SpVgg Geratal – ZFC Meuselwitz II 2:2 (1:2)
(kda) Auch wenn in der Wochenendvorschau auf der Internetseite des Thüringer Fußballverbandes ausdrücklich kein „Knallerspiel“ avisiert wurde, das letzte Gerataler Heimspiel der Hinrunde war es! Was beide Mannschaften 90 Minuten lang boten, war hochklassiger, umkämpfter und spannender Fußball. Wobei die Gäste, die dieses Spiel auch personell sehr ernst genommen haben müssen – Bunge und Hajrulla waren aus der Regionalligamannschaft dabei, obwohl die zeitgleich im Thüringenpokal spielte - eher in der ersten Halbzeit, die Gastgeber in der zweiten die Vorherrschaft hatten. Von der ersten Spielminute an machten die Zipsendorfer Druck, ließen die Gastgeber gar nicht zu ihrem gewohnten Spielaufbau kommen. Es brauchte ca. 20 Minuten bis sich die Mannen um Kapitän Wollenschläger darauf einstellten und wie aus dem nichts erzielten sie die Führung. Heyer setzte einem Ball auf links nach, erzwang eine Ecke, zirkelte diese selbst auf Bischof, der am langen Pfosten stehend einköpfte (22.). Doch die Hoffnung, mit dieser Führung das Spiel zu kontrollieren und beruhigen, war nur kurz. Nur zwei Minuten später versprang Heyer bei einer Ballannahme an der Mittellinie der Ball, postwendend kam das diagonale Anspiel auf Pitschel, der aus 25 Meter halbrechts so abzog, dass der Ball sich über Kott hinweg noch unter die Latte senkte (24.). Und so ging das Spiel mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten weiter. Wollenschlägers Grundlinienspiel auf Thorwarth konnte dieser am kurzen Pfosten nicht verwerten (31.), ein Kopfball von Bartsch pfiff am Tor vorbei (34.), eine eher als Flankenball gedachte höhe Eingabe von Wegner schlug auf der Latte des Kott-Tores auf (41.) und Heyers Spiel in die Tiefe auf Thorwarth (44.) brachte auch nichts ein. Was aber die Gäste zur Halbzeitführung brachte, war ein nicht energisch genug geführtes Ballwegschlagen in der letzten Minute der ersten Spielhälfte. Der Versuch, den vermeintlich letzten Angriff der Gäste spielerisch zu unterbinden, war untauglich. Letztlich setzte sich der ballführende Wegner bis in den rechten Strafraum durch, zog flach, scharf auf den linken Pfosten und der Ball war im Tor (45.).War die erste Halbzeit der Gerataler noch weitestgehend geprägt von Reaktion, so wendeten sich die Spielanteile in Hälfte zwei. Nun waren es die Platzherren, die agierten. Besonders zwischen der 46. und 70. Minute erarbeiteten sie sich genügend Chancen, die schlussendlich auch für einen Sieg gereicht hätten: In der 47. Minute wird Thorwarth in die Tiefe angespielt, beim Versuch den Ball über den heraus eilenden Torwart den Ball zu lupfen, bekommt dieser noch ein Bein dazwischen; Schmidt zieht aus halbrechter Position mit seinem starken linken Bein ab, der Torwart kratzt den Ball noch aus dem Winkel heraus, beim anschließenden Eckball bekommt Behr den Kopf nicht genau genug an den Ball (56.); ein in Kopfhöhe in den gegnerischen Strafraum geschlagener Freistoß von Schmidt lenkt Oehler unhaltbar für seinen Torwart zum Ausgleich ins Tor (60.); Thorwarth, von Paradies genial angespielt, scheitert erneut am Torwart, bei der unmittelbar nachfolgenden Aktion verzieht Paradies und ein weiter Abwehrschlag aus der Gerataler Hintermannschaft bringt erneut Paradies in gute Position (65.). Das alles liest sich so, als hätte Meuselwitz in dieser Drangperiode nicht stattgefunden. Weit gefehlt, denn nicht nur hier sondern auch bis zum Spielende war jeder ihrer Ballbesitze brandgefährlich. Und so musste man, trotz Bischofs Möglichkeit noch kurz vor Schluss, froh sein, einen Punkt geholt und damit quasi die Herbstmeisterschaft gesichert zu haben. Tolles Spiel von beiden Mannschaften bei nicht einfachen Witterungs- und Bodenverhältnissen!
