Verbandsliga, 24. Spieltag

BSV Eintracht Sondershausen – SpVgg Geratal 2:1 (0:0)

(Kda) Nach Wochen erfolgreichen Spielens mit der Galavorstellung am vorigen Wochenende gegen Dachwig muss man den Geratalern auch mal ein nicht so gelungenes Auftreten zugestehen. Dies um so nachsichtiger wenn man die Entwicklung der zur Verfügung stehenden Spielerzahl betrachtet. In Sondershausen fehlten nun auch noch Dobrocki (höchst erfreuliche private Verhinderung), Heyer (Krankheit) und Ben Achour (Sperre), sodass die Wechselbank außer dem Trainer leer blieb, er eigentlich gar nicht personell in das Spiel eingreifen konnte und was noch gravierender war, alle Mannschaftsteile entscheidend zur Vorwoche verändern musste. Heraus kam ein nahezu niveaufreies Spiel, da die Sondershäuser nicht von ungefähr in der Abstiegsregion stehen, konnten die Gäste mit geringsten Mitteln bis auf die letzten zehn Spielminuten das Spiel bestimmen. Leider passte sich der Schiedsrichter dem Charakter des Spieles an, niveauarm, aber dennoch entscheidend in das Gerataler Spiel eingreifend und sich auf dem Feld selbst darstellend. Irgendwie hat alles an diesem Tag “gepasst”!
Die ersten zwanzig Spielminuten verliefen äußerst unruhig. Die Gerataler versuchten sich in den einzelnen Mannschaftsteilen zu finden, die Gastgeber Druck aufzubauen. Mehr als zwei, drei Möglichkeiten gab es aber auch danach nicht. Hatzky hatte in der 20. Minute nach einer Ecke aus Nahdistanz die Chance, schien aber von dem durchflutschenden Ball überrascht und jagte ihn über das Tor, setzte in der 24. Minute noch aus 20 Meter einen Flachschuss knapp neben das Tor. Thorwarth, der über das gesamte Spiel hinweg als Ballverteiler im Angriff operierte und auch in der Defensive seinen Kopf hinhielt, versuchte es in der 31. Minute über die linke Seite, der Schuss ging knapp rechts am Pfosten vorbei. Kott musste zwischendurch eine straffen Caspar-Schuss fausten, bezeichnenderweise schlug ein Sondershäuser beim möglich gewordenen Nachschuss über den Ball. Bis auf zwei Episoden des Schiedsrichters, die belegen, was an diesem Tag “angesagt” war, war`s das in der ersten Hälfte. Brandl bekam für ein sauberes Tackling an der Seitenlinie Gelb, war damit im weiteren Verlauf des Spiels als Innenverteidiger arg gehandicapt. Für Nowak hatte er für ein Ballwegschlagen nach Freistoßpfiff ein paar warme Worte und für ein anschließendes taktisches Foul im Mittelfeld nichts übrig.
Auch in der zweiten Hälfte war die Spielvereinigung bestimmend. Man merkte aber schon, dass die Abstimmung in den Reihen nicht so richtig funktionierte. Was fehlte war der energische Zug zum Tor, der unabdingbare letzte Kick. Hatzky hatte mehrere Möglichkeiten, die er selbst hätte nutzen müssen. Seine gut gemeinten Abspiele auf die Mitspieler machten die Situation nicht besser und brachten diese oft in Verlegenheit. Die drei Punkte dennoch mit auf die Heimreise nehmen wollend, wurden die Gerataler ab der 80. Minute offensiver, vernachlässigten leider (wie im Vorjahr) kurz die Defensive. Zwar kam es zu einer Powerplay-Situation vor dem gegnerischen Tor mit einem Handspiel eines Sondershäusers, die der Schiedsrichter bei seiner Art der Bewertung an diesem Tag folgerichtig auch nicht sah, aber der daraus resultierende Konter saß (80., Goppold). Als kurz darauf eine ähnliche Situation durch Rothe (81.) zum nächsten Sondershäuser Treffer führte, schien das Spiel entschieden. Den Gerataler Anschlusstreffer (91., Braunschweig) konnte der Schieri nicht verhindern, zu offensichtlich war das Foul kurz vor der Strafraumgrenze und der Freistoß zu platziert über die Mauer geschlagen, einen eventuellen Ausgleich schon, in dem er nur 2 Minuten Nachspielzeit nach einer von Behandlungen, Wechsel, Tore geprägten Spielhälfte gewährte und als Krönung einen über das Fangnetz gesprungenen Ball nicht durch einen anderen ersetzen ließ, sondern wartete bis dieser “aus der Stadt” geholt war.

Aufstellung:
Sondershausen: Greschke, Treuse (30. Kellermann), Bertram, Caspar, Goppold (88. Hölzer), Kraft, John, Nowak, Kukacka, Rothe, Kopf
SpVgg Geratal: Kott, Maleße (83. Huck), Behr, Hatzky, Bärwinkel, Wollenschläger, Brandl, Rinn, Thorwarth, Eberling, Braunschweig

Schiedsrichter: Raue (Jena)

Zuschauer: 120

Torfolge: 1:0 Goppold (80.), 2:0 Rothe (81.), 2:1 Braunschweig (91.)