Kreispokal 2016/17, Achtelfinale, SpVgg Geratal II - SG Eintracht Obernissa I 7:6 (n.E.)
Der Pokalwettbewerb führte die gleichen Mannschaften zum Ende des Monats wie die Meisterschaft zu Beginn dieses Oktobers zusammen. Vorweg: Die Gäste zeigten sich wiederum effektiv aber die Spielvereinigung ließ sich diesmal nicht aus dem Konzept bringen, schluderte jedoch mit ihren Chancen, so dass schlussendlich erst die Schüsse vom Strafstoßpunkt zur Entscheidung führten. 
Bereits in den Anfangsminuten führte ein Fehler in der Vorwärtsbewegung der Gastgeber zu einer Möglichkeit, als plötzlich Glöckner allein gegen den letzten Mann, Barchewitz, stand, diesen überspielte, doch statt quer auf den mitgelaufenen, völlig frei stehenden Alberto abzulegen, verschoss er (7.). Auch Kühne konnte Klinkert im Obernissaer Tor nicht überwinden (8.). Dann übernahmen die Gerataler das Heft des Handelns. Sie kontrollierten den Ball und Obernissa zog sich in die eigene Hälfte zurück. Als im Mittelfeld ein Fehlpass auf Alberto gespielt wurde, setzte dieser sich gegen vier Gegenspieler durch und erzielte, ganz entgegen des Spielverlaufes, aus 22 Metern das Führungstor (0:1, 17.). Dann wurde die Gastmannschaft wieder in ihrer Spielhälfte beschäftigt. Doch mehr als 5 Eckbälle, alle sehr platziert von Hofmann getreten, sprangen nicht heraus. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich versiebte Dobschanetzki, der einen Foulstrafstoß, an Welsch verwirkt, an den Außenpfosten setzte (35.). Kühne, knapp drüber (42.) und im Abseits (43.), nutzte weitere Chancen nicht. Erst Hofmann, an der Torauslinie zwei Gegenspieler technisch hervorragend ausspielend, versenkte die Kugel aus spitzem Winkel (1:1, 45.).
Der eingewechselte Ostermann schoss frei daneben (46.) und Hofmann war sich mit Kühne zwei Meter vor dem Tor nicht einig, wer vollenden soll (47.). Ein gelungener Spielzug über links brachte wieder die Gastgeber in Vorhand. Ostermann bediente Welsch, dessen Hereingabe verwertete Hofmann zentral mit dem Hinterkopf (2:1, 51.). Ein schneller Spielzug über Hofmann schloss Dobschanetzki neben das Ziel ab. Der mitgelaufene Kühne wäre die bessere Alternative gewesen (54.). Das Gegentor wieder wie aus dem heiteren Himmel. Eine Flanke Teichmanns von der Eckfahne nahm Alberto im Strafraum in Kniehöhe mit dem Kopf und vollendete (2:2, 58.). Als Teichmann mit einem langen Pass, das probate Mittel Obernissas, angespielt wurde, überwand er mit einem Heber den zu weit vor seinem Kasten stehend Ph.Möller (2:3, 67.). Schon kurz darauf spielte Bäuerle genial Kühne an, der wieder ausglich (3:3, 69.). Dabei blieb es trotz weiterer Gelegenheiten Geratals bis zum Ende der regulären Spielzeit.
Auch die Verlängerung hatte es in sich. Zuerst schoss Welsch daneben (91.), dann flankte er von der Eckfahne nach innen, allerdings zu nahe ans Tor, doch Torwart Klinkert ließ den Ball durch die Hände rutschen (4:3, 95.). Nach einem verpassten Abschluss Kühnes (96.) gab es Freistoß für die Obernissaer durch Almeroth und Ph.Möller im Tor der Gerataler machte es seinem Gegenüber nach, indem er den Ball unglücklich im Volleyballstil ins eigene Tor baggerte (4:4, 99.). Danach war kein Fussballspiel mehr zu erkennen. Beide Seiten schlugen die Bälle weit nach vorn um bloß nicht noch Tor zu kassieren. Ph.Möller fischte einen Abschluss Glöckners aus der Ecke (100.), Welschs Freistoß tanzte auf der Latte (112.) und zwei Angreifer waren sich nicht einig, wer abschließen soll (114.). So musste das Schießen vom Elfmeterpunkt die Entscheidung bringen.
Obernissa begann, Ph.Möller hielt den Schuss, doch der Schiedsrichterassistent zeigte an, dass sich der Torwart von der Linie bewegt hat. Die Wiederholung brachte Beyer dann unter. Nachdem Dobschanetzki getroffen hatte, schoss Saalfeld über den Kasten. Klinkert hielt den nicht sehr platziert getretenen Versuch Kühnes. Ph.Möller parierte auch den Schuss Albertos. Dann trafen Welsch und Almeroth sowie Yurolmaz. Als D.Schönemann daneben schoss, war endlich die Entscheidung gefallen.
SpVgg Geratal II: Ph.Möller, Barchewitz, Bulko, St.Möller (115. Yurolmaz), Welsch, Dobschanetzki, Bäuerle (96. Blümke-Eichhorn), Kühne, Breitling (64. Ostermann), Hofmann, Zentgraf
SG Eintracht Obernissa I: Klinkert, Beyer, Wiegand, C.Saalfeld, Teichmann, D.Saalfeld, Alberto, Almeroth, Glöckner, Schönemann, Weigelt
Tore: 0:1 Alberto (17.), 1:1, 2:1 Hofmann (45., 51.), 2:2 Alberto (58.), 2:3 Teichmann (67.), 3:3 Kühne (69.), 4:3 Welsch (95.), 4:4 Almeroth (99.), 
Elfmeterschützen: Beyer, Dobschanetzki, Welsch, Almeroth, Yurolmaz
Schiedsrichter Stöcklein (Gossel)
Zuschauer: 80