Aufstellung:Spvgg Geratal: Kott, Behr, Schmidt, Wollenschläger, Heyer (75. Braunschweig), Keiner, Thorwarth, Kühne (59. Linse), Bischof, Mantlik, Paradies ZFC Meuselwitz 2: Geenen, Hajrulla, Bunge (85. Hoffmann), Oehler, Gentzsch, Kotowski, Wegner, Bartsch, Beiersdorf, Starke, Pitschel
Schiedsrichter: Läsker (Pößneck)
Zuschauer: 100
Torfolge: 1:0 Bischof (22.), 1:1 Pitschel (24.), 1:2 Wegner (45.), 2:2 Oehler (60., Eigentor)

SV 09 Arnstadt – Spvgg Geratal 0:3 (0:0)
(kda) Auch gegen den dritten Aufsteiger und hier die Besonderheit, dass das Spiel als Derby hochstilisiert wurde, konnte die Spielvereinigung mit voller Punktzahl den Platz verlassen. Schlussendlich sehr souverän und abgeklärt gegen einen Gegner, der ob seiner Neuverpflichtung von Spielern und der bisher gezeigten Leistungen schwer abschätzbar schien. Wenn man dem Hausherren nur maximal zwei gefährliche Aktionen gestattet, ein Fernschuss (30.) und ein Kopfball (61.), die knapp über die Latte gehen, spricht das für eine hohe taktische Disziplin. Auch wenn die erste Halbzeit seitens der Gäste torlos blieb, hatte man das Spiel absolut im Griff und hätte auch hier schon in Führung gehen können. Thorwarths Kopfball nach Ecke (9.) und sein Schuss aus spitzem Winkel nach Pass von Paradies (15.) waren solche Gelegenheiten.Nahezu ein Lehrstück wie man in der Verbandsliga erfolgreich ist, war dann die zweite Halbzeit. An Chancen kaum mehr, aber die gnadenlos effektiv unter Einsatz der jeweiligen individuellen Möglichkeiten genutzt. Mantliks Ballbehauptung und -absicherung gepaart mit seinen Vollstreckerqualitäten brachte die Führung (50.), Thorwarths Kopfballspiel, dessen Ausbau (64., nach Ecke Heyer) und der dritte Treffer ließ den Kenner einfach die Zunge schnalzen. Wie sich die Heyer, Mantlik und Thorwarth da auf der linken Angriffseite durchspielten und der „Lange“ die 5 Zentimeter freies Schussfeld zwischen Torwart und rechtem Pfosten nutzte, das war Fußball vom Feinsten!
Aufstellung:SV 09 Arnstadt: Sünkel, Struß, Reinemann (75. Koch), Scheuring (70. Ruschke), Hartung, Machts, Skaba, Quitt, Kiraly, Varnhagen, Hauk
Spvgg Geratal: Kott, Behr, Schmidt, Wollenschläger, Keiner (88. Linse), Thorwarth, Thurau (46. Heyer), Braunschweig (62. Kühne), Bischof, Mantlik, Paradies
Schiedsrichter: Honnef (Gotha)
Zuschauer: 517
Torfolge: 0:1 Mantlik (50.), 0:2, 0:3 Thorwarth (64., 85.)

Spvgg Geratal – FC An der Fahner Höhe 1:1 (0:1)
(kda) Das als ursprünglich letztes Saisonspiel angesetzte und auf den Reformationstag vorverlegte Spiel war nicht unbedingt der technische Knüller aber umkämpft und mit Sicherheit eines der lautesten Spiele, das der Berichterstatter gesehen bzw. gehört hat. Diente die Lautstärke der Gäste der Eigenmotivation oder der Einschüchterung der Gastgeber? Auf jeden Fall war es extrem nervig und nur der Unerfahrenheit des Schiedsrichter zu verdanken, dass das, was da von den Spielern und auch der Trainerbank lautstark, auch als Beleidigungen, von sich gegeben wurde, nicht entsprechend geahndet wurde. Wie selbiger auch kein erkennbares Maß in der Verteilung von Karten zeigte. Das Ergebnis selbst geht in Ordnung, auch wenn die Spielvereinigung in der zweiten Halbzeit die eindeutig dominantere Mannschaft war. Echte Torchancen waren in diesem Spiel eher rar. Der Gast hatte mit Stelzer die erste (15.). Bradsch lenkte seinen Schuss von der Strafraumgrenze noch über die Latte. Schmidt nach einem energischen Durchsetzen Mantliks auf der rechten Seite die zweite. Doch beim Versuch, den Ball aus Nahdistanz ins Tor zu befördern, brachte er den Fuß nicht richtig an den Ball. Dann kam der Auftritt Trübenbachs, der sich nahe der Mittellinie den Ball schnappte, aufgrund der zurückweichenden Gerataler Defensive bis in den Strafraum kam. Hier versuchte man ihn vom Ball zu trennen, Paradies schaffte das aber nicht konsequent genug und so sprang der Ball wieder Trübenbach vor die Füße, der dann irgendwie selbigen ins Tor brachte (30.). Mehr geschah in der ersten Spielhälfte nicht.Gut für die Hausherren, dass kurz nach der Pause der Ausgleich fiel (50.). Einen Schmidt-Freistoß ließ der Fahner Torwart nur abprallen, mit einem langen Bein drückte Bischof den Ball über die Linie. Danach übernahmen die Hausherren immer mehr die Initiative, hatten bei zwei gegnerischen Aktionen Glück, nicht erneut in Rückstand zu geraten, aber in der 88. Minute selbst die Möglichkeit zum Siegtreffer. Thorwarth stand nach einem genialen Braunschweig-Flankenball völlig frei vor dem Torwart, scheiterte aber an diesem.
