Verbandsliga, 2. Spieltag

FSV Wacker Nordhausen 2 – SpVgg Geratal 0:2 (0:0)

(Kda) Mit dem völlig verdienten Sieg beim Tabellenzweiten im Nachholspiel ist die Spielvereinigung nicht nur Dritter, punktgleich mit eben den Gastgebern, sondern auch immer noch in dieser Serie nach acht Punktspielen ungeschlagen. Auch wenn das Ergebnis etwas dürftig erscheint – aus dem Spiel heraus tun sich die Thorwarth und Co. immer noch sehr schwer, einen Treffer zu erzielen – führten die Gäste über die gesamten 90 Minuten den Nachweis, selbst gegen höherwertig einzuschätzende Gegner das Spiel zu bestimmen. Mit einer kontrollierten Defensive, neben den angestammten und gewohnt sicher agierenden Brandl, Dobrocki und Behr agierte Seyfferth sehr souverän, und selbst nach dem zeitigen Ausfall Wollenschlägers operierte die Fünferkette so, dass den Einheimischen im Prinzip nicht ein ernsthafter Angriff im gesamten Spiel gelang. Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann die Chancenausnutzung. Das Spiel hätte gut und gerne auch 4 oder gar 5 zu 0 ausgehen können. In der 31. Minute köpfte Thorwarth nach einem Eckball von rechts (Schmidt) aus Nahdistanz völlig frei stehend den Ball am Tor vorbei. Das hätte in der ersten Halbzeit, in der sich ansonsten beide Mannschaften neutralisierten, die Führung sein müssen. Ein eher mäßiger Schussversuch Braunschweigs aus 20 Meter wurde in der 53. Minute durch einen Nordhäuser Abwehrspieler so abgefälscht, dass der Ball für den Torwart unerreichbar neben den entlegenen Pfosten trudelte. War diese Führung vielleicht noch etwas glücklich, mit zahlreichen weiteren Chancen unterstrichen die Huck- Schützlinge aber deren Verdienst. In der 59. Minute konnte Maleße nur noch in allerletzter Sekunde durch einen Verteidiger nach Flanke von rechts am Torschuss gehindert werden, Throwarth brachte in der 67. Minute einen an ihm verwirkten Foulelfmeter nicht im Kasten unter und haderte ein weiteres Mal mit sich, als er mit einem erfolgreichen Solo von rechts in den Strafraum eindringend, nur den Torwart anschoss (76.). Auch Heyer traf kurz darauf aussichtsreich nur Bertram. So blieb bis zu Schmidts Freistoßtor in der 86. Minute die Angst vor dem alten Spruch: „Wenn du die Dinger vorne nicht machst, rächt sich das hinten“. Aus 20 Metern, leicht rechte Position brachte er den Ball über die Mauer so in die entlegene Torwartecke, dass der Ball von der Lattenunterkante auf der Linie aufschlug und von dort hinter der Latte ins Netz sprang. Sensationell!

Aufstellung:
FSV Wacker Nordhausen 2: Bertram, Bildirici, Nennhuber, Schwerdt, Vopel, Liese, Ernst, Halilic, Mueller, Mogge, Thelemann (79. Schneider)
SpVgg Geratal: Kott, Maleße (78. Seeber), Behr, Dobrocki, Schmidt, Wollenschläger (11. Kühne), Heyer, Brandl, Seyfferth, Thorwarth, Braunschweig (85. Hartung)

Zuschauer: 90

Schiedsrichter: Stegmann (Eisenach)

Torfolge: 0:1 Braunschweig (53.), 0:2 Schmidt (86.)