Geratalturnier 2014

Geratalturnier 2014

Budenzauber in der Geratalhalle

Die SpVgg Geratal veranstaltete am Freitag Abend ihr traditionelles Geratal-Turnier, diesmal in Verbindung mit dem Thüringer Fußballverband, der es als Vorrundengruppe zur Landes­meisterschaft wertete. Daher qualifizierte sich der Sieger zugleich auch für das Finale am 2. Februar in Hildburghausen. Neben den zwei Verbandsligisten FSV Martinroda und SpVgg Geratal traten mit Germania Ilmenau (Süd) und der SG Bischleben/Möbisburg (Nord) zwei Landesklassenvertreter an. Das Feld komplettierten die Kreispokalgewinner des letzten Jahres FSV Gräfenroda (Kreisoberliga Mittelthüringen) und SV Jugendkraft Albrechts (Kreisliga Rhön/Rennsteig). Die 250 Zuschauer, die sich in die Geratalhalle quetschten, Kompliment an die Verpflegungs- und Organisationsteams, erlebten Hallenfussball in allen Facetten. Neben technischen „Schmankerl“, vorrangig von den höherklassig spielenden Teams geboten, wurde auch richtig gefightet. Besonders die Spiele der territorialen Nachbarn gaben den Fans Anlass, auf die Pauke zu hauen. Ansonsten war es relativ ruhig in der Halle.

 

Der stimmungsvolle Auftakt gelang gleich den Gastgebern im Spiel gegen Gräfenroda, die sich, ehe sie sich versahen, 5:0 hinten lagen. (Tore: 1:0 Heyer, 2:0 Keiner, 3:0 Huck, 4:0 Keiner, 5:0 Huck) Gräfenroda fing sich erst im Verlauf des Turniers und bot anderen Mannschaften besser Paroli. In diesem Spiel waren Keiner und Heyer einfach zu schnell und die Reaktionszeit des „Oldies“ Huck war sehenswert.

Martinroda tat sich im anschließenden Treffen gegen den Kreisligisten schwer. Albrechts lag zwar 0:1 hinten (Schlott), nutzte aber seine Chancen nicht und wurde schlußendlich noch ausgekontert (0:2, John). Dazwischen tat sich ihr Torhüter mit tollen Paraden hervor.

Mit Bischleben/Möbisburg und Ilmenau stellten sich technisch gute Mannschaften vor, die ein schönes Spiel zeigten, was relativ knapp zugunsten der Nordthüringer ausging. Micheler tat seiner Ilmenauer Mannschaft keinen guten Dienst, als er wegen Foulspiels in einer kritischen Phase eine Zeitstrafe absitzen musste. (Tore: 1:0 Finn, 1:1 Skaba, 1:2, 1:3 Heinemann)

Der Stimmungsknaller folgte. Beide Verbandsligateams der Nachbarorte boten etwas fürs Auge. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Als Torhüter Bach (Martinroda) mit gestreckten Beinen gegen Seyfferth einstieg musste er zwei Minuten auf die Bank. Seeber gelang der Führungstreffer mit einem Beinschuss gegen Ersatztorwart John. Dieser traf als Spieler in der Folgezeit aus spitzem Winkel nur die Latte und Hertel den Pfosten, doch dann erzielte er doch noch den Ausgleich zum Endstand 1:1.

Im nächsten Spiel hatte Gräfenroda gegen Bischleben/Möbisburg keine Chance obwohl sie aufopferungsvoll rackerten. Die Zuschauer erfreuten sich an vielen Toren, schönen Spielzügen aber auch an Situationen, in denen mehrfach hintereinander Torschüsse durch die Ilmkreisler abgeblockt wurden. (Tore: 0:1 Hummel, 0:2 Sander, 1:2 Reimann, 1:3, 1:4 Sander, 1:5 Heinemann, 1:6 Gorzo, 2:6 Ewald, 2:7 Frey, 2:8 Skaba)

Ilmenau unterstrich im Match gegen Albrechts seine Siegambitionen und gewann sicher 5:1 (Tore: 1:0 Wolfenstetter, 2:0 Weigelt, 3:0 Giete, 4:0 M.Micheler, 4:1 Henkel, 5:1 Wolfenstetter)

Zwei technisch anspruchsvolle Teams trafen mit den Gastgebern und Bischleben/Möbisburg danach aufeinander. Geratal ließ einige „todsichere“ Chancen liegen und traf dreimal nur Aluminium. Wie eng es zuging zeigte der Umstand, dass erst zur Mitte der Spieldauer Dobrocki, ansonsten gewohnt sicher als Abwehrspieler stehend, das Führungstor gelang. Huck erhöhte nach Zuspiel von Schmidt und den Endstand von 3:0 stellte schließlich Keiner nach Pass von Heyer her.

