterweise ein und zeigte zumindest in den ersten dreißig Minuten eine ansprechende Leistung. Wobei die Spielvereinigung im ersten eigentlichen "richtigen" Testspiel, Platzgröße und Platzverhältnisse waren wieder auf "normal" gestellt, schon Anfangsprobleme offenbarte. Nicht von ungefähr auch dadurch die schnelle Führung der Gäste durch Assinner, der ein Zuspiel in die Schnittstelle der Gerataler Kette eiskalt nutzte (6.). So langsam stellten sich die Huck-Schützlinge dann auf die Bedingungen ein, Rinn zerrte permanent an den Ketten, Braunschweig spielte in der 17. Minute einen "tödlichen" Pass auf ihn, was nicht von ungefähr den Ausgleich durch ihn brachte. Zur Pause ging es einigermaßen standesgemäß mit einer knappen Führung, Thorwarth erzielte sie durch eine feine individuelle Leistung (25.).
Völlig anders dann die zweite Spielhälfte! Ob nun bedingt durch die zahlreichen Wechsel auf Gerataler Seite, das Nachvornrücken Brandls oder der konditionelle Abbau des Kreisoberligisten oder alles zusammen - egal, jetzt "rollte" das Gerataler Spiel und Tore gab es noch reichlich, sicherlich zuviel für den Gräfinauer Trainer. Für den Punktspielstart am nächsten Wochenende in Heiligenstadt scheint die Verbandsliga-mannschaft gerüstet zu sein und Trainer Huck auch einige taktische Optionen zu haben.

Aufstellung:
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Schmidt, Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Rinn, Thorwarth, Braunschweig, Hartung, Gerhardt, Kühne, Seeber, Maleße
FSV Gräfinau-Angstedt: Machleidt, Lauterbach, Voigt, Lämmerzahl, Risch, Schmidt, Illhardt, Assinner, Mähler, Zentgraf, Hartmann, Langer

Schiedsrichter: Götze (Arnstadt)

Torfolge: 0:1 Assinner (6.), 1:1 Rinn (17.), 2:1, 6:1, 8:1 Thorwarth (25., 71., 79. FE), 3:1 Hartung (49.), 4:1 Brandl (50.), 5:1, 7:1 Kühne (55., 75.)