SpVgg Geratal - ZFC Meuselwitz 2  3:2 (1:2)
(kda) Einfach Klasse! Nicht nur weil die Jungs immer noch in dieser Saison ungeschlagen und in der Spitzengruppe der Verbandsliga geblieben sind, sondern auch weil sie in diesem Spiel eine sehr mäßige 1. Halbzeit mit zweimaligem Rückstand gegen einen starken Zipsendorfer FC (ebenfalls in der Spitzengruppe mit drin) in der zweiten Hälfte zu einem ganz großen Spiel mit einem für die Verbandsliga sehr hohen Niveau haben werden lassen. Bedingt durch das zusätzliche Fehlen von Dobrocki im Abwehrverband, musste Seyfferth in die Innenverteidigung rücken, Seeber rechts und Gerhardt links spielen. Diese Umstellung griff erst dann, als Maleße auf die Position links beordert wurde und dessen Part Ben Achour übernahm (40.). Bis dahin hatten die Gerataler kaum Zugriff auf das Spiel. So standen dem frühen Gegentor (2.) wie auch weitere hochkarätige Chancen (28., Lochmann; 34. ein über Wegner nicht clever genug ausgespielter Konter) bis dahin nur zwei Angriffsmöglichkeiten der Platzherren (21., Heyer nach Eckball; 29.,Heyer nach Eingabe Hartung) gegenüber. In der 41. Minute gelang Behr nach Freistoß Braunschweig per Direktabnahme wenigstens der Ausgleich, doch in dem Bemühen, noch vor der Pause eventuell die Führung zu erzielen, setzte der kaum zu stellende Zivcec erneut einen Treffer per Heber über den zu weit vor dem Tor postierten Kott (44.). Es machte diese Gerataler Mannschaft zu einer großen, in der zweiten Halbzeit über den unabdingbaren Kampf in das Spiel gefunden zu haben. Was da nun plötzlich jeder für jeden gerackert hat, sich keiner zu schade war, in Situationen zu gehen, die weh taten, nötigt Respekt ab und spricht für ihre Moral. So entstanden die spielentscheidenden Situationen. Thorwarth ging in den Strafraum, konnte nur nur Halten am Weiterlaufen gehindert werden - Strafstoßpfiff, und endlich auch erfolgreich durch Braunschweig (49.). Oder auch der völlig berechtigte zweite Foulelmeter als Heyer diesen Zug zum Tor aufnahm und gefoult wurde (78.) mit Thorwarths halbhohem Erfolg zur Führung. Da sich die Gäste aber auch nicht mit diesem Ergebnis zufrieden gaben, sahen die zahlreichen Zuschauer (wieder mal mehr als 80 bis 100) ein bis in die Nachspielzeit kampfbetontes Spiel, bei dem lediglich Zobelt den Kampf ernsthaft übertrieb.
Aufstellung: SpVgg Geratal: Kott, Maleße, Behr, Schmidt, Heyer, Seeber, Seyfferth, Thorwarth, Hartung (73. Rinn), Gerhardt (40. Ben Achour), Braunschweig (68. Kühne)
ZFC Meuselwitz 2: Flader, Mattheus, Lochmann (55. Bartsch), Zivcec (80. Zschäck), Gentzsch, Kotowski, Schwarzer (80. May), Wegner, Zobelt, Starke, Pitschel
Schiedsrichter: Stroch (Trusetal);    Zuschauer: 150
Torfolge: 0:1 Zivcec (2.), 1:1 Behr (41.), 1:2 Zivcec (44.), 2:2 Braunschweig (49, FE), 3:2 Thorwarth (78., FE)

