SpVgg Geratal – ZFC Meuselwitz 0:3 (0:3)

SpVgg Geratal – ZFC Meuselwitz 0:3 (0:3)

Thüringen-Pokal: Viertelfinale

SpVgg Geratal – ZFC Meuselwitz 0:3 (0:3)

(kda)

Sehr achtbar zogen sich die Gerataler im Viertelfinalspiel des Thüringer Landespokals gegen den sechsten der Regionalliga Nordost aus der Affäre. Dieser demonstrierte schon einen größeren Unterschied in der Spielgestaltung (sehr viel Direktpassspiel, größere Handlungsschnelligkeit), Willensstärke, sich für die nächste Runde qualifizieren zu wollen, als die zuvor im Geratal angetretenen Mannschaften aus der Landesliga bzw. Oberliga und auch von der Körperhöhe her waren sie deutlich den Mannen um Wollenschläger überlegen. Trotzdem hielten die Gastgeber bis zur 30. Minute das Spiel und selbst nach der Gästeführung bis ca. 5 Minuten vor dem Halbzeitpfiff das Ergebnis offen.

Aus einer verstärkten Defensive versuchten die Gerataler mit hohem läuferischen Aufwand das Spiel der Meuselwitzer unter Kontrolle zu halten. Das gelang bis zur 30. Minute recht ordentlich, auch wenn speziell Weinert von rechts immer wieder für Gefahrenmomente sorgte.  Sehr schnell war aber zu sehen, dass dies zu Lasten des eigenen Angriffsspiels ging, noch dazu, wo die Heyer, Hartung und Keiner bei jeder ihrer Aktionen in des Gegners Hälfte sofort von mehreren Gästespielern umrahmt wurden und ein Spiel mit langen, hohen Bällen gegen die „Riesen“ in der Gästedefensive kein probates Mittel war. Weinert war es auch, der mit einer „Rakete“ in der 29. Minute aus 20 Meter halbrechts, die Lipsius in großem Stil noch über die Latte bugsierte, die Gästeführung einleitete. Den anschließenden Eckball, von ihm selbst getreten, köpfte der am langen Pfosten stehende Ferl zum 0:1 ein. Die Einheimischen blieben auch nach der Gästeführung vernünftigerweise bei ihrer Spielweise und hatten damit bis zur 43. Minute Erfolg. Bezeichnenderweise war es wieder eine Standardsituation, Freistoß an der rechten Seitenlinie, nach dem der Einwurf winkende Assistent vom Unparteiischen überstimmt wurde, von Weinert halbhoch scharf auf den kurzen Pfosten geschlagen, die zum 0:2 führte. Der Ball konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden und aus dem Gewühl heraus beförderte D. Müller aus Nahdistanz selbigen ins Gerataler Tor. Kurzzeitig verloren die Einheimischen die Kontrolle, postwendend wurde ein Ballverlust im Mittelfeld von Latowski zum Alleingang genutzt, LIpsius reagierte noch gegen ihn, aber den Abpraller versenkte dann Weinert (44.).

Nach dem Wechsel kontrollierten die Gäste nun deutlich das Spiel und erarbeiteten sich noch eine Reihe von sehr guten Möglichkeiten. In der 53. Minute scheiterte D. Müller mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am guten Keeper Lipsius. Sekunden später köpfte Ferl den Ball aus Nahdistanz an die Querlatte und Keiner kratzte den Nachschuss noch von der Torlinie. In der 64. Minute konterten die Gerataler erstmals gefährlich. Wollenschläger drang in den Strafraum ein, verzog dann aber deutlich. Brandl und erneut Wollenschläger wollte aber auch bei ihren Versuchen in der 80. Minute nicht das Ehrentor gelingen.

SpVgg Geratal: Lipsius, Busch, Dobrocki, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Keiner (73. Brandl), Seeber (68. Kirsten), Franz, Heyer, Hartung (78. Y. Ben Achour)

ZFC Meuselwitz: Teichmann, D. Müller, F. Müller (46. Schröter), Kotowski, Weinert, Latowski, (63. Albert), Weis (46. Serrek), Starke, Ferl, Böhme, Luck

Schiedsrichter: Stöcklein (Ummerstadt)

Zuschauer: 450

Torfolge:  0:1 Ferl (30.), 0:2  D. Müller (43.), 0:3 Weinert (44.) 

   
   
   
   
   
   
   
   

Bildquelle: Henry Buchberger / Thüringer Allgemeine