Verbandsliga, 14. Spieltag

Glücksbrunn Schweina – SpVgg Geratal 1:2 (1:1)

(Kda) Die mehrfach verlegte Partie aus der Hinrunde zwischen dem Tabellenvierten und -dritten wurde dem Ruf gerecht. Zwar nicht so technisch versiert wie vor Wochen gegen Dachwig – war bei den Platzverhältnissen gar nicht möglich – aber dennoch kampfbetont – dabei immer im Rahmen des FairPlay – und hoch dramatisch bot diese Partie den 400 Zuschauern Spannung bis zur letzten Minute. Dass die Spielvereinigung das bessere Ende für sich verbuchen konnte, ist zwar teils ob der letzten Viertelstunde dem Glück und dem Unvermögen der Schweinaer zu danken, zu größerem Teil aber Maximilian Kott, der nicht nur Kopf und Hüfte riskierte sondern mit zwei, drei sensationellen Paraden die drei Punkte bis zum Schluss festhielt.
Geratal beherrschte von Beginn an die Partie. Bis zum Gegentor rannten sie mit langen Bällen gegen das Schweinaer Bollwerk an, die, so schien es, zum einen sehr viel Respekt zu haben schienen, aber auch ständig im Spielaufbau gestört und zu ungenauen Abspielen gezwungen wurden. Nach einem solch langen Anspiel behauptete Heyer im rechten Teil des Strafraums den Ball, spielte einen Rückpass auf den nach innen eingerückten Bärwinkel und selbiger versenkte den Ball neben den rechten Pfosten (36.). Doch schon drei Minuten später war der zahlenmäßige Vorsprung dahin. Kott faustete eine Ecke zentral ab, zwei Gerataler verließen sich auf Höhe der Strafraumgrenze aufeinander, der Schweinaer Grob war Nutznießer und marschierte Richtung Tor wo ihn beim Versuch zu klären, Brandl am Bein erwischte. Den berechtigten Foulelfmeter verwandelte Schellenberg sicher (39.).
Auch nach der Pause waren die Gäste zunächst dominant. Sie krönten dies mit der erneuten Führung durch Thorwarth (68.), der nach einem schnell ausgeführten Einwurf Eberlings per Körpertäuschung an seinem Bewacher vorbeizog und von links am Torwart vorbei rechts unten traf. Danach erhöhten die Platzherren merklich den Druck. Zunächst jagte Schellenberg eine „Granate“ aus 18 Meter auf Kott (77.), in der79. Minute lenkte Kott noch den Ball an die Unterkante der Latte und den abspringenden Ball nach Nachschuss noch zur Ecke, wobei er sich eine Verletzung zuzog, die ihn fürderhin keinen Schuss mehr machen ließ. Noch einmal reagierte er in ganz großem Stil gegen den frei auf das Tor marschierenden Grabow. Für Beruhigung hätte Thorwarth nach Pass von Hatzky sorgen können, aber auch er jagte den Ball an die Unterkante der Latte (84.). Der Rest war nur noch durchhalten. Auf der letzten „Rille“ kriechend – auch personell, denn Seeber und Hatzky mussten verletzungsbedingt und Wollenschläger gesundheitlich gewechselt werden, – retteten sich die Gäste über die Nachspielzeit.

Aufstellung:
Glücksbringer Schweina: Hey, Schmidt (72. Franke), Fischer, Harnack, Drommel, Grob, Kolk, Herger (91. Kley), Arnold, Schellenberg, Pohl (69. Grabow)
SpVgg Geratal: Kott, Maleße, Seeber (65. Hatzky, 85. Welsch), Behr, Brandl, Eberling, Wollenschläger (74. Ben Achour), Bärwinkel, Braunschweig, Thorwarth, Heyer

Zuschauer: 400

Schiedsrichter: Lorenzens (Erfurt)

Torfolge: 0:1 Bärwinkel (36.), 1:1 Schellenberg (39., FE), 1:2 Thorwarth (68.)