Vorbereitung auf die 2. Spielzeithälfte beendet

Eine Woche vor Beginn der Punktspielzeit 2023 zieht die Trainerschaft der Spielvereinigung Bilanz. Die 1. Mannschaft bereitete sich mit vier Spielen und einem Trainingslager darauf vor. Dieses, diesmal ortsnah in der Biker-Herberge „Alte Lache“ durchgeführt, diente einmal dem Teambuilding und zum anderen der sportlichen Weiterentwicklung. Der zweite Teil, wie auch die folgenden Testspiele, litten unter den winterlichen Bodenverhältnissen. Dadurch waren trotz positiver Ergebnisse die Spiele gegen SV Schott Jena II (1:1) und dem SV 1880 Unterpörlitz (5:1) nur bedingt aussagekräftig. Auch das Match gegen TSV Motor Gispersleben (3:1), auf sehr engem Platz ausgetragen, spiegelte nicht den Entwicklungsstand wider. In allen Spielen konnte wegen teilweise unzureichender Trainingsbeteiligung auch nicht der gewünschte Kader eingesetzt werden. Dafür wurden die in der Winterpause zur Mannschaft gestossenen Spieler erfolgreich integriert.

Zum letzten Test vor dem Nachholespiel am 18.2., 13:30 Uhr, in Scheubengrobsdorf beim TSV Gera-Westvororte, lud sich die SpVgg den Spitzenreiter der Landesliga Bayern Nordwest, vergleichbar mit einer Liga zwischen der einheimischen Landes- und der Oberliga, ein. Die Gäste, bereits mehrfach in unserer Region erfolgreich zu Gast, erwiesen sich als der erwartete anspruchsvolle Gegner. Bemerkenswert die technischen Fähigkeiten der jungen Spieler, deren Ballgewandtheit und hervorragende Passgenauigkeit. Dadurch war das Abendspiel eine echte Herausforderung für die Thüringer. Das Ergebnis geht, vielleicht ein Tor zu hoch, in Ordnung. Die „Vestekicker“ machten von Beginn an das Spiel, die Hausherren zogen sich kompakt in ihre Hälfte zurück und setzten ihrerseits mit schnellen Kontern Nadelstiche. Torwart Kunth machte mehrfach den „Neuer“, indem er durch Herauslaufen im Stile eines Liberos Angriffe abwehrte. Allerdings musste er gleich zu Beginn einen Heber ins Tor lassen, da er zu weit vor seinem Kasten postiert war (0:1, 3.). „Wegen des Flutlichts habe ich den Ball nicht gesehen.“ Torschütze Knie hatte humorlos aus 18 Metern in Richtung Tor abgezogen. Die Gastgeber brauchten eine Viertelstunde, ehe sie sich auf das Coburger Spiel eingestellt hatten. Pfordte setzte Linke in Szene, der jedoch aus 20 Metern freistehend über das Tor ballerte (16.). Dann wurde Thurau geschickt, doch Torwart Krempel war Millisekunden vorher zur Stelle (19.). Ein weiterer schneller Spielzug (Abseits?) brachte Thurau und Linke in Fahrt. Ersterer bediente Letzteren und der netzte ein (1:1, 26.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ein akkurater Pass von der Außenlinie auf den Fuß des Torschützen S.Sener, der sofort in den Strafraum eindrang, brachte den FC wieder in Front (1:2, 29.). Genauso schnell konterte die Spielvereinigung. Ein genauer Pass von Kluge in den Lauf des wieselflinke Linke wurde von diesem mit einem Flachschuß veredelt (2:2, 31.). Die Schlußminuten der 1. Halbzeit gingen wieder an die Gäste. Kunth blieb im Bodenkampf Sieger gegen den frei anlaufenden Kirchner (41.), Karl schirmte den Ball an der Strafraumgrenze gekonnt gegen mehrere Verteidiger ab, zielte aber zu ungenau (44.) und beim Abschluß von S.Sener stand Kunth wieder richtig (45.).

Auch die zweiten fünfundvierzig Minuten verliefen nach dem gleichen Schema. Coburg bestimmte das Spiel, verlagerte es in die gegnerische Hälfte, wo sie die Hausherren massiv erwarteten. Das ging nicht immer gut. Der zur Halbzeit eingewechselte Bradsch im Tor konnte den ersten Schuß noch abwehren, Höhn reagierte am schnellsten und machte den Treffer im Nachschuß (2:3, 56.). Die SpVgg kam dann aber besser ins Spiel. Vor allem Möller wirbelte mehrfach durch das Mittelfeld, so daß auch die Gästeabwehr enger zusammenrücken musste. Schließlich wurde Möller im Strafraum von den Füßen geholt – Strafstoß! Da der etatmäßige Strafstoßschütze Barchewitz fehlte, nahm sich Thurau den Ball, doch Thaci hechtete in die richtige Ecke (80.). Der Schlußpunkt sah beinahe so aus wie der Spielbeginn. Einen schnellen Gegenstoß beendete Mc Cullough mit einem Heber aus 18 Metern (2:4, 88.).

SpVgg Geratal: Kunth (46. Bradsch), Linse, Linke, Thurau, Kluge, Kellner, Möller, Pfordte (74. Wittke), Bischof (60. Glatz), Weidlich, Kuntzsch

FC Coburg: Krempel (46. Thaci), Kirchner (66. Schwarz), Graß (46. Özdemir), Heinze (46. Mc Cullough), Knie (46. Höhn), König, Siller, G.Sener, Dilauro, Carl (46. Rom), S.Sener (66. Dinc)

Tore: 0:1 Knie (3.), 1:1, 2:2 Linke (26., 31.), 1:2 S.Sener (29.), 2:3 Höhn (56.), 2:4 Mc Cullough (88.)

Schiedsrichter: Annemüller

Zuschauer: 50