Verbandsliga, 1. Spieltag

SpVgg Geratal – 1. SC 1911 Heiligenstadt 4:2 (1:1)

(Kda) Für die Umstände im Vorfeld dieses ersten Saisonspiel war das Auftaktspiel der Gerataler gar nicht so schlecht. Zwar offenbarten sie in der Defensive und im schnellen Spielaufbau noch unübersehbar Defizite, zeigten aber im Unterschied zu den Gästen eine hohe Effektivität in der Chancenverwertung und das gab schließlich den Ausschlag für diesen Sieg. Ob nun verdient oder nicht, danach fragt am Ende keiner! Erstmals mit annähernd der Formation spielend (nur Behr, Bärwinkel und Maleße fehlten noch), die Trainer Huck vorschwebt, zeigte sich, dass in der Defensive vor allem ein kopfballstarker Mann (Behr) fehlte, beide Gästetore fielen aus Eckbällen heraus, und dass Schmidt mit der notgedrungenen Bindung in der Kette für den Spielaufbau zu wenig leisten kann. Nach vorne funktionierte das Spiel wenn es schnell und variabel mit Diagonal- oder Doppelpässen vorgetragen wurde schon ordentlich, vor allem Kühne brachte hier zum Ende des Spiels viel Belebung.
Die erste Viertelstunde beherrschten die Einheimischen den Gegner. Braunschweig (7.),Thorwarth (8., Kopfball) und letztlich die Führung durch Braunschweig (14., eine Flanke von links flutschte an Freund und Feind vorbei ins kurze Eck) ließen dann wohl etwas Lethargie bei den Geratalern aufkommen. Die Gästen konnten sich befreien, und nicht nur der Ballverlust durch Braunschweig im Mittelfeld, der Kott zu einer Rettungstat forderte (37.), aus der schlussendlich nach Ecke der Gäste auch der Ausgleich durch Peric führte (38.), zeigten dies. Wohl durch eine entsprechende Ansprache des Trainers in der Pause besannen sich die Platzbesitzer und machten wieder Druck. Über einen Doppelpass brachte sich Wollenschläger in Position, fasste sich ein Herz, umkurvte mehrere Abwehrspieler und letztlich den Torwart und erzielte kurz nach der Pause (47.) die erneute Führung. Es hätte nun ein geruhsamer Nachmittag werden können. Die eine oder andere Chance gab es zwar für die Gerataler (59., 69. Thorwarth) doch durch Ballverluste im Spielaufbau und Abstimmungsprobleme verschaffte man den Gästen immer wieder Chancen. Mehrfach rettete Kott in Eins-Zu-Eins-Situationen die Führung, gegen den Ausgleich durch Peric (82., wieder nach einer Ecke) konnte auch er nichts machen. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften machte an diesem Tag die nahezu gnadenlose Chancenverwertung aus. Während die Gäste ihre weitestgehend nicht nutzen konnten, zeigten Thorwarth und Kühne zum Ende des Spiels, dass Verbandsligaspiele vor allem über die Effektivität entschieden werden. Bei einer Flanke Brandls kreuzen Kühne und Thorwarth im Strafraum die Wege, dies bringt Thorwarth in Position und der „Lange“ lässt sich die Chance nicht entgehen (86.), der starke kämpferische Einsatz Wollenschlägers an der rechten Seitenlinie bringt Hartung in Ballbesitz und der legt nach innen auf Kühne ab – Tor (90.+1). Danach schauen sich die Gäste an – hofften sie doch nach dem späten Ausgleich auf ein Unentschieden!

Aufstellung:
SpVgg Geratal: Kott, Dobrocki, Schmidt, Ben Achour, Wollenschläger, Heyer, Brandl, Seeber (62. Rinn), Seyfferth (69. Hartung), Thorwarth, Braunschweig (56. Kühne)
1. SC 1911 Heiligenstadt: Sternadel, Osmani (86. Schäfer), Drost, Basdekis, Lunert, Peric, Lerch, Thunert, Möhlnerich, Merfert (69. Haberzettel), Lubojanski (75. Werner)

Schiedsrichter: Drößler (Gotha)

Zuschauer: 136

Torfolge: 1:0 Braunschweig (14.), 1:1 Peric (38.), 2:1 Wollenschläger (47.), 2:2 Peric (82.), 3:2 Thorwarth (86.), 4:2 Kühne (90.+1)