Verbandsliga, 16. Spieltag

SV Eintracht Eisenberg – SpVgg Geratal 3:0 (2:0)

(Kda) In Einschätzung der in der Vorbereitung gezeigten Leistungen durchaus optimistisch fuhren die Mannen um Kapitän Wollenschläger zum Tabellennachbarn nach Eisenberg. Personell alles an Deck habend, kam das „Schiff“ dennoch ins Schlingern, weil der letzte kämpferische Biss fehlte. Auf dem etwas kleineren als dem Geraberger Kunstrasenplatz hatte man zwar einen höheren Anteil an Ballbesitz, versuchte man sich technisch sauber mit Ballstafetten in die Nähe des gegnerischen Tores zu spielen, aber am Ende entwickelte sich daraus kaum Torgefahr. Und die einzige hochkarätige Chance (72.) wurde kläglichst vergeben, führte statt zum Anschlusstreffer im Gegenzug zum sicheren Endstand für die Einheimischen. An diesem „gebrauchten“ Samstag war auch nicht das Schiedsrichtergespann mit den teilweisen etwas kuriosen Entscheidungen, z. B. ging dem 1:0 eine klare Abseitsposition voraus, schuld, denn die alles entscheidenden Fehler haben die Gäste gemacht.
Zunächst schien es eine Frage der Zeit zu sein, wann die Spielvereinigung in Führung geht. Sehr früh den gegnerischen Spielaufbau störend, zwang man die Eisenberger zu schnellen Ballverlusten. Immer wieder versuchten die Ben Achour, Heyer ihren Sturmpartner Thorwarth in Position zu bringen, doch Zählbares kam nicht heraus. Der Spielverlauf wurde dann quasi auf den Kopf gestellt, als die Gastgeber sich, bedingt durch das inkonsequente Auftreten der rechten Gerataler Abwehrseite (begünstigt durch die oben erwähnte Abseitsposition), bei ihrem ersten ernsthaften Angriffsversuch mit einem durchaus haltbaren Schuss mit der Führung belohnt sahen (25.). Kurz darauf war Kott erneut gefordert, hielt aber durch zwei großartige Reaktionen zunächst weiteres Unheil fern. Das kam dann dennoch kurz vor der Pause. Ein langer Flankenball in Höhe der linken Mittellinie genau in den Schnitt der rechten Viererkette brachte Bergner völlig frei stehend in Schussposition, die Chance ließ er sich auch nicht durch Kott nehmen (38.).
Alles noch revidieren wollend, wurde seitens der Gerataler die Offensive zur Pause bzw. kurz darauf verstärkt, ohne dass man nun unbedingt mehr erfolgversprechende Chancen hatte. Bis zu dieser in der 72. Minute als zunächst Heyer von rechts kommend in den Strafraum eindrang, sein Schussversuch abgeblockt wurde, aber zum links frei positionierten Hartung prallte und dessen Schuss völlig misslang. Anstatt hier den Anschluss herzustellen, verpennte man den gegnerischen Abstoß, fing sich über die linke Abwehrseite kommend den alles entscheidenden Gegentreffer ein (73.), bei dem der Torschütze auch noch Kott umlaufen konnte.
Aufstellung:
SV Eintracht Eisenberg: Tuche, Sattler, Brack, Götze, Bengs, Mücke (87. Fuchs), Gäbler (83. Thiele), Schulz, Kittler, Berger, Böhme (89. Neumann)
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Ben Achour (46. Hartung), Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer, Brandl (58. Hatzky), Seyfferth (58. Eberling), Thorwarth, Braunschweig

Schiedsrichter: Östreich (Schmölln)

Zuschauer: 140

Torfolge: 1:0 Gäbler (25.), 2:0 Berger (38.), 3:0 Bengs (73.)