SpVgg Geratal – SV 09 Arnstadt    1:3 (1:1) (kda)

SpVgg Geratal – SV 09 Arnstadt 1:3 (1:1) (kda)

1. Spieltag Landesliga: SpVgg Geratal – SV 09 Arnstadt    1:3 (1:1)

Nach der feierlichen Eröffnung des Spieljahres startete das erste Spiel der diesjährigen Saison. 

 (Bild TFV)

(kda) Angekommen in der Realität! Die Unterschiede zwischen der Landesklasse und der Landesliga sind nicht unbedingt bessere Spieler oder eine bessere Spielanlage, vielmehr das gnadenlose Bestrafen von Fehlern bzw. ausgelassener Torchancen. So hat sich das Eröffnungsspiel der diesjährigen Landesligasaison zwischen dem Aufsteiger Geratal und der etablierten Arnstädter Vertretung jedenfalls dargestellt. Vor einer imposanten Zuschauerkulisse und rundum guten organisatorischen Bedingungen spielten die Fußballer aus der Kreisstadt nicht unbedingt den besseren aber weitaus cleveren, weil effektiveren, Ball und fuhren mit einem nicht unverdienten Sieg nach Hause.

Die in den ersten Minuten von der Spielvereinigung offenbarte Nervosität gipfelte in einem unmotivierten und für Lipsius im Tor schwer beherrschbaren Rückpass Hofmanns, wo Danneberg den vom Gerataler Torwart zu kurz abgewehrten Ball zirka 20 Meter halblinks sofort mit einem straffen Flachschuss Richtung Tor beförderte, der Ball an den linken Innenpfosten sprang und von dort den Weg ins lange Eck fand (15.). Als hätte es dieses Lapsuses bedurft, nahmen die Gastgeber nun Fahrt auf und spielten in den verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff die dominierende Rolle.Vor allem Ben Achour stellte die in dieser Phase doch etwas hölzern wirkende Arnstädter Verteidigung immer wieder vor große Rätsel. Daraus resultierten dann auch Chancen für Keiner (17. und 20.), Heyer(18.), die aber nicht zum Erfolg geführt wurden. In der 21. Minute beförderte Ben Achour einen zuvor nach einer Ecke zu kurz abgewehrten Ball wieder hoch in den Strafraum, plötzlich stand Brandl am linken Torraumeck völlig frei und nutzte diese Chance konsequent. Auch nach dem Ausgleich waren die Vorteile eindeutig auf Gerataler Seite, doch das Chancen-Auslass-Dilemma der Vorsaison offenbarte sich auch hier. Weder Huck und Keiner (27.) noch Heyer (34.) konnten die Führung erzielen.

Nach der Halbzeitpause, in der die zweite Runde des Thüringer Landespokals ausgelost wurde, musste die Spielvereinigung verletzungsbedingt Ben Achour gegen Kruse wechseln. Dobrocki, der bis dato recht sicher die Abwehr organisierte, wechselte auf die linke Außenposition, Kruse nahm seine angestammte Position im Abwehrzentrum ein. Da in der 57. Minute auch noch Brandl verletzt aus dem Spiel musste, fehlten in der zweiten Spielhälfte den Geratalern die spielerischen Elemente. Nur mit langen und diagonal geschlagenen Pässen war den Arnstädtern nicht beizukommen. Und so rannten die Einheimischen nach der neuerlichen Gästeführung – Lippert besorgte sie aus Nahdistanz nach einer Grundlinieneingabe Paundes in der 50. Minute – vergebens und immer öfter mit der sprichwörtlichen Brechstange an. In dieser Phase merkte man den Geratalern aber auch ihre smarte, nicht robust genug geführte Zweikampfführung an. Wo es in den unteren Ligen eher einen Pfiff des Unparteiischen gibt, ließ Schiedsrichter Stöcklein oft das Spiel, vermeintlich zum Nachteil des Aufsteigers, weiter laufen. Auch hier müssen sich die Spieler einer härteren, verträglicheren Gangart bemächtigen! Dass dann Kruse, der nicht unbedingt den fittesten Eindruck hinterließ, auch noch nach 75. Minuten wieder ausgewechselt werden musste, machte die Situation insgesamt nicht leichter. Und so erzielten die Gäste auch noch den dritten Treffer (86.). Nachdem Lipsius sowohl in der 80. Minute als auch in der 85. Minute noch sensationell gegen Lange retten konnte, sah beim sich anschließenden Eckball in der 86. Minute die komplette Gerataler Abwehr zu, wie der Ball durch den Strafraum auf den Kopf Lipperts flog, so dass dieser nur noch einzunicken brauchte.

SpVgg Geratal: Lipsius, Seeber, Behr, Dobrocki, Ben Achour (46. Kruse, 75. Schmidt), Bärwinkel, Keiner, Brandl (60. Priefer), Heyer, Hofmann

SV 09 Arnstadt: Apel, Eger, Kah, Kubirske, Paunde, Gothe (75. P. Lange), Danneberg, Lippert (87. Schumacher), Eberling, F. Hempel, Ph. Lange (80. H. Hempel

Zuschauer: 480

Schiedsrichter: Stöcklein (Ummerstadt)

Torfolge: 0:1 Danneberg (15.), 1:1 Brandl (21.), 1:2 Lippert (50.), 1:3 Lippert (86.)