Aufstellungen:Spvgg Geratal: Bradsch, Behr, Schmidt, Linse, Heyer, Keiner, Thorwarth, Kühne (73. Thurau), Bischof, Mantlik (82. Braunschweig), Paradies FC An der Fahner Höhe: Notas, Lischke, Kumm (82. Neubert), Kupke, Winge, Preller, Trübenbach (70. Krumbein), Stelzer, Heim, Aliyev, Machts
Schiedsrichter: Hecklau (Hildburghausen)
Zuschauer: 182
Torfolge: 0:1 Trübenbach (30.), 1:1 Bischof (50.)

Spvgg Geratal – VfL Meiningen 4:0 (2:0)
(kda) 7 Punkte aus der englischen Woche, Tabellenführung behauptet – Ziel erreicht! Zwar war ein Unterschied zwischen dem Aufsteiger aus Meiningen zum vorherigen Gast Fahner Höhe unverkennbar, aber dennoch zeigte die Spielvereinigung wieder alte Tugenden – bedingungsloser Angriffsdruck und leider auch mangelnde Chancenverwertung. Angesicht noch zweier Pfostenschüsse, vier Einszueins- Situationen gegen den Meininger Torwart und etlicher weiterer klarer Einschuss- oder Einköpfmöglichkeiten hätte das Ergebnis auch zweistellig enden können.Inspiriert von einem in die zentrale Angriffsposition beorderten Mantlik und etlicher genialer Pässe des erstmals wieder in der Anfangsformation stehenden Braunschweig, zogen die Hausherren von Beginn an ihre Kreise. Schon in der 2. Minute flankte Braunschweig von der rechten Grundlinie, Schmidt suchte das volle Risiko mit einer Direktabnahme von der Strafraumgrenze. In der 9. Minute verwandelte Braunschweig aus 25 Meter, zentrale Position einen Freistoß direkt. Eine eher verkorkste Ecke Schmidt´s überraschte auch Thorwarth am langen Pfosten völlig frei stehend (10.). Und auch in der 31. Minute wirkte er nach einer Kühne-Eingabe nicht abgeklärt genug – scheiterte zunächst am Torwart und konnte den anschließenden Flankenball von Mantlik nicht per Kopf veredeln. Dass er das Toreschießen immer noch kann, zeigte er in der 37. Minute. Mantlik öffnete das Spiel mit einem Pass auf die rechte Seite zu Altendorf, der spielte flach durch den Meininger Strafraum auf Thorwarth. Schon vor dem Pausenpfiff hätte es das 3 :0 oder 4:0 geben müssen. Behr scheiterte frei stehend mit einem Kopfball (43.) und Bischof hatte nach einer Mantlik-Ablage auch kein Glück (45.). Wo war eigentlich Meiningen? Zwar auf dem Platz, aber nicht präsent. Bezeichnend, erstmals in der 38. Minute erschienen sie vor dem Kott-Tor! Die zweite Spielzeit sah zunächst eine „Findungsphase“ der Gerataler. Doch mit einem Pfostenschuss von Kühne (53.) fing die Angriffsmaschinerie wieder zu laufen an. Paradies prüfte das Metall in der 67. Minute gleich noch einmal, ehe Thorwarth in der 72. vom Engagement Paradies profitierte, der ein zu kurzes Abspiel des Meininger Torwarts erlief und den Torschützen bediente. Zuvor hatten die Gäste mit einem Freistoß, der knapp am rechten Pfosten vorbei ging, ihre erste und einzige gefährliche Möglichkeit. Zusätzlichen Angriffsschwung brachte noch einmal Thurau. In der 76. Minute bediente er von seiner rechten Position Thorwarth, dieser legte den Ball am Torwart vorbei – zu schwach geschossen, denn ein Meininger Abwehrspieler konnte noch vor der Linie klären. In der 81. wurde er von Heyer in die Tiefe geschickt aber im Strafraum von den Beinen geholt – Foulelfmeter! Diesen verwandelte Schmidt gewohnt sicher (82.).
