Kreisoberliga 13.Spieltag

SV 1883 Schwarza - SpVgg Geratal II 3:3 (3:3)
Positiv gesehen muss man feststellen: Wieder nicht gegen Schwarza verloren, die Serie hält. Ehrlicherweise muß aber notiert werden: Tom Oschmann gegen Geratal 3:3, denn er hielt alleine seine Mannschaft im Spiel. Dieser Angreifer konnte im gesamten Spiel durch die Gästeabwehr nicht gestellt werden. Zu schnell seine Läufe, zu einfach seine Siege im Kampf Mann gegen Mann. Auffällig war, dass auch die gestandenen Gerataler Gerhardt und Seyfferth nicht in der Lage waren, ihn zu stoppen. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit ging dem Stürmer offensichtlich die Puste aus, denn dann reihte er sich, ohne noch groß aufzufallen, in seine Mannschaft ein. Den Gästen gelang es nur punktuell, das durch zwei Viererketten gebildete Bollwerk der Saalestädter entscheidend zu stören. Schwarza blieb bei seiner, hier erfolgreichen, Linie, aus einer sicheren Abwehr heraus den Ball schnell und weit nach vorn zu schlagen, wo ihn Oschmann viel zu oft, aus Gästesicht, annehmen und verwerten konnte. Die Geratalabwehr einschließlich Torwart versuchte, von hinten heraus spielerisch die Offensive zu suchen. Das war aber gegen die aufmerksamen Gastgeber nicht das passende Rezept. Ungenauigkeiten beim Zuspiel und verlorene Zweikämpfe verhinderten zu oft einen erfolgversprechenden Angriff. Geratal spielte zu pomadig. Steilpässe blieben Mangelware, dabei bot sich der bestens gepflegte, große Rasenplatz dafür geradezu an. Wenn mal schnell über mehrere Stationen gespielt wurde, waren die Gastgeber anfällig. Die ersten vierzig Minuten hatten es in sich.
Priefer nahm sich ein Herz, tanzte mehrere Gegenspieler aus und zog aus 22 Metern mal ab. Der Ball zappelte im Winkel (0:1, 16.). Die treuen mitgereisten Gerataler Fans lehnten sich entspannt zurück, es schien zu laufen. Auch als der jüngere der Ajeti-Brüder zum Schuss kam, war alles noch gut (17.). Im anschließenden Aufbauspiel verlor Seyfferth den Ball, Oschmann wurde sofort bedient, der zog unaufhaltsam davon und schon war der Vorsprung dahin (1:1, 19.). Kleinspehn wurde auf seiner Seite aus den Augen verloren, prompt angespielt, doch König im Gerataler Tor war zur Stelle (22.). Als Marcus Kellner im Strafraum gefoult wurde, pfiff Schieri Schneeweiß sofort. Langguth verwandelte den Elfer sicher (1:2, 32.). Schon einige Minuten später bediente De Dios Rey Priefer in der Strafraummitte und wieder klingelte es (1:3, 34.). Endlich ein beruhigender Vorsprung? Denkste! Denn kurz nach dem Anstoß nahm wieder Oschmann Fahrt auf und vernaschte vier! Gegenspieler, ehe er im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Er trat selbst an und tat etwas für sein Torekonto (2:3, 36.). Und noch einmal das gleiche Spiel, langer Ball, Antritt Oschmann und weg war er (3:3, 39.). Das war es mit dem Vorsprung.
Der zweite Umlauf wurde ruhiger, aber nur was die beiderseitigen Angriffe anging. Oschmann trat nicht mehr so oft in Erscheinung und den Gästen gelang auch nicht mehr viel. Hinzu kamen einige Fouls auf beiden Seiten, da die Kraft und die Konzentration nachließ. Priefers Abschluß wurde zur Ecke abgelenkt (60.), Gromm dribbelte sich in aussichtsreiche Position, doch Torwart Korittke hielt (61.). Priefer musste mit Luftproblemen nach einem Zweikampf ausgewechselt werden. Den aussichtsreichsten Angriff boten die Gastgeber, als sich Bopp durch die Verteidigung schmuggelte, König schon überwunden hatte, ehe ihn zwei Meter vor der Torlinie Martin Kellner vom Ball trennte (79.). Auch Möller musste mit einer Knieverletzung vom Platz getragen werden. Die letzte Möglichkeit vergab bei einem schnellen Gegenzug Marcus Kellner, der den Ball gegen drei Verteidiger behauptete, ihn dann doch neben das Ziel semmelte (88.).
SV 1883 Schwarza: Korittke, Heerwagen, Jaeger, Baum, Glaser, Oschmann, S.Ajeti (79. Säuberlich), Sheebe (77. Betz), Kleinspehn, Bopp, L.Ajeti
SpVgg Geratal 2: König, Gromm, Langguth, Gerhardt, Möller (84. Barchewitz), Priefer (77. Jaekel), Heinze, Seyfferth, De Dios Rey (88. Blümke-Eichhorn), Martin Kellner, Marcus Kellner
Tore: 0:1, 1:3 Priefer, 1:1, 2:3 (FE), 3:3 Oschmann, 1:2 (FE) Langguth,
Schiedsrichter: Schneeweiß (Probstzella)
Zuschauer: 40
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