Verbandsliga, 19. Spieltag

WSV Wacker 03 Gotha – SpVgg Geratal 1:2 (1:2)
(kda) Auch wenn souverän anders aussieht, der Sieg in Gotha war völlig verdient. Die Gothaer waren über das Spiel verteilt ganze dreimal vor dem Kott- Tor, wobei diese wenigen Chancen alle hochkarätig waren. Zweimal musste Kott in höchster Not retten, die dritte war der Ausgleichstreffer. Geratal beraubte sich wieder selbst der Ruhe und damit der Möglichkeit, souverän das Spiel nach Hause zu bringen, indem sie es nicht vermochten, ihre in Vielzahl vorhandenen Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Und so musste sich dem Ende der Nachspielzeit entgegen gezittert werden. Was zählt sind die 3 Punkte bei einem Gegner, der vor 14 Tagen den Tabellenzweiten Heiligenstadt bezwang, und auf einem sehr schwierig zu bespielenden Kunstrasen. Die Ruhe hätte schon nach 30 Sekunden Kühne in das Spiel bringen können als er nach einem Pass Mantliks allein auf den Gothaer Torwart zulief. Doch weder er, wie auch später Wollenschlägers Distanzschuss (9.), Thorwarth, in der 24. Minute auch allein in Richtung Tor unterwegs, Brandl´s verirrte Flanke, die am langen Pfosten fast für ein Gothaer Eigentor sorgte (32.), noch Behr mit einem Versuch in der 36. Minute könnten ein Tor erzielen. Und hätte nicht Kott in der 3. Minute Kopf und Kragen riskiert, wäre man noch nicht einmal torlos in die Kabine gegangen. Unter tatkräftiger Unterstützung des gegnerischen Torwarts fiel dann doch relativ schnell in der 2. Halbzeit der Gerataler Führungstreffer. Schmidt schlug einen Freistoß aus rechter Position, jeweils 5 Meter vor der Grund- und Strafraumlinie entfernt am Torwart vorbei ins lange Eck (52.). Doch die Freude darüber währte nicht lange. Schon 4 Minuten später nutzten die Gastgeber ihre 2. Chance zum Ausgleich. Ein bereits eroberter Ball konnte in Höhe der linken Strafraumecke nicht abgeklärt genug behauptet werden, ging verloren, nach mehreren hektischen Abwehrversuchen kam Rajkowski an der rechten Strafraumecke in Ballbesitz und knallte den Ball neben den linken Pfosten ins Tor. Zum Glück reagierte Kott in der 68. Minute mit einem tollen Reflex nach Kopfball und führte der einzig wirklich souverän heraus gespielte Spielzug über Mantlik nach rechts zu Möller und dessen gezielter Querpass durch den Gothaer Strafraum auf Thorwarth zum zweiten Gerataler Treffer (70.), sonst wäre man mit nur einem Punkte oder gar keinen nach Hause gefahren, denn auch die letzte Chance (83.) verdattelte Thorwarth.Das Problem der Chancenverwertung zieht sich ja wie ein roter Faden durch die gesamte Saison – und bedarf schnellstmöglich einer Abstellung, will man Anschluss nach vorne in der Tabelle halten!
Aufstellung:FSV Wacker 03 Gotha: Apitius, Stein, Holland-Moritz, Hatzky, Doebereiner (67. Etzoldt), Bonsack, Meisel, Rajkowski (75. Gottwald), Zickler, Bernecker (46. Müller)
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Dobrocki, Schmidt, Wollenschläger, Brandl,  Thorwarth, Kühne (68. Möller), Bischof, Mantlik, ParadiesSchiedsrichter: Bartnitzki
Zuschauer: 135
Torfolge: 0:1 Schmidt (52.), 1:1 Rajkowski (56.), 1:2 Thorwarth (70.)