FC Empor Weimar I - SpVgg Geratal II 3:4 (0:2)
Das war wieder einmal nichts für schwache Nerven. Zwei unterschiedliche Halbzeiten und letztlich eine enge Kiste, zugeklappt in der Nachspielzeit. Die ersten 45 Minuten gingen eindeutig an die Gerataler, die aber gedanklich noch nicht ganz auf dem Platz schienen, als Steiner allein vor Torwart Bergmann aufkreuzte, doch der Keeper konnte klären (2.). Dann übernahmen die Gäste das Zepter und zogen ihr gewohntes Spiel auf. Der Spieler des Tages, Yasin Ben Achour, wirbelte über den Platz, entwickelte die Spielideen, setzte seine Mitspieler ein und war auch nach vorn druckvoll, so dass er von den Gegenspielern oft nur regelwidrig gestoppt werden konnte. So war er auch an den ersten Toren maßgeblich beteiligt. Er passte sauber in den Lauf von Welsch, der in den Strafraum eindrang und vom Keeper Sternberg von den Beinen geholt wurde. Den Strafstoss verwandelte Dobschanetzki sicher (0:1, 10.). Ben Achour überdribbelte die gesamte Weimarer Abwehr, doch sein Abschluss verfehlte den Kasten nur knapp (22.). Danach gönnte sich der Gast eine Auszeit, in der Empor sich in Szene setzen konnte, doch auch die ließen ihre Chancen ungenutzt (23.,25.). Wieder war es Ben Achour, der zentral Welsch anspielte und diesmal vollendete dieser (0:2, 37.). Blümke-Eichhorn hätte noch erhöhen können, doch er hatte den Ball nur auf seinem Standbein und ehe er ihn umsortieren konnte spritzte der Torwart dazwischen (43.).
Offensichtlich hatten sich die Gastgeber für die zweite Halbzeit etwas vorgenommen. Nun agierten sie noch aggressiver, oft an der Grenze des Erlaubten, und rissen die Initiative an sich. Als Steve Möller nach wiederholten Foulspiels verletzt den Kunstrasen verlassen musste, riss der Spielfaden der Gerataler (53.). Das Anschlusstor war die Folge. Der Ball wurde nicht aus der Gefahrenzone befördert, so dass Thiele einnetzte (1:2, 62.). Das erhöhte die Verunsicherung in den Gerataler Reihen weiter. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Römer aus 20 Metern in den Winkel traf (2:2, 73.). Die Antwort war eine Einzelaktion Blümke-Eichhorns, der sich endlich mal ein Herz fasste, bei einer Rückgabe nachsetzte, im Zweikampf mit dem Keeper Sieger blieb und in aller Ruhe einschob (2:3, 74.). Das brachte wieder etwas Selbstvertrauen in die Gerataler Reihen. Der über rechts sehr agile Hofmann (77.) konnte genau so wenig wie Welsch (79.) den gegnerischen Torwart überwinden. Der sich aufopferungsvoll einsetzende Ben Achour wurde in der Schlussphase von Krämpfen geplagt, schleppte sich aber wegen fehlender Auswechselmöglichkeiten bis zum Schlusspfiff im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen durch. Die Gastgeber steckten jedoch nicht auf und kämpften immer weiter. Dadurch erzielten sie auch den Ausgleich durch Kahoul, der aus einem Gewühl heraus aus Nahdistanz Bergmann überwand (3:3, 84.) Die letzten Minuten einschließlich fast fünf Minuten Nachspielzeit waren an Dramatik nicht zu überbieten. Gleich zweimal musste Bergmann reagieren, um den einen Punkt festzuhalten (90.). Als Welsch in dieser Druckphase einen Konter erfolgreich abschloß (3:4, 91.) war der Frust bei den Gastgebern groß und die Gäste zitterten sich zum Auswärtssieg.
FC Empor Weimar I: Sternberg, Schwarzenau, Thiele, Mikuta, Henke, Böhm (53.Kahoul), Günther, Al Darwisch, Steiner Römer, Koch (7.Teubert) 
SpVgg Geratal II: Bergmann, Dobschanetzki, Bulko, Barchewitz, Möller (53. Yurolmaz), Welsch, Bäuerle, Ben Achour, Blümke-Eichhorn, Kellner, Hofmann
Tore: 0:1 Dobschanetzki (FE, 10.), 0:2 Welsch (37.), 1:2 Thiele (62.), 2:2 Römer (73.), 2:3 Blümke-Eichhorn (74.), 3:3 Kahoul (84.), 3:4 Welsch (91.)
Schiedsrichter: Kraut (FC Saalfeld)
Zuschauer: 27

