Verbandsliga, 17. Spieltag

Sv 1879 Ehrenhain – SpVgg Geratal 2:1 (0:1)
(kda) So richtig ist es nicht einzuordnen, worüber man am meisten enttäuscht sein soll. Über die Niederlage gegen eine Mannschaft, deren Mittel kaum Verbandsliganiveau aufwies und die im Prinzip nicht eine ernsthafte Torchance besaß, über das eigene Unvermögen, dieser schwachen Mannschaft nicht entscheidend beigekommen zu sein, oder die Tatsache, dass man die Führung gegen eben diese Mannschaft nicht wenigstens bis zum Schluss hat behaupten können? Trotz der schwierigen äußeren Bedingungen - ein bekanntermaßen holpriger Platz und extrem böiger Wind - die sowohl an ein Flachpass- als auch einem Spiel mit hohen Bällen große Anforderungen stellten, die aber eine vermeintliche Spitzenmannschaft hätte erbringen können müssen, fehlte ganz einfach der letzte Biss. So wird das nichts mit dem Meistertitel!Nach einer „Gewöhnung“ an die äußeren Bedingungen kamen die Gerataler nach ca. 15 Minuten in den gewohnten Modus. Als dann auch noch ein gekonnt eingeleiteter Angriff, Thorwarth spielte den Ball aus dem Mittelfeld nach rechts auf Heyer, der flankte halbhoch in den Strafraum auf den, die Ehrenhainer Abwehr irritierenden Mantlik, der den Ball durchließ und damit dem durchgelaufenen Thorwarth die Möglichkeit am langen Pfosten bot, den Ball unbedrängt einzuschieben, die Führung ergab, schien noch alles im Plan. Vielleicht war die Mannschaft zu sehr geschockt über die Verletzung von Wollenschläger - ohne gegnerische Einwirkung das Knie lädiert – oder auch nur des Inspirators genommen, bis zum Halbzeitpfiff lief nach vorne nichts mehr.Nach der Pause wieder mehr Angriffsgeschehen. Doch just in dem Moment, wo man sich in der Ehrenhainer Hälfte festzusetzen glaubte, führte ein Befreiungsschlag, den Bischof nich richtig einzuschätzen vermochte, zu einem Konter. Kott zögerte einen Moment beim Herauslaufen, konnte dann im Strafraum nicht mehr richtig „zupacken“, ohne einen Strafstoß und evtl. persönlicher Strafe zu riskieren, und schon war die Führung dahin (50.). Mit Kühne und Brandl versuchte Trainer Huck die erneute Führung zu erreichen, doch es kam ganz anders! Der wirklich einzige herausgespielte Angriff der Gastgeber führte zu deren Führung und schlussendlich Sieg. Über die rechte Grundlinie kommend versuchte Zerrenner zu flanken, Bischof blockte diese mit beiden vor der Brust verschränkten Armen im Strafraum ab, Strafstoß! Aus Sicht des Betrachters völlig ungerechtfertigt aber ein Stück weit auch zu diesem total verkorksten Spiel passend. Syhre ließ sich diese Chance nicht entgehen (75.). Zwar versuchten die Gerataler in den restlichen Minuten noch eine Ergebniskorrektur, doch Entscheidendes lief nicht mehr zusammen. Entweder wurden die Angriffe zu ungenau vorgetragen, sehr oft fehlte auch das „Passfordern“, oder die Abschlüsse waren zu schwach.
Aufstellung:SV 1879 Ehrenhain: Sittel, Al-Eraidi, Müller, Böckel (91. Kaessner), Hirnstedt, Hiller, Syhre, Bethke, Korent, Lutz, Zerrenner (92.)
SpVgg Geratal: Kott, Behr, Schmidt, Wollenschläger (29. Altendorf), Heyer (57. Kühne), Keiner, Thorwarth, Braunschweig (57. Brandl), Bischof, Mantlik, Paradies 
Schiedsrichter: Blässe (Erfurt)
Zuschauer: 91
Torfolge: 0:1 Thorwarth (18.), 1:1 Zerrenner (50.), 2:1 Syhre (75.)
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok