8.Spieltag 1. Kreisklasse West Wachsenburg Haarhausen 2. – SG SpVgg Geratal 2. 4:3 (1:1)

Im Spitzenspiel war der Tabellendritte beim -zweiten zu Gast. Die ersten 15 Minuten gehörten der Spvgg, die mit Ludwig-Alexander Reuß ihren besten Mann auf den Feld hatten. Trotz Oberschenkelproblemen war Nils Bellanger weiter auf Torejagd. Aus dem Nichts kam das 1:0 für Haarhausen. Ein tiefer schneller Ball auf Kühn, Tor (1:0, 17.). Nach dem Tor erhöhten die Gäste den Druck wieder und es zahlte sich aus. Reuß spielte auf Dornheim, der mit einer Traumflanke auf Bellanger, Tor (1:1, 25.). Fünf Minuten später kam es zum ersten Aufreger, der nur geschieht, wenn der Schiedsrichter ohne Linienrichter auskommen muss und sich zu 95% nur an der Mittellinie aufhält. Leihbechers Torschuss aus 20m knallte an die Unterkante der Latte und sprang deutlich hinter die Linie. Die Gäste und deren Zuschauer jubelten, Haarhausen war geschockt und fand sich mit den 2:1 ab. Auf einmal zeigte und rief Schieri Wellendorf „Weiterspielen“. Der Frust war groß bei der Spielvereinigung. Bis zur Pause drückte die Spvgg weiter. Zur Halbzeit sagten sogar die Zuschauer von Haarhausen zum Schiedsrichter: „Da haben wir Glück gehabt, der Ball war drin“.

In der zweiten Halbzeit drückte Haarhausen und wieder traf Wellendorf eine Fehlentscheidung. Geratals Taubert wurde gefoult, aber Haarhausen bekam den Freistoß am 16er zugesprochen. Schölzke ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte direkt in die Torwartecke zum 2:1 (48.). Keeper Schlundt sah dabei nicht gut aus. Die Gastgeber machten weiter Druck. Ein langer Abschlag von Torhüter Loch, der an diesen Tag überragend hielt, auf Kühn, der traf an Schlundt, der weit aus seinen Kasten kam, vorbei ins Tor (3:1, 50.). Jetzt war es ein Spitzenspiel. Die Trainerbank und Auswechselspieler feuerten die Mannschaft an, weckte sie und jetzt ging die Post ab. Ein Ruck ging durch die Gerataler-Mannschaft. Das Tor von Haarhausen stand unter Dauerdruck. In der 70. Minute wurden die Gäste durch ein Tor von Reuß belohnt (3:2, 70.). Der Druck hielt weiter an, doch wieder mussten sie eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters hinnehmen. Hoffmann wurde im 16er von Beyer mit beiden Armen in den Rücken geschlagen und ging zu Boden. Kein Elfmeter, keine Verwarnung, nur Einwurf für Haarhausen. In der turbulenten 77. Minute musste der starke Abwehrspieler Taubert ausgewechselt werden, da er zur Arbeit musste. Nach der Auswechslung fiel das 4:2 durch Apel. Wieder ein langer Ball, der unterschätzt wurde (77.). Aber das war es noch lange nicht! Die Moral und die kämpferische Leistung der Gäste stimmte. Gleich im Gegenzug, Reuß drehte jetzt immer mehr auf, gab es Freistoß für Geratal. Reuß bediente Bellanger, der zum 4:3 traf (77.). Der Dauerdruck der Spvgg hielt an. Loch holte mehrere Schüsse raus und hielt seinen Kasten sauber. In der 92. Minute wird Reuß von Beyer gehalten und zu Fall gebracht. Diesmal pfiff der Schieri Elfmeter. Bellanger schnappte sich den Ball, traf aber leider nur den Pfosten. Das war auch gleichzeitig der Schluss dieses Spitzenspiels.

Bemerkenswert: Nach dem verschossenen Elfmeter gingen alle Gerataler Spieler zu ihrem Torjäger um ihn zu trösten, weil sie genau wussten, dass er in dieser Saison mit seinen nunmehr 14 Toren schon oft die Mannschaft gerettet hat. Es ist in kurzer Zeit eine Super-Mannschaft zusammengewachsen, was keiner gedacht hat.

Wachsenburg Haarhausen 2: Loch, Schölzke, M.Kreuch (75. Jandt), Kaczor, Köditz, Beyer, Apel, Stroisch, Kühn (84. Schulz), Mäuer, F. Kreuch

SG SpVgg Geratal 2: Schlundt, Reuß, Klawitter, D.Zehne, Dornheim (85. Haak), Bellanger, Hoffmann (82. Beyer), Thiem, Leihbecher, Taubert (77. Lange), Schütz (62. Gnäuß)

Tore: 1:0, 3:1 Kühn (17., 50.), 1:1, 4:3 Bellanger (25., 77.), 2:1 Schölzke (48.), 3:2 Reuß (70.), 4:2 Apel (77.).

Schiedsrichter: Wellendorf

Zuschauer: 30