SpVgg Geratal II - Schöndorfer SV I 3:0 (0:0)
Die Geduld der wenigen treuen Fans von Geratals Zweiter wurde zu mittäglicher Stunde, Vorspiel vor der 1.Gerataler Mannschaft, arg strapaziert, ehe endlich der Knoten platzte. Es dauerte 74.Minuten bis zum ersten Tor, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Bis dahin hätte kaum Einer auf diesen Spielausgang gesetzt, zu oft ging es Auf und Ab mit verteilten Chancen. Anfangs waren diese noch auf Seiten der Gastgeber, doch zweimal Welsch (1., 3.) und Ben Achour (5.) konten diese nicht nutzen. Dann kamen die Gäste immer besser ins Spiel und die Spielanteile gestalteten sich ausgeglichen, vielleicht sogar mit knappem Übergewicht für Schöndorf. Hage traf aus 2 Metern nicht das Ziel (8.) oder Ph. Möller vereitelte das Tor (16., 17.). Auch eine verunglückte Abwehr per Kopf direkt auf den Fuss des sehr aktiven Mahmudowski zwang Ph.Möller zu einer Glanzparade (31.). Geratal gelang in dieser Phase kein richtiger Zugriff auf das Spiel. Das Mittelfeld, in dem St.Möller wegen seiner Gelbsperre vermisst wurde, wurde den Gästen überlassen, die zudem häufig Zweikampfsieger blieben. So hatte wieder einmal die Abwehr viel zu tun. Bemerkenswert die Partie von Bulko, der einen guten Tag hatte.Auch die Möglichkeit von Blümke-Eichhorn kurz vor dem Pausenpfiff blieb ungenutzt (45.).
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Gerataler Abwehr um Barchewitz ihre liebe Mühe, einen Rückstand zu verhindern. Besonders Mahmudowski war kaum in den Griff zu bekommen. Fast alle, meist lang geschlagenen Bälle zielten auf ihn. Unter Bedrängnis abgezogen, zischte sein Schuss am langen Pfosten vorbei (52.). Es dauerte, bis sich die Gastgeber der Worte ihrer Trainer besannen und endlich einmal konsequent über die Flügel spielten. Wieder einmal spielte Dobschanetzki seine Schnelligkeit aus, zog zur Grundlinie und flankte flach in den Torraum. Dort stand Welsch goldrichtig und drückte den Ball ins Ziel (1:0, 74.). Gegenüber verzog Mahmudowski nach einem Einwurf den zweiten Ball knapp (82.). Im Gegenzug hob ein Verteidiger die Abseitsstellung auf, so dass Welsch durchstarten konnte. Im Strafraum holte ihn der nachsetzende Verteidiger Hage von den Beinen - Elfmeter. Den ließ sich Dobschanetzki nicht entgehen (2:0, 83.). Das brachte die Gäste aus dem Tritt, was Geratal sofort nutzte. Gleicher Spielzug wie beim ersten Tor, Dobschanetzkis Sturmlauf, Querpass, diesmal traf Welsch aus 5 Metern (3:0, 84.). Das war die Entscheidung wenngleich man objektiv feststellen muss, dass das Ergebnis dem Spielverlauf nach zu hoch ausfiel.
SpVgg Geratal II: Ph.Möller, Dobschanetzki, Barchewitz, Bulko,  Welsch, Bäuerle, Ben Achour (61. Yurolmaz), Blümke-Eichhorn, Breitling (89. Belger), Ostermann, Zentgraf
Schöndorfer SV: Bülling, Horbank, Haubold, Kretzer (87. Zwinkmann), Mahmudowski, Hage, Ernst, Mann, Heller, Henke (Kamberowikj), (77.Spangenberg)
Tore: 1:0, 3:0 Welsch (74., 84.), 2:0 Dobschanetzki (FE, 83.)
Schiedsrichter: Keith (Arnstadt)
Zuschauer: 30

SV 1879 Ehrenhain - SpVgg Geratal 1:4 (0:2)