Im folgenden Nachbarschaftsduell erwies sich unerwartet, jedoch an diesem Abend nicht überraschend, Ilmenau der Martinrodaer Mannschaft überlegen. Es hatte den Anschein, als ob der Sieger willensstärker zur Sache ging. Wolfenstetter brachte Ilmenau in Führung und Weigelt veredelte ein energisches Solo von Finn. Giete erhöhte den Vorsprung ehe Hertel das 3:1 gelang. Micheler und Wolfenstetter nach schönem Grundlinienrückpass machten den Sack zu (5:1).

Das kämpferischste Spiel folgte. Zwei Zeitstrafen nach Foul und ein Feldverweis waren der Beweis. Besonders Albrechts Torwart Hirsch tat sich hier hervor. Erst Zeitstrafe für ein Foul gegen Laße, dann noch Feldverweis mit Rudelbildung. In diesem Zusammenhang musste auch Hofmann zeitweilig das Feld räumen. Auch das sportliche Ergebnis lautete schließlich 2:1 für Gräfenroda. (Tore: 1:0 Ewald, 1:1 Heiling, 2:1 Räthlein)

Im weiteren Nachbarschaftsduell Ilmenau – Geratal zeigten sich die Höherklassigen unterlegen. Man hatte den Eindruck, dass sie mit fortschreitendem Turnierverlauf müder wurden. Die Spritzigkeit und Konzentration ging verloren, so dass Ilmenau sicher 3:0 gewinnen konnte. Eine erste Chance für Ilmenau klärte Seeber, aber dann wurde Gerhardt aus den Augen verloren (1:0). Vor dem zweiten Treffer hängte Micheler Seyfferth ab. Zwingende Torchancen für Geratal waren nicht zu sehen und Kott musste dem Publikum notgedrungenerweise einige Paraden zeigen. Ilmenau vergab leichtfertig weitere Möglichkeiten ehe Finn den Endstand markierte.

Im Spiel SG Bischleben/Möbisburg – Albrechts verzückten die SG-Spieler mehrmals die Zuschauer mit sehenswerten Spielzügen, direkt über mehrere Stationen oder eiskalten,überlegten Abschlüssen, obwohl die Südthüringer zunächst in Führung gingen. (Tore: 0:1 Langenhan, 1:1 Hummel, 1:2 Leib, 1:3 Frey, 1:4 Skaba)

Martin- ließ Gräfen-roda (fast) keine Chance. Mankel, 3 x Zachert, Schlott und Holland-Moritz schossen die Tore. Ewalds Angriff wurde von Bach außerhalb des Torraumes mit der Hand unterbunden, wofür dieser zwei Minuten vom Feld musste. Der Freistoß wurde aber kläglich verschossen.

Im letzten Spiel der Gastgeber gegen Albrechts taten sie sich schwer. Seeber verstolperte frei stehend, Heyer und Schmidt trafen den Kasten nicht, Keiner, Dobrocki und Huck prüften das Material des Tores. Keiner war es vorbehalten, mit seinen beiden Toren die Ehre des Verbandsligisten zu retten. Wagner (Albrechts) musste nach Foulspiel zwei Minuten zuschauen.

Ilmenau als späterer Turniersieger spielte Gräfenroda an die Wand. Finn, Micheler, mit schöner Körpertäuschung, Mohamed, Giete und wieder Micheler sicherten das Endergebnis 5:0. Weitere Höhepunkte des Spiels: Schrumpf Zeitstrafe, beinahe Selbsttor durch Finn beim verunglückten Rückpass, Bach konnte gerade noch mit dem Fuss reinrutschen.

Im letzten Spiel des Turniers hatte es Martinroda in der Hand, bei drei Toren Vorsprung noch Zweiter zu werden und Bischleben/Möbisburg konnte bei einem hohen Sieg noch gewinnen. So entwickelte sich ein rasantes Spiel. Beide versuchten, zum Erfolg zu kommen und genauso intensiv wurde verteidigt. Letztlich setzte sich der Verbandsligist durch Tore von Habichhorst und Mankel durch, doch für beide reichte es nicht.

Der Turniersieger SV Germania Ilmenau qualifizierte sich für die Endrunde und auch die Gastgeber erreichten ihr unter der Hand vorgegebenes Ziel: gut verkaufen, 2. Platz reicht im Hinblick auf die Vorbereitung der Freiluft-Rückrunde. Die beiden letzten Mannschaften hatten keine reale Chance im Konzert der höherklassig spielenden Techniker.

SpVgg Geratal mit Kott, Seyfferth, Seeber, T.Huck, Dobrocki, Keiner, Heyer, Schmidt.

 

Endstand:

  1. SV Germania Ilmenau        19:5 Tore 12 Punkte

  2. SpVgg Geratal                     11:4 Tore 10 Punkte

  3. FSV Martinroda                   12:6 Tore 10 Punkte

  4. SG Bischleben/Möbisburg 15:9 Tore   9 Punkte

  5. FSV Gräfenroda                  4:25 Tore   3 Punkte

  6. SV Jugendkraft Albrechts   3:15 Tore   0 Punkte