SpVgg Geratal – 1. SC 1911 Heiligenstadt 3:0 (2:0)

Verbandsliga, 23. Spieltag

SpVgg Geratal – 1. SC 1911 Heiligenstadt 3:0 (2:0)

(kda) Mit einer konzentrierten Spielweise rehabilitierte sich die Spielvereinigung für die in der Vorwoche erlittene Niederlage. Aus einer wieder sicher agierenden Abwehr, Dobrocki als Organisator, Behr extrem kopfballstark und Seyfferth unermüdlich am „Mann“ arbeitend, wurde der Grundstein für den auch in der Höhe völlig verdienten Sieg gelegt. Nach vorne immer wieder von Ben Achour und Bärwinkel auf den Außenpositionen und einem Tobias Huck, der seine „tödlichen“ Pässe immer wieder versuchte an die Spitzen Keiner und Heyer zu bringen, angetrieben, zeigten Letztere wieder ihre Vollstreckerqualitäten.

Ein erstes Achtungszeichen setzten Ben Achour und Huck mit einem Doppelpass über rechts, dessen Abschluss das Tor verfehlte. Erneut Huck war es, der einen von der gegnerischen Abwehr zu kurz abgewehrten Freistoß im Halbfeld aufnahm, den Ball diagonal nach links auf Keiner spielte, der, den Schuss verzögernd und damit den Torwart zu einer Reaktion zwingend, an diesem vorbei in die rechte Torecke traf (30.). Wie befreiend fanden nun auch Huck Pässe endlich ihren Abnehmer. So spielte er in der 36. Minute einen langen Ball links auf Keiner, der bis kurz vor die Grundlinie laufend einen Querpass auf den am langen Pfosten eingelaufenen Heyer spielte. Selbiger brauchte nur noch den Fuss zum Torerfolg hinhalten. So wie vor Wochenfrist die Gerataler nach dem 2-Tore-Rückstand sich mehr oder weniger dem Schicksal ergaben, war die Reaktion Heiligenstadts. Angriffsbemühungen fanden nun de facto nicht mehr statt.
Es gestaltete sich die zweite Halbzeit als ein Spiel auf nur ein Tor. Aus der Vielzahl der Chancen hier nur die Verheißungsvollsten: 50. Minute, Keiner setzt zu einem seiner gefürchteten Dribblings auf der linken Seite an, schwenkt nach innen, der Schuss geht knapp am rechten Pfosten vorbei; 64. Minute, das 3:0 durch Ben Achour, der nach einem Keiner-Freistoß mit anschließender Kopfballablage Behrs aus Nahdistanz einschiebt; 65. Minute, Keiner trifft nach Bärwinkel-Diagonalpass nur den Pfosten; 71. Minute, Keiner schiebt erneut am langen Pfosten knapp vorbei und zu guter letzt Heyer in der 73. Minute als er eine Eingabe Keiners nur noch mit einem „langen“ Bein erreichen kann und den Ball so aus Nahdistanz über das Tor befördert.
Beachtlich auch, dass die Gastgeber zum wiederholten Mal mit durchweg fairen Mitteln, keine Karten, diesen Sieg einfahren konnten. Da der Aufstiegszug gezwungenermaßen und vernünftigerweise „abgefahren“ ist, könnte der mit beachtlichen Mitteln dotierte Fair-Play-Preis neben weiteren Punkten auch ein lohnenswertes Ziel sein!

Aufstellung: 

SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Huck (75. Maleße), Ben Achour, Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer (87. Schmidt), Keiner, Seyfferth, Rinn
1.SC 1911 Heiligenstadt: Strenadel, Siebert, Heinevetter (68. Montag), Pabst, Basdekis, Marx, Hanusch, Jakob (60. Werner), Möhlhenrich, Orschel, Lubojanski (72. Märkl)

Schiedsrichter: Hofmann (Großneuhausen)

Zuschauer: 73

Torfolge: 1:0 Keiner (30.), 2:0 Heyer (36.), 3:0 Ben Achour (64.)