Kreispokal 2016/17, 2.Hauptrunde

Kreispokal FSV Gräfenroda – SpVgg Geratal II 10:9 (2:2)
Die Pokalauslosung hielt, was sie versprach: Derby, 2 Strafstöße, 1 Feldverweis, Verlängerung, Elfmeterschießen, verlängertes Elfmeterschießen. Da gab es etwas für den Eintritt zu sehen.
Geratal bestimmte über Ballbesitz und besonnenes Aufbauspiel anfangs die Partie. Die Gastgeber standen hoch und versuchten damit, die Spielzüge der Gäste zu unterbinden. Als Gräfenroda mal den Ball abfing und Reimann vor dem Gerataler Strafraum nicht angegriffen wurde, fasste der sich ein Herz und stellte seine Torjäger- und technischen Qualitäten unter Beweis. Mit einem fulminanten Sonntagsschuss aus gut 25 Metern in den rechten oberen Winkel stellte er den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf (1:0, 8.). Dann wieder die SpVgg, die sich nicht beunruhigen ließ, nach vorn jedoch keine zwingende Torchance herausspielen konnte. Eine weitere kuriose Spielsituation führte zum zweiten Gräfenrodaer Treffer. Ein weiter Abschlag von Torwart Fritz wurde von Zentgraf unglücklich mit dem Kopf zum eigenen Tor hin verlängert, Greßler lief durch, beim Pressschlag mit dem herauslaufenden Trefflich kullerte der Ball in Richtung Tor und Greßler vollendete (2:0, 17.).
Überhaupt war Greßler von der Gerataler Verteidigung kaum zu halten und setzte sich mehrfach gegen seine Widersacher durch, ohne allerdings weiteren „Schaden“ anzurichten. Wenn Geratal mit langen Schlägen seine schnellen Spitzen einsetzte, kam Gefahr auf. Einen Eckball konnte Fritz mit den Fingerspitzen gerade noch so von Hielschers Kopf fernhalten (28.), doch dann setzte der Angreifer sich energisch durch und erzielte den Anschlusstreffer (1:2, 29.). Hielscher und Blümke-Eichhorn rannten gegen zwei Verteidiger an, brachten das Spielgerät aber auch nicht im dritten Versuch ins Tor (35.). Blümke-Eichhorn war wieder einmal auf und davon und wurde am/im Strafraum von den Beinen geholt. Eine enge Entscheidung, aber der eigentlich gut leitende Schiedsrichter Blasse entschied auf Strafstoß. Den ließ sich Dobschanetzki nicht entgehen (2:2, 40.). Auf der Gegenseite musste Trefflich bei einem Fernschuss von Reuß nochmals sein Können zeigen (45.).
Das intensive Spiel der Gastgeber verlangte im zweiten Umlauf bei der angesagten Hitze seinen Tribut. Die Spielvereinigung spielte dagegen ohne Ausfall routiniert ihren Stil weiter. Bäuerle ragte mit seinem Einsatz und Zweikampfverhalten heraus. Verstärkt wurden jetzt die Spitzen geschickt. Linke spurtete über links bis zur Grundlinie, alles wartete auf die Hereingabe, doch er versuchte frech den Abschluß ins kurze Eck, allerdings knapp daneben (50.). Wieder eine gefährliche Situation, als Reimann zum Freistoß zentral in 25 Metern Entfernung antrat. Platziert scharf geschossen, war Trefflich unten und lenkte den Ball um den Pfosten (62.). Dann gingen die Gäste in Front. Welsch setzte sich an der Strafraumgrenze durch, sein Abschluss wurde abgefälscht und senkte sich über den vermutlich noch von der Sonne geblendeten Fritz von der Lattenunterkante ins Tor (2:3, 65.). Möglicherweise wollte der Schieri seine Elfmeterentscheidung aus der ersten Halbzeit relativieren, denn er gab einen solchen nach einem Zweikampf im Strafraum auch für die Gastgeber 3:3, 77.). Während Geratal die Entscheidung noch in der regulären Spielzeit erzwingen wollte, warteten die Gastgeber, nur noch verteidigend, auf den vorläufigen Abpfiff. Einen Spielzug über Hofmann und Dobschanetzki schloss Breitling mit dem Kopf knapp neben das Tor ab (88.). St. Möller traf nur den Pfosten. Beim Abpraller stand Hielscher danach im Abseits (90.) 
Die Verlängerung verlief wie die letzten Minuten der regulären Spielzeit. Gräfenroda verteidigte nur noch und hoffte auf das Elfmeterschießen, während die Gäste weiter anrannten. Fritz zeigte beim Kopfstoß von Hielscher nach Zuspiel von Hofmann eine Klasse-Parade (100.). Dobschanetzki nahm einen Abschlag Trefflichs auf, verfehlte das Tor um Zentimeter (108.). Wieder vereitelte Fritz einen Rückstand beim Abschluss Hofmanns (114.) und auch der Freistoß St.Möllers als Folge der Gelb-Roten Karte für Faulstich touchierte nur die Lattenoberkante (117.). 
Nun also doch Schießen vom Strafstoßpunkt. Gräfenroda begann. Nach Treffern schoß Seyfferth übers Tor und im weiteren Verlauf hält Trefflich den Schuss von Reuß. Wieder Ausgeglichenheit. So kam es auch hier zur Verlängerung. Als dritter Zusatz-Schütze schoss Räthlein links daneben und der folgende, Hielscher, machte den Sack endgültig zu.
FSV Gräfenroda: Fritz, Reimann, Ewald, Faulstich, Fischer (111. J.Hippe), Räthlein, Lasse (77.Lübke), Gressler, Wolf, Reuß, Reimann (120. S.Hippe)
SpVgg Geratal II: Trefflich, Behr, Zentgraf, Dobschanetzki, Seyfferth, Bäuerle (88.Hofmann), Welsch (65.St.Möller), Hielscher, Linke, Blümke-Eichhorn (58. Grill), Breitling
Tore: 1:0, 3:3 Reimann (8., 77.FE), 2:0 Greßler (17.), 2:1 Hielscher (29.), 2:2 Dobschanetzki (40.FE), 2:3 Welsch (65.), 
Elfmeterschießen: Ewald, Dobschanetzki, Reimann, Seyfferth -, Hippe, Trefflich, Wolf, St.Möller, Reuß -, Hofmann, Greßler, Breitling, Hippe, Behr, Räthlein -, Hielscher
Schiedsrichter: Blasse
Zuschauer: 151