Kreisliga 17. Spieltag

SpVgg Geratal II – FSV Martinroda II 1:0 (1:0)
Das herrliche Frühlingswetter und das Lokalderby lockte viele Zuschauer in den Geraberger Sportpark. Diese sahen ein intensives Spiel mit verdientem Ausgang, legt man die Chancen zugrunde. Das Schiedsrichtergespann hatte keine leichte Aufgabe, hätte bei rechtzeitigerem konsequenten Eingreifen vermutlich einige strittige Szenen verhindern können (lediglich eine Verwarnung). Die Gäste beeindruckten durch ihr körperbetontes, teilweise sehr hart und grenzwertig geführtes Spiel die Gerataler. Ausdruck dessen waren zwei verletzungsbedingte Wechsel auf Seiten der Heimmannschaft und weitere angeschlagene Spieler.
Das Spiel begann zerfahren, die ersten zehn Minuten mussten sich die Akteure erst einmal finden. Das zeigte sich z.B. als Linke mit einem langen Pass angespielt wurde, Martinrodas Torhüter Nimmow gedanklich auch noch nicht recht anwesend war, doch letztlich einen frühen Treffer verhindern konnte (2.). Die Gäste versteckten sich nicht, sondern störten früh den Gerataler Spielaufbau. Querpässe in der Abwehr, Rückspiele auf den Torwart und dann weite Bälle nach vorn prägten über einige Zeit das Spiel der Gastgeber. Ein solcher Pass erreichte Welsch, der aus spitzem Winkel den Torwart anschoss, der abprallende Ball wurde nochmals von Nimmow pariert, doch dann stand der wieder sehr gut und engagiert spielende Breitling goldrichtig und schob aus fünf Metern den Ball über die Torlinie (1:0, 18.). Weitere Möglichkeiten ähnlicher Art, wieder scheiterte Welsch an Nimmow und diesmal im Nachschuss auch Breitling, konnten nicht verwertet werden (22.). Auf der Gegenseite meldete sich Baranowski mit einem Weitschuss, der jedoch über das Ziel ging (25.). Torjäger Baranowski war bei Yurolmaz in guten und sicheren Händen, ließ aber einige Male seine durchaus noch vorhandenen Qualitäten aufblitzen, ohne jedoch Trefflich im Gerataler Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Eine weitere Chance bot sich, als Priefer ein scharfes Anspiel überlegt passieren lies, so dass Möller außen freie Bahn hatte und nach innen zog, aber sein flacher Anschluss zischte knapp am langen Pfosten vorbei (31.). Dann wurde Sterzing doch noch verwarnt, da der Schiedsrichter dessen häufiges Foulspiel nicht mehr ignorieren konnte (39.). Eine Martinrodaer Möglichkeit ergab sich, als ein Gästespieler aus der eigenen Hälfte mit dem Ball am Fuss startete, nicht angegriffen wurde und bis in den Gerataler Strafraum durchstartete, dann aber verließ ihn der Mut und anstatt selbst abzuschließen versuchte er ein Querabspiel auf seinen Mitspieler, der in Bedrängnis nicht traf (43.).
Für die 2.Halbzeit hatten sich die Martinrodaer einiges vorgenommen. Sie drängten die Gastgeber in ihre Hälfte und bestimmten zeitweilig das Spiel. Baranowski drehte sich unter Bedrängnis drei Mal um seine Achse, so dass den Gegenspielern schwindlig wurde, schoss aber dann über das Tor (52.). Welsch erlief sich wieder einen Pass in die Tiefe, flankte nach innen, aber Nimmow war vor Linke zur Stelle (55.). Eine weitere Möglichkeit ergab sich für die Gäste, als ein Eckball knapp vor das Tor geschlagen wurde, ein Mitspieler noch mit dem Fuss zur Stelle war, aber der Ball nur über die Torauslinie rollte (60.). Die Gerataler hatten jetzt Schwerstarbeit in der Verteidigung zu verrichten. Nach vorn ging wenig. Sie zeigten sich vom Martinrodaer Pressing und Kampf beeindruckt. Es gelang ihnen allerdings, diese Phase zu überstehen und die letzten Spielminuten wieder zu bestimmen. Welschs Torschuss aus aussichtsreicher Position war zu schwach, um Nimmow zu gefährden (78.). Linke setzte sich schön durch, sein Heber ging jedoch über den herausstürzenden Torwart und das Gehäuse (84.). Welsch traf erneut nicht, als er allein auf und davon war (86.) und auch Bulkos Möglichkeit brachte nur einen ungenutzten Eckball ein (88.).
SpVgg Geratal II: Trefflich, Yurolmaz, Dobschanetzki (14. Barchewitz), Seeber, Breitling, Behr, Möller, Priefer (66. Bulko), Eberling, Linke, Welsch
FSV Martinroda II: Nimmow, Kalinowski, Melchert, Schupp, Bode (81. Mahmoud), Schneider, Wolf, Berlt, Baranowski, Sterzing, Koch (76. Elle)
Tor: 1:0 Breitling (18.)
Schiedsrichter: Hochhaus (Griesheim)
Zuschauer: 150