(Kda) Es war das erwartet kampfstarke Spiel auf einem tiefen, unebenen und schwer mit technischer Klinge zu bespielenden Platz. Es spricht für den momentanen Leistungsstand, dass die Gerataler dies mit Bravour überstanden, obwohl es Phasen im Spiel gab, in denen das nicht immer so aussah. Gestaltete man die erste Spielhälfte mehr oder weniger eindeutig, mit einer zwar glücklichen aber verdienten Führung, sah es in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte eher nach einer sehr engen "Kiste" im Ostthüringischen aus. Hohe Moral und Kondition und das Begreifen, dass man auf diesem schweren Geläuf eher mit langen Bällen arbeiten muss, gaben letztlich doch den Ausschlag für diesen Auswärtssieg, der den Geratalern den Verbleib in der punktgleichen Vierer-Spitzengruppe sichert und den man in den nächsten beiden Spielen (Meuselwitz II zu Hause und in Dachwig) beweisen kann.
Sehr schnell gingen die Gäste in Führung. Einen von der einheimischen Abwehr nicht konsequent abgewehrten Ball nahm Thorwarth an der gegnerischen Strafraumgrenze an, umkurvte zwei Gegenspieler und schob in die linke untere Ecke ein (12.). Geschickt hielt die erneut umformierte Abwehr, Behr und Dobrocki anstatt des verletzten Brandl im Zentrum, Seyfferth und Seeber auf den Außenpositionen, den Ball in den eigenen Reihen und bis auf zwei Möglichkeiten, Lessau mit einem Fernschuss knapp über den Winkel (24.) und einem Freistoß aus 30 Meter, der Kott zu einer Faustparade zwang (27.), hatte Geratals Keeper in der ersten Hälfte einen geruhsamen Nachmittag. Hätte Hartung, bis zu seiner Verletzung nach einem rüden und auch mit mehr als "Gelb" ahnbaren Foul von Kutas an der Mittellinie (45.) sehr agil, den Lupfer (38.) oder nach Vorarbeit von Thorwarth den Flachschuss (44.) im Tor untergebracht, wäre die Pausenführung noch höher ausgefallen. So hat es eines Kopfball-Eigentores eines Ehrenhainers bedurft, der einen weiten Abschlag Kotts ins eigene Tor verlängerte (45, +1).
In der Halbzeitpause noch vor dem zu erwartenden Druck gewarnt, spielte man quasi in die Karten der Gastgeber. Die gesamte Defensive wich in der 51. Minute nach hinten aus, griff nicht rechtzeitig genug auf der rechten Seite ein und brachte so Lessau in Schussposition. Technisch gekonnt, schlenzte er den Ball aus 18 Meter ins lange Eck. Die sich aus der Euphorie entwickelnden brenzligen Situationen überstanden die Gerataler mit viel Glück und nach Thorwarths Kopfballtreffer nach mustergültiger Maleße-Flanke war dieser Spuk ab der 64. Minute überstanden. Von nun an zogen die Gäste wieder ihr gewohntes Spiel auf und hatten neben Rinns Tor, der einen langen Pass halbrechts annahm und in die lange Ecke traf (74.) noch eine sehr umstrittene Chance in der 77. Minute. Thorwarth zog zentral zwischen drei Abwehrspielern aufs Tor und wurde gefoult. In der ersten Reaktion entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß und auf "Gelb" für den Abwehrspieler (letzter Mann, Verhinderung einer klaren Torchance). Nach Korrektur durch seinen Assistenten, dass das Foul außerhalb des Strafraumes gewesen sei, gab er Freistoß, hätte aber dem "Sünder" nun "Rot" zeigen müssen. Kott sicherte in der 80. Minute mit einer Fußabwehr endgültig den Sieg.

Aufstellung:
SV 1879 Ehrenhain: Sittel, Killemann, Knutas, Döring, Lessau, Bethke, Sigmund (76. Stenzel), Richter (57. Neumaier), Dolezal, Ollert, Lehmann
SpVgg Geratal: Kott, Maleße, Behr, Dobrocki, Schmidt, Heyer, Seeber (56. Gerhardt), Seyfferth, Thorwarth, Hartung (46. Rinn), Kühne

Zuschauer: 100

Schiedsrichter: Drobe (Hermsdorf)

Torfolge: 0:1 Thorwarth (12.), 0:2 Döring (ET, 45.+1), 1:2 Lessau (51.), 1:3 Throwarth (64.) 1:4 Rinn (74.)