Verbandsliga 9.Spieltag

SpVgg Geratal – SV Schott Jena 0:1 (0:0) Das ist Fußball. Gekämpft bis zum Umfallen und in letzter Minute noch verloren. Das Resultat ist sicher auch der jugendlichen Unerfahrenheit einiger Gerataler Spieler geschuldet, die bis zum Abpfiff für die drei Punkte rackerten, anstatt die durchaus verdiente Punkteteilung übers Ziel zu bringen. Traditionell werden am Geschwendaer Kirmeswochenende die Heimspiele der SpVgg Geratal auf dem “Kickelhähnchen” ausgetragen und da wollten die Gerataler auch ihre Erfolgsserie fortsetzen. Vom Anpfiff an drängten sie nach vorn und wollten ihrem Spielpartner gleich zeigen, wer hier das Sagen hat. Oliver Priefer mit einem artistischen Fallrückzieher (2.) versuchte ebenso wie einige Andere in den ersten zehn Minuten vergeblich, einen Treffer zu erzielen, obwohl sie Jena in seine Hälfte drängten. Danach befreiten sich die Gäste vom Gerataler Angriffsdruck und kamen besser ins Spiel. Es entwickelte sich eine kämpferische Auseinandersetzung in der der Schiedsrichter nicht mit Verwarnungen geizte. Schott beschäftigte zunehmend die Heim-Verteidigung, war im Abschluß aber zu ungenau. Bemerkenswert: Nach einem Freistoß gewann Oliver John das Kopfballduell gegen den sprungstarken David Thorwarth, doch das Geschoß verfehlte das Ziel (13.). Gegenüber zog Justin Weidlich mal ab, doch Alex Glaser im Gästetor war unten (18.). Nach einer halben Stunde dann ein Zweikampf, in dem Tony Braunschweig verwickelt war, der zuvor schon Gelb gesehen hatte. Schiedsrichter Storch wertete dessen Einsteigen anders als die Heimzuschauer und schickte ihn mit Gelb-Rot vom Platz (31.). Den Freistoß aus 22 Metern, übrigens von einer Stelle, von der in den restlichen Spielminuten mehrmals ein Freistoß gegeben wurde, hielt Oliver Gießler sicher. Die personelle Überlegenheit spielte den Gästen in die Karten, die nun eindeutig die Überhand übernahmen. Geratal mußte sich mit allem, was sie hatten, den permanenten Angriffen Jenas erwehren. Es gab kaum Entlastung, da wenig Konstruktives klappte. Der Halbzeitpfiff kam gerade recht, um sich zu sammeln und neu zu positionieren. Doch auch nach der Halbzeitpause bestimmten die Jenaer das Spiel. Die Hausherren setzten ihren Kampfeswillen dagegen und häufig mußte Bastian Bischof und Rick Brandl alles riskieren, um aussichtsreiche Situationen zu entkrampfen. Nur sporadisch gelangten eigene Vorstöße. Der eingewechselte Maxi Heinze schlug eine Flanke vor das gegnerische Tor, doch Torwart Alex Glaser schnappte den Ball David Thorwarth vom Kopf (62.). Danach stellte der Schiedsrichter das Kräfteverhältnis auf dem Platz wieder her, als er den zur Pause eingewechselten Jenaer Thomas Stauch wegen wiederholtem Foulspiel ebenfalls mit Gelb-Rot bedachte (64.). Der folgende Freistoß, von Rick Brandl nach Trick von Bastian Bischof geschlagen, verfehlte den Kasten um Zentimeter (66.). Das wiederum belebte den Angriffswillen der Gastgeber und sie erzielten Gleichwertigkeit im Spielgeschehen. Mo Al-Saeed verzog knapp (66.) und auch der Kopfball David Thorwarths nach Heinze-Ecke ging nicht rein (89.). Geratal wollte in dieser Situation unbedingt den Dreier und drückte die Gäste in ihre Hälfte. Doch dabei agierten sie häufig nicht abgeklärt genug. Besonders ruhende Bälle kamen zu ungenau, ein Zeichen, wie das Spiel an den Kräften gezehrt hatte. Dann passierte das, was im Fußball möglich ist. Schon in der Nachspielzeit, nach einem Eckball der Gastgeber, wurde das Spielgerät nach vorn geschlagen, wo es sich der pfeilschnelle Tom Starke im Mittelfeld schnappte, die weit aufgerückte Heimverteidigung überlief und Torwart Oliver Gießler keine Chance ließ (91.). Schade, eine Punkteteilung wäre dem Spielverlauf angemessener gewesen. SpVgg Geratal: Gießler, Weidlich, Barchewitz (79.Mc.Kellner), Linke (72.Linse), Priefer (59.Heinze), Brandl, Al Saeed, Mt.Kellner, Braunschweig, Bischof, Thorwarth SV Schott Jena: Glaser, Schönfeld, Neugebauer, Arnold, Sturm, Mohammadi (77.Schirmer), Weyd, John, Schöppe (46.Stauch), Hübner, Schilbach (60. Nawrot) Tore: 0:1 Sturm (91.) Schiedsrichter: Storch (Eisenach) Zuschauer: 80