Kreisoberliga 10.Spieltag

SpVgg Geratal II - TSG Kaulsdorf 2:4 (2:3)
Die ersten zehn Minuten des Spiels haben es in sich. Altendorf geht zur Grundlinie, gibt überlegt auf Christ zurück, der dreht sich um die eigene Achse und schon steht es 1:0 (5.). Nach einem Eckball durch Möller springt Heinze am höchsten und knallt den Ball mit dem Kopf ins Tor (2:0, 8.). Das geht ja gut los und läßt einiges hoffen. Doch schon eine Minute später schnippelt Kohlschmidt aus 20 Metern das Spielgerät über Torwart Giessler hinweg ins eigene Tor (2:1, 9.). Schon ist der schöne Vorsprung dahin, aber noch ist der Nachmittag jung. Kühne dribbelt über den halben Platz und narrt sechs gegnerische Spieler. Der Abschlußversuch des angespielten Christ wird jedoch geblockt (10.). Jetzt geht es hin und her. Die Kaulsdorfer spielen ihre Art gut, Zweikampfgewinn und schnell schnörkellos nach vorn. So verläuft auch ein Konter über drei Stationen. Merkl als letzte Station der Ballstaffette braucht nur noch flach einzuschieben (2:2, 20.). Die Platzbesitzer sind  geschockt. Sie versuchen, den Ball laufen zu lassen, doch stets ist ein Fuß eines Gegners zur Stelle oder die Pässe sind zu ungenau. Anders die Gäste. Sie setzen nach und sind hungrig auf drei Punkte. Lerche verzieht (25.) und Meiers Torschuss wird von Giessler zur Ecke abgewehrt (31.). Das bedeutet nicht, dass Geratal nicht auch Chancen hat. Möller erobert an der Grundlinie den Ball und kann ihn noch zur Mitte ziehen, doch Heinze verpasst (37.). Für die Verunsicherung spricht das nächste, einfache Tor. Martin Kellner hat einen Blackout und schiebt das Leder in die Füsse von Merkl, der mittig allein auf den Torwart zuläuft und vollendet (2:3, 44.).
Der Gastgeber will zur zweiten Halbzeit Wiedergutmachung leisten. Kühne stürmt nach vorn, doch Christ trifft den Kasten nicht (50.). Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Lindow einen Freistoß aus dem Mittelfeld aufs Tor zieht, wo Giessler gegen die tiefstehende Sonne auf verlorenem Posten steht (2:4, 53.). Kohlschmidts Flankenlauf und Heinzes Abschlußversuch vereitelt Torwart  Wolf (56.). Den mentalen Todesstoß versetzen sich die Gerataler, als Kühne einen Foulstrafstoß, an Priefer verwirkt, schwach schießt und Wolf hält (66.). Obwohl die Hausherren trotzdem noch versuchen, das Ergebnis für sie angenehmer zu gestalten und anrennen, wirken die Aktionen zunehmend kopf- und hilflos. Wieder werden zu wenige Zweikämpfe gewonnen oder Fehlpässe gespielt, so dass sich der gute Wille ins Gegenteil verkehrt. So kann Lerche nach Ballverlust im Zweikampf abschließen, jedoch über den Kasten (75.) und der Schieri pfeift ein weiteres Tor für Kaulsdorf wegen Angriff auf den Torwart zurück (76.). Der eingewechselte Marcus Kellner knallt den Ball freistehend über das Gehäuse (86.) und gegenüber vollbringt Weibel das Kunststück, aus fünf Metern ohne Gegenwehr den Ball über die Querlatte zu befördern (89.). Das war es. Drei Punkte gehen an die Saale und Geratal schlägt sich eigentlich selbst. Kaum ein Aktiver erreicht in dieser Begegnung seine Normalform.
SpVgg Geratal II: Giessler, Möller (46. Marcus Kellner), Gromm, Gerhardt, Kohlschmidt, Priefer, Heinze, Kühne, Christ, Altendorf, Martin Kellner (60. Langguth)
TSG Kaulsdorf: Wolf, Weibel, Bauer, Ruderisch, Wolf, Lerche, Meier (77. Blume), Lindow, Merkl, Kühn
Tore: 1:0 Christ (4.), 2:0 Heinze (8.), 2:1 Kohlschmidt (ET, 9.), 2:2, 2:3 Merkl (20., 44.), 2:4 Lindow (53.)
Schiedsrichter: Göltzner (Blankenhain)
Zuschauer: 50
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