Aufstellungen:Spvgg Geratal: Kott, Altendorf (60. Linse), Behr, Schmidt, Keiner, Thorwarth, Kühne (60. Heyer), Braunschweig (72. Thurau), Bischof, Mantlik, Paradies VfL Meiningen: Damm, Bauersachs, Röll (90. Diez), Rahmoune, Landgraf (85. Schaefer), Winterstein, Seruneit (63. Amstein), Müller, Aljija, Hausner, Pleyer
Schiedsrichter: Meuselwitz (Föritztal)
Zuschauer: 130
Torfolge: 1:0 Braunschweig (9.), 2:0, 3:0 Thorwarth (37., 72.), 4:0 Schmidt (FE, 82.)

1.SC 1911 Heiligenstadt – Spvgg Geratal 0:1 (0:1)
(kda) Zwar mit dem minimalsten aller Siege aber dennoch hat die Spielvereinigung zum einen die englische Woche, am Mittwoch empfängt man Fahner Höhe und am kommenden Samstag Meiningen, begonnen, zum anderen bei einer Mannschaft gewonnen, gegen die man in der Vorsaison zweimal verloren hat. Das ist Ausdruck einer hohen Moral, auch wenn spielerisch momentan einiges zu wünschen übrig bleibt. Es fehlt die Leichtigkeit des Kombinationsfußball, als dürfe man die noch nie dagewesene Punkte- und Tabellenkonstellation nicht verlieren. So auch im Eichsfeld. 
Heiligenstadt begann mit einer gefährlichen Standardsituation. Bei einer Kopfballabnahme nach einem Freistoß musste Bradsch, turnusmäßig hütete er das Gerateler Tor, zum ersten Mal eingreifen (9.). Danach übernahm aber der Gast das Zepter. Und immer wenn man schnell in das Umkehrspiel kam, taten sich auch Möglichkeiten auf. So nach einer Kombination zwischen Mantlik und Thurau (14.) und auch in der 16. Minute, als Thurau lang über rechts geschickt wurde, er nach einem Haken im Strafraum das vom Gegenspieler ungeschickt in den Weg gestellte Bein annahm und der Schiedsrichter nicht umhin kam, Strafstoß zu geben. Schmidt ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen (17.). Damit hatten die Gerataler die erwünschten Räume und Mantlik zweimal die Chance (20., 32.) die Führung auszubauen. In der Defensive hielt man die Gastgeber weit genug vom Tor entfernt, sodass von diesen in der ersten Spielhälfte keine weitere Gefahr ausging.Auch in den ersten zehn, fünfzehn Minuten der zweiten Halbzeit gelang das recht eindrucksvoll, aber mit zunehmender Spielzeit verloren die Huck-Schützlinge immer mehr die Souveränität. Einfache Ballverluste und haarsträubende Abspielfehler brachten die Heiligenstädter immer mehr und immer gefährlicher in Ballbesitz. Zwar hatten Mantlik nach gutem Pass in den Raum von Thurau (67.), Schmidt mit einem Freistoß und anschließendem Nachschuss (72.) und Kühne nach einem Dribbling (73.) noch hochkarätige Chancen, doch schien der Ausgleich nur eine Frage der Zeit zu sein. Hier können sich die Spieler bei ihrem Torwart bedanken, der durch reaktionsschnelle Aktionen (70., 72. und 89.) auch die besten Möglichkeiten der Einheimischen zunichte machte. So war man schlussendlich über den Abpfiff des gut und mit viel Fingerspitzengefühl leitenden Schiedsrichters, auf beiden Seiten gab es je eine „Foul als letzter Mann“- Situation, die er gut bewertete, mehr als glücklich.
Aufstellungen:1.SC 1911 Heiligenstadt: Merfert, Kränzel, Rhoese, Henkel, Lerch (71. Muresan), Rohner, Peric, Berger, Hanusch, Möhlhenrich, Dragicevic
Spvgg Geratal: Bradsch, Behr, Schmidt, Linse, Wollenschläger (13. Kühne), Heyer, Keiner, Thorwarth, Thurau (89. Gromm), Bischof, Mantlik (78. Braunschweig)
Zuschauer: 75
Schiedsrichter: Göpfert (Erfurt)
Torfolge: 0:1 Schmidt (17., FE)

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