Kreispokal 2016/17, Viertelfinale

SpVgg Geratal II – SC 1903 Weimar II 3:1 (1:0)
Leider lockte das Wetter nicht mehr Zuschauer in den Geraberger Sportpark. Die Hartgesottenen sahen nämlich ein Pokalspiel, dass der Kreisoberliga würdig war. Die Spielpartner boten ein rassiges, technisch hochwertiges und lange Zeit offenes Match in dem der Tabellenzweite, Weimar, feldüberlegen agierte und das Mittelfeld kontrollierte während die Gastgeber meist mit langen Bällen auf ihre schnellen Spitzen Hielscher und Blümke-Eichhorn, unterstützt durch Kühne, ihre Chancen sahen. Auf beiden Seiten standen die Abwehrreihen sicher, besonders hohe Bälle gewannen die groß gewachsenen Weimarer. Bei den Gastgebern stachen aus einer hervorhebenswerten geschlossenen Mannschaftsleistung Barchewitz als letzter Mann und Kellner, davor spielend, heraus. Stinka setzte mit seinem Fernschuss knapp über das Toreck gleich einmal einen Akzent (4.). Das war es jedoch schon mit der unmittelbaren Torgefährlichkeit der Gäste in der ersten Halbzeit. Die Gerataler hielten mit einem Schuss aus spitzem Winkel, auch knapp neben den Pfosten (8.), und dem Abschluss des wieder unermüdlich arbeitenden Bäuerle (10.) dagegen. Der Führungstreffer wurde herausgekämpft. Ein Weimarer Einwurf in deren Hälfte wurde abgefangen, Yurolmaz bediente Kühne, der zentral durch mehrere Beine ins Ziel traf (1:0, 32.). Danach spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab. Die durchaus im Ansatz ansehentlichen Angriffsbemühungen der Gäste, sie trieben die Bälle gekonnt in den eigenen Reihen nach vorn, wurden mit kämpferischem Aufwand von der vielbeinigen Gerataler Abwehr auf Distanz vom Tor gehalten. Barchewitz dirigierte seine Nebenleute lautstark und effektiv. Weimar war mehr am Ball und feldüberlegen, konnte die sich taktisch diszipliniert in die eigene Hälfte zurückziehenden Gastgeber aber nicht überraschen. 
Nach dem Pausentee setzte zunächst Geratal einen schnellen Konter, doch Weimars Torwart Feuerstein war bei Kühnes Abschluss gerade noch so mit der Fussspitze dran (55.). Die Gäste verstärkten ihren Angriffsdruck, konnten durch Bißelik jeweils mit dem Kopf im Strafraum nach Eckbällen von Calenius ihre Möglichkeiten noch nicht nutzen (59., 63.). Obwohl gegenüber Kellner den Ball nur noch mit der “Pike” spielen konnte, wurde er gefährlich (65.). Trotzdem war in dieser Spielphase zu merken, dass die Gäste mit aller Macht den Ausgleich und die Entscheidung suchten. Eckbälle und Einwürfe in Strafraumhöhe in Folge musste Geratal überstehen. Dann reagierte die Heimabwehr einschließlich Torwart nicht, Barchewitz machte, allerdings ohne Schiedsrichterspruch, geltend, dass er am Trikot festgehalten wurde, und im Gedränge beförderte Ogrissek den Ball ins Tor (1:1, 67.). Die Männer des Geratals waren nur kurz verunsichert, gaben dann aber die richtige Antwort. Binnen zwei Minuten entschieden sie das Match. Der zur Halbzeit eingewechselte Welsch bediente Hielscher auf außen, von dem kam der Ball zurück zur Mitte und Welsch machte sein Tor (2:1, 75.). Als sich Hielscher beim Anrennen im Strafraum gegen seinen Gegenspieler behauptete, machte er “den Sack zu” (3:1, 77.). Ogrissek hatte mit seinem Kopfball noch eine Möglichkeit zur Resultatsverbesserung (82.), doch die Gerataler Abwehr hielt gegen die bis zum Schluss kämpfenden Gäste.
SpVgg Geratal II: Ph.Möller, Barchewitz, Dobschanetzki, Yurolmaz, Kellner, Kühne, Breitling, Bäuerle, Hielscher, Ostermann (85. Siegfried), Blümke-Eichhorn (46. Welsch) 
SC 1903 Weimar II: Feuerstein, Sengupta, Wezel, Calenius, Marwege, Bißelik, Zeitz (46.Börmel), Stinka (51.Märtin, 78. Don Ryu)), Laue, Kuschmerz, Ogrissek
Tore: 1:0 Kühne (32.), 1:1 Ogrissek (67.), 2:1 Welsch (75.), 3:1 Hielscher (77.)
Schiedsrichter: Fuhrmann (Arnstadt)
Zuschauer: 30