Verbandsliga, 18. Spieltag

1. SC 1911 Heiligenstadt – SpVgg Geratal 0:1 (0:1)

(Kda) Souveräner als es das Ergebnis erscheinen lassen mag, löste die Spielvereinigung die Partie auf dem Heiligenstädter Kunstrasenplatz. Nicht nur deshalb, weil sie den Platzherren kaum Gestaltungsmöglichkeiten erlaubte – nach der schnellen Führung kontrollierten sie bis zur 60. Minute gänzlichst das Spiel, nach der 70. wieder, sondern weil sie auch, im Gegensatz zu den Vorwochen, aus einem sehr präsenten Mittelfeld heraus für mehr Torgefahr sorgten.
Das Spiel begann nach dem Geschmack der Gerataler – frühe Führung!
Einen Abschlag Kott`s verlängerte Thorwarth mit dem Kopf nach halblinks in den Lauf von Hartung, der ging noch zwei, drei Schritte und knallte den Ball aus 10 Metern rechts oben ins Tor (5.). Immer wieder aus einer sicheren Abwehr, die den Gegner absolut kontrollierte, angetrieben (Wollenschläger, Brandl) wurden vor allem über Thorwarth Angriffe eingeleitet, die nur knapp am Erfolg scheiterten (Hartung (23.), Heyer (25.) oder Thorwarth selbst (42.).
Im sicheren Gefühl, aus der Führung heraus hier nichts “anbrennen” zu lassen, wechselte man die Seiten und gestaltete die erste Viertelstunde ähnlich souverän. Thorwarth aus Nahdistanz (49.) und Wollenschläger mit einem Distanzschuss (51.) setzten Akzente. Doch das Auslassen der Chancen schien die Platzherren zu beflügeln, denn zwischen der 60. und 70. Minute hatten die Mannen um Brandl und Dobrocki plötzlich mehr zu tun, ohne dass sich nun Kott ernsthaft hätte bemühen müssen. Freilich war auch ein bisschen Glück dabei, dass aus einem allgemeinen Gestochere nahe des Strafstoßpunktes sich nichts nennenswertes entwickelte (65.), den einzig richtigen Torschuss setzten die Heiligenstädter erst in der 82. Minute. Mit einem Zuspiel von Wollenschläger auf Linke (74.) und dessen Schussversuch wurde den Hausherren signalisiert, dass man ab jetzt gewillt sei, wieder das Zepter zu schwingen. Die größte Chance auf das zweite Tor und damit den Sieg sicher zu machen, hatte kurz vor Ende Hatzky, der einen Grundlinienpass auf Heyer und dessen Rückpass an die Strafraumgrenze direkt abschloss, wobei der Gastgebertorwart sein Können unter Beweis stellen musste, in dem er den Ball aus dem linken Winkel kratzte (88.).

Aufstellung:
1. SC 1911 Heiligenstadt: Sternadel, Eib, Kränzel, Papst (70. Cvitanovic), Basdekis, Werner, Launert (45. Weber), Peric, Lerch, Jakob, Möhlhenrich
SpVgg Geratal: Kott, Dobrocki, Ben Achour (68. Hatzky), Bärwinkel, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Rinn, Thorwarth, Hartung (59. Linke), Braunschweig

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Stegmann (Eisenach)

Torfolge: 0:1 Hartung (5.)